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Adventskalender

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P12
30.11.2018
24.12.2019
30
29.410
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Dieses Kapitel
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18.12.2018 360
 
Der Drachenelb gab Mirabelle Rätsel auf. Ihrgegenüber war er unglaublich freundlich und zuvorkommend, wenn aber auch nur eine andere Elfe in ihre Nähe kam, veränderte sich sein Verhalten ins Gegenteil und Mirabelle wurde daran erinnert, wieso Laerian und Gialad bei allen Völkern gefürchtet waren. Er verlor zwar niemals ein böses Wort, aber die Art, wie er sprach, sagte schon alles. Und dennoch …
„Mirabelle?“, fragte Laerian und strich der Elfe eine Haarsträhne hinters Ohr. „Ist alles in Ordnung?“
Er betrachtete sie besorgt und ließ seine Hand an ihrer Wange liegen.
Sie lächelte unwillkürlich und neigte den Kopf, um ihm noch ein wenig näher zu sein.
„Ich musste nur darüber nachdenken, wie du bist, wenn wir alleine sind … und wenn andere dabei sind. Das ist alles.“
Laerian nahm seine Hand von Mirabelles Wange, setzte sich auf den Boden und stützte den Kopf in seine Hände.
„Ich weiß, dass ich furchtbar bin“, sagte er. „Und ich wünschte, ich könnte es ändern, aber egal, wie sehr ich es versuche … es klappt nicht. Ich kann mich gerade noch davon abhalten, mich jedes Mal vor dich zu stellen, wenn jemand in unsere Nähe kommt. Ich weiß, dass dir … dass uns keine Gefahr droht, dass der Krieg vorüber ist, aber ich habe immer noch Angst, dass dich jemand verletzen könnte. Oder dich einfach mitnehmen. Ich weiß, dass das unbegründet ist und dir das Leben schwer macht, aber ich brauche einfach noch ein wenig Zeit, um dieser Sicherheit vertrauen zu können. Es tut mir leid.“
Die Elfe setzte sich neben ihn und nahm seine Hand.
„Wir könnten mit deinem Bruder und Vogelbeere anfangen“, schlug sie vor. „Wenn du dich bei jemandem sicher fühlen kannst, dann bei ihm. Oder nicht?“
Laerian legte einen Arm um Mirabelle und küsste sie auf die Schläfe. „Eher nicht“, sagte er. „Du weißt doch, wie unser Verhältnis ist.“ Er seufzte. „Ich glaube, ich muss einfach immer in deiner Nähe bleiben, damit du mir zeigen kannst, dass ich keine Angst haben muss. Dass du mich vor mir selbst beschützen kannst und stark genug für uns beide bist.“
Mirabelle lächelte.
„Das musst du dann wohl. Und damit leben, dass ich mich manchmal darüber aufrege, auch.“
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