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Die Wörter der Stille

von Newra90
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Ingo "Easy" Winter Richard "Ringo" Beckmann
27.11.2018
08.09.2020
48
135.515
13
Alle Kapitel
140 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
23.08.2020 5.947
 
Mahalo,

so langsam geht es auf das Ende zu und ich muss sagen mit Wehmut, dass ich irgendwie auch traurig bin. Auch wenn es nach 2 Jahren fast endlich Zeit wird. =9

Aloha und viel Spaß

newri




Am Esstisch:
,,Oh bitte Leute, muss das sein?`` fragt Ringo gequält hinter seinen Händen vor. ,,Ja, muss es.`` ,,Genau, Tobias hat recht lass uns doch mal lachen.`` ,,Komm schon Schatz, Paco hat recht.`` probiert Easy seinen Freund auf zu muntern. Sachte streicht er Ringo über den Rücken, so dass dieser langsam die Hände sinken lässt.

Die tanzende Menge öffnet sich langsam und mit jedem Ton bewegt sich Easy einen Schritt auf Ringo zu bis er vor ihm steht.  (We were victims of the night,The chemical, physical, kryptonite,Helpless to the bass and the fading light,Oh we were bound to get together,Bound to get together)
Sein Grinsen geht über beide Wangen, die ganz rosa sind vom vielen Alkohol. Die leichten Locken fallen Easy in die Stirn, während er sich noch immer zum Takt der Musik bewegt. ,,Komm schon Schatz,´´ fordert Easy ihn auf. ,,Nein, du weißt ganz genau ich hasse das Lied.`´( She took my arm, I don't know how it happened, We took the floor and she said) ,,Oh komm schon,´´ bettelt Easy ihn quasi an und zieht einen Schmollmund.  Verzweifelt sieht Ringo Kira an, die unschuldig mit den Schultern zuckt,
alle ihre Freunde inklusive Tobias stehen um Easy und rufen immer wieder ,,Ringo, Ringo, Ringo!`´ resigniert rollt Ringo mit den Augen, dann trinkt er sein Bier aus  und kippt sich noch einen Shot runter. Die Flasche und das Glas stellt er auf den Boden  bevor er mit Kira aufsteht und Easys Hand ergreift: ,,Ich hasse dich!`` flüstert der jüngere dem älteren zu. ,,,Tust du nicht.`` kontert Easy mit verliebten Blick. (Oh don't you dare look back,Just keep your eyes on me,I said you're holding back) Easy hält seinen Arm ausgestreckt nach oben und umklammert fest Ringos Hand. So dass er ihn hinter sich herziehen kann, und dieser dann Kira an seiner anderen Hand. Als sie mitten in der Menge stehen dreht Easy sich um, denn so kann er seinen Freund mit Schwung in seine Arme ziehen. Kira wird währenddessen von Paco zum Tanzen entführt. Ringo hat nie gedacht das er diesen Moment einmal mit der ganzen Schillerallee feiern würde. Der Jüngere wird singend von seinem Freund herumgewirbelt und schließlich in seine Arme gezogen. Easy strahlt als würde es kein Morgen mehr geben. (She said shut up and dance with me,This woman is my destiny,She said oh oh oh,Shut up and dance with me) ,,Da ist ja geklärt, wer von euch die Frau in der Beziehung ist.`` kommentiert Tobias tanzend Easys Singeinlage. Die Hände seines besten Freundes drücken Ringo fest an sich.
Tobias drängt sich in die tanzende Menge, er kennt diesen Blick von Easy und weiß das er die Finger nicht von seinem Halbbruder lassen kann.  Und Easy muss wirklich aufpassen, er spürt den Alkohol und das Verlangen steigt. Sein Freund sieht aber auch wirklich zugut aus, in dem hellblauen T-Shirt und der dunkelgrauen Chinohose.  Die braunen Haare hat er leicht frisiert, sowie Ringo es immer getan hat, wenn er ins Büro gegangen ist.  Sie hängen ihm leicht verschwitzt in der Stirn, und auch wenn er immer noch viel zu dünn ist, stehen ihm die rosa Wangen. Ringos Augen sind auch ganz glasig und leuchten so unglaublich,  er könnte glatt in ihnen versinken. Easy zieht Ringo an der Hüfte zu sich,
nur zögerlich streifen seine Finger immer mal wieder die nackte Haut an Ringos Seiten. Denn immer, wenn sein Freund die Arme hebt blitzt ein Stück von dieser wundervollen Haut hervor.
,,Hey Leute, entschuldigt die Verspätung. Aber Maja hat uns aufgehalten.`` ruft eine Stimme laut. Gerade in dem Moment, als das Gitarrensolo indem Lied anfängt hören alle auf zu tanzen.
Viele Augenpaare starren die Neuankömmling an die an der Tür stehen, sofort ist Ringo ein paar Schritte auf den Huber und Ute zugegangen. Tobias merkt sofort das es Ringo nicht passt und tritt mit Easy zusammen neben ihn: ,,Ich hoffe das ist ok ich habe Ute eingeladen. Ist doch ok, oder?``
harkt Tobias besorgt nach. Und auch Easy studiert die ausdrucklose Gesichtsmimik seines Freundes.  Denn er selbst ist immer noch sauer, für jede Homophobe Bemerkung, für jede Überstunde, dafür das der Huber Mark eingestellt hat. Bevor Easy nach vorne preschen kann,  streckt Ringo den Arm aus und versperrt Easy so den Weg.  Überrascht  sehen die zwei Freunde Richard an, Sorge liegt in Ihrem Blick und auch so etwas wie Angst. Umso unerwarteter kommt es als Ringo plötzlich losgeht und mitten vor Benedikt stehen bleibt. Leider verdeckt Ringo selber die Sicht, so dass sie nur Ute und ihren verwunderten Blick sehen. Mit großen Augen beobachtet sie den jüngeren  und seinen ehemaligen Vorgesetzten. Mit skeptischem Blick und einer hochgezogenen Augenbraue sieht Easy seinen besten Freund an. Und auch dieser beobachtet fragend seinen kleinen Bruder, der völlig besoffen die Sicht für alle anderen verdeckt.  Nach einigen Minuten hat Ringo es endlich geschafft, grinsend löst er die Krawatte vom Huber und zieht sie ihm über den Kopf. Während Benedikt und Ute ihn nur völlig perplex anschauen,  es ist nicht so als könnte Benedikt nicht sofort loslegen und seinen ehemaligen Mitarbeiter runter machen. Doch was er gerade sieht ist das Gute am Ende eines Tages, es ist schon lange her das er Richard Beckmann so losgelöst gesehen hat. Selbst als er bei HuberBau gearbeitet hat war der junge Mann immer bis zum äußersten angespannt und hat ohne Wenn und Aber 6 Tage die Woche, 12 Stunden am Tag gearbeitet. Natürlich ist ein Benedikt Huber über diesen Anblick nicht amüsiert,
und so überspielt der Huberbau Chef sein Grinsen. Erst als der Fokus auf dem jungen Mann liegt, der zu seinen Freunden mit der geklauten Seidenkrawatte zurückkehrt, erlaubt Benedikt sich ein leichtes schmunzeln. Dieses wird von Ute nur mit einem Grinsen quittiert. Als Easy und Tobias sehen wie Ringo dem Huber die Krawatte klaut, bricht ein riesiger Jubel aus. Easy zieht seinen Freund sofort in seine Arme und küsst ihn sanft, ohne dass es dieser bemerkt nimmt Easy die Krawatte aus Ringos schlanken Fingern. Grinsend vergrößert er  die Krawatte und hängt sie sich um den Kopf und zieht sie so zu das sie wie ein Stirnband hängt. Das Ende baumelt freudig an seinem Ohr.  Lachend zieht Ringo  Easy in die Mitte zwischen Ihren Freunden: ,,Keiner geht vor Sonnenaufgang!`` ruft Ringo laut.

,,Hey so schlimm war es doch nicht.`` flüstert ihm Easy zu. ,,Ich hab betrunken meinen Ex Chef angetanzt und ihm die Krawatte ausgezogen, als würde ich über ihn herfallen.`` kommentiert Ringo nur und vergräbt sein Gesicht in Easys Halsbeuge. ,,Sexuell gesehen ist das schon grenzwertig,
aber vom Unterhaltungsfaktor war das einfach Mega. Hat eigentlich nur noch der Lapdance gefehlt.`` grinst Tobias nur. So schnell kann Tobias gar nicht schauen wie Easy ihm ein Kissen ins Gesicht wirft.
Spät am Abend kehren die drei in die kleine WG zurück, wieder überlässt Easy ohne große Worte sein Zimmer Ringo. Unruhig dreht sich Ringo hin und her, es ist wieder soweit grob wird er in die Turnhalle geschubst. Sein Körper zittert, immer wieder dreht er sich von einer auf die andere Seite.
Eine Eisenstange trifft ihn brutal in den Magen und auch am Kopf. Seine Lunge brennt als schmerzhaft die Luft aus ihr entweicht, und die Spitz eines Schuhs gegen seine Rippen trifft.  Grobe Hände drücken Ringo gegen die Sprossenleiter , und ziehen Ringos Kopf an den Haaren nach hinten. Leise stöhnt Ringo nicht schon wieder dieser Traum, seine Atmung wird hektisch während sich seine Finger verzweifelt in die Laken krallen. Sein Kopf wendet sich von links nach rechts  Richtung Tür.
Große Grobe Hände schieben sein T-Shirt hoch, und erkunden seinen Körper. Seine Atmung  wird immer hektischer, kleine Schweißperlen laufen über Ringos Wange, wie sehr er sich doch wünscht das es endlich vorbei ist dieser Alptraum. Verzweifelt strampelt Ringo seine Decke weg, windet sich in dem klammen Lacken, während braune Augen ihn besorgt beobachten. ,,Nein,`` durch schneidet die Stille Nacht das leise wimmern. Während in seinem Traum  einer der Angreifer ihn immer wieder ins Gesicht schlägt und ihn zwischen seine Beine tritt. Durchfährt Ringo eine Welle der Schmerzen im Traum und lässt zu das eine wohlige schwarz Welle der Ohnmacht ihn umgibt. Nur das seine Angreifer dies nicht zu lassen, starke Hände ziehen ihn halb bewusstlos hoch und öffnen seinen Gürtel. ,,Bitte,``
fleht Ringo und hebt die Hände um die Hände an seiner Hose ab zu wehren. Doch die Schmerzen in seinem Körper sind einfach zu stark, jede Bewegung treibt ihn fast wieder in den Abgrund der Bewusstlosigkeit.  Schluchzend liegt Ringo in dem viel zu  großen Bett von Easy,  besorgt sehen die braunen Augen die feuchten Spuren auf Ringos Wangen. Entblößt und gedemütigt liegt er dort auf den kalten Boden, grobe Hände, die sich das nehmen was sie für sich beanspruchen. Es fühlt sich für Ringo an als würde er zwischen Leben und Tod schweben. Zu lebendig um als tot erklärt zu werden, und zu gebrochen um als lebendig angesehen zu werden.  Wie  in einer Blase kann er nichts dagegen tun,
er kann  nichts tun in seinem Traum und das zu verhindern. Er kann es nur über sich ergehen lassen, wie an diesem Tag seinen Kopf abschalten und einfach warten bis er aufwacht. Ringo muss schlucken er kriegt keine Luft mehr, die Hände, die seinen Hals entlang gleiten und sich langsam ihren Weg nachunten suchen sind in dieser Nacht einfach zu viel für den jungen Mann. Ringo fängt an, wild um sich zu schlagen und tritt die Decke nun komplett aus dem Bett raus. Seine Atmung ist nun so hektisch, dass er nach Atem ringt, die Panik kriecht wieder in ihm hoch. Das weiße T-Shirt klebt fast an seinem Körper, während sich Ringo zur Tür hindreht. Er wirkt so verletzlich so unglaublich zerbrechlich findet Tobias. In einer hektischen Bewegung fährt Ringo hoch, vor Augen  hat er immer noch die Turnhalle.
An seinem Hals spürt er immer noch die Hand des größeren, die dann genüsslich über Ringos Brust  streicht. Mit gierigem Blick leckt sich der größere über die Lippen: ,,Was ich alles mit dir anstellen kann.`´ haucht er verrucht. ,,NEIN!`` ruft Ringo laut mit Tränen erstickter Stimme. Die Schwärze löst das Bild der Turnhalle ab und droht Ringo zu ertränken. Zwei starke Arme legen sich um den schmalen Körper den jüngeren und geben ihm so den Halt, den er gerade braucht. ,,Hey, du musst ein und aus atmen. Ganz ruhig, ich bin es Tobias.`` erreicht nur langsam die warme Stimme seines Bruders ihn. Immer noch hebt sich Ringo Brustkorb hektisch, während eine große Hand über diesen streicht.
Ein Zittern geht durch den schmalen Körper und das leise Schluchzen durchschneidet die Nacht.
Es bricht Tobias das Herz ihn so zu  sehen, und doch hat er fasst damit gerechnet, dass es die nächsten Tage passiert. ,,Willst du mir sagen, was passiert ist?`` probierte es Tobias sanft.
Es trifft Ringo wie ein Schlag, wieder einmal hat er die Hölle durchlebt, und schon wieder hat er sein Gesicht verloren. Er fühlt sich einfach machtlos, so als würde er keine Kontrolle mehr über seinen Körper ausüben können. Er ist einfach müde, und fühlt sich total überrollt. ,,NEIN, will nicht.``
sagt Ringo harsch und befreit sich aus Tobias Umarmung. Ihm ist die Nähe plötzlich unangenehm und er will nur noch fliehen. Sein Kopf dröhnt und seine Beine fühlen sich wacklig an. Ihm ist das gerade alles einfach zu eng, die Wohnung ist zu klein, um fliehen zu können. Im Rausgehen greift Ringo eine Strickjacke von Easy und zieht sich diese über. Man sieht trotz der hellblauen Schlafhose, dem weißen T-Shirt und der dunkel blauen Jacke wie sehr Ringo zittert. An Easy geht er einfach vorbei: ,,Hey, kann ich dir irgendwie helfen? Soll ich dir einen Tee machen?`` fragt Easy hoffnungsvoll und löst sich vom Türrahmen, an den er sich gelehnt hat und die zwei Brüder zu beobachten.  Aber ehe Easy nur einen Schritt gemacht hat  sagt Ringo nur etwas zu unterkühlt: ,,Nein, geht ihr ruhig schlafen, ihr könnt mir nicht helfen.`` ,,Sicher du siehst  aber aus als könntest du Hilfe gebrauchen`` ,,Wie wollt ihr mir den helfen? Wollt ihr mir das Händchen halten? Wollt ihr mir Tee kochen und sagen es wird wieder alles gut, das irgendwann die Bilder aus meinen Kopf verschwinden. Das ich die Hände nie wieder spüren werde.`` redet Ringo sich in Rage. Eine drückende Stille breitet sich aus und legt sich wie schweres blei über die kleine WG. ,,Easy!`` ermahnt Tobias seinen Freund drängend. Mit großen Augen hält Easy inne und beobachtet Ringo: ,,Ok, wenn du meinst.`` antwortet Easy nur vor den Kopf gestoßen. Irgendwie geknickt und mit hängenden Schultern geht Easy zurück in Tobias Zimmer. Immer noch steht Ringo mit dem Rücken zu seinem Bruder, die Hände auf der Arbeitsplatte abgestützt, die Lippen fest aufeinandergepresst und die Augen immer noch geschlossen. Kaum haben die Worte Ringos Mund verlassen, hat er sie auch schon bitterlich bereut. Sein Körper zittert, diese einfach Berührung von Easy an seinem Arm hat so viel in ihm ausgelöst was er nicht mag. Eine Welle des Ekels hat ihn durchfahren und er wäre am liebsten einfach nur geflohen. Und dafür schämte er sich, er sollte doch die Berührung seines Partners genießen und nicht vor Scham zurückweichen.  Es ist ein abstoßendes Gefühl in seinem Magen gewesen. ,,Wenn was ist.....du weißt ja wo du uns findest.`´ Abwesend nickt Ringo nur, und als die Schritte im Flur immer leiser werden laufen ihm schon die ersten Tränen über die Wangen. Er kann gar nicht sagen wie sehr er sich gerade selber hasst. Easys Blick zerreißt ihm das Herz, die Enttäuschung in seinen Augen und die Anspannung, die sich wieder deutlich zwischen ihnen zeigt.
Das kleine Licht über der Arbeitsfläche taucht den Raum ins halbdunkle,
während Ringo immer noch dasteht und immer hektischer atmet. Er hat es einfach so satt, er hasst sich selber so sehr, dass er kurz davor ist den Verstand zu verlieren. Im Park war doch alles gut zwischen ihnen und jetzt, hat er selber alles wieder kaputt gemacht. Es ist so weit gekommen, das er sich selber, das er die Welt nicht mehr versteht. Wütend packt sich Ringo das erst beste und schmeißt es einfach quer durch den Raum. Ein Winseln kommt aus der Ecke, in der die weiße Tasse landet,
und schon tut ihm seine Überreaktion wieder leid. ,,Hey,`` sagt er sanft und setzt sich neben Stinkers Körbchen. Mit dem Rücken an den Küchenschrank gelehnt und die Beine weit vom Körper ausgestreckt.  Der Kleine Hund robbt nahe an den Rand des Kissens, um seinen Kopf auf Ringos Oberschenkel ab zu legen. Völlig in seine Gedanken versunken krault Ringo den kleinen Hund am Kopf, während aus Tobias Zimmer leise das Lied ,,Down``von Jack Curly  dringt.
Die Zeit zieht sich und der Urlaub der beiden verschiebt sich um zwei Wochen. In denen die zwei Männer  das Thema Nähe und ihre Aussprache gekonnt verdrängen. Keiner der beiden weiß, wie er das Thema ansprechen soll, und so beschließen sie einfach stillschweigend dem Alltag zu folgen.  Besorgt verfolgen die Freunde der beiden wie schwer sich das Paar tut, und sie hoffen inständig, dass die beiden es schaffen.
In seine Gedanken versunken schaut Easy Ringo dabei zu wie er packt, er weiß selber nicht, wohin der Flug geht. Es ist eine Überraschung von Ringo, was er ziemlich süß findet. Doch sein Lächeln erstirbt, bis jetzt haben sie Ihre Beziehung seit dem Vorfall auf ein Minimum reduziert. Sie reden zwar miteinander und tun alltägliche Dinge, aber es scheint so als würde sich Richard voll kommen zurückziehen. Als würde seine Unsicherheit in so ausbremsen, genauso wie ihn selber.  Seufzend packt Easy seine Kamera ein und geht dann zu seinem Freund rüber der gerade seinen Koffer schließt. ,,Können wir?`` ,,Ja, so langsam müssen wir los.`` ,,Wohin geht’s denn nun?`` ,,Ich hab mir überlegt das wir nach Italien fliegen, weißt du noch diese Finka in dem kleinen Ort, wo dein Lieblingsfotograf ein ganzes Buch fotografiert hat?`` ,,Du meinst Tivoli?`` ,,Ja genau, ich dachte dort kannst du dein Portfolio um ein paar Bildern erweitern, und Rom ist auch nur eine halbe Stunde entfernt.`´ ,,Oh mein Gott Schatz, das ist unglaublich süß von dir.`` schwärmt Easy und will Ringo in seine Arme ziehen.  Doch mitten in der Bewegung stoppt er, bevor Ringo etwas sagen kann wendet er sich schon ab: ,,Ich glaube das Taxi ist da.`` Vor den Kopf gestoßen sieht Ringo seinem Freund hinter her, mit der Angst tief im Herzen verankert, das er alles kaputt gemacht hat.
Die relativ warmen Sonnenstrahlen fallen auf Easys Gesicht, während sich dieser auf die Steinbrüstung lehnt, sein Blick gleitet über die Landschaft. Man hat einen sagenhaften Blick über die Region Latium. Die ganze Stadt  thront auf einem Berg, den man auch mit dem Zug erklimmt,  so dass man das Gefühl hat bis nach Rom blicken zu können.  In der Mitte der Stadt ist die Burg Rocca  Pia, die der Stadt einen unglaublichen Charme verleiht. Ohne dass man die einzelnen Villen und ihre Anlagen gesehen hat, geschweige denn eines der Museen. Es wundert Ringo nicht, als Easy mit einem entschuldigenden Blick seine Kamera auspackt. Ringo lehnt sich mit den Unterarmen auf das Geländer und lässt seinen Blick schweifen.   Der leichte Frühlingswind weht im durch die Haare und die seichten Sonnenstrahlen üben eine leichte Wärme auf  seiner Haut aus.  Mit einem leichten Lächeln beobachtet er Easy, wie leidenschaftlich er diese Fotos macht und wie unbekümmert er in diesem kleinen Moment doch wirkt. Wie gerne würde Ringo ihm wieder dieses Gefühl geben, so gerne würde er es ihm für immer geben. Gerade als  Easy auf den Display der Kamera schaut, um seine Fotos zu begutachten, ziehen sich seine Augenbrauen kritisch zusammen.  Ein Schmunzeln legt sich auf Ringos Lippen, nur langsam kann er den Blick lösen und lenkt diesen wieder auf die beeindruckende Landschaft, welche man von dieser Terrasse sehen kann. Das satte Grün der Bäume die sich unter ihm erstrecken, die großen Steinfliesen unter seinen Füßen, das säulenartige Geländer, und die vielen Bäume auf dem großen Platz hinter ihm die sich ihren Weg durch die Steinplatten gesucht haben. Es ist noch etwas frisch, aber es ist auch noch früh am Morgen, so dass er sich ein Gähnen nicht verkneifen kann.  Die kleinen Häuser, die überall unten am Hang entlang gebaut wurden, er versteht Easy voll und ganz wie fasziniert er von dieser Stadt ist. Neugierig stützt Ringo sich auf dem Geländer ab und schaut über die Brüstung, in diesem Moment ist er so mit der Landschaft beschäftigt das er nicht mal merkt wie Easy ein Foto von ihm schießt glaub jedenfalls Easy: ,,Wenn du schon ein Foto machst, dann lass uns doch eins von uns machen und es den anderen schicken. Sonst glaubt Tobias nie das wir heil angekommen sind.`` meint Ringo nur zwinkernd. ,,Wahrscheinlich,`` meint Easy nur und stellt sich direkt neben Ringo. Fast schüchtern und etwas zaghaft legt Ringo seinen Arm um Easy, und lässt seine Hand auf Easys Hüfte Ruhe. Zusammen lächeln sie in die Kamera und schicken ihren Freunden eine kleine Nachricht in dem WG-Chat.
Das Haus welches Ringo ausgesucht hat ist nicht sonderlich groß , aber es reicht vollkommen für ihren Urlaub. Es ist ein längliches Gebäude im typischen italienischen Stil aus großen braunen Steinen gebaut.  Als Easy durch die Tür tritt steht er eigentlich schon direkt in der Küche, zur seiner rechten geht eine gemauerte Treppe hoch. Der Zugang der Treppe befindet sich nicht wie normalerweise direkt neben der grünen Eingangstür, sondern auf der anderen Seite dort, wo die Küche ist. Die Seite der Treppe ist weiß verputzt, doch die Stufen sind aus großen braunen toskanischen Fließen.  Die Küche ist aus Ziegeln gemauert und daher zum größten Teil offen, nur die Oberschränke haben ein paar wunderschöne Holztüren, in deren Mitte eine Glasfront eingelassen ist. In der Mitte der Küche ist eine große Kücheninseln die auch weißverputzt ist, in der Mitte hat der Vermieter ein wunderschönes weißes Waschbecken eingelassen.  Neugierig folgt Ringo Easy  vom Flur aus liegen Fliesen, doch ab der Küche liegt ein wunderschöner alter Holzboden, der unter jedem ihrer Schritte knarrt. Durch den großen Durchgang links von der Küche neben dem kleinen Schrank geht es ins Wohnzimmer. Die Wände sind weiß mit einem Dekorputz   versehen, den ein Kellenmuster ziert. Die Decke ist aus hellbraunem Holz und verleiht dem sechseckigem Raum etwas Gemütliches. Auch hier ist der Boden aus Holz, mit der Rückwand zur Küche steht schräg ein modernes großes Sofa mit einem alten Holztisch.  Direkt gegenüber ist ein Kamin in die Wand eingelassen, und rechts und links vom Kamin sind große weiße Sprossentüren, die vom Boden bis zur Decke reichen so wie überall im Haus. Auch die typischen grünen Fensterläden , dürfen nicht fehlen. Im Obergeschoss gibt es nur noch das Schlafzimmer und ein großes Bad. Rechts vom Sofa geht man durch die Terrassentüren auf die große Terrasse, dort steht ein großer gemütlicher Tisch und auf der unteren Eben ist ein riesiger Pool mit Liegen.  ,,Ähm, ich schlaf dann unten ok?`` sagt Easy nur während sie erst mal ausgepackt haben. ,,Das musst du nicht,`` sagt Ringo schnell. Nervös beißt er sich auf die Unterlippe, und beobachtet Easy aufmerksam. Doch dieser scheint keine Anstalten zumachen,   sich davon ab zu halten unten zu schlafen. Für den ersten Tag entscheiden sich die zwei Männer sich mit Lebensmittel einzudecken und etwas zu kochen. Ringo ging hoch und zog sich etwas Frisches an,  gerade als er sich entscheidet doch das weiße T-Shirt mit dem V-Ausschnitt an zu ziehen. Fällt sein Blick auf das dunkel blaue Turnhallen T-Shirt,  in Gedanken nimmt er das weiche Stück Stoff in die Hände und lässt es durch diese gleiten: ,,Ich mag so Hübsche Kerle wie dich, die sind so schön trainiert.`` hört Ringo die Stimme in seinem Kopf.  Die Hände gleiten seinen Hals entlang, er sieht den gierigen Blick des kleineren. Ringo schüttelt den Kopf und das was als nächstes vor seinem inneren Augen aufgetaucht wäre zu vertreiben.  Er beißt sich so fest wie er kann auf die Lippen, um die aufkeimenden Tränen zu verdrängen. Als er Easy im Türrahmen bemerkt erschreckt er und lässt das dunkel blaue T-Shirt im Koffer verschwinden, welcher aufgeklappt auf einem kleinen Abstelltisch steht. ,,Das Essen ist fertig Schatz,`` sagt Easy sanft. Mit einem letzten Blick auf Ringo löst er sich vom Türrahmen und geht nach unten, wo Ringo ihn auf der Terrasse findet. Es ist leicht kühl und Ringo bereut irgendwie sich doch für eine kurze Hose entschieden zu haben. Auch Easy trägt sowie Ringo eine dunkel blaue kurze Hose und ein schwarzes T-Shirt. In den Zitronenbäumen hängt eine  Lichterkette und verteilt hängen kleine Lampions die leuchten in der Krone. ,,Hat Tobias sich eigentlich gemeldet?`` probiert Ringo irgendwie die Stille zwischen ihnen zu überwinden. ,,Ja vorhin kurz, dem chaotischen Haufen geht’s soweit gut.`´ ,,Mhm,``macht Ringo nur. Sein Blick wandert über die Bruschetta, zu dem Teller auf dem die Tomaten- und Mozzarellascheiben liegen und zu den Nudeln auf seinem Teller. Durch die Medikamente ist sein Hunger immer noch gezügelt, es fällt ihm unglaublich schwer die normale Portion zu essen.  ,,Alles in Ordnung Schatz? Hast du keinen Hunger?`` fragt Easy besorgt. Bereut es aber direkt wieder seinen Freund zu bemuttern, weil er spürt das Ringo genau das gerade nicht gebrauchen kann. ,,Nein, nichts ist in Ordnung`` sagt Ringo leise.  In seinem Kopf dreht sich alles wie auf einem Karussell, fast so als würde er nie wirklich zur Ruhe kommen. Mit einem seufzen steht er auf nimmt seinen Teller und geht um den Tisch, überrascht beobachtet Easy die Situation. Stillschweigend sieht  der ältere, wie der jüngere sich neben ihn setzt und sich dessen Hand auf seine legt. ,,Ich hab...ich hab das Gefühl das hört  nie auf in meinem Kopf. Die Medikamente unterdrücken mein Hungergefühl, lasse ich sie aber weg, kommen die Kopfschmerzen  wieder.`` ,,Hey, vielleicht kannst du sie ja langsam absetzen. Der Arzt hat doch gesagt, dass es an der Zeit ist, ohne aus zu kommen.`` Zwei braune Augen treffen auf blaue, und in ihnen liegt etwas Mitfühlendes. Ringo spürt den leichten Druck von der Hand seines Freundes, sein Blick weicht Easy zur Seite aus. Wie gerne würde er ihm doch glauben. Eine unglaublich Wärme breitet sich von der Hand des schwarzhaarigen auf Ringos Brust aus.  Sein Blick geht wieder zu Easy, dessen Hand sich auf seine Wange legt. Und in Ringo etwas ganz anderes auslöst was ihn völlig verwirrt, nämlich Geborgenheit. So langsam glaubt er selbst, dass er seinem Körper nicht mehr vertrauen kann denn dieser reagiert inzwischen in jeder Situation komplett unterschiedlich.  Sein Herz schlägt schnell gegen seine Brust, sanft lehnt er sich in Easys Handfläche. Dieser  beobachtet, wie Ringos Gesichtszüge sich entspannen und sich langsam seine Muskeln lockern. ,,Wir schaffen das Hase, ich hab gesagt ich passe auf dich auf. Auch wenn du mich hundertmal wegschickst, und ich hundertmal enttäuscht sein werde. Wir schaffen das.`` sagt  Easy bestimmt. Nachdem Ringo schlucken muss nickt er nur,  die warme Hand seines Freundes streicht über Ringos Wange. ,,Und was ist wenn....wenn nicht?`` fragte Ringo leise. Die Verzweiflung und dessen ausmaß beherrscht seine Stimme, seine eben noch entspannten Gesichtszüge spannen sich an. Seine blauen Augen suchen in den Gesichtszügen des älteren eine Antwort. Eine Sicherheit, einen winzigen Funken Hoffnung, aber sein Freund hat auf diese Frage selber  zurzeit keine Antwort.

Unruhig wälzt Ringo sich hin und her, die weißen Lacken kleben leicht an seinem blauen T-Shirt. In seinem Kopf sind so viele Fragen offen, auf die er in Easys  Gesicht selbst keine Antwort finden konnte. Das ist es was ihm Angst macht, die Ungewissheit ob ihre Beziehung diesen Überfall bestehen wird. Leise seufzt Ringo, während draußen das Donnergrollen tobt. Ob Easy wohl auch noch wach ist?  Sehnsüchtig sieht Ringo zur Tür, doch er kann einfach nicht aufstehen, er kann diese Stufen nicht runter gehen. Wie sehr er die starken Arme seine Freundes vermisst, den Geruch, der ihn bei jeder Umarmung umgibt, die Bartstoppeln die über seine Wangen kratzen.  Die dunklen Schatten der Möbel umgeben ihn, zwar gibt es in dem Raum nur das große Himmelbett aus massivem Holz, die zwei Nachttische, den Kleiderschrank und die Ablage für ihre Koffer, aber trotzdem wirken sie auf ihn irgendwie in der stille der Nacht bedrohlich. Ringos Herz zieht sich schmerzhaft zusammen, müde vergräbt er seinen Kopf in den weichen weißen Kissen, jedoch bleibt der so erhoffte Schlaf aus.
Auch Easy dreht sich von rechts nach links, die Blitze erhellen das Wohnzimmer immer wieder. Während die Vorhänge sich im Wind bewegen, bewegen sie sich vom Wohnzimmer raus in die schwüle Nachtluft.  Easy sitzt mit angewinkelten Beinen auf dem Sofa, die Hände hat er auf seinen Knien abgelegt. Nach außen würde man denken er wirkt ruhig. Nur wer Easy wirklich kennt weiß das in ihm ein totales Chaos herrscht. Er würde jetzt so gerne einfach hoch gehen und sich neben seinen Freund legen und ihm einen Kuss in den Nacken hauchen. Aber selbst das traut er sich nicht, er hat einfach Angst Ringo zu schnell zu überfordern. Er fühlt sich hilflos, wahrscheinlich nicht mal ansatzweise so hilflos wie Richard. Wie sollen sie sich näherkommen, wenn sie beide in jeder Situation Angst haben müssen das es in einem Desaster endet?  Wieder schaut Easy auf sein Handy, welches im verkündet das es schon 2 Uhr morgens ist.  Tobias Nachricht ist immer noch offen: ,,Hey mein Ex- Ehemann, gib euch etwas Zeit. Ich glaube, nein ich weiß, dass ihr das schaffen werdet. Der Urlaub tut euch bestimmt gut, und ich finde das ihr darüber redet ist doch schon mal ein Anfang. Außerdem glaub mir das ich wirklich der letzte bin der es euch nicht wünscht, auch wenn ich auf eure Lustschreie in der Nacht verzichten kann.`` Tobias ist so ein Idiot, denkt Easy nur, er hat wirklich Angst, die ihn jedes Mal lähmt und ihn daran hindert Ringo näher zu kommen. Im Park war alles so einfach, doch seit der Alptraumnacht hat er immer das Gefühl alles falsch zu machen. Auch wenn er weiß und auch durch die Gespräche mit Vivien,  das Richard gerade selbst nicht weiß wie sein Körper reagiert und wie seine Gefühle sich bei jeder Berührung entwickeln.  Geknickt legt Easy seinen Kopf auf seinen Unterarmen ab, sein Blick ist nach draußen gerichtet auf den Garten. Das Haus liegt etwas höher, so dass er die anrollenden Gewitterwolken gut beobachten kann. Er hasst Gewitter, genauso wie er die Situation hasst. Aber was soll er schon groß ändern, genervt atmet er aus. widerspenstig kringeln sich seine Haare durch die Luftfeuchtigkeit, obwohl es erst Frühling ist, sind manche Tage trotzdem schon sehr warm. Die dünne Decke  schlägt er um seinen Körper, ihm fehlt einfach die wohlige Wärme eines anderen Körpers, denn es ist schon viel zu lange her.
Genervt atmet Ringo aus, jegliche Position ist einfach unbequem was aber nicht an dem Bett liegt. Sondern einfach daran das ihm Easy so unglaublich fehlt, und er bei jedem Blitz und Grollen sichtlich zusammen zuckt.  Denn hier auf dem Berg scheint das Grollen und Donnern viel lauter zu wirken wie in Köln. Er spürt die innerliche Unruhe und er hat Angst  das, wenn er die Augen schließt alles wieder von vorne beginnt.  Jedes unbekannte Geräusch im Haus lässt ihn hellhörig werden.
Endlich hat Easy sich aufgerafft doch hoch zu gehen, aber mit jeder Stufe  verschwindet seine Entschlossenheit ein Stück.  Auf dem kleinen Podest bleibt er im Dunkeln stehen, zögerlich geht sein Blick zur der Tür.
Aus dem Halbschlaf schreckt Ringo hoch,  ein Geräusch von unten hat ihn geweckt. Wahrscheinlich ist es nur Easy der kurz zur Toilette gegangen ist, und trotzdem spürt er die Angst in der Dunkelheit. Ein tiefes aufbäumendes Grollen braut sich zusammen, auf den greller Blitz folgt und schließlich ein lauter Knall. Eigentlich ist Easy der in Ihrer Beziehung der Angst vor den Gewittern hat. Doch hier in Italien scheinen die Wolken viel näher zu sein, und der Berg viel höher fast so als würde sie sich berühren.  Ringo muss  schlucken, sein Hals ist ganz trocken, und er spürt die Angst langsam aufsteigen. Er gibt sich geschlagen und setzt sich an den Bettrand, seine Füße berühren den kühlen Holzboden. Unentschlossen blickt Ringo über seine rechte Schulter aus dem Fenster. Immer wieder erhellen die Blitze den fast schwarzen Nachthimmel, es ist ein unangenehmes Gefühl so wie jedes Mal  kurz vor einer Panikattacke. Schnell schließt Ringo die Augen, und atmet tief ein und dann wieder aus. So dass er genau spürt wie seine Lunge sich aufbläht und wieder zusammenzieht. Das wiederholt er ein paar Mal, bis die Angst langsam weniger wird und sich seine verkrampften Finger aus dem Bettlaken lösen. Genauso wie die Therapeutin es ihm gezeigt hat,  dort ging er seit zwei Wochen zweimal die Woche hin. Er hat Easy absichtlich nichts gesagt, denn er will ihn so gerne damit überraschen, wenn die Therapie endlich anschlägt. Seufzend verlagert Ringo sein Gewicht und verlässt das Schlafzimmer. Nur zögernd geht er die Treppe runter und durch die Küche, ihm kommt der Weg so unglaublich lang vor. Wieder durchbricht das Grollen und Donnern die Stille, sein Blick fällt auf den schlafenden Easy. Dessen Körper sich leicht hebt und senkt, während der jüngere unentschlossen im Türrahmen steht.
Gedankenverloren liegt Easy auf der Seite, er hat sich einfach nicht getraut zu Ringo hoch zu gehen. Er ist auf sich selbst sauer und gleichzeitig irgendwie enttäuscht, beim nächsten Donnergrollen und Blitzen zuckt er wieder zusammen. Kurz danach knallt es laut über dem Dach des Hauses, was Easy zusammenzucken lässt. Wie sehr er doch Gewitter hasst, für einen Moment schließt Easy die Augen. Er spürt das leichte Zittern seiner Finger, als es wieder laut über dem Haus donnert kneift Easy die Augen noch fester zusammen. Die Decke zieht er sich bis zum Kinn hoch, obwohl es in dem großen Raum nicht wirklich kalt ist.  Sein Herz schlägt die ganze Zeit wie wild gegen seine Brust, und als es wieder laut über dem Dach knallt will Easy nur noch eins, aufspringen und sich in der hintersten Ecke des Hauses verkriechen. In dem Moment als er sich die Decke am liebsten über den Kopf ziehen will, spürt Easy hinter sich wie die Matratze sich senkt. Das Gewicht eines anderen Körper drückt diese leicht herunter. Zwei schlanke Arme schlingen sich  an den Laken vorbei um Easys Körper und ruhen auf seiner Brust genau auf der Stelle, wo Easys Herz schlägt. Trotzdem darauf bedacht ihn nicht mit seinem Körper zu berühren. Überrascht liegt Easy da mit weit aufgerissenen Augen, und der Angst wieder etwas falsch zu machen.  Er weiß gar nicht woher diese Arme die Kraft nehmen ihn so stark zu halten. ,,Frag nicht, bitte.`` hört Easy Ringos heisere Stimme. Die Wärme seines Freundes nach so langer Zeit zu spüren  durchströmt Easy mit Glück. Sein Herz schlägt unglaublich hart gegen seine Brust, eigentlich muss Ringo jeden einzelnen Schlag spüren. Denn seine beiden Hände liegen flach auf der Brust des älteren.
Nervös lehnt Ringo seine Stirn in Easys Nacken, leicht zittern seine Hände, doch sofort werden Sie von Easys festgehalten. Die warme weiche Haut  des schwarzhaarigen legt sich um seine Finger. Er kann gar nicht sagen wie sehr er die Nähe des älteren genießt, wie sehr ihm die Wärme gefehlt hat. Genießerisch schließen beide Männer die Augen, keiner von beiden will diesen Moment zerstören.  Ein wohliges Grinsen schleicht sich auf Ringos Gesicht, die Angst, vor der er die ganze Zeit so Angst hat, ist bis in die letzte Ecke weggeschoben. Er spürt in diesem Moment einfach wie sehr Easy ihn braucht und auch, wie sehr er seinen Freund braucht. Federleicht kreisen die Fingerspitzen des älteren über Ringos Handrücken.  Auch sein Herz rast genauso schnell wie  das seines Freundes unter seinen Händen. Er kann es spüren, daran hindert ihn auch nicht der Stoff von Easys Schlafshirt.  Wissentlich hat sich Ringo auf die dünne weiße Decke gelegt, denn viel weiter zu gehen dafür ist er noch nicht bereit. Aber etwas anderes weiß er jetzt auch umso mehr, er kann nicht mehr ohne ihn schlafen.  Sein warmer Atem streift immer wieder Easys Nacken und er sieht die Gänsehaut, die sich dort langsam ausbreitet. Wie sehr er diesen Augenblick liebt, mit dem Kopf rutscht er etwas nach vorne. So dass er auf gleicher Höhe, wie Easys Wange ist, und trotzdem noch so viel Luft zwischen ihren Körpern  das keine Panik aufkommen kann. Keine Gefühle, die das hier zwischen ihnen zerstören kann. ,,Easy.`` ,,Ja?``,, Ich liebe dich!`` ,,Ich liebe dich auch Schatz, und es gibt kein wenn.`` haucht Easy leise in die Nacht. ,,Ich will nicht mehr ohne dich schlafen.`` haucht Ringo leise, fast heißer und auch schüchtern.
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