Pieces of Life (Adventskalender)

von iyune
OneshotAllgemein / P12
02.12.2018
10.12.2018
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Gaara saß an seinem Schreibtisch und arbeitete mal wieder. Seit er Kazekage geworden war, hatte er nur noch sehr wenig Freizeit. Doch das störte ihn eigentlich nicht. Er half seinem Dorf sehr gerne, selbst wenn er dafür mal ein paar Nächte durchmachen musste. Plötzlich kam Temari hinein. Gaara sah nicht mal zu ihr hoch, so sehr war er auf seine Arbeit konzentriert. Doch Temari störte es anscheinend. „Gaara, ich weiß, die Arbeiten für das Dorf sind sehr wichtig, aber findest du nicht, dass du dich etwas überarbeitest? Deine Augenringe sind noch dunkler geworden, und ich wusste nicht, dass das geht.“ Gaara ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen. „Vielen Dank Temari, dass du dich um mich sorgst, aber diese Formulare sind sehr wichtig.“ Temari legte ihren Kopf schief, und betrachtete die Dokumente. „Das sind nur unwichtige Dokumente, warum machst du so einen Wirbel darum?“ Jetzt sah Gaara doch zu ihr hoch. „Selbst die kleinsten Aufgaben sind wichtig.“ Sein Blick war voller Ruhe und Gutmütigkeit. Temari seufzte und wendete sich dann ab. „Du bist wirklich zu selbstlos!“ Temari ging aus dem Raum und ließ sich auf ihr Bett fallen. Kankurou saß auf einem Stuhl und arbeitete an irgendeiner Puppe. Doch als Temari sich so schwerfällig auf das Bett setzte schaute er auf. „Ich habe dir von Anfang an gesagt, dass der Job als Beraterin des Kazekagen schwerer sein wird, als du gedacht hast.“ Temari rollte mit den Augen, und warf ihren Kamm nach ihm, dem er mit Leichtigkeit auswich. „Das ist es nicht! Gaara ist nur mit seinen arbeiten als Kazekage beschäftigt! Wann haben wir das letzte Mal etwas zusammen gemacht? Das ist schon ewig her!“ Kankurou zuckte nur mit den Schultern. „Er liebt seine Arbeit als Kazekage einfach, was sollten wir daran aussetzen?“ Temari setzte sich auf, und wurde leicht wütend. „Ich möchte doch nur etwas mit meinem kleinen Bruder machen!“ Kankurou grinste leicht. „Naja weißt du, ich bin immerhin auch dein kleiner Bruder.“ Temari sah ihn spöttisch an. „Da ist mir Gaara  lieber!“ Kankurou sah leicht schmollend aus, wurde dann aber ernster. „Also gut, was hast du vor?“ Temari überlegte. „Naja, er hat sich schon seit Ewigkeiten mit keinem Mädchen mehr getroffen! Es gibt so viele hübsche Mädchen in Suna, da ist bestimmt auch die Richtige dabei!“ Plötzlich hatte Temari einen Geistesblitz. Kankurou grinste. „Dieser Blick bedeutet nichts Gutes!“ Temari grinste. „Das ist eine geniale Idee!“

Gaara sah Temari unverständlich an. „Das ist keine gute Idee.“ Temari schlug mit der flachen Hand auf seinen Tisch. „Oh doch, das ist eine großartige Idee! Nicht wahr Kankurou?“ Sie schaute zu ihm, doch auch er sah zweifelnd aus. „Naja also eigentlich…“ „Siehst du, Kankurou liebt diese Idee! Und außerdem werde ich dich so lange überreden und nerven, bis du ja sagst!“ Gaara hatte eigentlich keine große Lust permanent bei der Arbeit gestört zu werden, und er wusste wie stur sie sein könnte. „Nagut, ich mache mit. Es ist doch nie etwas falsch daran, neue Leute kennenzulernen.“

Temaris Idee beinhaltete alle interessierten Mädchen von Suna zu einem kurzen Gespräch einzuladen. Es gab jeweils drei Stände, an denen sie 30 Sekunden Zeit hatten, um sich vorzustellen. Die drei Sunageschwister entschieden dann an ihren Ständen, wer geeignet genug war, um sich mit Gaara persönlich zu einem Date zu treffen. Also ließ Temari überall in Suna einen Flyer verteilen, wo genau das drauf stand. Und dann, als der besagte Tag kam, waren hunderte von Mädchen gekommen, da Gaara überall berühmt war.
Gaara sah sich zweifelnd um. Es war vielleicht doch keine so gute Idee, zuzustimmen. Aber ich habe es versprochen, also werde ich es einhalten. Nicht wahr, Naruto? Die drei Geschwister setzten sich an ihren vorgesehenen Platz. Temari wartete ein paar Sekunden, sah Gaara und Kankurou noch ein letztes Mal an, bevor sie die Suche für eröffnet erklärte. Sofort stürmten die Mädchen nur so auf die Drei zu. Das erste Mädchen, das sich vor Gaara hinsetzte, war ein hübsches, braunhaariges Mädchen. Sie grinste ihn aufreizend an. Ihre Augen blinzelten provozierend. „Ähm… Warum hast du dich entschieden, hier dran teilzunehmen?“ Sie lehnte sich weiter zu ihm vor. „Ich möchte dich für mich gewinnen. Du gehörst nur mir Gaara-sama!“ Gaara blinzelte ein Mal kurz. Er hatte keine Erfahrung mit Frauen, und hatte keine Ahnung wie er auf ihre Flirtversuche reagieren sollte. „Ähm… Danke, denke ich mal. Also eigentlich gehöre ich ja mir selber…“ Sie lachte kurz. „Gaara-sama, du bist so niedlich! Doch du brauchst nicht schüchtern zu sein, die Zeit mit mir wir dir bestimmt gefallen.“ „Also eigentlich bin ich nicht schüchtern, ich wollte nur…“ Plötzlich legte sie ihm einen Finger auf die Lippen. „Ich weiß, dass du mich auch liebst!“ Sie kam immer näher, und Gaara wusste nicht, was er machen sollte. Er wollte sie nicht verletzten, doch konnte es auch nicht so lassen… Plötzlich schrie Kankurou, dass die Zeit vorbei war, und als sie wütend wegging, atmete er erleichtert auf. Sie war bestimmt für irgendjemanden die Traumfrau, aber sein Typ war sie nicht.

Temari betrachtete ihr Gegenüber. Sie war ganz niedlich, doch sie fuhr sich die ganze Zeit durch die Haare. „Nächster. Gaara mag selbstbewusste Frauen.“ Die nächste war ein Mädchen, das nicht aufhören wollte zu reden. „Nächster! Gaara ist zwar ruhig, aber so ruhig nun auch wieder nicht!“ Bevor die nächste sich auch nur setzen konnte, rief Temari schon: „Nächster!“ Sie ist nicht hübsch genug. Sie muss bezaubernd hübsch sein, erst dann ist sie Gaara Wert!

Kankurou sah das Mädchen vor sich an. Sie grinste ihn an, und ihr Blick war offen. Außerdem war sie wirklich schön mit ihren rotpinken Haaren, und den bernsteinfarbenen Augen. Kankurou lächelte sie an. „Was möchtest du denn von Gaara?“ Sie sah ihn spöttisch an. „Wieso fragst du? Hast du etwa Interesse an mir?“ Sie lehnte sich vor und grinste ihn an. Kankurou grinste mit. „Naja wer weiß, kommt drauf an. „Sie sah ihn neugierig an. „und worauf? „Naja, ob du Interesse daran hättest mit mir auf ein Date zu gehen?“ sie schaute ihn gespielt überrascht an. „Ich dachte es geht hier um Gaara!“ Kankurou grinste sie schelmisch an. „Naja wer weiß, vielleicht findest du ja wirklich deinen Traummann, nur es ist jemand anderes, als du denkst?“ Plötzlich hörte man eine wütende Temari aus dem Hintergrund. „Kankurou, die Zeit ist schon längst abgelaufen! Hör auf mit jedem Mädchen, das dir irgendwie interessant vorkommt, zu flirten! Es geht immerhin um Gaara, und nicht um dich!“ Kankurou grinste sie entschuldigend an. „Tut mir leid, meine wütende, große Schwester erlaubt keine weiteren Gespräche.“ Sie stand auf und zwinkerte ihm noch zu, ehe sie ging.

Gaara sah das Mädchen vor sich an, dass ein rotes Tuch trug, und grünblaue Farbe um die Augen geschmiert hatte. Er wusste nicht warum, aber irgendwie fühlte er sich etwas, als würde er in einen Spiegel schauen. „Gut, also, was sind denn so deine Interessen?“ Sie wirkte vollkommen begeistert davon mit ihm zu reden. „Ich tue alles gern, was Gaara gern macht!“ „Achso… und warum hast du dich dazu entschieden hier zukommen? „Weil Gaara!“ „Äh… ich glaube nicht, dass „Gaara“ eine Begründung ist…“ „Gaara!“

Am Abend saßen Gaara, Temari und Kankurou müde auf ihren Betten, und keiner sagte ein Wort. Sie alle waren von dem Tag geschafft, und wollten einfach schlafen. Irgendwann fing Gaara plötzlich an zu sprechen: „Das war anstrengender als ich dachte. Ich wusste garnicht, dass wir solche Frauen in Suna haben.“ Temari und Kankurou stöhnten. „Ich nehme alles zurück, was ich gesagt habe. Das war keine gute Idee!“ Gab Temari zu. Plötzlich fing Kankurou an zu lachen. Er konnte nicht mehr aufhören. Irgendwann fielen auch Gaara und Temari mit ein. Sie mussten an alles denken, was sie heute gesehen und erlebt hatten, und das brachte sie einfach zum Lachen. Sie lachten noch lange Zeit weiter. Doch eins wussten alle Drei mit Sicherheit: Sie liebten das verrückte  Suna jetzt noch mehr, als ohne hin schon.
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