Vom Schicksal verfolgt

von BlindFate
GeschichteDrama, Freundschaft / P18
Captain Hank Stanley John Gage OC (Own Character) Roy DeSoto
01.12.2018
15.06.2019
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Hey,

ja, ich weiß... Das Ganze zieht sich gerade mal wieder ordentlich in die Länge.
Aber... Ja, ein Aber... Ich denke, anhand meiner bisherigen Geschichte ist deutlich zu erkennen, dass ich, was die Handlung betrifft, nichts überstürze, dass ich versuche, alles so realistisch wie möglich zu schreiben bzw zu beschreiben...
Und das die Themen in meinen Geschichten eher ernstere Themen sind, brauch ich, denke ich mal, auch nicht weiter zu erläutern, geschweige denn zu begründen.
Daher, und auch aus dem schlichten Grund heraus, dass ich mich selbst noch nicht so ganz entschieden habe, wie genau es nun in der Angelegenheit, um die es in diesem Kapitel geht, weiter gehen soll, zieht sich dieser Part nun mal eben etwas.
Auch wenn die Geschichte dadurch und aufgrund anderer eventuel existierender Gründe
eher langweilig, schlicht und nicht weiter lesenswert erscheinen mag,
so möchte ich dennoch daraufhinweisen, dass es auch im wahren Leben nicht immer nur rosig und voller Spannung und Action ist.
Es gibt immer mal wieder Situationen im Leben, die Einem einen ordentlichen Dämpfer verpassen, die einem dicke Steine in den Weg legen, die es dann erst einmal zu überwinden gilt, bevor es dann irgendwann auch wieder mit Freude und Glück weitergeht.

Was ich damit sagen will ist, dass ich mich in meinen Geschichten am wahren Leben und nicht an irgendeiner fiktiven 'heilen Welt', in der alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, orientiere und sie daher nun mal eben, in mancherlei Augen, vielleicht als trist, öde oder sogar als langweilig erscheinen.
Auch wenn dies bedeutet, dass meine Geschichten nicht gerne gelesen werde, so werde ich denn meiner Art und Weise des Schreibens treu bleiben. Denn das ist es, was meine Geschichten, vor allem aber mich als Autor ausmacht.

So, das nur als kleinen Hinweis am Rande.
Jetzt wünsche ich denjenigen, die es bis hier her geschafft haben, viel Spaß beim Lesen und hoffe inständig, dass euch das Kapitel dennoch gefällt.

Bis dahin,
BlindFate

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Bei Jayden's, mehr als nur bedrückten, Worten weiteten sich die Augen derjenigen, die in der große Halle standen und der Unterhaltung ihrer Kollegen lauschten, kaum merklich. Setzte auch ihnen das, was er soeben gesagt hatte, doch sehr zu. War Hank auch für sie, auf gewisse Art und Weise, etwas besonderes.  
Doch blieb ihnen allen nicht sonderlich viel Zeit um sich weiter ihrer Sorge und Angst um ihn hinzugeben. Denn schon im nächsten Augenblick ging ein, schier nicht enden wollender, Alarm bei ihnen auf der Station, der neben der kompletten Einheit 51 auch noch zahlreiche andere Einheiten zu einem Großeinsatz in einer Fabrik anforderte, ein.

Sofort nachdem ihre Einheit aufgerufen worden war, lösten die Jungs sich aus ihrer Starre und eilten umgehend zurück in den Schlafsaal, wo sie sich ihre hastig ihre, für die Nacht, neben den Betten bereit gestellten Ausrüstungen anzogen.
Erst jetzt, wo Darius und Jayden aus der Küche hinaus in die große Halle eilten, bemerkten sie, dass sie nicht die Einzigen gewesen waren, die noch wach gewesen waren. Jedoch blieb auch ihnen, in diesem Augenblick, keine Zeit um auch nur einen einzigen Gedanken daran zu verschwenden, dass sie von ihren Kollegen belauscht worden waren. Stattdessen eilten auch sie, hastigen Schrittes, in den Schlafsaal, um sich ebenfalls ihre Ausrüstung anzuziehen.

Jethro eilte als erster von ihnen wieder in die große Halle hinaus. Sein Weg führte ihn im Laufschritt zum Funkgerät, wo er den eingegangenen Alarm nun bestätigte.
Die restlichen Jungs eilten, sich ihre Schutzjacken überziehend, kurz darauf ebenfalls im Laufschritt, einer nach dem Anderen, aus dem Schlafsaal hinaus in die große Halle. Nur das ihr Weg sie zielstrebig zu den jeweiligen Einsatzfahrzeugen führte.

Am Squad angekommen, startete Darius, noch bevor er die Fahrertür gänzlich hinter sich zu gezogen hatte, auch schon den Motor des Fahrzeugs.
Gerade als Jayden die Beifahrertür hinter sich zugezogen hatte, kam Jethro, sich mit einem Arm auf dem Dach des Squads abstützend, Darius den Zettel mit der Adresse hinhaltend, jedoch zu Jayden herüber sehend, zum Stehen.
Binnen eines Bruchteils einer Sekunde ließ Jethro jedoch auch schon wieder von ihnen ab, richtete sich wieder auf und löste sich, einmal mit seiner flachen Hand auf das Dach des Einsatzfahrzeugs klopfend, wieder von seinem Platz.
Gab er somit seinen Jungs zu verstehen, dass sie losfahren sollten.

Kaum hatte ihr Captain ihnen das Signal gegeben, setzte Darius den Squad auch schon in Bewegung.
Jethro selbst war nun ebenfalls zum Engine geeilt und war, genau in dem Augenblick, in dem der Squad losfuhr, bei diesem angekommen.
„Na los.“ gab er Leroy, noch während er zu ihm in die Fahrerkabine stieg, mittels flüchtiger Handbewegung zu verstehen, dass er losfahren sollte.
Daraufhin tat der Ingenieur wie geheißen und setzte den Engine nun ebenfalls, wenn auch  im ersten Moment nur langsam, in Bewegung. Erst als Jethro saß und die Beifahrertür hinter sich zugezogen hatte, erhöhte Leroy die Geschwindigkeit etwas und holte somit zu dem Squad, welcher bereits auf die Straße abgebogen war, auf.
Trotz des kaum vorhandenen Verkehrs fuhren beide Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Sirene zu ihrem nächsten Einsatz.

In dem Moment, in dem sie sich auf den Weg machten, ahnte noch keiner von ihnen, dass dieser Einsatz sie für den Rest der Nacht auf Trab halten würde. Erst als sie, kurz darauf, die, hoch in den Himmel ragenden, dunklen Rauchwolken am Horizont erblickten, bahnte sich allmählich ein ungutes Gefühl zu allen von ihnen hindurch. Schlich sich in jedem einzelnen ihrer Köpfe der Gedanke ein, dass dies wohl der größte Einsatz in ihrer bisherigen Karriere werden würde.


Es dauerte nicht lang, da erreichten sie auch schon ihr Ziel. Doch statt sich umgehend an die Arbeit zu machen, verharrten die beiden Paramedics für einen flüchtigen Augenblick in ihrem Einsatzfahrzeug und starrten ungläubig auf das, lichterloh in Flammen stehende, Gebäude vor sich.
„Na das kann ja heiter werden.“ drang es bei dem Anblick schließlich unwillkürlich aus Darius heraus. Hatte er soetwas noch nicht gesehen.
Jayden nickte auf die Worte seines Partners hin nur kaum merklich. War auch er von dem Anblick wie erstarrt.

Im Engine sah es nicht anders aus. Auch hier saßen alle vier Insassen, die Blicke auf das ehemalige Fabrikgebäude, welches nun einer einzigen Feuerhölle gleich kam, gerichtet, wie erstarrt da. Hatten auch sie, bis auf Jethro, soetwas noch nie gesehen.
„Macht auf euch einen langen Einsatz gefasst.“ war es schließlich Jethro's ernste, sowie angespannte Stimme, welche die zwischen ihnen entstandene Stille nun durchbrach.
Als Antwort auf seine Worte hin bekam er von seinen Jungs jedoch ebenfalls nur ein stummes Kopfnicken.

Im nächsten Moment wurden sie jedoch auch schon von der, mehr als nur ernsten, Stimme des Chiefs aus ihren Gedanken gerissen.
„Captain Torres! Sehen sie zu, dass sie die Flammen von der südwestlichen Seite her in Schach halten! Wir können nichts weiter tun, als es ausbrennen zu lassen und zu verhindern, dass das Feuer auf weitere Gebäude übergreift. Sobald die weiteren Einheiten eingetroffen sind, schicke ich Ihnen Unterstützung!“ war sein Blick ebenso ernst, wie seine Stimme.
„Ja.“ nickte Jethro ihm daraufhin, aus dem Seitenfenster zu ihm herunter sehend, zu. Ließ anschließend auch schon wieder von ihm ab, nahm sich das Funkgerät, welches sich am Armaturenbrett befand und leitete diese Information umgehend an Jayden und Darius weiter.
Kaum hatte Jethro das Funkgerät wieder zurück an seinen Platz gesteckt, setzte sich der Squad auch schon wieder in Bewegung.
Nur einen Augenblick später setzte auch Leroy den Engine wieder in Bewegung, nur um ihn, einen Block weiter, erneut hinter dem Squad zum Stehen zu bringen. Jedoch hielt er das Einsatzfahrzeug nur an, damit Chris und Marcus absteigen und die C-Rohre verlegen konnten.
Kaum hatten sie sich jeweils eines geschnappt, eilten Jayden und Darius ihnen zur Hilfe und unterstützten ihre Kollegen dabei, die Wasserverbindung herzustellen.
Während dessen setzte Leroy den Engine abermals in Bewegung und fuhr noch ein kleines Stückchen näher an das brennende Gebäude heran.
Als er es schließlich wieder zum Stehen brachte, stiegen nun auch er und Jethro aus.
Während Leroy umgehend an die Seite und somit zu den Pumpen des Engine eilte, hielt ihr Captain sich seitlich von dem Einsatzfahrzeug und stand, den Blick auf das Gebäude gerichtet, sich einen Überblick über die Lage verschaffend, sich das Handfunkgerät an den Mund haltend und etwas in dieses hinein sprechend, da.
Anhand seines ernsten, zugleich angespannten Blickes, konnten die Jungs erahnen, dass er den Chief über die derzeitige Situation an ihrem Standort in Kenntnis setzte.

„Alles klar! Wasserverbindung steht!“ rief Marcus dem Ingenieur ihrer Einheit schließlich zu, woraufhin dieser umgehend die Hebel umlegte und somit die Pumpen in Gang setzte.
Gleichzeitig nahmen sich Jayden und Chris eines der beiden C-Rohre und begannen umgehend damit die Flammen einzudämmen, damit diese die umstehenden Gebäude, welche noch nicht betroffen waren, auch weiterhin verschonten.

Marcus und Darius taten es ihnen nur wenige Augenblicke später gleich. Nur, dass sie sich etwas weiter links von ihren Kollegen hielten.
„Verstärkung ist unterwegs!“ gab Jethro seinen Jungs kurz darauf zu verstehen, indem er es, flüchtig zu ihnen herüber sehend, regelrecht aus sich heraus brüllte.
„Okay, Cap!“ erwiderte Marcus ihm daraufhin, ebenso laut.
Chris hingegen sah nur flüchtig zu seinem Vorgesetzten zurück, hob dabei aber seine zur Faust geballte Hand mit nach oben ausgestrecktem Daumen. Gab ihm auf diese Weise zu verstehen, dass er ihn verstanden hatte.

Nur wenige Augenblicke später, nachdem sie wieder von ihrem Captain abgelassen hatten, war auch schon das näher kommende Sirenengeheul der zur Unterstützung angeforderten Einheit zu hören.
„Wasserverbindung herstellen und löschen!“ gab der Captain der anderen Einheit seinen Jungs unverzüglich zu verstehen, nachdem auch sie ihren Einsatzort schließlich erreicht hatten und ausgestiegen waren.
„Alles klar, Cap!“ gaben seine Jungs ihm daraufhin zu verstehen und machten sich sogleich auch schon an die Arbeit.
Es dauerte nicht lange, da hatten auch sie zwei C-Rohre verlegt und machten sich nun daran, die Jungs von Einheit 51 zu unterstützen.



Stunde um Stunde waren die Jungs von da an unermüdlich im Einsatz. Galt es für sie immer wieder aufs neue die Flammen einzudämmen.
Als nach etlichen Stunden schließlich die Morgendämmerung über sie hereinbrach, stieg zwar immer noch Rauch aus dem, inzwischen völlig abgebrannten und in sich zusammengefallenen, Fabrikgebäude herauf, doch war es bei weitem nicht mehr so viel, wie noch am Abend, als sie an ihrem Einsatzort angekommen waren.
Ab da wurde, nach und nach, auch eine Einheit nach der Anderen vom Einsatz zurück gerufen und zu ihrer Station zurückgeschickt, damit, zum Teil, die nächste Schicht erneut zu eben diesem ausrücken konnte, um die Arbeit ihrer Kollegen fortzuführen. Bedurfte es doch noch einiges an Aufsicht, ehe sie den Einsatzort gefahrlos verlassen konnten. Bestand immer noch die Gefahr, das irgendwo ein Glutnest unentdeckt geblieben war und somit die Chance, dass ein neues Feuer entfachen konnte.

Bis auch die Jungs von Einheit 51 jedoch schließlich von ihrem Einsatz zurückgerufen und zu ihrer Station zurück geschickt wurde, dauerte es nochmals drei weitere lange Stunden.
„Einheit 51, kehren sie zur Station zurück.“ drang schließlich der erlösende Funkspruch des Dispatchers aus ihren Funkgeräten, woraufhin ihnen allen ein erleichtertes Seufzen entfloh. Waren sie alle vollkommen am Ende ihrer Kräfte. Hatte dieser Einsatz, obwohl sie nicht nach Vermissten hatten suchen müssen, doch einiges von ihnen abverlangt.
„Wurde aber auch Zeit.“ kam es mit müder, zugleich vollkommen erschöpfter Stimme von Chris.
„Lasst uns hier aufräumen und dann nichts wie weg hier.“ gab Jethro ihnen mittels flüchtiger Handbewegung zu verstehen, wobei eben diese auf die Jungs völlig entkräftet wirkte.
Mit zustimmendem Gemurmel rafften sie sich aber im nächsten Moment auch schon auf und machten sich sogleich an die Arbeit. Zwar brauchten sie länger als sonst, aber am Ende hatten sie nach einer knappen weiteren Stunde all ihre Ausrüstung zusammengepackt und befanden sich nun auf dem Weg zurück zu ihrer Station.


Dort angekommen sperrte Darius die Straße mit dem Squad für den Verkehr ab, damit Leroy den Engine in Ruhe rückwärts in die große Halle lenken konnte.
Kaum hatte er das Einsatzfahrzeug zum Stehen gebrachten, stiegen sie auch schon aus.
„Gute Arbeit, Jungs.“ wurden sie sogleich auch schon von den Jungs der B-Schicht, deren Schicht bereits vor etwas mehr als einer Stunde begonnen hatte, in Empfang genommen.
„Danke.“ war es Leroy, der für sie alle das Sprechen übernahm. Ließ aber, ebenso wie Marcus und Chris, im nächsten Augenblick auch schon wieder von ihnen ab und setzte sich umgehend in Richtung des Waschraums in Bewegung. Wollte er, ebenso wie die anderen Beiden, einfach nur noch nach Hause und ins Bett.

Jethro wollte ihnen schon folgen, als er von einem der Jungs der B-Schicht nochmals für einen kurzen Moment aufgehalten wurde.
„Captain Torres?...“ machte er ihn auf sich aufmerksam.
„Hm?“ hielt Jethro daraufhin, fragend und aus müden Augen, über seine Schulter hinweg zu ihm zurücksehend, in der Bewegung inne.
„... Captain Stoker möchte mit Ihnen sprechen... Er wartet im Büro auf Sie.“ ruhte der Blick des Feuerwehrmanns unentwegt auf Jethro, sah ihm aus, auf gewisse Art und Weise, ernsten Augen, in die Seinen.
Als Antwort auf seine Worte hin nickte Jethro ihm, leise Seufzend, knapp zu. Machte gleichzeitig aber schon auf dem Absatz kehrt und schlug nun den Weg zum Büro ein.
Auf dem Weg dorthin fiel sein Blick, im Vorbeigehen, für einen kurzen Moment auf den Squad, welcher soeben von Darius nun ebenfalls rückwärts in die große Halle gelenkt wurde.


„Du wolltest mich sprechen?“ kam Jethro, den Blick auf Mike, der am Schreibtisch saß, gerichtet, nach nur ein paar Schritten, mitten im Raum zum Stehen.
„Ja...“ sah Mike im ersten Moment nur aus dem Augenwinkel heraus zu ihm herüber. Ließ aber im Nächsten auch schon wieder von ihm ab, schloss seine Augen und atmete einmal tief durch, ehe er sich nun von seinem Platz erhob und, ihm mit gefasster Miene in die Augen sehend, ein paar Schritte auf ihn zu ging.
„Es geht um Cap Stanley, er...“ setzte Mike an etwas zu sagen, wusste aber nicht so recht, wie er es sagen sollte, weshalb er sich selbst unterbrach.
„Was ist mit ihm?!“ platzte es daraufhin, den Blick seines Gegenübers aus geweiteten Augen erwidern, voller Sorge regelrecht aus Jethro heraus. Machte dabei unwillkürlich einen Schritt nach vorne.
„Er ist vor etwas mehr als einer Stunde zu sich gekommen...“ ließ Mike nun wieder von Jethro ab, senkte seinen betrübten Blick etwas zu Boden. War seine Stimme mit einem Mal ungewohnt weich. „... Er möchte euch beide sehen... Er...“ hob er seinen Blick nun wieder etwas an, so dass er von unten herauf zu Jethro aufsehen konnte. „... Er möchte sich von euch beiden verabschieden...“ fiel es ihm schwer die Worte auszusprechen, weshalb seine Stimme, während er sprach, immer leiser wurde.  
„Er möchte... was?“ konnte Jethro nicht fassen, was er da soeben hörte. Konnte und wollte er es nicht wahrhaben, weshalb er abermals einen Schritt auf Mike zu ging.
„Er möchte sich, für den Fall, dass er es nicht übersteht, von euch verabschieden...“ wiederholte Mike die Worte zwar, doch war seine Stimme nun nur noch bedeckter als zuvor. Fiel es ihm genauso schwer es zu glauben, wie seinem Gegenüber. „... Am besten, ihr fahrt direkt hin, die Anderen sind bereits bei ihm, ich...“ hob Mike seinen Blick nun wieder etwas an, konnte seinen Satz jedoch abermals nicht beenden. Wurde er dieses Mal jedoch von Jethro unterbrochen.
Auf seine Worte hin war es nun Jethro, der von seinem Gegenüber abließ und seinen betrübten Blick zu Boden senkte.
„Und wie hast du gedacht, sagen wir es ihm?“ hob Jethro seinen Blick im nächsten Augenblick wieder etwas an. Erwiderte somit Mike's ebenso bedrückten Blick aus ernsten, zugleich kaum merklich verzweifelten Augen. Hatte er absolut keine Ahnung, wie Jayden auf diese Nachricht reagierte, wenn er sich schon jetzt mit der Situation so schwer tat.
„Ich weiß es nicht, aber... wir müssen es ihm sagen.“ drang es daraufhin halblaut, fast schon tonlos, aus Mike's Kehle, während er seinen Blick, seine Augen erneut für einen kurzen Moment schließend, abermals zu Boden senkte.

Erst als er die schwerfälligen, sich von ihm entfernenden Schritte seines Kollegen vernahm, hob Mike, seine Augen wieder öffnend, seinen Blick wieder an und sah ihm aus bedrückten Augen hinter her, wie er mit hängenden Schultern den Raum verließ.


In der großen Halle blieb Jethro, nach nur ein paar Schritten, die linke Hand in seiner Hosentasche ruhend, sich mit der rechten den Nacken reibend, den Kopf leicht nach vorne geneigt, von unten herauf zu seinem jüngsten Teammitglied herüber sehend, neben dem Squad stehen.
„Jayden...“ machte er seinen Neffen im nächsten Augenblick mit ruhiger, sowie gefasster Stimme auf sich aufmerksam. Denn dieser war gerade, gemeinsam mit Darius, im Begriff in den Schlafsaal zu gehen.

Durch den doch eher ungewohnt ernsten, zugleich besorgten Tonfall seines Captains dazu veranlasst, hielt Jayden umgehend in der Bewegung inne und wandte sich, aus müden, sowie erschöpften Augen, zugleich aber auch fragenden Augen zu ihm herüber sehend, zu seinem Vorgesetzten um.
Noch ehe Jayden etwas sagen konnte, kam Jethro ihm auch schon zu vor.
„... Komm bitte einmal mit ins Büro.“ sah Jethro ihm für den Bruchteil einer Sekunde mit einem doch recht eindringlichen Blick in die Augen und ließ gleich darauf, ohne auf eine Antwort von ihm zu warten, von ihm ab.


Jayden setzte erneut dazu an etwas zu sagen, doch wandte sein Onkel ihm da auch schon wieder den Rücken zu und war dabei ins Büro zurück zu gehen.
„Geh...“ gab Darius ihm, als er, unsicher was er tun sollte, fragend zu ihm herüber sah, mit einer Kopfbewegung in Richtung des Büros deutend, zu verstehen. Erwiderte dabei den fragenden Blick seines besten Freundes und Partners aus ernsten Augen. Ahnte er, ihm Gegensatz zu ihm, bereits worum es ging.

Nach einem kurzen Moment des Zögerns ließ Jayden schließlich wieder von Darius ab und folgte seinem Onkel ins Büro.


Mike hingegen blieb wo er war und überlegte, wie er das, was er soeben Jethro gesagt hatte, nun auch Jayden zu verstehen geben konnte.
„Mike, was...?“ verstand Jayden nicht so recht, als er zu ihnen ins Büro trat. Ließ seinen Blick daher abwechselnd zwischen seinen beiden Onkeln hin und her wandern.
„Jayden, hör zu, ich...“ setzte Mike dazu an etwas zu sagen, doch kam er nicht sonderlich weit, wurde er im nächsten Augenblick abrupt von Jayden unterbrochen.
„Was ist mit Grandpa?!“ drang es nun zu ihm durch. Wurde ihm nun bewusst, worum es hier ging, weshalb er seiner Sorge und seiner Angst um Hank umgehend freien Lauf ließ.
„... Er möchte dich sehen, Jayden, er...“ setzte Mike erneut zu dem Versuch an es ihm zu sagen, doch scheiterte er erneut.
Noch bevor er seinem Neffen alles hatte sagen können, ließ Jayden auch schon wieder von ihm ab und wandte sich bereits zum Gehen.
„Jayden, warte!“ versuchte Jethro sein Glück ihn aufzuhalten, doch scheiterte auch er.
„Nein! Ich muss zu ihm!“ rief Jayden ihm, auf seine Worte hin, bereits aus der großen Halle zu. Hatte er das Büro schon längst verlassen.
„Verdammt!“ fluchte Jethro daraufhin halblaut vor sich hin, ehe auch er sich, sich mit einer Hand durch die Haare streichend, in Bewegung setzte und ihm in die große Halle folgte.

„Jayden, warte doch!“ versuchte er ihn, auf seinem Weg quer durch die große Halle, aufzuhalten, doch gelang es ihm einfach nicht. Jayden setzte seinen Weg zum anderen Ende der Halle unbeirrt fort.
Jethro schaffte es erst seinen Neffen einzuholen, als er für einen flüchtigen Moment an der Tür zum Umkleideraum zum Stehen kam.
„Jayden...“ setzte er abermals dazu an mit ihm zu reden, doch kam dieser ihm abermals zuvor.
„Jess, bitte! Er will mich sehen, also lass mich bitte einfach zu ihm!“ sah Jayden aus verzweifelten, sowie wässrigen Augen zu ihm zurück, als Jethro ihm eine Hand auf die Schulter legte.
Erst jetzt, als er ihm in die Augen sah, begriff Jethro, dass Jayden den wahren Grund für Hank's Bitte bereits kannte.
„Okay... aber ich fahr dich hin.“ ruhte sein Blick nach wie vor auf seinem Neffen. Konnte und wollte er ihn in diesem Moment einfach nicht alleine lassen.
„Okay...“ drang es daraufhin, fast schon erstickt, aus Jayden's Kehle.
„Okay.“ nickte Jethro ihm, ihm noch immer in die Augen sehend, als Antwort kaum merklich zu.
Im nächsten Augenblick wusste er jedoch nicht so recht, wie ihm geschah. Denn ehe er sich versah, hatte Jayden seinen Platz an der Tür zum Umkleideraum bereits verlassen und eilte stattdessen zum hinteren offenstehenden Tor, dass zum Hinterhof, wo sie ihre Autos parkten, führte.
Jethro brauchte einen Moment um sich sammeln, tat es seinem Neffen aber schon im Nächsten gleich und folgte ihm hinaus in den Hinterhof.



Für Jayden dauerte die Fahrt zum Rampert eine halbe Ewigkeit. Dabei erreichten sie ihr Ziel bereits nach nur wenigen Minuten.
Auf dem Parkplatz des Krankenhauses angekommen brachte Jethro seinen Wagen umgehend in der nächst besten Parklücke zum Stehen, dabei war es ihm egal, ob er dort parken durfte oder nicht.
Kaum hatte er den Wagen zum Stehen gebracht, stieg Jayden, die Beifahrertür mit voller Wucht ungeachtet hinter sich zuschlagend, auch schon aus und eilte umgehend, hastigen Schrittes, zum Eingang der Notaufnahme. Von dort führte sein Weg ihn zielstrebig zu den Fahrstühlen.

Jethro hingegen brauchte etwas länger bis er ausgestiegen war. Dementsprechend hatte er Mühe seinen Neffen einzuholen.
Da dieser jedoch an den Fahrstühlen warten musste, schaffte Jethro es schließlich wieder zu ihm aufzuschließen.
„Komm schon!“ stand Jayden, den Blick auf die Stockwerkanzeige gerichtet, ungeduldig vor sich her fluchend da. Als einer der beiden Fahrstühle dann schließlich im Erdgeschoss ankam, stürmte er, nachdem alle Fahrgäste ausgestiegen waren, umgehend in diesen hinein und drückte, noch während er in den Fahrstuhl hinein trat, die Taste für die entsprechende Station, wo er hin wollte.

Auf der richtigen Station angekommen stieg Jayden umgehend aus und schlug direkt den Weg zur Intensivstation ein. Jethro hatte, aufgrund seiner Erschöpfung, die von der Länge ihres letzten Einsatzes herrührte, nach wie vor seine Mühe schnell genug zu reagieren, um mit seinem Neffen schritt halten zu können.
Schien es für ihn fast so, als wenn Jayden's Müdigkeit und Erschöpfung, die ihm, als er ihn vorhin auf der Station ins Büro gebeten hatte, deutlich ins Gesicht geschrieben gestanden hatte, wie weggeblasen waren. Merkte er ihm von dieser zumindest im Moment  absolut nichts mehr an.


„Wie geht es Grandpa? Was ist mit ihm?!“ wurde Jethro jedoch im nächsten Moment von der mehr als nur besorgten Stimme seines Neffen aus seinen Gedanken gerissen und kam nun selbst, nur wenige Schritte hinter ihm, ebenfalls zu Johnny und Roy, welche vor dem Zimmer ihres Captains standen, aufsehend, zum Stehen.
„Er wartet auf dich...“ war es Roy's bedeckte Stimme, die als erstes ertönte.
„Geh zu ihm...“ war es nun Johnny, der einen Schritt auf seinen Sohn zu machte und ihm, ihm aus wässrig glänzenden Augen, mit verzweifeltem Blick, in die Seinen blickend, eine Hand behutsam auf die Schulter legte.
„Dad, was...?“ verstand Jayden nicht so recht, was los war. Erst als sein Vater die Worte seines Onkels und die Seinen, mit nur noch mehr bedeckter, zugleich kaum merklich zitternder Stimme, wiederholte, drang es zu Jayden hindurch.
„Nein!“ platzte es im nächsten Augenblick ungläubig aus seiner Kehle. Löste sich gleich darauf aus der Berührung seines Vaters, in dem er einen Schritt zurückwich.
„Jayden...“ drang es daraufhin, fast schon erstickt, aus Johnny's Kehle. Wusste er nur zu gut, was in seinem Sohn vorging, als dieser sich nun von ihm abwandte und ins Zimmer zu seinem Großvater eilte.

„Glaubst du, er wird darüber hinwegkommen, wenn er... wenn er wirklich...“ brachte Johnny es einfach nicht fertig es auszusprechen. Widerstrebte es ihm ebenso sehr, wie den anderen Jungs, welche sich genau in diesem Augenblick noch an der Seite ihres Captain befanden.
„Ich weiß es nicht, Kleiner... ich weiß es nicht...“ war alles was Roy dazu zu sagen vermochte. Waren ihm, was das betraf, ebenso wie allen Anderen die Hände gebunden. Blieb ihnen nichts anderes übrig als auf das Schicksal zu vertrauen und zu hoffen, dass es für Hank noch einen anderen Weg, als den endgültigen Abschied, bereit hielt.
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