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Die Wörter der Stille

von Newra90
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Ingo "Easy" Winter Richard "Ringo" Beckmann
27.11.2018
08.09.2020
48
135.515
13
Alle Kapitel
140 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
23.08.2020 5.268
 
Mahalo ihr lieben,

so dass wird für heute das letzte Kapitel sein, den Rest gibt es dann sobald es Beta gelesen wurde. ich wünsche euch ganz viel Spaß und hoffe ihr begleitet die zwei  auf ihrer Reise weiter hin.

Aloha ihr lieben <3

Am nächsten Morgen wacht Ringo verschlafen auf, doch es ist noch zu früh, um die Augen zu öffnen. Lieber genießt er die Sonne auf seinem Gesicht, und die leichte kühle im Raum. Er zieht sich erst mal die Decke bis zum Kinn um seinen Körper, er spürt den Blick seines Freundes auf sich liegen. Eigentlich würde er gern noch ein bisschen dösen, weil es noch sehr früh sein muss. Da sein Gesicht halb in der Decke vergraben ist, öffnet er nur eines seiner Augen. Direkt sieht er in Easys braune Augen: ,,Bist du schon lange wach?`` ,,Noch nicht allzu lange.`` ,,Und dann beobachtest du mich die ganze Zeit?`` murrt Ringo etwas. Easy muss sofort grinsen, die Nacht mit Ringo verbracht  zu haben, war einfach wunderschön. Natürlich ist nichts passiert, aber dieser kleine Fortschritt bedeutet Easy mehr als alles andere. Müde sind Ringo die Augen wieder zu gefallen, ein vertrauter Geruch nach Kaffeebohnen steigt im nach wenigen Minuten in die Nase. Einen Moment später überwindet er sich doch die Augen wieder zu öffnen.  Vor seinem Gesicht schwebt eine seegrüne Tasse mit heißem Kaffee. Skeptisch setzt er sich auf und sieht Easy fragend an: ,,Noch nicht allzu lange?`` fragte er und nimmt Easy die Tasse ab. Bei seinen Worten nickt er in die Richtung hinter Easy. Dieser schaut nur leicht über seine Schulter und muss grinsen, dann sieht er wieder zu Ringo: ,,Hab ich doch gesagt.`` Auch Ringos Lippen umspielt ein Lächeln, denn der Tisch auf der Terrasse ist mit allem gedeckt was  man so brauch. Von frischen Brötchen und Muffins, bis hin zu Käse, Orangensaft, Tomate und Mozzarella,, Marmelade und frischem Joghurt mit Erdbeeren. Es ist einfach perfekt,  sein Freund hat einfach an alles gedacht. Ringo schließt die Augen , als die warme Flüssigkeit  seine Zunge berührt und der Koffein langsam in seine Blutbahn schießt. Ein leichtes Seufzen verlässt seine Lippen, als er die Augen öffnet sitzt ein grinsender Easy vor ihm. Die Beine hat er leicht angewinkelt und darüber liegt die Decke. Überrascht beobachtet Ringo den älteren als dieser ihm seine Tasse aus den Händen nimmt und sie auf den Tisch stellt. ,,Wie hast du geschlafen?`` fragt der ältere neugierig. ,,So gut wie schon sehr lange nicht mehr. Und du?` fragt Ringo glücklich.  ,,Du weißt das ich Gewitter hasse, aber ich bin froh das mein Kuschler gestern da war.`` Immer noch lächelnd fragt Ringo sich überwindend: ,,Willst du denn heute wieder?`` ,,Ich würde nichts lieber tun, ich habe dich so unglaublich vermisst. Natürlich verstehe ich auch, wenn du die Zeit brauchst, ich will dich.`` ,,Easy? Halt die Klappe.´´ meint Ringo nur und zieht ihn zu sich. Sodass er selbst mit dem Kopf auf Easys Arm liegt, zwar immer noch mit  Abstand, aber trotzdem mit einem großen Schritt nach vorne. ,,Ich hab dich auch vermisst. Hättest du eigentlich die Typen am Büdchen wirklich verprügelt?`` ,,Wie kommst du denn da jetzt drauf?`` fragte Easy überrascht, während er über Ringos Nacken streichelt.  Der Jüngere sieht auf und stützt sich dafür mit der Hand von Easys Brust ab. ,,Ich weiß nicht, das ging alles so schnell und ich hab mich das schon damals gefragt?`` Die Nähe des älteren tut Ringo gut, er spürt wie die Wolke in seinem Kopf die sein denken verstopft mit jedem Tag in ihrem Urlaub weniger wird. Mit den Fingerspitzen  streicht er über  Easys Brust, während Easy nachdenklich nach den richtigen Worten sucht. Sein verkniffener Blick ist so unglaublich süß: ,,Ich glaube ja, ich weiß das wenn sie einen Finger an dich gelegt hätten ich für nichts mehr hätte garantieren können.  Ich hatte wahnsinnige Angst um dich ....``,,Ich um dich.......und du weißt das das wahnsinnig dumm war?`` fragt Ringo und sieht seinen Freund streng an.  ,,JAaaaa, aber du kannst mir doch nicht lange böse sein oder?``  fragend sieht Easy den jüngeren an.  Nur schwer kann Ringo dem Bambiblick widerstehen und rückt etwas näher an seinen Freund. Immer wieder fixiert er die einladenden Lippen, nervös wandert sein Blick wieder hoch zu Easy. Doch beide Männer trauen sich nicht so richtig: ,,Sollen wir was frühstücken?`` probiert   der schwarzhaarige die Verunsicherung zu überspielen. Ringo nickt nur und sieht Easy hinter her, so dass dieser nicht den enttäuschten Blick seines Freundes sehen kann.

Zusammen machen sich die beiden auf zu einer vielen Villen,  und entscheiden sich für die Villa ,,De Este``. Während Easy sich durch das Gebäude arbeitet um ein paar Fotos für sein Portfolio zu machen, beobachtet Ringo ihn und sein leidenschaftliches vorgehen.  Welches ihm immer wieder ein Lächeln auf die Lippen zaubert,  wie Easy seine Unterlippe mit den Zähnen bearbeitet. Und das Leuchten in seinen Augen,  wenn er immer wieder ein Foto schießt, um ja nicht das perfekte Foto zu verpassen.    Wie sich die schwarzen Haare leicht locken und Easy immer wieder in die Stirn fallen, und er diese genervt wegpustet. Ringo ist sich sicher er weiß gar nicht wie sexy sein Freund in diesem Moment wirkt.  Eine Weile folgt er seinem Freund nur um ihn  aus der Ferne zu beobachten, doch dann entscheidet er sich die berühmten Gärten an zu schauen. Der wunderschöne Brunnen der von einem halbrunden Säulengang umgeben ist.  Das Wasser ergießt sich in ein großes rundes Becken. Während von der Plattform das Wasser vom Rand fließt, links und rechts  der Gang unter der Terrasse. Durch kleine Öffnungen kann man von dem Gang  auf den Brunnen schauen, doch die  ganzen Öffnungen sind schon von grünen Pflanzen überwuchert. Über die Terrasse kann man genau auf die Plattform des Brunnens schauen, da die Öffnung zu der Platte frei ist. Nur links und rechts führt ein typisch italienisches Geländer am Rand entlang, auf dem in bestimmten Abständen kleine Wasserbrunnen befestigt sind. Auf der anderen Seite ist eine 4 Meter hohe Natursteinmauer, aus der immer mal wieder ein Fels mehr und mal weniger auf den Weg ragt.  Sein Weg führt ihn weiter über viele verworrene Wege zu einer Hüfthohen Mauern aus großen schweren Steinen auf der linken Seite  die als Wasserbecken dient, gut über 8 Meter lang. Aus der Wand ragen hunderte Löwenköpfe aus dessen aufgerissenen Mündern das Wasser  spritzt. Auch die Mauer hinter den Köpfen ist völlig von grün umschlossen.  Diese Mauer dient auch wieder als Becken um das Wasser der nächsten Löwenkopf Reihe auf zu fangen.  Ganz oben springen von rechts nach links Wasserspiele. Es ist ein unglaublich schönes Bild, dazu die rot braunen Mosaikfliesen in geometrischen Mustern auf dem Boden machen Ringo einfach sprachlos. Sein Weg führt Ringo eine Treppe in der Mitte des Garten runter, die Stufen sind relativ flach und schmucklos. Nur links und rechts führen Wasserrinnen über mehrere Ebenen nach unten.  Es ist zwar erst Frühling, aber trotzdem ist ihm in seinem hell blauen Hemd relativ warm. Leicht kneift er die Augen zusammen, als er die Gegend nach Easy absucht. Gerade als er ihn entdeckt, und ihm sein Lächeln schenkt taucht vor ihm ein recht gutaussehender Typ auf.  So richtig hörte Ringo ihm gar nicht zu er hat nur Augen für den hübschen Fotografen am Ende des Weges. Dessen Blick gerade fragend ist und dann zu Eifersucht wechselt. Sein Herz klopft ihm bis zum Hals und er will jetzt nichts lieber tun, als endlich zu ihm zu gehen.  ,,Also wie wäre es, ein heißer Urlaubsflirt? Du bist ja schon  heiß und ich wäre wirklich nicht abgeneigt. Von mir aus können wir das auch sofort hier erledigen.`` reißt der Typ Ringo plötzlich aus seinen Gedanken und zwinkert ihm zu.  Skeptisch sieht Ringo den Typen an und runzelt die Stirn, er ist eigentlich genau sein Beuteschema  bzw. war sein Beuteschema vor Easy. Bevor er sich für etwas ernstes entscheiden hat, bevor sein Herz sich dafür entscheiden hat das er lange genug ein einsames Arschloch war. ,,Ähm Sorry, aber ich bin schon vergeben.`` ,,Ach das ist doch kein Grund, nur ein bissel Spaß.`` meinte der Österreicher.  Man kann regelrecht die  leichten Muskeln unter seinem T-Shirt erkennen, er ist eigentlich ein älteres Abziehbild von Valentin.  Der Blick des Mannes gleitet über Ringos Körper, wie sehr er es doch hasst auf sein Äußeres reduziert zu werden.  Sofort verschwindet das Leuchten in Ringos Augen, sein Kiefer spannt sich an und sein Körper geht sofort auf Abwehrhaltung. ,,Einen schönen Tag noch.`` wirft er dem Valentindouble nur an den Kopf. Doch dieser hält ihm mit seiner Hand blitzschnell am Unterarm fest. ,,Ich bin Monogam, kapiert.`` ,,Ach, als wäre jemand wie du treu.`` Mit zusammen gekniffenen Augen sieht Ringo ihn sauer an: ,, Für ihn, schon!`` sagt Ringo und nickt zu Easy. Der Blick des Typen folgt Ringos nicken, als er sich wieder zu ihm umdreht ist sein Blick überheblich: ,,FÜR DEN? Das ist ein Witz oder? Du kannst mich haben.`` redet dieser Mann selbst. Jetzt grinst Ringo überlegen und befreit sein Handgelenk aus dem lockeren Griff: ,,Was grinst du denn so?`` fragt der Mann verwirrt nach. ,,Einer wie er, ist tausende deines gleichen Wert.`` Und damit macht sich Ringo auf den Weg zu seinem Freund und lässt den verblüfften Fremden einfach stehen.
Leider ist Easy nicht mehr am Ende der Mauer, so dass Ringo sich auf die Suche nach ihm macht. Immer wieder sieht er sich um, die Sonne steht schon relativ hoch , so dass man die Wärme merkt. Die Gegend absuchend streicht er sich in Gedanken die Haare aus der Stirn, die er sich heute mal nicht gemacht hat. Zum Glück haben sie sich heute beide für kurzen Hosen entscheiden, sonst würde sein Körper jetzt schon durch die Schwüle überhitzen. Endlich sieht er Easy er sitzt in diesem Gang im hinteren Garten, er tut so als würde er die Fotos sichten, doch er kennt seinen Freund besser. Er ist völlig in Gedanken, starrt vor sich hin, währen seien Finger das Rad an der Kamera für das nächste Foto weiter dreht. Er wirkt schon fast irgendwie geknickt, irgendwie seltsam für Richard Easy so zu sehe.  Es ist ein wunderschöner Platz links und rechts in der Mitte ist ein Streifen aus Mosaik, der sich bis zum hinteren hell braunen Tor zieht, vor dem einsam eine Metalllaterne hängt.  In der Mitte befinden sich abwechselnd Routenmuster und ein französische Lilie die von einem  Kreis umgeben ist. Alles aus Mosaiksteinen gelegt, um die Muster schlingen sich  Blumenranken mit roten Knospen. Links und rechts gibt es eine Steinbank die sich auch bis zum Tor zieht auch aus denselben braunen Steinen, nur die Sitzfläche ist in Terrakotta gehalten. Die Bank wird immer wieder von Säulen unterbrochen auf denen Schmuckvoll eine Kugel auf einem Sockel sitzt.  Die Rückenlehne zwischen den Säulen bildet eine  rote Mauer mit einem  halbrunden Lochmuster. Das ganze wird abgerundet durch ein Metallgitternetz, welches über dem kompletten Gang gespannt ist. Von links und rechts ranken sich die Äste der alten Bäume über das Netz und ihre Lilafarbenen Blüten die  traubenartig in Bündel durch  die großen quadratischen Öffnungen hängen. Es ist der schönste Ort den Ringo je gesehen hat, schnell zückt er sein Handy und macht von seinem Freund ein schwarz weiß und ein farbiges Foto. Es drückt gerade in diesem Moment so viel aus, und es ist einfach unglaublich schön.  Leise setzt er sich neben Easy auf die Bank der die Unterschenkel hintereinander verhakt hat und auf den Display der Kamera schaut. ,,Alles ok, Schatz?`` fragt Ringo besorgt. ,,Ja klar, alles gut.`` erwidert Easy nur abwesend.  ,,Easy,`` betont Ringo seinen Namen mit extra Nachdruck. Doch Easy hört nicht zu, steht auf und will hektisch seinen Rucksack aufsetzen. ,,Können wir weiter?``,;Easy, was ist los? Ich kenne dich schon viel zu lange und man kann es in deinem Gesicht ablesen.`` hält Ringo ihn am Arm zurück. Sein Blick hat etwas Bittendes, worauf Easy nur genervt die Augen verdreht und sich wieder auf die Bank setzt. Stur sieht Easy an Ringo vorbei, bis dieser sein Kinn mit zwei Fingern in seine Richtung dreht. Ein weiches „Easy.“ kommt über Ringos Lippen, welche ein verständnisvolles Lächeln ziert. ,,Ist es wegen dem Mann vorhin?`` ,,JA, ja, wieso sonst!? Hast du ihn dir angeschaut? Er ist ein Abziehbild von Valentin. `´,,Du, du bist eifersüchtig?`´ schmunzelt Ringo und streicht über Easys Hand. Sein linkes Bein hat er quer über sein anderes Knie gelegt, während er auch Easys andere Hand in seine nimmt. Mit dem Daumen streicht er über den Handrücken: ,,Naja, ich hab euch reden sehen, und ach keine Ahnung. Er ist bestimmt schon der dritte und vierte Typ, der dir schöne Augen macht seit wir im Urlaub sind.`` ,,Ach wirklich?`` verwundert  denkt Ringo einen Moment nach, er hat das gar nicht bemerkt. ,,Weißt du, ich komm mir dann immer so.`` ,,Unattraktiv vor?`` stichelt Ringo. ,,Naja, so würde ich es jetzt nicht nennen. Aber unsichtbar trifft es wohl ganz gut.`´ ,,Auf so Typen brauchst du wirklich nicht eifersüchtig sein.`` probiert Ringo einfühlsam auf seinen Freund ein zu gehen. Dieser ist immer noch sichtlich geknickt: ,,Dir laufen die Typen ja auch hinter her.`` ,,Sag mal du bist doch vergeben, oder? Warum ist dir das so wichtig.`` ,,Für mein Ego?`` Ringo verdreht nur die Augen: ,,Du solltest froh sein das dir so Typen nicht hinter her laufen, weißt du eigentlich das die einen nicht mal nach den Namen fragen? Die erste Frage die sie stellen ist ob ich mit ihnen schlafen will, und dann ob wir es direkt an Ort und Stelle tun oder zu ihm gehen. Sie interessieren sich nicht für einen, nicht wirklich. ``,,OH!`` macht Easy als ihn die Erkenntnis trifft.  Die blauen Augen mustern Easy: ,,Weißt du was ich ihm gesagt habe? Ich habe ihm gesagt, dass DU tausende von ihm wert bist, und das er dahin gehen kann wo der Pfeffer wächst.´ Braune Augen sehen auf ihre Hände und dann auf die blauen warmen Augen, die ihn gerade mustern. Eine große Hand löst sich und spielt mit einer von Easys Locken, während dieser nur lächelnd Ringo dabei beobachtet. ,,Du kannst wirklich froh sein, dich sprechen nur die Typen an die dich mal heiraten wollen.`` gedankenverloren sieht Ringo auf seine Hand die gerade die widerspenstige Locke nach hinten streicht.  Braune Augen beobachten Ringo bei dieser zärtlichen Berührung, automatisch legt sich seine Hand auf Ringos Wange. Und er kann  sich einfach nicht mehr zurück halten und haucht Ringo einen kurzen  Kuss auf die Lippen. Beide Männer grinsen in Kuss hinein. Es ist einfach genau das was beide gerade so sehr brauchen.
Zusammen erkunden die beiden Männer noch die Burg und die Altstadt bis sie sich abends in einem süßen kleinen Bistro niederlassen. Auf der einen Seite hat man die Burg und auf der anderen Seite den Blick über die Landschaft bis nach Rom. Sie schauen sich Easys Bilder auf der Kamera und genießen einfach die Zweisamkeit ohne dass ständig jemand dazwischen platzt sowie in Köln. Ringo kann gar nicht sagen, wie glücklich er gerade ist, als er in den wunderschönen braunen Augen versinkt.  Easy ist genau das was er brauch, genau der Mensch der ihm so viel bedeutet.  

Easy telefoniert gerade mit Tobias, als Ringo nur mit einem Handtuch aus der Dusche kommt und sich die Haare abtrocknet.  Er merkt gar nicht wie er den Atem anhält und sich auf die Lippen beißt. Sein Herz schlägt Easy bis zum Hals, er merkt erst, wie er seinen Freund anstarrt als Tobias in quasi anschreit.  Das ist eindeutig viel zu viel nackte Haut, und viel zu viel Bauchmuskeln für ihn. Zum Glück hat Ringo nichts gemerkt, so kann er schnell unter die Dusche flüchten bevor sie ins Bett gehen. Und bei Gott, er brauch die kalte Dusche gerade so unglaublich. Mit den Händen stützt er sich an der Wand ab und den Kopf lässt er tief zwischen den Schulter hängen, das kalte Wasser welches seinen Rücken runter läuft tut sein übriges.
Nachdem er endlich wieder klar denken kann, zieht Easy sich ein schwarzes T-Shirt und eine dunkel rote Boxershorts an. Müde kriecht er unter die Deck zu seinem Freund und legt seinen Kopf auf Ringos Schulter ab. Der Jüngere sucht gerade einen passenden Film aus, während Easy ihnen ein Glas Wein eingießt. ,,Nimmst du eigentlich die Tabletten?`` ,,Heute brauchte ich sie nicht.`` verkündet sein Schatz lächelnd. Nur ein kurzer Blick geht zu ihm und dann wieder zu dem Display des Tabletts. ,,Es tut mir leid, wegen heute Mittag.`` brachte er kleinlaut über seine Lippen. ,,Vergessen wir das einfach, wie findest du den Film?`` ,,Ringo?`` fragte Easy nachdem er an seinem Wein genippt hat. ,,Oder den?`` ,,Ringo? Können wir einfach hier liegen und reden?`` fragte Easy vorsichtig. Überrascht zieht Ringo eine Augenbraue nach oben und legt das Tablett bei Seite, er greift nach seinem Glas und nimmt einen Schluck. Er stellt es zurück auf den Nachtisch und dreht sich auf die Seite umso den älteren besser anschauen zu können. ,,Ich bin so froh das wir endlich mal Zeit für uns haben, ohne das uns jemand stört.`` ein breites Grinsen ziert Easys Gesicht als er das sagt. Und auch Ringo kann nur grinsen, es ist einfach perfekt.
Am nächsten Morgen Decken die beiden den Tisch, es war eine sehr ruhige Nacht gewesen.  Wie immer haben die beiden sich das große Bett oben geteilt, natürlich wieder mit einem gewissen Abstand.
Gerade als Ringo sich sein Müsli mischt stellt Easy ihm die Frage: ,,, Was willst du heute machen?`` Kurz überlegt er, und beobachtet seinen Freund wie er genüsslich den Löffel ableckt. Ein leichter Schimmer breitet sich auf Ringos Wangen auf und er spürt das sein Herz wie wild gegen seine Brust schlägt. Er spürt die Sehnsucht nach Easy, und er wünschte sich nichts sehnlicher, als die Sachen von dem Tisch zu wischen , rüber zu gehen und mit seinem Freund das an zu stellen, was er sich selbst  gar nicht zu denken wagt. Denn da ist immer noch die Angst in seinem Kopf,  die blaugrünen Flecken in seinem Gesicht und an seinem Hals,  die Bilder die er versucht zu verarbeiten.

Die Erinnerung an seine erste Sitzung kommt Ringo wieder in den Sinn:
,,Hallo Herr Beckmann, ich bin Carina.`` ,,Nennen sie mich Richard.`` ,,Ok, fällt es ihnen schwer Richard über das vorgefallene zu reden?`´ ,,Wie kommen sie darauf?`` fragt Ringo mit verschränkten Armen vor der Brust, ein Bein hat er quer über das andere gelegt. Er mustert die blonde Frau die vielleicht gerade mal Anfang vierzig ist. Sie ist sehr dünn strahlt aber trotzdem etwas sympathisches aus. ,,Naja sowie ich sie einschätze sind sie ein junger aufstrebender Geschäftsmann, wenn ich es richtig in Erinnerung habe sagten sie sie sind schwul?`` erinnerte sie sich während sie Notizen machte. ,,Ich bin Bi, ja.`` ,;Dann muss es für sie umso schwerer gewesen sein, einerseits ein junger aufstrebender junger Mann, der wie sie sagten früher Probleme hatte zu seiner Sexualität zu stehen. Das muss schwer gewesen sein für ihr Ego?`` ,,Was wissen sie schon. Entschuldigen sie......``,,Kein Problem Richard, ich weiß von ihrer Erzählung von dem Überfall, aber was haben sie dabei gefühlt? Gehen wir doch die einzelnen Schritte durch,  was haben sie gefühlt als diese Männer sie zurückgedrängt haben?`` Ringo schluckt, das ist das wovor er sich immer gefürchtet hat, schwach zu wirken. Deswegen würde er nie zu einem Therapeuten gehen, selbst vor Tobias und Easy fällt es ihm immer noch schwer darüber zu reden. ,,Sie sind nicht schwach Richard, und sie sind immer noch ein Mann. Was diese Männer mit ihnen gemacht haben, war ein Eingriff in ihre  Privatsphäre und es ist ihr recht darüber zu reden, um  es zu verarbeiten.`` Die Worte bewirken irgendetwas in Ringo, es fühlt sich plötzlich einfacher an. Und ohne dass er es will, fängt er leise an zu erzählen: ,,Erst hatte ich Angst, doch je mehr sie mich bedrängten war ich einfach nur wie gelähmt. Ich hasse mich selber dafür dass ich mich einfach nicht mehr gewährt habe.`` Aufmerksam macht sich die Therapeutin Notizen, ihr Blick geht immer wieder zu Ringo: ,, Was ist dann passiert?`` Nervös spielt Ringo mit seinen Fingern, leicht drückt er die Nägel seiner linken Hand in seine rechte Handfläche. ,,Es war erniedrigend und demütigend, ich hab mich entblößt gefühlt.`` Die Ärztin musterte Ringo genau, sie kannte diesen Typ Mann, und weiß das es noch ein langer Weg für eine Person ist, die sonst eine starke Persönlichkeit sonst hat. Doch was ihr große Sorge macht ist die Distanz im Blick des jungen Mannes, sobald ihm etwas unangenehm ist, verschließt er sich sofort. Die blauen kühlen Augen, die sich so sehr dagegen wehren das man in ihnen lesen kann. ,,Was ging in ihnen vor, alles es zu der  nicht durchgeführten Vergewaltigung kam?`` Sofort schnellt Ringos Blick hoch, wie ein Reh im Scheinwerferlicht sieht er Carina an. Er schluckt schwer und man sieht wie der junge Mann anfängt zu zittern, wie seine Fassade bröckelt, es laut ausgesprochen zu hören ist für ihn immer noch unwirklich. ,,Wie es ist gegen seinen Willen zum Sex gezwungen zu werden? Ich weiß  nicht ob sich das jemand vorstellen kann..........der das nicht ansatzweise selber durch gemacht hat. Es....... es ist die Hölle ......so hilflos habe ich mich noch nie gefühlt......und ich hatte noch nie so Angst..........und glauben sie mir ich habe schon viel Mist gebaut.``

,,Ringo?`` Erschrocken fährt der jüngere zusammen und sieht seinen Freund an. Die Hand des älteren liegt auf seiner eigenen. Die Sonne spiegelt sich in dem Ring und gibt ihm ein Gefühl was ihn wieder Boden unter den Füßen verleiht.  ,,Wo warst du denn? Du wirkst so abwesend?`` fragt Easy besorgt nach.  Der Druck seiner Hand verstärkt sich auf die des jüngeren: ,,Ich......Ich hab nur nachgedacht.  Wie wäre es, wenn wir an den Strand gehen, ein bisschen den Wind und das Meer genießen?`` Strahlend stimmt Easy zu, doch das Ringo ihn angelogen hat und er es gemerkt hat zeigt er ihm nicht. Ringo sucht ein Anzeichen das Easy ihm seine Notlüge nicht glaubt, doch er  kann nichts in dem Blick seines Freundes finden.
In eine dicke Decke gepackt sitzen Ringo und Easy am Strand, der jüngere zwischen den  Beinen des älteren. Den Blick auf das Meer gerichtet, währen zwei Hände  sich um seinen Körper schlingen. Das leichte zittern unterdrückt er, die Kopfschmerzen pochen leise im Hintergrund. Die Nähe ist Ringo unangenehm und er mag sich gerade selber dafür nicht. Easy  bemerkt natürlich die Anspannung im Körper des jüngeren, das leichte verkrampfen der Muskeln unter seinen Händen.  Man kann es regelrecht in der Luft spüren, bei jeder Welle die sich überschlägt. Bei jeder Gischt die an den Strand gespült wird, brodelt es langsam in Ringo. Alles was sich angestaut hat scheint irgendwie kurz davor  zu sein aus zu brechen. Und er weiß einfach nicht wie er es verhindern soll,  wie soll er seinem Freund helfen?  An seiner Brust spürt Easy immer hektischer atmet, wie seine Finger sich in seinen Unterarm krallen.  Vorsichtig rutscht Easy näher an den jüngeren und zieht ihn ganz  feste in seine Arme. Er wünscht sich nichts sehnlicher als  das die Spuren die Ringo immer noch zeichnen endlich verschwinden und sein Freund wieder nach vorne sehen kann. ,,Es tut mir leid,`` dringt eine raue Stimme an Easys Ohr.
Verwundert dreht er Ringo vorsichtig in seinen Armen zu sich,  die Wangen sind nass von den Tränen, die über Ringos Gesicht laufen. Sein ganzer Körper zittert und seine Augen strahlen so viel Traurigkeit und Verzweiflung aus. ,,Ich weiß du willst wahrscheinlich noch nicht drüber reden...aber wenn du  irgendwann willst bin ich da.`` Überrascht mustern Easy die blauen Augen und auch etwas nachdenklich für einen Moment senkt Ringo seinen Blick um sich die Worte seines Freundes durch den Kopf gehen zu lassen. ,,Es ist immer dieser Traum, irgendwann schaffen sie es..........sie verg....vergewaltigen mich.`´ Ringo selbst hielt den Atem an. Seine Worte die er soeben ausgesprochen hat, werden ihm jetzt erst so richtig bewusst. Vorsichtig streicht der ältere über Ringos Rücken, er will ihm die Zeit geben die der jüngere brauch. Verständnisvoll beobachtet er seinen Freund, legt die Decke über seine Schulter und packt ihn warm ein. ,,Es sind nicht nur ihre Blicke oder ihre Hände, ich fühle mich so hilflos, schwach und gedemütigt. Das bin nicht ich Easy.....das bin einfach nicht mehr ich. Es fühlt sich falsch an als........würde ich in einer falschen Haut stecken.`` Easy sieht wie verloren sich Ringo vorkommt und nimmt seine Hände von Ringos Rücken und verschränkt ihre Finger ineinander. Sanft streicht er über den Ringfinger seines Freundes und das kalte Metall, welches Sie verbindet. Ringo spürt die Wärme die von Easy ausgeht, die Ruhe die er momentan so verzweifelt sucht. ,,Glaub mir du bist bald wieder der alte, wenn du vielleicht zu einer Therapie gehst und darüber redest. Du musst das alles verarbeiten, Schritt für Schritt. Und das geht nicht einfach so, ich weiß dir geht das alles viel zu langsam. Aber glaub mir ich sehe jeden Tag wie stark du bist, und welche Fortschritte du machst. Jeden Tag indem du nach einem Alptraum etwas Gutes siehst.`` sanft streichelt Easy über Ringos Handrücken mit dem Daumen und schenkt ihm ein warmes Lächeln. Warm braune Augen suchen Ringos Blick: ,,Es......es kommt mir nur nicht so vor...``mit jedem Wort wird Ringos raue Stimme etwas leiser. Sein Blick wird nachdenklich und langsam breitet sich wieder die gewohnt Kälte in seiner Brust aus.  Das blau in Ringos Augen wird ganz dunkel und  der Glanz in ihnen verschwindet gänzlich.  Besorgt legt Easys Hand sich auf Ringos Wange, fragend sucht er den Blick seines Freundes. Der jüngere schmiegt sich regelrecht an die Hand des älteren und  drückt mit seiner Hand Easys noch etwas näher. ,,Glaub mir Schatz,  es ist so . Und wir werden alles dafür tun, ok?`` probiert Easy auf Ringo einfühlsam ein zu reden. ,,Es ist nicht nur das.`` haucht Ringo leise. Traurig sieht er zum Meer, sein Blick wird abwesend. Der Wind spielt mit seinen hell braunen Haaren, und Easy kann gar nicht sagen wie gern er diese Anblick festhalten würde. Wenn dieser Moment nicht gerade so ernst wäre: ,,Ich vermisse sie so, ich wünschte sie wären hier....... ich...ich hab Angst Easy...Angst das sie sich für mich schämen würden.`` flüstert Ringo leise. Die  Beine zieht Ringo ganz nah an seinen Körper und umschlingt diese mit seinen Armen.  Langsam laufen ihm Tränen über die Wangen und suchen sich ihren Weg. ,,Glaub mir Schatz, wenn ich dir sage das deine Eltern sich niemals für dich schämen würden. Du kannst am wenigsten für den Überfall und das was alles passiert ist, ist nicht mehr wichtig. Sie wären überglücklich zu sehen was für ein Mann aus dir geworden ist.`` Aufmerksam lässt Ringo die Worte seines Freundes auf sich selbst wirken. Er wägt das für und wider von Easys Aussage ab, in Gedanken versunken spielt er mit seinen Fingern. Während neue Tränen den alten Folgen, und Easy zu sehen muss, wie sein Freund am Ende dieses Weges steht. Und sich entscheiden muss, ob er endlich nach vorne sehen kann oder ob er weiterhin gefangen bleibt in dieser Person die so wenig mit seinem alten ich zu tun hat. Sachte zieht er den schmalen Körper in seine Arme und zwischen seine Beine, wie so oft hat  Easy  und auch alle anderen vergessen wie jung Ringo ist. Wie viel er im Leben schon verarbeiten musste, sanft streicht er durch die Haare seines Freundes.  Leise seufzt Ringo  er genießt einfach die Nähe seines Freundes. Den Blick auf das Meer gerichtet lehnt er sich gegen Easys Brust, und zieht seinen Arm eng um sich. So dass ihn nicht nur das Parfum seines Freundes umgibt, sondern auch der leicht süßliche Geruch seines Aftershaves. Ringos Herz schlägt ihm bis zum Hals, diese Angst, diese Panik kriecht immer stärker in ihm hoch. Dazu noch die Kopfschmerzen, die sich  verstärken und langsam auf seine Augen gehen.  Das Zittern in seinem Körper spürt sogar Easy: ,,Ich....Easy...... ich wollte dir .``,,JAaaa?``,,Ich .... ich mach eine Therapie.`` sagte Ringo fast so leise, dass Easy es beinahe nicht gehört hat. Verzweifelt wartet er ab, doch von dem älteren ist nichts zu hören.  Irgendwie ist es gut, dass es raus ist, aber Ringo hat auch Angst denn bis jetzt kommt kein Wort über die Lippen seines Bärchens.  Bis in die  kleinste Haarspitze angespannt dreht sich Ringo langsam in Easys Armen.  Er hat das Gefühl sein Herz springt ihm gleich aus der Brust, er spürt das kratzen in seinem Hals. Etwas überrascht sehen ihn die warmen braunen Augen seines Freundes an, das Zittern in Ringos Körper wird immer stärker. ,,Du machst eine Therapie? Seit wann und....``doch Easy bricht seinen Satz ab als er die Angst in Ringos Augen sieht und die Schuld, die Unsicherheit: ,,Es....ich wollte es dir ja sagen.....aber....ich wollte warten bis  die Therapie anschlägt...ich .... es...... tut.`` Ringo überschlägt sich fast mit seinen Worten, immer noch probiert er Easy zu lesen. Doch seine Angst macht ihn blind, und auch die Sehnsucht nach seinen Eltern, nachdem Halt in seinem Leben.  Es ist wie eine Erlösung als sich zwei starke Arme um seinen Körper legen, und zwei warme weiche Lippen auf seine. Eine Wärme breitet sich plötzlich in seinem ganzen Körper aus . Sanft streicheln Easys Hände über seinen Rücken und über seinen Nacken, während seine Lippen sich sanft gegen Ringos legen.  Es ist einfach unglaublich was sein Freund mit ihm macht, er kann ihn einfach immer wieder auf den Boden holen, und Ringo spürt wie sich etwas verändert. Wie sein Körper positiv auf Easy reagiert, wie sein Freund zu seinem Rettungsanker wird. Die zwei Männer lösen sich ungerne voneinander, doch ihnen fehlt der so dringend benötigte Sauerstoff. Der Ältere sieht Ringo mit seinem wundervollen Grübchenlächeln an, während sein Daumen über Ringos Wange streicht: ,,Ich hab es dir doch gesagt, und ich bin so unglaublich stolz auf dich.`` Die warme weiche Haut von Easys Finger streift immer wieder seine kalte Wange:,, Das macht mich unglaublich glücklich Hase,`` wie von selbst wandern Easys Finger in Ringos Haare. Der Jüngere kann immer noch nicht glauben wie erleichtert er ist.  Bevor er das alles  registrieren kann, liegen auch schon Easys Lippen wieder auf seinen. Zaghaft bittet seine Zunge um Einlass und Ringo kann gar nicht sagen wie sehr ihn dieses Gefühl einnimmt. Dieses Gefühl von zu Hause, welches er schon so lange vermisst hat und auch verloren hat, er hat die Hoffnung schon aufgegeben es jemals  wiederzufinden. Wie von selbst wandert Ringos Hand in den Nacken des Älteren und zieht ihn noch näher zu sich.
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