Weihnachtszeit ist Familienzeit

GeschichteFamilie, Freundschaft / P16
02.12.2018
09.12.2018
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Auch wenn es ein wenig knapp ist, wünsche ich euch einen schönen Nikolaus.
Und hier kommt auch noch ein kleines bisschen fröhlicher Nikolausfamilieneinblick bei unseren Lieblingen.
liebe Grüße und bis Sonntag,
lg Grace


Nikolaus
„Hankypanks. Schau mal. Der Nikolaus war da.“ Derek war in die Hocke gegangen, sein Sohn saß noch im Schlafanzug und mit voller Windel auf seinem Oberschenkel. Seine Augen waren groß und rund, als er den gut gefüllten Babygummistiefel sah. „Schau Mal. Er hat Schokolade und Mandarinen gebracht, und oh? Ein neues Spielzeug.“ Derek strahlte, als Hank sich streckte und beinahe auf den Stiefel fiel vor Freude. Er kreischte und zog die Schokolade an sich. Savannah, die ebenfalls in den Flur gekommen war lachte auf. Wie der Vater so der Sohn. „Es gefällt ihm.“, lächelte Derek glücklich. „Wie Millionen andere Kinder auf dieser Welt. Hank, was hast du da bekommen. Zeig es Mummy.“ Hank streckte seine Händchen aus, die gefüllt waren mit Schokolade. „Oh, so viele leckere Sachen. Aber nicht alles auf einmal Jungs.“ Derek grinste zu seiner Ehefrau hoch. „Du hast es gehört Hankypanks. Aber eines können wir probieren, auch vor dem Frühstück. Such dir ein Stückchen aus.“ Hank hatte stattdessen das neue Spielzeug, einen knallroten Ball, entdeckte und rollte den quer durch den Flur. „Keine Schokolade zum Frühstück Mr. Morgan.“ „Sagt wer, Mrs. Morgan? Der Arzt?“ „Die Ärztin wohl eher. Komm, der Kaffee müsste auch schon fertig sein. Und bring das in Sicherheit. Hank wird sonst eine mächtige Sauerrei veranstalten.“ Savannah sammelte in der Zwischenzeit ihren Sohn ein, der versuchte die Treppe hoch zu klettern. „Und du solltest daran denken das Gitter wieder zu zu machen.“; rief sie zu Derek rüber, der Mandarinen und Schokolade einsammelte um es auf einen Teller im Wohnzimmer zu legen. Er sah zu dem Adventskranz, auf dem die erste Kerze bereits gebrannt hatte. Er fragte sich, was er sich wohl dieses Jahr zu Weihnachten wünschen sollte. Vielleicht die Antwort auf die Frage, wie er seine berufliche Zukunft gestalten sollte.

„Savannah, hast du nicht in deinen Schuh gesehen?“, fragte Derek, als er seine Kaffeetasse in die Hand bekam. „Mein Schuh? Ich bin ein wenig zu alt für den Nikolaus, Derek.“ „Sicher? Geh nachschauen Babe.“ Er zwinkerte ihr zu und setzte Hank in seinen Kinderstuhl. Bevor dieser anfangen konnte zu randalieren, gab er ihm die vorbereitete Flasche Milch. Solange Hank daran nuckelte würde er Frühstück vorbereiten können. Dabei lauschte er den Geräuschen im Flur. Savannah quietschte vor Freude, als sie das kleine Päckchen in ihren Lieblingsstiefeln fand. Und schon kam sie in die Küche gestürmt und fiel ihrem Ehemann um den Hals. „Es ist wunderschön.“ Sie hielt die silberne Kette mit der Schneeflocke vor seine Nase. „Darf ich?“ Derek nahm sie ihr aus der Hand und legte sie ihr um den Hals. Savannah strich sanft darüber und lächelte. „Sie ist wunderschön Liebling. Das Silber lag kühl auf ihrer Haut. „Du siehst wunderschön aus.“, strahlte Derek. „Womit hab ich das verdient?“ „Muss es eine besondere Gelegenheit geben meiner Ehefrau etwas zu schenken? Ich liebe dich Babe.“ Derek zog Savannah an sich und küsste sie. „Ich dich auch Babe. Und Danke.“ Hank unterbrach seine Eltern indem er seine Flasche auf den Boden warf.

* * * *


„Der Nikolaus war da.“ Jack tobte in kindlichem Leichtsinn die Treppe nach unten. Seine Schneestiefel waren gefüllt mit Süßigkeiten, an der Wand dahinter lehnte das neue Buch, dass er sich zu Weihnachten gewünscht hatte. „Und er war besonders großzügig dieses Jahr.“, strahlte Jack und wühlte sich durch die beiden gut gefüllten Stiefel. Emily und Hotch kamen langsamer die Treppe nach unten. Hotch drückte Emilys Hand, als sie zusahen wie Jack sich freute. „Er sieht aus, als ob er wieder 6 Jahre wäre. Das war eine der wenigen Jahre, an denen ich zu Nikolaus zu Hause war. Ich hatte, wie dieses Jahr, besonders großzügig die Stiefel gefüllt. Er hatte es sich so verdient, auch weil ich in dem Jahr schon beinahe jedes Fußballspiel und beinahe seine Einschulung verpasst hatte. Und er saß da und hat sich gefreut wie jetzt. Und er hat mich mit diesem zahnlückigen Mund angestrahlt...“ Hotch erzählte nostalgisch. Als sich Jack jetzt zu ihnen drehte und sie anstrahlte, waren seine Zähne vollständig, doch es war genauso ehrlich erfreut wie 7 Jahre zuvor. „Danke.“, sagte er aus tiefstem Herzen. „Für dich immer Großer. Aber nicht alles auf einmal.“ „Klar doch Dad.“

Emily ging, wie jeden Morgen, zu ihrem Adventskalender um ein neues Türchen aufzumachen. Heute war es ein Fenster im Dachgeschoss. Jack mit Zipfelmütze und falschem Bart strahlte ihr entgegen. Ihr Blick strich über die anderen bereits offenen Türchen, allesamt Familien- und Teambilder der letzten Jahre. Jeden Morgen dankte sie ihrem Sohn in Gedanken aufs neue für dieses liebevolle Geschenk. Es drückte so viel aus, was er genauso wenig in Worte fassen konnte wie sie. Sie wusste immer noch nicht, woher die tiefe Liebe kam, die sie für Jack empfand. Wenn sie ihn Sohn nannte, dann meinte sie es so sehr, als ob sie ihn selbst ausgetragen hätte. So wie das Geschwisterchen, dass er im Frühjahr bekommen würde.

* * * *


„Ach komm schon Penny. Geh aus mit mir.“ Luke strahlte seine Kollegin so breit an, dass ihre Knie wackelten. Doch sie schüttelte trotzdem ihren Kopf. „Na komm schon Peanut. Wie oft habe ich dich jetzt schon gefragt?“ „Noch nicht häufig genug Mr. Alvez.“ „Du weißt, dass du mich Luke nennen kannst. Also, wann wirst du endlich ja sagen.“ „Wenn du nur noch einmal fragst.“, zwinkerte Penlope und versuchte davon zu kommen. „Nur noch einmal? Nun Miss Penelope Garcia, geh aus mit mir.“ Er breitete seine Arme aus, fasste ihre Hände und drehte sie im Kreis. „Bitte. Muss ich vor dir auf die Knie gehen, dass du endlich ja sagst?“ „Na gut Luke. Bevor du dich hier zum Affen machst, ja. Ja, ich gehe mit dir aus. Aber nur auf ein Bier.“ „Endlich, meine Gebete werden erhört. Ich hole dich um 7 Uhr bei deinem Büro ab. Keine Ausflüchte.“ „Heute Abend?“ Penelope war ein bisschen überrumpelt von der Geschwindigkeit. „Oh ja. Bevor dir eine Ausrede einfällt. Keine Ausreden Peanut.“ Luke zwinkerte Penelope noch einmal zu und verschwand dann breit grinsend an seinem Schreibtisch. Vielleicht wirkte ja doch der Mann im roten Anzug noch Wunder zu dieser Jahreszeit.

Luke lehnte bereits 15 Minuten vor Penelopes Tür, bevor sie endlich raus kam. „Und ich dachte schon, du wärst einfach abgehauen.“ Luke war eindeutig erleichtert. „Wie könnte ich? Los, gehen wir.“ Penelope tippelte auf ihren Winterstiefeln fröhlich den Flur entlang. Luke schüttelte den Kopf und folgte ihr schnell. Nicht, dass sie ihm doch noch entwischte.

Luke führte Penelope zu seinem Auto, auch wenn das natürlich hieß das er sie morgen früh würde abholen müssen. Er fuhr zum Gypsies, einer kleinen Bar in die er gerne ging. Penelope bewunderte die Bilder der großen Musiker, die an den Wänden hingen als Luke sie zu einem kleinen Tisch führte. „Es ist wunderschön hier Luke.“, strahlte sie ihn an und machte es sich auf der Bank bequem. Luke lächelte nur, da bereits eine Bedienung bei ihnen stand und nach Getränkewünschen fragte. „Ein großes Bier bitte.“, nickte Luke. „Machen Sie zwei drauß.“, folgte Penelope.

Kaum stand das Bier vor ihnen, hob Luke sein Glas um anzustoßen. „Auf einen schönen Abend.“ „Auf den Nikolaus.“, fügte Penny hinzu und zupfte an den roten Zipfelmützen, die an ihren Ohren baumelten. Sie stießen an und tranken.
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