Santa is a Secret Kingsman

GeschichteAllgemein / P12 Slash
01.12.2018
21.12.2018
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Nach zweimal Harry Potter und einmal Sherlock diesmal ein Kingsman-Adventskalender.
Da es die letzten Jahre gerade gegen Ende immer ziemlich knapp wurde, hatte ich mir diesmal vorgenommen schon früh mit dem AK anzufangen - ich habe mir tatsächlich auch schon im August Gedanken gemacht und geplant... und meinen Plan dann wieder und wieder verworfen, das Fandom oder die Prompts gewechselt und bin jetzt so wenig vorbereitet wie noch nie. Ups.

Die Liste, auf der dieser Kalender basiert, hab ich mir schließlich selber zusammen gestellt und ein Projekt daraus gemacht. Von der Reihenfolge werde ich mich selbst noch überraschen lassen, das liegt in den Händen der Musen (;

Und nun schließlich ohne noch mehr Blabla zum ersten Türchen!




Schon unglaublich früh Weihnachtsdeko basteln

Was auch immer Harry sich vorgestellt hatte, wozu er zurück kommen würde – das war es nicht.
Gut, zwischendurch hatte er nicht einmal damit gerechnet, überhaupt zurück zu kommen, aber nicht in seinen wildesten Träumen hätte er sich vorgestellt, in Arthurs Büro zu gehen und Eggsy hinter dem Schreibtisch zu sehen. Er hatte ja nicht einmal gewusst, dass es einen neuen Arthur gab!

Vielleicht hätte er es ahnen sollen – es passte schließlich nicht zu Chester King, auf einmal Kontakt mit den Statesmen – und wie er hörte auch den entsprechenden Organisationen anderer Länder – aufzunehmen und sogar Allianzen auszuhandeln, aber Harry hatte gerade erst einen Kopfschuss überlebt, da war es wohl verzeihbar, dass er mit seinen mentalen Fähigkeiten noch nicht wieder ganz auf der Höhe war.
Aber zurück zu Eggsy.

Selbst nachdem er Valentine und dessen Plan gestoppt hatte, war er wohl noch davon überzeugt gewesen, um seine Erinnerungen erleichtert und zurück in sein altes Leben geschmissen zu werden.
Dann aber stellte sich heraus, dass selbst die snobistischen Kingsmen, die so dagegen waren, jemanden mit Eggsys Hintergrund als Agent in die Tafelrunde aufzunehmen, kein Problem damit hatten, ihn als Arthur zu akzeptieren, wenn es hieß, dass sie nicht selber ihre Missionen für Schreibtischarbeit aufgeben mussten.
Zum Glück für sie gab es in der Satzung von Kingsman eine Regel, die es ihnen erlaubte, einen Königsmörder in ihren Rängen haben, wenn es sich um einen verräterischen oder korrupten König gehandelt hatte.

Eggsy war anfangs wohl nicht sehr begeistert gewesen – er hatte doch auch schon Blut geleckt und wäre lieber weiter auf Missionen gegangen, aber da es Arthur oder gar nichts hieß, hatte er seiner Mutter und Schwester zuliebe zugesagt und versucht, das Beste daraus zu machen.
Und das Beste hieß dann zum Glück, besser für weltweite Bedrohungen gewappnet zu sein und zu diesem Zweck Allianzen zu schließen.
Wer weiß, wann sie sonst herausgefunden hätten (wenn überhaupt), dass Harry überlebt hatte und bei den Statesmen war.

So hatte es jedenfalls nicht einmal ein Jahr gedauert, ehe er wieder ihr Geschäft in der Savile Row betrat und in Arthurs Büro überraschenderweise Eggsy vorfand.
Ach ja, Eggsy, eigentlich wollte Harry ja etwas anderes von ihm erzählen.

Wie schon erwähnt, bemühte sich Eggsy, ein guter Arthur zu sein, und so war er, wenn man ihn in seinem Büro besuchte, sehr oft damit beschäftigt, seine Emails und internen Nachrichten zu beantworten, sich um die ganzen Akten zu kümmern, die über seinen Schreibtisch wanderten, wenn er nicht gerade wichtige Missionen mitverfolgte, Telefonate mit hochrangigen Kontakten führte, mit Merlin über neue Technik sprach oder Pläne ausarbeitete, wie man Kingsman angenehmer für alle Mitarbeiter machen konnte.
Und er machte seine Sache auch sehr gut, so dass niemand es ihm übel nahm, wenn er sich mal eine längere Pause gönnte und mit J.B. spielte oder ähnliches.

Nur einmal war Harry höchst empört, als er Eggsy während einer Pause antraf – das war es eigentlich, was er loswerden wollte – und das auch völlig zu Recht, in seiner bescheidenen Meinung.

„Wie kannst du nur?!“, entfuhr es ihm, als er nah genug war, um zu sehen, womit Eggsy da beschäftigt war. Der fuhr erschrocken hoch: „Fuck, Harry Mann – schleich dich doch nicht so an! Was wenn ich grad am Schneiden gewesen wäre? Von der Sorte hab ich keine Reserve, da kann ich nicht so einfach einen Streifen verhunzen!“
„Aber Eggsy – Teebeutel?!“
„Teebeutelhüllen, um genau zu sein“, unterbrach Eggsy ihn.
„Das macht es nicht besser!“, fuhrt Harry entsetzt auf. „Ich dachte, ich hätte dir beigebracht, ein richtiger englischer Gentleman zu sein, und jetzt trinkst du Beuteltee? Wie konnte ich nur so an dir scheitern?“

Eggsy lachte und schien sein Entsetzen nicht sonderlich ernst zu nehmen.
„Mensch Harry, die sind doch nicht alle von mir – ich hab halt überall rumgefragt und gebeten, die Tüten für mich zu sammeln – alleine bräuchte ich Jahre um genug zusammen zu kriegen und ich hab schließlich nur bis Weihnachten Zeit!“
„Bis Weihnachten?“
Harry sah ihn perplex an. „Eggsy, es ist noch nicht einmal Mai und du machst dir schon über Weihnachten Gedanken?“
Eggsy zuckte nur mit den Schultern.
„Ich hab immerhin ne Menge Arbeit vor mir, wenn ich jedem Mitarbeiter ein persönlicheres Geschenk machen will als nur ne schnöde 0815-Grußkarte, wie King das immer gemacht hat, und weißt du überhaupt, wie viele das sind – Mitarbeiter meine ich?
Das sind ja nicht nur wir von der Tafelrunde und Merlin, sondern auch die anderen Agenten, die die kleineren Missionen durchführen, die Analytiker, die die ganzen Daten auswerten, die sie von euch Agenten und aus anderen Quellen sammeln, die Techniker, die die ganze Ausrüstung instand halten, die Wissenschaftler, die an neuer Ausrüstung tüfteln, die Schneider für die Savile Row, die Mechaniker, die sich um die ganzen Flieger, Schiffe und Autos kümmern, die ganzen Leute in der medizinischen Abteilung, das Reinigungspersonal, die Leute, die sich um die Unterschlüpfe weltweit kümmern, die -“
„Ja, ich hab schon verstanden“, unterbrach ihn Harry. „Es sind sehr viele.“
„Genau, und wenn ich neben meinen normalen Aufgaben für jeden so einen Stern basteln will, muss ich halt früh anfangen.“

Okay, da musste er Eggsy Recht geben, aber…
„Warum delegierst du das nicht einfach?“
„Hey, dass sollen Geschenke von mir für die Angestellten sein, wie würde das denn kommen, wenn ich die von einem von ihnen machen lasse? Nee Mann, das ist nur ne Notlösung, wenn's dann knapp werden sollte.“
Eine gute Einstellung, befand Harry, wenn auch eine potentiell sehr anstrengende. Er konnte schließlich nicht zulassen, dass der arme Junge sich völlig überarbeitete – am Ende würden sie noch ihn zum nächsten Arthur machen, wenn Eggsy in den Burnout gecrasht war. Nein, dazu konnte Harry es nicht kommen lassen.
„Wie wäre es mit der Hilfe eines Freundes?“
„Was?“

Harry schüttelte enttäuscht seinen Kopf. „Das heißt ‚Wie bitte‘, Eggsy – ich dachte, wenigstens das hätte ich dir beigebracht!
Und was ich meinte, sollte wohl klar sein – wenn du es nicht von einem Angestellten machen lassen willst, wie wäre es, wenn dir stattdessen ein Freund hilft? Als Galahad kann ich gerade sowieso nicht viel tun, als Harry Hart aber schon.“

„Das wäre… wow, Harry, und das, wo du gerade eben noch so entsetzt warst von dem Gedanken an Beuteltee“, meinte Eggsy frech.
Harry sah ihn mit hochgezogener Augenbraue an. „Ich habe keine Ahnung, wovon du redest. Und nun sag schon, was ich machen muss.“

Eigentlich hatte Harry vorgehabt, Eggsy endlich dazu zu überreden, ihm eine Mission zu geben, aber dann hätte der ihn vermutlich nicht so strahlend angeschaut wie jetzt.
Machte sich immer noch so viel Sorgen um ihn, der dumme Junge.






Für die, die vielleicht über Kingsman-vs-Kingsmen gestolpert sind: Für mich ist KingsmAn die Bezeichnung für die ganze Organisation oder ein einzelnes Mitglied davon, während KingsmEn dann dementsprechend mehrere Mitglieder bezeichnet.
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