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Die Wörter der Stille

von Newra90
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Ingo "Easy" Winter Richard "Ringo" Beckmann
27.11.2018
08.09.2020
48
135.515
13
Alle Kapitel
140 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
24.08.2020 4.042
 
Mahalo,

vielen lieben Dank an Paneele und Zazzy84 für euren lieben Worte.
Ich freue mich das ich euch so berühre emotional und euch mitnehmen kann.
Jetzt gibt es in diesem Kapitel noch mal ein bissen Anspannung=)


Hoffe es gefällt euch Aloha ihr beiden


Beide Männern kuscheln sich noch mehr in die Decke, völlig in Vergessenheit geraten ist die Distanz die Ringo sonst unbeabsichtigt zwischen sie bringt. Easys Nase stupst vorsichtig gegen Ringos, während er die Wärme des Jüngeren genießt.  Wie von selbst suchen sich Ringos Hände ihren Weg , streicheln vom Nacken runter über den Rücken des älteren an dessen Flanke vorbei. Ein wohliges Kribbeln breitet sich in ihm aus. Vergessen ist  der Sand der sich inzwischen in jeder Falte ihrer Kleidung befindet, vergessen ist der kalte Wind der sie zittern lässt. Zaghaft massiert Easy Ringos Zunge und entfacht einen kleinen Kampf zwischen dem Paar.  Seine Hände malen kleine Kreise auf dem T-Shirt des Älteren, weiche warme Lippen sich gegen seine drücken. Easy zieht Ringo zu sich, das Kribbeln breitet sich immer weiter aus.  So lange hat Ringo das vermisst,  so lange hat er sich gewünscht befreiter mit Easy umzugehen. Leidenschaftlich und immer inniger wird ihr Kuss, leicht knabbert Easy an Ringos Unterlippe und kann sich ein Grinsen nicht verkneifen. Auch Easys Hände suchen sich ihren Weg, an Ringos Hals herunter, über seine Brust zum Saum seines Pullovers. Wie von alleine suchen sich seine Finger das Stück freie Haut welches zwischen Pullover und Hosenbund herausschaut. Kurzerhand legt Ringo seine Hand auf Easys Brust und drückt ihn ein Stück von sich, schwer nach Atem ringend schauen sich die beiden Männer an. ,,Alles ok?`´ fragt der ältere besorgt. Sein Gesicht ist zuerst voller Sorge, doch als er Ringos verliebtes grinsen sieht ist jegliche Antwort hinfällig. Den Glanz in Ringos Augen und die Liebe, die sie ausstrahlen, und auch Easy grinst als gäbe es kein Morgen mehr. Zaghaft stupst er mit seiner Nase Ringos an und legt seine Stirn gegen die seines Freundes. ,,Was machst du nur mit mir?` haucht Easy  ihm entgegen.  ,,Das könnte ich dich genauso fragen.`´ Immer wieder streicht Ringo mit seiner Nasenspitze gegen die seines Freundes.  Vergessen ist in diesem Augenblick der Vorfall, vergessen ist in diesem Moment Köln und ihre Freunde, vergessen sind alle die Sorgen die sie die letzten Monate so weit voneinander entfernt hat.
Genau jetzt, zählen nur Sie und ihre beiden wild schlagenden Herzen in ihrer Brust. Der kalte Wind, der durch ihre Haare streicht, die Wolken die sich langsam über den Himmeln schieben.  Das Blut welches in ihrer Adern pulsiert und das Gefühl endlich wieder ein bisschen Normalität gewonnen zu haben.  Easys Hände ziehen Ringo am Revers seiner Jacke noch näher zu sich, breit grinsend spielen seine Finger mit dem Zipper des Reisverschlusses. Während seine Augen Ringo genau beobachten, denn dieser genießt einfach noch diesen wundervollen Moment. Tief atmend hat er die Augen geschlossen einfach um alles um sich herum in sich auf zu nehmen und diesen Moment mit diesem unglaublichen Mann, seinem Mann nie wieder zu vergessen. Die Sonne die warm auf ihre Gesichter scheint, der kalte Wind den sie bis in jeden Winkel ihrer Kleidung spüren, der kalte Sand unter ihren Füßen, das Rauschen des Meeres welches in ihren Ohren klingt.  Den salzigen Film auf ihren Lippen,  den Ringo noch genauer wahrnimmt als seine Zunge über die trockenen Lippen fährt. Nein, diesen Moment würde er nie vergessen, der gehörte einfach nur ihnen und den würde ihnen keiner nehmen.

Es vergingen ein paar Tage, in denen die zwei Männer mit jedem Tag mehr und mehr wieder zusammenwuchsen.  Sie sahen sich zusammen Rom an und viele Sehenswürdigkeiten mit denen Easy sein Portfolio  um das Dreifache vergrößern konnte.
An einem besonders milden Abend fuhren die zwei Männer mit einem Mietwagen in den Ort Lido di Ostia,  zusammen erkundeten sie die helle und freundliche Hafenanlage. Die eingeschossigen Gebäude, sind eher neutral gehalten und wirken mit ihren großen Schaufenster sehr einladen. Der kleine Weg entlang der Läden ist überdacht und auf der Seite zum Meer von Säulen und deren Rundbögen, die sie tragen gesäumt.  Das helle gelb der Läden wirkt einladend und so brauchen die beiden Männer nicht lange, um ein kleines Restaurant zu finden in dem sie ihren Abend verbringen. Es ist ein unglaublicher Abend für die beiden Männer, intim und doch losgelöst. Beide wussten das es in Köln wieder ganz anders werden würde. Der Alltag würde langsam wieder einkehren, und sich langsam einschleichen in ihre Beziehung. Und diese wunderbaren kleine Moment zwischen ihnen die es nur im Urlaub gab verdrängen.  Doch Ringo würde alles dafür tun damit dies nicht passiert, nie wieder will er, dass einer von ihnen sich verloren und alleine vorkommt. Nie wieder soll sich ihre Liebe durch Stress und Mangel an Zeit aus ihrem Alltag vertreiben lassen.
,,Was ist, wieso guckst du so?`` fragt Easy verwirrt. Er trägt dieses Hemd das dunkelblaue mit den dunklen und hellen Blumen, welches Easys Augen so gut betont. Ein Lächeln umspielt Ringos Lippen und genau wie die Augen seines Freundes leuchten auch seine Augen beim Anblick des Mannes, den er so sehr liebt.  Ohne zu zögern greifen Ringos lange schlanke Finger nach der Hand des älteren und umschließen diese. ,, Ich bin einfach glücklich Schatz, am liebsten würde ich die Zeit einfach anhalten.`` ,,Das  würde ich auch gerne, mehr als.....als alles andere.` ` Easys Stimme stockt etwas, als sein Blick an Ringo vorbei geht. Seine Augen weihten sich und sein Mund bildet ein großes O. ,,Hallo , ich bin Luca ihr Kellner.  Heute bieten wir ihnen als Special die Dorade an oder die Pasta mit den frischen Garnelen. Kann ich ihnen einen......ein...en......Wein....empfehlen?`` der Kellner reichte ihnen die Karten und Easys Kopf wird hoch rot. So schnell wie er kann versteckt er sich hinter der Speisekarte, was Ringo verwundert die Stirn runzeln lässt. Indem Moment als Ringo sich dreht, erblickt er die braunen Locken des Italieners, und die vom Sonnenlicht gebräunte Haut. Er sieht unglaublich gut aus, und sobald er Ringos Aufmerksamkeit auf sich spürt   lächelt er Easy, der sich hinter seiner Karte versteckt umso mehr an. Fast meinte der Jüngere das Easys Stirn, die man nur noch hinter der Karte sieht, noch eine Nuance dunkler wird. Dieses Spiel mein lieber Freund konnte er auch spielen, grinsend lehnte er sich zurück und schlug die Beine übereinander. Interessiert lässt Ringo seinen Blick über die Karte wandern: ,,Ich nehme die Pasta mit den Garnelen.`` kommt es von Easy hinter der Karte kleinlaut hervor. Blitzschnell legt der Ältere die Karte beiseite, in der Hoffnung das sein Freund auch schnell bestellt und er so der unangenehmen Situation entfliehen kann. Gerade zu flehend ist Easys Blick und mit klopfendem Herzen beobachtet er Ringo. ,,Das klingt gut, das nehme ich auch.`` entscheidet Ringo. Schon schießt Lucas Hand nach vorne, um ihm die Karte aus den Händen zu nehmen, denn dieser will der Situation auch entfliehen als er merkt das Ringo auf Gegenwehr bezüglich seiner Flirtversuche gestellt ist. Auch Easy atmet erleichtert aus, er  widmet dem italienischen Ringo nur einen kurzen Blick. Er strahlt gerade zu, und als sich ihre Blicke treffen zwinkert er frech Easy zu und wirft seinen Kopf leicht nach hinten. So dass die Locken, die ihm leicht in die Stirn fallen  nach hinten geworfen werden, anscheinend hat der junge Mann doch nochmal seine Taktik geändert. Der Jüngere bemerkt wie unangenehm das Easy ist, eigentlich sollte er eifersüchtig sein, denn dieser Umschwung im Verhalten des jungen Italieners behagt Ringo gar nicht. Er lehnte er sich wieder zurück und machte Easy vielleicht etwas zu enthusiastisch auf die Vorspeisenseite aufmerksam: ,,Ach schau mal Schatz, hast du nicht auch Lust auf eine Vorspeise?`` bemerkt Ringo grinsend und greift über den Tisch nach Easys Hand. Dessen Gesicht ist immer noch rot wie eine Tomate und die Situation wird ihm immer unangenehmer. Doch kein Wort verlässt Easys Lippen, fast flehend liegt der Blick auf seinem Freund. Ein Nicken kam dann zögerlich von dem Älteren: ,,Dann nehmen wir noch die Vorspeise für zwei und den Chardonnay, den Halbtrockenen.`` betont Ringo gezielt und reicht Luca die Karte. Easy fragt sich nur in was er hier hineingeraten ist, denn er spürt deutlich die Veränderung bei Ringo. Vor ein paar Wochen wäre nicht mal ansatzweise an so ein rebellisches Verhalten zu denken gewesen.  Der Italiener legt vor Easy die Weinkarte auf den Tisch, sein Gesicht ist genau auf der Höhe von Easy. Sein Arm liegt auf der Stuhlrückenlehne, verwirrt sieht Easy ihn an so dass ihre Gesichter nicht viel mehr als eine Handbreit voneinander entfernt sind.  Ein freches Grinsen liegt auf den Lippen des Italieners und immer wieder wandert sein Blick auf Easys Lippen.  Die grünen Augen leuchten gerade zu, und die schlanken Finger streichen  unauffällig über Easys Schultern.  Natürlich entgeht Ringo dies nicht, und es  stellen sich ihm die Nackenhaare auf.  Mehr als wütend kneift er die Augen zusammen, und würde diesen Großkotz gerade gerne erwürgen. ,,Bist du sicher dass du den richtigen Wein ausgewählt hast?`` fragt er provokant. Ringo muss schlucken, als er sieht wie dieser Typ Easy einen Zettel zustecken will, und seine Hand sich ganz Unverblümtheit auf Easys Arm legt. Es strahlt alles in diesem Moment so eine Vertrautheit aus, die Ringo eifersüchtig macht. Geschockt und immer noch viel zu nah starrt Easy den jungen Mann an, ihm fehlen schlichtweg die Worte. Er spürt die Gänsehaut auf seinen Armen, und spürt wie sehr sein Freund gerade unter der Situation leidet. Immer noch wartend sieht Luca wieder auf die Lippen des älteren, langsam wird es Easy zu viel, und er erinnert sich an ihr kleines Gespräch in dem wunderschönen Garten der Villa. Ringo hat recht, ein anderes Interesse als ihn flach zu legen hat dieser Luca nicht. Mal abgesehen davon, dass er hier unverschämt mit ihm flirtet während sein Freund neben ihm sitzt. Ja, sein Freund und der hoffentlich auch irgendwann sein Mann sein wird. So glücklich wie schon lange nicht mehr schenkt Easy seinem Schatz ein breites Grübchenlächeln. ,,Weißt du, so Typen wie Du kotzen mich an! Ich würde gern den Abend mit meinem Freund verbringen. Danke und Tschüss.`` sagt Easy laut und unmissverständlich. Er  zieht Luca den Zettel mit der Telefonnummer aus den Fingern, und hält diesen direkt in die Flammen der Kerze. So dass erst eine kleine Flamme sich am Papier nährt und schließlich das ganze Blatt in seiner lodernden Hitze verschlingt.  Doch der Italiener gibt einfach nicht auf, er kniet sich neben Easys Stuhl und streicht über den Unterarm des älteren. Gekonnt zieht er mit den Zähnen den Deckel vom Stift, den er zwischen den Zähnen geklemmt lässt, während er auf Easys Arm seine Nummer schreibt. Easy ist wie in einer schockstarre: ,,Ach Easy, was willste du mit ihm. Wenn du haben kannst mich. Ich hab Geld, und bin nicht so eine halbe Hemd, ein halbes Kind wie er. Die Anziehungskraft Easy, du spürste es doch auch. Die Chemie, stimmte einfach.`` säuselt der Italiener und bewegt sich langsam auf Easy zu. Dieser sieht in nur mit großen Augen an, ihm ist ganz schlecht. Und die Gänsehaut auf seinen Armen lässt ihn frösteln, am liebsten wäre er jetzt woanders, einfach mit Ringo alleine. ,,ES REICHT!  Du glaubst wohl  ich durschaue dich nicht, du bist genau der Typ, der sich denkt er kann sich einfach alles nehmen. Woher ich das weiß, ich war früher genauso. Ich war ein intrigantes Arschloch, ohne Gewissen und ohne Moral.`´ sagte Ringo scharf an Luca gewandt. Dieser hält in seiner Bewegung inne und auch Easy schaut verwundert und auch irgendwie erleichtert zu seinem Freund. Dieser ist während seiner Rede aufgesprungen und stützt sich mit beiden Armen auf dem Tisch ab. Das Blut kocht in seinen Adern, während er  den Italiener fixiert. Würde man ihm jetzt ein Messer geben könnte er für nichts mehr garantieren. Obwohl das stumpfe Brotmesser an seiner rechten Hand  sehr einladend wirkt. Der Italiener steckt den Stift wieder in seine Hosentasche und lächelt Easy an: ,,Das mag sein, aber du haste nichts was du ihm bieten kannst.`` Und plötzlich platzt Ringo der Kragen, in wenigen Sekunden ist er bei Luca der sich wieder gefährlich nah Easys Lippen genähert hat. Geschockt sieht Easy wie der jüngere Luca am Kragen gepackt hat und ihn ganz nah  zu sich gezogen hat. Die schlanken Finger vergraben sich in dem weißen Hemd des Kellners und zerknittern es. Das Blut des braunhaarigen pulsiert in seinen Adern während er den Mann vor sich fixiert: ,, Was kannst du ihm den schon bieten? Genau Nichts! Du kennst Easy nicht, wie oft habt ihr euch gesehen zwei, drei Mal? Ich kann ihm ein zu Hause bieten in dem er sich wohlfühlt, ich kann ihm Geborgenheit geben, wenn er sich alleine fühlt, ich  kann ihm Sicherheit geben wenn er Nachts bei Gewitter nicht schlafen kann und er sich in meinen Armen versteckt, ich kann ihm nach einem beschissenen Arbeitstag einfach in den Arm nehmen wenn es ihm schlecht geht und ich kann ihm vor allen Liebe geben, die Liebe die er wirklich verdient hat. Die Liebe, die uns zusammen lachen lässt, über rosa Flamingos und  Monster Motten beim Zelten.``  Ringo muss schlucken ein dicker Kloß hat sich in seinem Hals gebildet. Eigentlich hat er viel zu viel schon gesagt, er spürt die aufkommenden Tränen, das Zittern in seinen Händen. Und Easys Blick auf sich, den er gerade nicht zuordnen kann und ihn schrecklich nervös werden lässt.  Wütend schubst er Luca von sich, er will jetzt der aufkommenden Panik keinen Raum lassen. Die ganzen Zweifel kann er nach dieser Rede gerade gar nicht gebrauchen, so dass er einfach aus dem Affekt einen Schritt auf Easy zu geht und sich leicht zu ihm hinab beugt.  Es ist ein unglaubliches Gefühl als er Easys Lippen auf seinen spürt, sein ganzer Körper kribbelt, und er kann sich nur vorstellen wie Luca neben ihnen steht. Easy hat das ganze Schauspiel nur beobachten können, mit offenem Mund hat er all diesen Worten gelauscht. Er kann gar nicht sagen wie unglaublich sexy Ringo in diesem Moment gewirkt hat. Dazu das halb offene weiße Hemd, die graublaue Chinohose die seinen Po so gut betont, die ungestylten Haare, die ihm leicht in die Stirn fallen. Und dann waren da Ringos weiche Lippen auf seinen, das ist einfach zu viel für Easy. Sein Blut kocht geradezu in seinen Adern und aus dem Augenwinkel kann er Lucas grimmiges Gesicht sehen. Was in nur noch mehr anspornt das jetzt zu tun, und so stupst er zaghaft gegen Ringos Lippen. Während seine Hand ihn stürmisch ans ich ran zieht, sobald Ringo seinem Freund den Einlass gewährt entfacht ein leidenschaftlicher Kuss. Als Easys Hände sich auf seinen Hüften positionieren und seine
Zunge diesen wilden Kampf auslöst, ist Ringos Kopf völlig leergefegt.  Die Nähe zu Easy, seine Hand die liebevoll über sein Hemd an der Brust streicht und dann verträumt mit der offenen Knopfleiste seines Hemdes spielt. Easys Zunge, die seine immer wieder spielerisch neckt, Ringo  kann einfach keinen klaren Gedanken fassen. Er weiß nur eins, er braucht Luft, so ungerne er auch aufhört Easy zu küssen drückt seine Hand gegen die Brust des älteren. So dass die beiden Männer sich voneinander lösen, überrascht sieht Easy ihn an: ,,Lu---Luft, ich muss....kurz atmen.`` erklärt der jüngere außer Atem mit einem Lächeln auf den Lippen. Und auch Easy lächelt, seine Hand streicht über Ringos Wange während seine andere immer noch an Ringos Hüfte liegt und ihn ganz nah an sich drückt. ,,Sag mal,``  Ringos Blick gleitet von Easy zu Luca und wir ganz verschlossen, ,,willst du hier weiter stehen bleiben und zusehen wie ich meinen Mann küsse oder kümmerst du dich um unser Essen?`` fragt er mit kühler Stimme an Luca gewandt.   Als sein Blick wieder zu Easy geht, erscheint wieder ein liebevolles Lächeln auf seinen Lippen, welches nur für Easy bestimmt ist. Luca zieht angesäuert von dannen, und erscheint den ganzen Abend nicht mehr. Dafür bediente eine junge nette Frau Namens Guisy sie, so dass die beiden glücklich den Abend ausklingen lassen können.
Es ist tief in der Nacht als Ringo schwer atmend aufwacht, sein Brust hebt und senkt sich hektisch. Während sein Blick gehetzt durch das Schlafzimmer geht, beim Anblick von Easy muss er jedoch leicht grinsen. Dieser liegt auf der Seite zu ihm und hat sein Kopfkissen eng umklammert. Die Locken hängen ihm leicht ins Gesicht und auf seinen Lippen liegt ein breites und glückliches Lächeln, während Ringo ihm durch die Haare streicht. ,, Nein, Ringo nimm sie Weg. Du kannst froh sein.......dass ich dich ganz dolle mag.`` nuschelt Easy im Schlaf. Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen zieht Ringo sich das weiße Hemd von vorhin über und geht ins anliegende Bad. Die Hände stützt er auf dem Holzwaschtisch ab, auf dem eine rundes Porzellanwaschbecken steht. Seine Arme zittern und die Tränen laufen über sein Gesicht. Ein leises Schluchzen entfährt ihm, während seine Gedanken sich in seinem Kopf überschlagen. Dieser Traum, und dann die Tabletten die er schon längst nicht mehr nehmen will. Das Zittern was eine Nebenwirkung der Tabletten ist, und auch oft einfach am Tag auftaucht. Eigentlich sind seine Kopfschmerzen nur noch selten vorhanden, und die Spuren dieser Nacht sind einer leichten Bräune gewichen. Einzig und allein die Handabdrücke an Ringos Hals und die grünen Flecken an seinen Rippen und an seinen Oberschenkeln sind noch da.  Ringo will endlich  abschließen, die heißen Tränen laufen über seine Wangen. Aus dem leisen schluchzen wird ein immer lauteres, welches von den Badezimmerwänden widerhallt. Er kann diesen Alptraum einfach nicht verlassen, wie jede Nacht verfolgen in diese Bilder und lassen ihn kaum schlafen, auch wenn es dieses Mal anders ist. Mit einer Wut im Bauch und irgendwie auch Verzweiflung sucht Ringo alle Tabletten zusammen, die er finden kann und kniet sich vor die Toilette. Immer wieder spürt er die Hände auf seinem Körper, an seinem Hals, zwischen seinen Beinen. Ihm wird schlecht, und ein flaues Gefühl breitet sich in seinem Magen aus. Sein ganzer Körper zittert, als er wieder dort ist in der Turnhalle. Als er halbnackt auf dem Boden liegt und gierige Blick ihn mustern, als ausgehungert grobe Hände ihm die Boxershorts von den Hüften schieben. Ein großer Kloß bildet sich in Ringos Hals, und das Licht der Turnhallendecke blendet ihn in den Augen. Zwei starke Hände halten ihn wie in einem Schraubstock an den Oberarmen fest, währen zwei andere Hände ihm grob und mit viel Kraft die Beine auseinander drückt. Ringos schämt sich, als er spürt, wie dieser Mann ihn grob und ohne jegliches Gefühl vorbereitet. Die Angst beherrscht seinen Körper und die Kopfschmerzen kehren zurück. Und dann passiert es ganz plötzlich, und völlig unerwartet.  Wie in Trance  ploppt eine Tablette nach der anderen aus dem Silberpapier und fällt in das innere der Toilette. Der junge Mann muss sich wirklich beherrschen sich nicht sofort zu übergeben, und gleichzeitig das Pochen hinter seinen Augen zu ignorieren.  Sein Körper bebt und seine Hände zittern so sehr, dass ihm immer wieder die Tablettenpackungen aus den Händen fallen.
Ringo zuckt  zusammen als sich zwei warme weiche Hände auf seine Schultern legen, sofort treffen brauen auf blaue Augen und es bricht Easy das Herz seinen Freund so zu sehen. ,,Hey atme Schatz, langsam ein und aus. Es tut mir so leid, dass du das jede Nacht durchmachen musst. Was .....machst...du da.....oh man Ringo.....ich...es......tut.....mir leid.....wie...kann ich dir helfen?`` verzweifelt überschlagen sich Easys Worte. Die Hilflosigkeit, die er in diesen Situationen spürt macht ihn fasst wahnsinnig.  Inzwischen kniet er neben Ringo der schluchzend in seinen Armen liegt und immer wieder den Kopf schüttelt. ,,Bitte rede mit mir Hase.`` flehte  der ältere fast. Sanft streichen seine Hände über Ringos Haare, die Arme hängen nutzlos an seinem Freund herunter in den Händen hält er immer noch die Tablettenpackungen. ,,Richard? Du.....du kannst....mit mir....über alles reden....alles was in deinen ...Träumen und in echt passiert ist. Du.....musst mich nicht schonen......dafür bin ....ich da....aber bitte......nimm nicht irgendwelche Tabletten um dich zu betäuben.`` schluchzt nun auch Easy der sich eigentlich langsam gesammelt hat.  Die Verzweiflung in seiner Stimme und auch die enge Umarmung holen Ringo wieder ins hier und jetzt zurück, leicht drückt er sich von Easy weg. Noch immer schluchzend sieht der braunhaarige seinen Freund an: ,,Es ist wieder dieser Traum, doch diesmal......diesmal ist es anders gewesen..`` erklärt der junge Mann unter Schluchzern.  Überrascht beobachtet Easy seinen Freund, es zerreißt ihm das Herz wie sehr er jeden Tag aufs Neue um ein halbwegs normales Leben kämpfen muss. Behutsam streicht Easy über Ringos Wange und über seinen Rücken: ,,Ich spüre ihre Blicke, ich spüre ihre Hände, und dann passiert es ganz schnell. Sie überwältigen mich, es  passiert genauso wie in dieser Nacht. Ich bin ihnen ausgeliefert völlig.........:``,,Das wird besser Schatz, ich verspreche es dir.....du kannst mich wecken...``,;Du verstehst  es nicht! Ich hab es das erste Mal geschafft das ich mich wehren kann, das erste Mal seit dem Vorfall ist nichts passiert. Ich will diese Tabletten nicht mehr nehmen, sie machen mich nur müde und meine Hände zittern von ihnen.` erklärt Ringo  aufgeregt.  Und dann ganz langsam begreift Easy, warum sein Freund mitten in der Nacht, schluchzend neben der Toilette sitzt. Es ist nicht wie zuerst befürchtet ein Rückschritt, nein er hat so wenige Beschwerden, dass er die Tabletten nicht mehr brauch. Sein Freund konnte sich seinen Dämonen entgegenstellen und hat sogar das schlimmste dieser Nacht selbst verhindert.
,,Ich wusste das du das schaffst, ich hab es dir doch gesagt. Du bist stark, und du musst diese Tabletten nicht mehr nehmen, wenn sie dir schaden.`´ sagt Easy unglaublich stolz und lächelt Ringo aufmunternd an.  Die Tränen und das markerschütternde Schluchzen, welches das Bad erfüllt hat, sind keine Tränen der Trauer, sondern Freudentränen. Denn für Ringo ist es das Größte, das er jeden weiteren Schritt in seinem Alptraum verhindern konnte. Beiden Männern laufen Tränen der Freude über die Wangen, als sie die kleinen weißen Tabletten runterspülen und somit, einen neuen Abschnitt in Ringos Genesung  tun.
Zusammen gekuschelt liegt Easy in Ringos Armen, nur das kleine Licht auf dem Nachtisch brennt. Da er seine Kontaktlinsen schon rausgemacht hatte trug er jetzt seine schwarze runde Brille. Die Hand des Jüngeren liegt auf Easys Brust und streicht über den schwarzen Stoff seines Schlafshirts. Der Ältere liegt so hoch, dass er problemlos seinem Freund in die Augen sehen kann. Heute war ein wirklich anstrengender Tag und man sah dem braunhaarigen die Anstrengung an. Durch die dunklen Ringe unter seinen Augen, und trotzdem strahlen sie so viel Liebe aus in diesem Moment. Easys Hand streicht unter dem aufgeknöpften Hemd über Ringos Brust, keine Sekunde lässt   er den Blick zu den blauen Augen abreißen. ,,Ich bin so froh das es dir besser geht.`` haucht Easy. In diesem Moment sieht sein Freund so  unglaublich sexy aus: ,,Es geht bergauf, oder?`` ,,Bergauf? Schatz du steckst das alles so gut weg, ich kann dir nur nochmal sagen, wie unglaublich stolz ich auf dich bin.`` Leicht grinste Ringo: ,,Ich kann dir nur sagen wie unglaublich sexy du mit dieser Brille aussiehst.´´ haucht Ringo fast leise. Sein Herz schlägt ihm bis zum Hals als er am Saum von Eays T-Shirt langfährt und die weiche Haut an seiner Hüfte berührt. Flink schieben Easys Hände  das weiße Hemd von Ringo beiseite und streicheln über seinen Bauch runter, in die Richtung seiner Boxershorts. Von unten herauf sieht Easy seinen Freund an, auch sein Herz klopft ihm heftig gegen die Brust. ,,Was machst du nur mit mir.......Ingo Winter.`` ein roter Schimmer legt sich auf Ringos Wangen. Easys andere Hand streichelt über Ringos Wange, bevor sich ihre Lippen treffen und die zwei nach einem langen und anstrengenden Tag endlich zufrieden und überglücklich und auch etwas erschöpft einschlafen können.
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