Harry Potter Adventskalender 2018

von Bamby17
GeschichteAllgemein / P16 Slash
02.12.2018
11.12.2018
11
13300
3
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Dieses Kapitel
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Einen wunderschönen guten Abend wünsche ich euch.
Das Kapitel kommt leider ein klitzekleines bisl zu spät, aber ich hatte vorher leider keine Zeit.
(Es ist noch nicht Beta gelesen, ich werde dies allerdings morgen nachholen.)

So und nun viel spaß mit dem sechten Türchen.
Geschrieben von Kosune-Kun,

https://www.fanfiktion.de/u/Kosune-Kun

***

Und nochmal ich ^^ Ich hoffe, euch gefällt unser kleines Projekt, denn über Rückmeldung eurerseits würden wir uns alle sehr freuen ^^ aber hier Mal neues von mir, viel Spaß:

Frohe Weihnachten

Gedankenlos nippte ich an meinem Glas mit dem Feuerwhisky, mein mittlerweile sechstes Glas an diesem Abend. Tradition war zwar wichtig, doch das hieß nicht, dass es mir Spaß machen musste, oder ich gerne hier sein müsste. Nur meiner Mutter zuliebe begleitete ich meine Eltern Jahr um Jahr zu diesem "Fest" der Unantastbaren Reinblütern, auch wenn es mehr gegenseitige Bauchpinselei war, als alles andere. Auch wenn der dunkle Lord nun gestürzt war, die meisten seiner Anhänger in Askaban ihr restliches Leben fristeten, so waren noch mehr als genug Reinblüter übrig um sich gegenseitig in höchsten Tönen zu loben und sich gegenseitig in den Arsch zu kriechen.

Erneut erhob ich mein Glas, setzte es an und trank die restliche, bräunlich durchsichtige Flüssigkeit aus, spürte das brennende Gefühl in meinem Hals und genoss eben dieses, solange es anhielt, lenkte es mich wenigstens für ein paar Sekunden von alle dem hier ab. Das Rauschen in meinen Ohren nahm weiter zu, der Schwindel setzte auch allmählich ein und alles wurde langsam in Watte gepackt, dennoch bekam ich noch immer zuviel von allem mit, wollte ich doch eigentlich alles unnötige ausblenden. Im Prinzip also alles, was hier geschah, jeden Zauberer, jede Elfe und die Instrumente, welche verzaubert waren und fröhlich vor sich her spielten.

Missmutig bließ ich mir eine Strähne aus dem Gesicht, ließ ich sie mir etwas länger wachsen was nicht nur mir persönlich gefiel, ehe ich nach der Flasche griff und mir mein Glas erneut mit dem brennenden Getränk füllte. Wieder waren meine Gedanken bei ihr, dem verdammten Schlammblut, welche die wohl größte Hexe unseres Jahrgangs war. Hermione Granger, Muggelstämmische Hexe mit unglaublichem Wissen und noch mehr Potential, ohne sie wäre der Magische Krieg wohl nicht so gelaufen wie er es nunmal war. Sie hatte zu Großteilen herausgefunden, welche Objekte die Horkruxe waren, Möglichkeiten gefunden diese zu zerstören und Potter hatte sie auch geschützt. Sie war wirklich unglaublich. Nein, viel eher ist sie unglaublich, denn nach allem was ich ihr in all den Jahren angetan und an den Kopf geworfen hatte, sie nahm es mir nicht mehr übel. Auch das war zwar mehr Verdienst von Potter, dennoch hätten wir uns so niemals näher kennen gelernt, lieben gelernt.

Ein tiefes Seufzen entkam mir, als ich wieder anfing darüber nachzudenken. Das warum war mir schleierhaft, hatte ich Potter zwar nicht an Bellatrix verraten, ihn dennoch oft genug an das offene Messer geliefert und doch hatte er mir verziehen, dieser naive, dämliche, gutherzige Idiot, doch auch ihn konnte ich zu meinen Freunden zählen. Klar hatte ich noch Crabbe, Goyle und Zabini, doch hatte ich zu meinen Hausmittbewohnern ein anderes Verhältnis, wie zu dem Griffendor mit der Brille. Zu ihm konnte ich offener sein als wie zu meinen anderen Freunden, woran dies lag, wusste ich nicht. Vermutlich lag es daran, dass wir die schlechten Seiten und Zeiten von uns beiden gesehen und akzeptiert hatten. Er hatte sogar entgegen aller meiner Erwartungen sich nicht über mich lustig gemacht, als ich ihm gestand, dass ich Interesse an der Granger hegte. Er hatte nur sanft gelächelt und vorgeschlagen, dass wir uns alle, also seine Gruppe und ich, in Hogsmead im Drei Besen auf ein Butterbier treffen könnten. Auch wenn Weaselbe und Granger erst zögerlich reagiert hatten, stimmten sie zu und so saßen wir dann dort. Zu meiner Überraschung, und das konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch immer zugeben und nicht ganz glauben, herrschte nicht eine Sekunde eine beklemmende Situation zwischen uns Vieren. Die drei unterhielten sich angeregt über alles mögliche, was sie in den Ferien machen wollten, welche Wege sie gehen würden, wenn die Schule erst einmal beendet war und dergleichen, bis das Gespräch dann auf mich gelenkt wurde.

Ich glaube, eine peinlichere Situation hatte ich niemals erlebt, als mich ausgerechnet Hermione fragte, was denn mein Wunsch nach dem Abschluss sei. Ich hatte gerade einen kräftigen Schluck meines Butterbieres genommen, mich an diesem verschluckt, das halbe Glas auf dem Boden ausgeleert, während ich den Rest über den Tisch spuckte und um Atem rang. Die Frage kam so plötzlich und unvoreingenommen, dass ich damit nicht gerechnet hatte. Sie und Weaselbee amüsierten sich natürlich köstlich, während Potter mir leicht gegen den Rücken klopfte um mir so zu helfen. Ich wusste damals nicht was die bessere Option gewesen wäre, zu überleben oder einfach jämmerlich zu verrecken. Doch ich überlebte und musste mich dann erneut der Frage stellen, auf der ich keiner Antwort gefeit war. "Ich weiß nicht", hatte ich damals vor einem endlosen halben Jahr geantwortet und undeutbare Blicke musterten mich. Mir stand nicht mehr alles offen, als ehemaliger Anhänger des dunklen Lords käme für mich eine Anstellung beim Ministerium, wie ich es geplant hatte, nicht mehr in Frage und einen Plan B hatte es damals nie gegeben für mich. Auch wenn ich jetzt wusste, in welche Richtung mein Lebensweg gehen würde, damals konnte ich es mir nicht vorstellen, genauso wenig wie jetzt um ehrlich zu sein. Genau das gleiche war auch bei Hermione der Fall. Niemals hätte ich damit gerechnet, dass aus meinem Interesse für die begabte Hexe eine Schwärmerei werden würde und sich daraus sogar eine, zugegeben komplizierte, Beziehung entwickelte.

Meine Mutter sagte nichts in der Richtung, ich müsse mich von ihr trennen, war sie sehr aufgeschlossen und akzeptierte sogar meine Verbindung zu der Muggelstämmischen Hexe, mein Vater jedoch war noch immer in den alten Lehren und Traditionen gefangen, dass ich als sein einziger Sohn einem anderem Reinblüter versprochen werden müsste. Am besten Pensy Parkinson, da sie sowieso Gefühle für mich hegte und eine Verbindung aus unseren beiden Häusern ein lukratives Geschäft für meinen Vater wäre. Jedoch wollte ich meinen eigenen Weg gehen, nicht zuletzt, weil ich die Möglichkeit hatte mit Hermione Granger glücklich zu werden, sondern ich sogar von Miss McGonagall darum gebeten wurde, den leeren Platz als Lehrer für Verteidigung gegen dunkle Künste zu besetzen und auch als Hauslehrer der Slytherin zu fungieren. Auch dies war mehr der Verdienst von Potter, auch wenn niemand etwas in diese Richtung gesagt hatte, dessen war ich mir einfach sicher. Jedoch hatte ich nur mit eben dem Gryffindor darüber gesprochen, zu sehr schürte die Angst vor der Reaktion meines Vaters meine Brust ein. Er hatte nie viel von der Schule gehalten, einzig und alleine wegen Severus Snape behielt er mich dort und nun sollte ich seinen Platz einnehmen.

Erneut nahm ich einen kräftigen Schluck, bevor ich gedankenverloren in das Glas schaute, in welchem sich kleine Wellen versuchten gegenseitig zu überthronen. Nur am Rande bekam ich mit, wie sich die Musik änderte, die ersten Takte anschlug um zun tanzen einzuladen, doch interessierte mich diese Tatsache fast noch weniger, als der gesamte Umstand, welcher hier zu gegen war. Mit wem sollte ich schon tanzen wollen? Aus dem Alter mit meiner Mutter auf dem Marmornen Boden zu wandeln war ich mit meinen 20 Jahren schon draußen, auch wenn ich sie gerne aufgefordert hätte, einfach auch um der alten Zeiten Willen.

"Na komm, Draco, lass uns eine heiße Sohle auf das Parkett legen", säuselte mir sogleich auch schon die nervige Stimme meiner ehemaligen Hausmittbewohnerin süßlich ins Ohr. So süß, das ich davon Kotzen könnte und nicht wegen dem mittlerweile achtem Glas Feuerwhisky an diesem Abend. "Kein Interesse, danke", knurrte ich ihr entgegen, bedachte sie mit einem Blick, der andere schon längst in die Flucht geschlagen hätte. Doch sie blieb völlig unbeeindruckt und lehnte sich etwas zur Seite, um ihre Figur in dem blauem, schimmernden Kleid ein wenig mehr zu betonen, ehe sie erneut ansetzte um mich weiter zu nerven. "Aber warum denn nicht, lieber Draco? Wir sollten uns so oft es geht in der Öffentlichkeit zeigen, damit die anderen Hochrangigen Magier wissen, wie gut es zwischen uns läuft und sie nicht alle denken, es wäre der Wunsch unserer Väter alleine, dass wir Heiraten. Wir wollen es doch auch, dass sollten wir zumindest ein wenig zeigen", fantasierte sie weiter vor sich her und mir blieb nichts anderes übrig als erneut zu stöhnen, resigniert den Kopf hängen zu lassen. Die Strähne hatte sich erneut gelöst, doch gab es gerade eine größere Nervensäge um die ich mich zu kümmern hatte.

Ernst fasste ich die Frau vor mir in meinen Blick, knirschte mit meinen Zähnen um nicht völlig die Beherrschung zu verlieren. Hatten wir nach dem Sturz einiges an Ansehen eingebüßt und das wenige was wir noch hatten, wollte ich nicht mit so einer Lapalie wie Pensy Parkinson zerstören. "Erneut. Danke, nein. Ich habe kein Interesse mit dir zu tanzen. Viel eher habe ich keinerlei Interesse dich zu heiraten, oder mein Leben mit dir zu verbringen, wie oft soll ich es dir noch sagen, bis du es verstehst? Ich würde den Kuss eines Dementoren weitaus mehr vorziehen, als auch nur die Aussicht auf ein Leben mit dir, Merlin nochmal", gab ich ihr wütend, bissig und ja, auch ein wenig sarkastisch, zu verstehen. Wie konnte man alleine nur so dumm sein? Ich hatte ihr schon oft genug erläutert, dass ich kein Leben mit ihr wünschte, egal wie es nach außen hin betrachtet wirkte.

Zu meinem Glück, oder eher zu ihrem, mischten sich Crappe und Goyle ein, bevor ich sie noch weiter hätte beschimpfen können. Es hätte auch nicht viel gefehlt und mir wäre, natürlich nur ausversehen der alten Gewohnheit wegen, ein Fluch herausgeruscht, welcher nicht nur diese Veranstaltung gesprengt hätte, sondern mir auch ein hübsches Zimmer im Ministerium beschert hätte. Nur wiederwillig ließ sich das nervige Gör, in meinen Augen war sie einfach nicht viel mehr als eben dies, von mir loseisen und von Goyle auf die Tanzfläche ziehen. Er war an sich eigentlich auch keine schlechte Partie, hatte er sich in den letzten Jahren doch auch gemausert, doch scheinbar sah ich das falsch, konnte es als Mann schlecht selbst beurteilen, oder aber Pensy wollte es nicht sehen, was mir als logischer erschien.

Genervt strich ich mir erneut die verirrte Strähne hinter mein linkes Ohr, ehe ich das Glas erneut ergriff und es in einem Zug leerte, mit wahrscheinlich zu viel Wucht auf den Tisch knallte und mich von eben diesen abstieß. Langsam spürte ich, wie mir der Alkohol zu Kopf stieg, weswegen ich ein wenig frische Luft schnappen wollte, in dem großzügig angelegtem Garten des Manor spazieren wollte, doch bevor ich durch die Tür treten konnte, welche mich in die Freiheit entlassen würde, wurde ich erneut aufgehalten. Eine schmale Hand hielt mich zurück, indem sich eben diese auf meine rechte Schulter legte, diese zaghaft drückte. Im ersten Moment dachte ich, es wäre erneut die Nervensäge von Parkinson, doch schon bald spürte ich, dass es meine Mutter war, welche mich berührte. Kaum hatte ich dies realisiert, verpuffte mein Ärger so schnell, wie er auch gekommen war. Langsam ließ ich meine Hand wieder sinken und schickte mich an der Frau des Hauses entgegen zu blicken.

"Draco...", murmelte sie, ein warmer Ausdruck in ihren sonst so kalten Augen begrüßte mich. "Wo möchtest du so früh hin? Der Abend ist noch jung, genauso wie du", versuchte sie mir gut zuzureden, mich zum bleiben zu bewegen, der Grund dahinter war mir jedoch nicht bekannt. "Ich würde gerne etwas an die Luft gehen Mutter. Scheinbar habe ich zu viel getrunken, diese Veranstaltungen sind einfach nichts für mich", ließ ich sie ehrlich wissen, gleichzeitig entfernte ich ihre Hand, welche noch immer auf meiner Schulter geruht hatte, nahm diese jedoch in meine eigenen beiden. Was dieses liebevolle miteinander anging war ich nie sehr bewandert gewesen, doch zu meinem Glück wusste meine Mutter sehr genau, was ich ihr mit dieser Geste vermitteln wollte. Langsam entzog sie sich meiner gut gemeinten Geste und legte ihre Handfläche an meine rechte Wange, unbewusst lehnte ich mich dieser Berührung entgegen, wollte all die schrecklichen Jahre hinter mir lassen und nun Platz für die guten, welche kommen würden, machen.

"Ich weiß mein Liebling, aber sei so lieb und bleib noch einen kleinen-", begann meine Mutter, unterbrach sich jedoch selbst im Satz. Ihr Blick wanderte von mir, zu der Schwarzen Ebenholztür hinter mir, dann wieder zu mir, ein wissendes Lächeln breitete sich sanft aus, ließ sie gleich um Jahre jünger wirken, als sie letztlich war. "Draco? Würdest du mir den Gefallen tun und dem besonderem Gast, welcher soeben eingetroffen ist, die Tür öffnen und für mich einen kleinen Tanz wagen? Es würde mir wirklich sehr viel bedeuten, wenn es sich ergeben würde", bat sie mich liebevoll. Nun war mein Interesse geweckt, denn waren alle Gäste da, wer war soeben hier her Appariert? Natürlich wusste sie, dass jemand gekommen war, hatte sie den Zauber doch selbst gesprochen, welcher sie in Kenntnis darüber setzte, wer das Manor betrat oder verließ. Doch warum sie genau jetzt darauf beharrte, dass ich dem Gast die Tür öffnen sollte und auch noch mit ihm oder ihr tanzen sollte, wusste ich nicht. Sie war die Herrin des Hauses, an sich war es gute Manier, wenn sie dem Gast Einlass gewährte und ich war mir sicher, dass sie die Situation vor wenigen Minuten beobachtet hatte.

Dennoch beugte ich mich ihrem Wunsch, glättete meinen Anzug, richtete die Krawatte erneut und nach einem prüfenden Blick in den Spiegel hier im Flur befand ich, dass ich so die Tür öffnen konnte, weswegen ich die Gusseisenerne Klinke in die Hand nahm, sie hinterdrückte und dem Gast Einblick in das Manor gewährte. In der selben Bewegung hatte ich mich leicht nach vorne gebeugt um den Gast mit gebührend Respekt zu begrüßen. "Willkommen im Malfoy Manor, ich hoffe Sie hatten eine gute An-", begann ich den Text herunterzubeten, bevor ich selbst einen Blick auf die Person aus dem Treppenabsatz warf und mir die restlichen Worte im Halse stecken blieben.

"Guten Abend, Draco", wünschte mir die Frau gegenüber, selbst verunsichert und nervös wie es schien. Unsicher rieb sie sich mit den schwarzen, langen Handschuhen über ihre Arme, zupfte hier und da unschlüssig an ihrem ebenfalls schwarzen, elegantem Kleid herum, bevor sie die Falten wieder glatt strich und mit dem Anhänger ihrer Kette spielte. "Her... Hermione...?", keuchte ich atem- und fassungslos. Was machte sie, eine Muggelgeborene Hexe auf einem Fest ausschließlich für Reinblüter? Woher wusste sie, dass es hier gefeiert wurde?

"Möchtest du unseren Gast denn nicht Hineinbitten?", schlug mir meine Mutter vor, auch wenn ich es nicht sehen konnte, da ich mit dem Rücken zu ihr stand  war mir sicher, dass sie lächelte. "Na... Natürlich, bitte, komm doch herein Hermione", bat ich die Frau in dem schulterfreien Kleid abgehakt, bot ihr meine Hand an, welche sie zögerlich ergriff, doch kaum berührten ihre Finger meine, legte sich ein Lächeln auf ihre Lippen, trat in das Manor ein und schon schloss sich die Tür hinter ihr. Nicht dem eleganten Mobiliar oder meiner Mutter galt ihr vollstes Interesse, sondern alleine mir, das konnte ich aus ihrem Blick lesen, doch würde ich Lügen müssen um zu behaupten, dass es umgekehrt nicht der selbe Fall wäre. Sie sah einfach atemberaubend aus. Das Kleid schmiegte sich elegant wie eine zweite Haut an ihren Körper, betonte diesen perfekt, die Handschuhe, welche bis kurz vor ihre Ellenbogen reichten ließen sie noch nobler wirken und ihre aufwendig nach oben gesteckten Haare rundeten das Gesamtbild perfekt ab. Hier und dort waren ein paar Strähnen locker aus der Aufsteckfrisur gezogen worden, ließen es nicht ganz so streng gewollt wirken. Erst jetzt fiel mir der Anhänger ihrer Kette, zwei ineinander verschlungene Herzen, auf, welches seelig über ihrem Dekolleté lag. Auch wenn es mir persönlich zu kitschig wäre, zu ihr passte es, genauso wie die vielen, kleinen schwarzen und weißen Steinchen, welche in die Naht ihres Kleides angebracht waren, sie im wahrsten Sinne des Wortes funkeln ließen.

"Möchtet ihr den ganzen Tag im Foyer stehen bleiben? Na los Kinder, amüsiert euch ein wenig", unterbrach meine Mutter diesen Augenblick, lächelte verhalten über uns, doch böse konnte ich ihr deswegen nicht sein, niemals. Ich war mir sicher, Hermione war nur wegen ihr hier und dafür wäre ich ihr auf ewig dankbar, dessen war ich mir jetzt schon bewusst. "Darf...?", begann ich, unterbrach mich selbst und räusperte mich kurz. "Entschuldigung, aber du siehst wunderschön aus", hauchte ich ihr entgegen, lehnte mich leicht nach vorne und setzte vorsichtig einen Kuss auf ihre Rechte Wange. Peinlich berührt hob sie ihre Hand um die Stelle noch einmal zu berühren, ehe ihr ein geflüstertes "Draco! Nicht vor deiner Mutter", entfloh. Jedoch überspielte ich diese peinliche Situation, hatte ich nicht nachgedacht und einem Impuls heraus gefolgt, indem ich erneut ihre Hand in meine nahm, sie und nur sie alleine ansah und alles um mich herum vergaß. "Möchtest du tanzen?" Wieder schlich sich ein Lächeln auf ihre hübschen Züge, ehe sie nickte, mir noch ein Lächeln schenkte, bevor sie ihren Blick nach vorne, in den Hauptsaal des Manor richtete. Sie wusste wahrscheinlich, was sie dort erwarten würde, hatte sie die Stimmen bestimmt gehört, welche aus ihm drangen, doch den Teufel würde ich tun und jetzt einen Rückzieher machen.

Langsam schritt ich mit meiner Dame des Herzens durch den hohen Torbogen, steuerte gezielt die Mitte des Saales an, ehe ich von Hermione abließ, mich zu ihr wand und mich erneut verbeugte, ihr meine rechte Hand anbot, welche sie sogleich ergriff, ihre linke auf meine Schulter ablegte. Meine wanderte automatisch an ihre Taille und im Takt der Musik begannen wir uns sanft im Rhythmus zu bewegen. Elegant drehte ich die brünette Schönheit in meinen Armen, ehe ich sie in selbige zog und ihr tief in die Augen blickte. Die Reinblüter um uns herum waren vergessen, das Getuschel vollkommen ausgeblendet, zählte für mich nichts mehr in diesem Moment. Nur noch Hermione Granger füllte meine kleine, kaputte, glückliche Welt für die nächsten Augenblicke aus. Nur sie und ich waren in dem Saal, begleitet von den sanften Klängen der Musik. Die Welt existierte nicht mehr für mich, nur noch dieser eine Zeitpunkt, der so unendlich lang wirkte und doch vergänglich war, zählte für mich. Genauso wie die Frau in meinen Armen, welche mich anblickte, mir schüchtern und scheu entgegensah.

Langsam beugte ich mich weiter zu ihr herunter, entließ meine Hand aus ihrer, nur um ihr Kinn zu umfassen, sie sanft dazu zu zwingen mich und nur mich alleine anzusehen, ehe ich unsere Lippen sanft miteinander vereinte. Zaghaft erwiderte sie meine Berührung und ich war mir sicher, dass würde das beste Weihnachten sein, welches ich je in diesem Anwesen erlebt habe und es würden noch viele dieser Art folgen.
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