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Die Wörter der Stille

von Newra90
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Ingo "Easy" Winter Richard "Ringo" Beckmann
27.11.2018
08.09.2020
48
135.515
13
Alle Kapitel
140 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
23.08.2020 3.964
 
Mahalo,

so ich dachte es ist mal wieder an der Zeit für ein bissen Licht im dunkeln.
Ich hoffe euch gefällt es das es jetzt endlich vorbei ist und das Urteil gesprochen wurde.

Aloha Newri=)

Im Schock starrt Ringo die Richterin an,  erst jetzt begreift er das der zweite Teil ihrer Rede bzgl. der schauspielerischen Leistung nicht ihm sondern Mark gewidmet war. Das nächste was Ringo sieht ist der warme Blick der Richterin auf ihm, ihre Lippen Formen die Worte ,,Alles Gute.`´ Direkt darauf wird Ringo in eine riesige Umarmung aus Armen gezogen und er kann gar nicht sagen wo er selbst anfängt und Tobias und Easy aufhören. Immer noch starrt er wie gebannt auf den Tisch der Richterin,
auf seinen Ohren liegt ein lautes Rauschen. Nur langsam werden die Stimmen um ihn lauter und er spürt die großen Hände seines Bruders auf seinen Wangen. Die braunen Augen die ihn intensiv mustern und nimmt das große Lächeln auf Tobias Gesicht wahr. Fest ist die Umarmung, in die ihn sein großer Bruder zieht. Als dieser sich langsam  von ihm löst spürt er schon die nächsten zwei Arme die ihn an sich ziehen. Er kennt diesen Geruch,  die Vertrautheit die ihn umgibt, das wohlige Gefühl zu Hause zu sein. Die Kraft in den starken Armen die seinen müden Körper halten und die Erkenntnis die nur langsam sein Gehirn erreicht.
Zwei braune Augen strahlen ihn an und das größte Lächeln, welches Easys süße Grübchen nur noch mehr hervorbringt.  ,,Es ist vorbei.`` flüstert ihm Easy überglücklich zu. Sein ganzer Körper scheint zu strahlen und Easy über und über mit Glück zu durchfahren.  Das Leuchten von Easy Augen und seine Worte die voller Erleichterung sind. Der feste Druck von Easys Händen auf seinem Rücken, die Worte die langsam in seinen Geist eindringen. ,, Es.......es....ist.........vorbei?`` mehr bringt Ringo nicht raus.
Er spürt nur noch wie die Tränen über seine Wangen laufen. Das Zittern seiner Lippen und wie seine Beine drohen nach zu geben.
,,Hey Hase, langsam.`` haucht Easy ihm ins Ohr. Sein warmer Atem kitzelt Ringos Ohr, während ihn zwei starke Arme auf den Beinen halten.  Alles um ihn herum blendet der junge Mann aus, die ganze Last, der letzten Wochen rutscht von seinen Schultern. Und sorgt dafür das auf seinem Körper das ganze Ausmaß der letzten Monate einstürzt.  Sein Körper bebt unter Easys Umarmung und tief vergräbt sein Freund sein Gesicht in Easys Halsbeuge.  Es ist nicht die Scham die Ringo dazu treibt, seine Gefühle zu verstecken. Nein, sein Körper und sein Geist begreifen sehr langsam dass nun der ganze Stress mit Mark ein Ende hat. Zwar wird es noch lange dauern bis Ringo alles verarbeitet hat, doch Easy weiß dass nun alles bergauf geht. Mit all seiner Macht hält er den kraftlosen Körper seines Freundes  auf den Beinen, es bricht ihm regelrecht das Herz ihn so zu sehen.  ,,Hey hier,`` kommt es nur von Tobias mit weicher Stimme, in seiner Hand hält er Easy ein Glas Wasser hin.

Ringo kann es immer noch nicht glauben, es ist alles so unwirklich. Schnell will er nur noch nachhause und bahnt sich so mit den anderen einen Weg durch den Gerichtssaal: ,,Hey Ringo!`` ruft eine kühle Stimme laut durch den Raum. Diese Stimme die Ringo mitunter jede Nacht eine Gänsehaut bereitet. Verwundert dreht sich Ringo um, und ist überrascht das genau vor ihm Mark steht in Handschellen. ,,Das wirst du noch bitter bereuen, das kannst du mir glauben!`` zischt er Ringo zu. ,,Der einzige der etwas bereuen wird bist Du, nämlich deine Zeit im Gefängnis.  Ich wünsche dir viel Spaß!``
erwidert Ringo nur leicht grinsend und geht mit Easy an der Hand aus dem Gerichtssaal.
Vor dem Gerichtssaal  ziehen die anderen Ringo erst mal alle in eine feste Umarmung bevor sie in die Taxen steigen.
Auf der Dachterrasse herrscht wildes treiben, als die fünf (Welche 5??) diese betreten  und sich neugierig umschauen. Überall ist dekoriert und alle halten inne und sehen gespannt zu den Neuankömmlingen. ,,UND? Nun sagt schon:`` drängt Robert nervös.  Wie gespannt sehen alle fünf an: ,,Mark wurde verurteilt, zu 5 Jahren Haft ohne Bewährung. Richard ist frei.`` erklärt Tobias kurz.
Der Jubelschrei, der auf der Dachterrasse  los bricht, muss  in ganz Köln zu hören sein, so kommt es jedenfalls Ringo vor.
Feste umklammert seine Hand Easys, sie feiern lange und ausgelassen bis in die Morgenstunden. Immer wenn jemand gehen will, überredet Easy ihn  erst nachdem Sonnenaufgang zu gehen. Und so sitzen am Ende Paco, Vivien, Tobias, Saskia, Jakob, Easy und Ringo auf dem Bett. Easy wird nie dieses Bild vergessen, als die ersten Sonnenstrahlen über die Mauer und den Boden kriechen und auf Ringos lächelndes Gesicht fallen. Wie ruhig sein Freund in dieser Nacht schläft, ohne einmal von seinen Geistern heimgesucht zu werden.
Verschlafen streckt sich Ringo, die Feier ging einfach viel zu lang heute Morgen und doch war es genau das was er gebraucht hat. Langsam wandert Ringos Hand neben sich, doch die Stelle wo eigentlich Easy liegen soll ist leer.  Nur ein Zettel liegt auf dem Platz der ihm verkündet, das es Probleme mit der Lieferung im Büdchen gibt und er kurz Emma helfen muss. Seufzend steht Ringo auf und geht erst mal unter die Dusche, das heiße Wasser tut seinem Körper gut. Immer noch friert er leicht, das Ganze hat ihm ganz schön was abverlangt und auch seinem Körper. Nachdem Ringo sich fertig gemacht hat zieht er ein für sich untypisches Outfit an, eine schmale Chinohose in einem dunklen Blau und einen viel zu großen Hoodie in blaugrau mit weißer Schrift. Ein leises winseln zu seinen Füßen holt ihn vor dem Spiegel aus seinen Gedanken. Vor im sitzt Stinker der freudig mit dem Schwanz wedelt und verkündet das er mal raus muss. ,,TOBIAS? DEIN HUND!`` Doch auf sein rufen kriegt Ringo keine Reaktion,
müde wendet er sich von den roten Striemen an seinen viel zu dünnen Hals ab. Schnell schnappt er sich seinen Schal und seinen Mantel und zieht diesen über, bevor er sich die Leine schnappt nimmt er noch die Schmerztabletten, die seine aufkeimenden Kopfschmerzen unterdrücken. Gestern war einfach ein sehr anstrengender Tag für ihn, und natürlich merkt Ringo wie sehr ihn das mit genommen hat.  Nachdem er Stinker angeleint hat , führt ihn sein Weg auf die Straße durch den Nebeneingang.
Die frische Luft tut seinem Kopf  gut und auch Stinker läuft freudig schnüffelnd über den Bürgersteig. Trotz der dicken Jacke fröstelt es Ringo leicht, seine Hände werden schon kalt. Genervt, weil er schon wieder Tobias Hund ausführen darf achtet er nicht, wohin er läuft und rennt prompt in die nächst beste Person rein. Diese stößt ihn hart zurück, so dass Ringo leicht ins Straucheln kommt und ein kurzer Schmerz durchfährt seine Rippe. Es vergeht keine Sekunde da stellt sich Stinker schützend vor Ringo und fängt wütend an zu bellen. Seine Hand wandert automatisch zu der geprellten Rippe, mit großen Augen sieht er sein gegenüber an. In seinem Kopf herrscht leere und er kann nicht sagen wie lange sie sich ohne etwas zusagen gegenüber stehen. Während zwischen ihnen immer noch der kläffende Stinker steht und mit all seiner Macht seinen Mitbewohner verteidigt.  Zwei braune Augen sehen Ringo erschrocken an, mustern ihn und wandern langsam von seinen Augen über sein Gesicht zu seiner Hand die auf seiner Rippe liegt. ,,BECKMANN! Machen Sie doch die Augen auf und maßregeln sie ihren Hund.`` fährt er Ringo sauer an. ,,Entschuldigen Sie HERR Huber, ich habe vergessen das der Bürgersteig allein ihnen gehört.`´ Überrascht zieht Huber die Augenbrauen hoch, in der einen Hand hält er seinen Autoschlüssel  und unter dem anderem Arm hat er seine braune lederne Aktentasche geklemmt. ,,STINKER AUS!`` befiehlt Ringo dem Hund. Der sich beleidigt vor ihn hinlegt und mit großen Augen das Schauspiel zwischen den zwei Männern beäugt.  Mit hochgezogener Augenbraue sieht Ringo seinen ehemaligen Chef an, sein Gesicht vergräbt er in dem großen grauschwarzen Schaal den er von Easy letztes Jahr zu Weihnachten bekommen hat. Besorgt  und neugierig beobachtet Easy die Szene vom Büdchen aus, gerne würde er Ringo beistehen, doch der Streit mit dem Lieferanten zieht sich noch in die Länge. Doch er weiß das Ringo das schafft, das er soweit ist sich dem Alltag und seinen Problemen zu stellen.
Benedikts Blick liegt wieder auf Ringos Gesicht, den gelben und grünen Flecken, den roten Striemen an seinem Hals, den schwarzen Schatten unter seinen Augen und den eingefallenen Wangen. Selbst das sonst so gestriegelte Haare wirkt glanzlos und stumpf: ,,Sie haben einen fragwürdigen Kleidungstil entwickelt,  ich dachte eigentlich sie hätten mehr Geschmack.``  sein Blick wandert über Ringos grauen Pullover hin zu seinen Turnschuhen. ,,Wenn das ihr einziges Problem ist, dann tun sie mir nur leid.``   kontert Ringo verachtend zurück und will an Huber vorbei.  Auch Stinker scheint genug gehört zu haben und folgt seinem momentanen Herrchen. Ringo wundert sich wie er mal diesem Menschen imponieren wollte, wie sehr er jeden Tag für die Anerkennung dieses Mannes gearbeitet hat.  Und fragt sich selbst ob er da wirklich zurechnungsfähig war, denn die Vaterfigur die er mal in Benedikt Huber gesehen hat, ist schon lange aus seine Vorstellung verschwunden.  Plötzlich spürt Ringo  einen festen Druck auf seinen Arm,  als er sich umdreht sieht er wie Benedikt seinen Unterarm umklammert.
Sofort bricht Stinker wieder nach vorne und fängt laut an zu kläffen. ,,Stinker aus!`` ,,Ich......Herr Beckmann....Richard....ich........ich hab von der Gerichtsverhandlung gehört.`` überwindet sich Huber schließlich doch den Satz zu Ende zu bringen. ,,Ach haben sie?`` fragt Ringo  übertrieben unglaubwürdig und nickt damit leicht mit dem Kopf. Etwas vor den Kopf gestoßen sieht Huber ihn verwirrt an: ,,Sie denken doch nicht das ich nicht weiß, dass dieser Vorfall durch die ganze Schillerallee rauf und runter getratscht wird. Das sich jeder hier das Maul zerreißt, das einige sich nicht freuen das ich endlich mal auf die Fresse gefallen bin.`` platzt es aus Ringo raus, als er hinter Herrn Huber,
Frau Sturm sieht, die extra langsam an ihnen vorbei in ihre Pause geht. Und auch, weil die Berührung seines Armes, hier von seinem Ex Chef sehr unangenehm für Ringo ist.  Mit zusammen gekniffenen Augen sieht Benedikt Frau Sturm an,  diese sucht ertappt das weite, um nicht die Wut ihres Chefs auf sich zu ziehen.  ,,Glauben sie mir wenn ich ihnen sagen, dass ich mir gewiss für sie nie so etwas gewünscht habe. Ich weiß.......ihr Freund ist nicht mein größter Fan, aufgrund bestimmter Aussagen die ich gemacht habe in der Vergangenheit.
Aber es tut mir wirklich leid was dir zugestoßen ist, und ich möchte dir die hier geben. Vielleicht hilft dir das über die....chrm..........Vorkommnisse hinweg zu kommen, mir hat sie nach dem Tod meines Vaters geholfen. Ich würde ihnen auch gerne wieder einen Job bei HuberBau anbieten, nicht aus Mitleid sondern weil ich einen wirklich guten Controller vergrault habe in dem vielversprechendes Potenzial schlummert. Besprechen Sie das mit......mit ihrem Lebensgefährten.`` meint Benedikt  ungewohnt sanft. ,,Das ist nicht ihr Ernst oder? Da racker ich mir Jahre lang den ARSCH ab für Sie und  ertrage jede homophobe Bemerkung, lasse mich ohne Grund von ihnen anschreien, unter Druck setzen und Gott weiß was und dann meinen sie da reicht eine einfache Entschuldigung?`` ,,,Das war keine Entschuldigung, das war lediglich ein Friedensangebot. Und ich wollte ihnen mein Bedauern ausdrücken über den Überfall, nicht mehr und nicht weniger.  Man sieht es ihnen an wie es ihnen zugesetzt hat, und DAS tut mir wirklich leid. Überleg sie es sich , und rufen Sie Frau  Günther an, sie ist wirklich gut.``
Mit einem kurzen Nicken verabschiedet er sich von Ringo und läuft zu seinem Auto. Wie in einer Schockstarre sieht Ringo hinter ihm her. Was zum Teufel war das denn?  Benommen überschlagen sich Ringos Gedanken, nur das wimmern zu seinen Füßen lässt ihn wieder zurück in die Wirklichkeit kehren. ,,Ringo?`` ertönt hinter ihm eine sanfte warme Stimme. Easy. Schweigend gehen die zwei Männer nebeneinander her bis sieh an der kleinen Wiese ankommen, auf der Stinker sich schnüffelnd einen geeigneten Platz sucht.  Seine Unterarme stützt Ringo auf die Oberschenkel und dreht die Karte in seinen Händen auf der steht: Carina Günther  Psychologin und Traumabegleiterin
,, Und er will dir wirklich deinen Job zurück geben?`` ,,Ja irgendwie, das hat er jedenfalls gesagt.
Und dass ich das mit dir besprechen soll.`` Mit zusammen gepressten Lippen verfolgt Easy Stinker der  freudig wedelnd über die Wiese läuft, die Stirn hat er in Falten gelegt. Die Finger fest ineinander verhakt, bevor er Ringo wieder ansieht und ihm die Frage stellt vor der er am meisten Angst hat.
,,Und du willst das Angebot annehmen?`` Kaum das die Frage Easys Mund verlassen hat hört Ringo auf die Karte in seinen Händen zu drehen und sieht Easy an, immer noch sitzt er nach vorne gebeugt. Seine Augen wirken müde und Easy bemerkt dass er leicht zittert. Was aber kein Wunder ist bei dem  kalten Wind, während die Bäume sich leicht unter ihrer Last biegen. Und ab und an dringt Kinder Geschrei an Ringos Ohr. Er wirkt nachdenklich, doch so schnell wie dieser Ausdruck auf seinem Gesicht erschienen ist, ist er auch schon wieder verschwunden. ,,Nein will ich nicht, ich will mir was eigenes Aufbauen.`` erklärt Ringo leise. ,,Wirklich?`` fragt Easy überglücklich, obwohl er Ringo auch bei HuberBau unterstützt hätte. ,,Ja, ich glaube meine Zeit bei HuberBau ist vorbei, ich will nicht das du immer Angst haben muss das ich Mist für Huber baue.`´ Easy beobachtet wie Ringo die Karte unauffällig in seinen grauen Mantel steckt: ,,Ich hab  damals gesagt ich passe auf dich auf und das werde ich immer noch machen. Egal wie du dich entscheidest ich steh hinter dir Richard.`´
vorsichtig nimmt Easy Ringos Hand in seine und drückt sie leicht. Der jüngere kehrt aus seiner Abwesenheit zurück und sieht seinen Freund an. Easy bemerkt eine Sehnsucht in Ringos grauen Augen: ,,Easy....?``,,Ja?`` ,,Können.......können wir......ach vergiss es.`` sagt Ringo und will sich wieder abwenden. Sein Gesichtsausdruck hat irgendwie etwas trauriges angenommen. ,,Hey, du kannst mir alles sagen das weißt du doch?`` leicht drückt Easys Hand den Kopf seines Freundes in seine Richtung. Sanft streichen seine Fingerspitzen über Ringos Wange und er probiert mit Ringo Blickkontakt auf zunehmen. Doch der jüngere weicht ihm aus, wirkt fast so als wäre ihm seine Frage plötzlich peinlich geworden. ,,Ich will nicht mehr bei Huber arbeiten.`` ,;Das ist doch ok,  ich wollte dir nur diese Option nicht nehmen und damit leben müssen das du mich irgendwann hasst.``
Überrascht sieht Ringo seinen Freund an: ,,Ich sag zwar immer das ich dich hasse, aber ich könnte das nie. Ich will weg mit dir ......nur ein paar Tage.`` schiebt Ringo den letzten Teil seines Satzes  unsicher hinter her. Deswegen spürt Easy diese Verlegenheit bei Ringo, sein Freund  ist einfach verunsichert ob er nicht zu viel verlangt von Easy. ,,Hey, sieh mich an.  Ich würde gern mit dir ein paar Tage wegfahren. Lass uns noch am Wochenende wegfahren, nur wir beide.`` ,,Wirklich?`` fragt Ringo überrascht und glücklich zugleich. ,,Natürlich, die Zeit müssen wir ja nachholen und der Urlaub war ja eigentlich schon viel früher geplant.`` ,,Ich liebe dich.`` ,,Ich liebe dich.`` haucht Easy und zieht Ringos zitternden Körper zu sich. Keiner der beiden kann glauben, wie sehr sie diese Zweisamkeit vermisst haben und genießen den Moment als sich ihre zarten Lippen aufeinanderlegen und sanft gegeneinanderstoßen. Als Easys Zunge vorsichtig um Einlass bittet  und sich die Hand seine Freundes in Ringos Nacken legt. Als sich die großen Schlanken Hände auf Easys Taille legen um ihn zu sich zu ziehen. Entfacht In Ringo das verlangen, welches er so lange zwischen ihnen vermisst hat.  Easys andere Hand zieht Ringo an seinem grauen Mantel noch näher, eine wohlige Wärme durchfährt Ringo. Und er kann gar nicht genug von Easy kriegen, nur zum Luft hohlen lösen sich die beiden voneinander. Mit klopfenden Herzen lehnt sich Easy mit seiner Stirn gegen Ringos, schmale Finger streichen über seinen Wange,  die von leichten Bartstoppeln gesäumt ist.  Vorsichtig stupst Ringo mit seiner Nase gegen Easys und schließt seine Augen. So als würden sie nicht gerade mitten in der Schilleralle auf einer Bank sitzen. Ein warmer Atem streicht über Ringos Gesicht und langsam wärmt sich auch sein Körper auf. Immer noch umklammern seine Hände Easys Taille, während für sie einfach nur die Zeit still steht.

,,Und ihr wollt wirklich wegfahren?`` fragt Tobias skeptisch, während er sich gierig das vegetarische Chili reinschiebt. ,,JAaaaa? Wieso nicht, wir hatten das sowieso geplant......vor dem....Überfall.`´´ meint Easy nur und sieht fragend seinen besten Freund an. ,,Lass die beiden doch, die brauchen das jetzt. Besonders  gestern nach ihrer Tanzeinlage auf der Party.`´ scherzt Vivi und zwinkert Easy zu.  ,,HAHA, danke auch. So schlimm war die gar nicht.`` ,,Wohin soll es überhaupt gehen?`` fragt Kira neugierig und beobachtet Ringo der gedankenverloren das Chili von rechts nach links schiebt.
,,Ähm , ich habe keine Ahnung. Aber das können wir ja immer noch entscheiden.`` ,,Zum Glück, gibt es kein Video von unserer Tanzeinlage.`` hört man von Ringo der das erste Mal seit sie am Tisch sitzen aufsieht. ,,JA genau,´´ hört man nur von Tobias lachend. Dabei nickt er übertrieben mit dem Kopf und grinst in sich hinein. ,,Was soll das? Easy! Hast du das gesehen.`` kommt ein empörter Aufschrei von Ringo, nachdem er klappernd seinen Löffel fallen gelassen hat. ,Na.....ja, ihr habt euch schon ziemlich abgeschossen.`´ erläutert Tobias nur grinsend und zieht sein Handy aus der Hosentasche. ,,Das hast du dich nicht gewagt!`` droht Ringo seinem Halbbruder und zeigt mit ausgestreckten Finger auf ihn.  Sofort springt Ringo auf und will Tobias  das Handy abnehmen: ,,Leute wie alt seid ihr, 10?``fragt Kira mit hochgezogenen Augenbraue. ,,Wohl  eher 5.`` bemerkt Paco und sieht dem Treiben um sich zu.  Tobias hat Vivien sein Handy zu geworfen, doch Ringo ist schneller und kann es ihr aus den Händen nehmen. ,,Lösch das sofort, oder ich werfe es aus dem Fenster.`` ,,Hey mach mal langsam, das ist nur ein Video.`` ,,Ringo,`` ermahnt Paco seinen Freund. ,,Ja und das hier ist nur ein Fenster.`` sagt Ringo sauer und öffnet das Fenster um aus diesem das Handy zuhalten. ,,RIII---NNNGG—GOOO!`` ruft Tobias während er aufspringt und zum Fenster hastet. Gerade als Ringo seine Hand reinziehen will,
stößt Tobias gegen ihn und aus einem Reflex lässt Ringo das Handy fallen. ,,SCHATZ,`` kommt es empört von Easy. ,,Weißt du eigentlich wie teuer das Teil ist, da sind alle meine Kundendaten drauf,´´ donnert Tobi los und stößt gegen Ringo um sich Platz am Fenster zu schaffen. ,,Hey, ist doch nichts passiert.`` erwidert Ringo nur und fischt aus dem leeren Blumentopf Tobias Handy. ,,Und jetzt lösch es.`` fordert Ringo seinen Bruder auf während er ihm das Telefon hinhält.  Mit den Augen rollend nimmt  sein Bruder das Handy in Empfang, er tippt auf den Tasten rum und setzt sich wieder hin.
,,Ich weiß gar nicht was du für eine Welle machst Bruderherz, ihr wart echt süß.`` will Kira Ringo beruhigen und  legt ihre Hand auf seine als er wieder neben ihr sitzt. ,,Genau, so schlimm waren wir
gar nicht,`` probiert Easy sie zu verteidigen.  Dabei macht er nur große Augen, als würde er keinen Wiederspruch dulden. ,,So gelöscht,`` verkündet Tobias. ,,GUT! Ich hab keine Lust damit immer wieder aufgezogen zu werden.`` erklärt sich Ringo genervt. Während er grummelnd sich einen Löffel des Chilis gönnt: ,,Naja, es war nicht Time of my life, aber.....es war schon sehr nah dran.`` fängt Paco wieder an die beiden auf zu ziehen. ,,HAHA,´´ macht Easy nur, aber eine Spur zu sanft. Denn er fängt sich direkt einen Blick von Ringo ein: ,,Eigentlich dachte ich du als Computerfreak bist intelligent und weißt das so etwas direkt in die Cloud geladen wird.`´ ertönt Tobias triumphierende Stimme.  Langsam lehnt sich der ältere Bruder grinsend zurück, legt die Beine hoch auf den freien Stuhl und überschlägt diese. Die Arme Verschränkt er  auf der Brust, nachdem er auf dem Handy rumgetippt hat. Mit jeder Sekunde wird das grinsen des älteren breiter: ,,TO-Bi-AS!?? Ruft Ringo nur sauer. Die Ader an seiner Stirn pulsiert gefährlich und mit seinem Blick könnte er auf einen Schlag seinen Bruder umbringen.  Immer noch hält Ringo den Löffel umklammert der eigentlich auf dem Weg zu seinem Mund ist. Easy beobachtet nur die Szene mit gerunzelter Stirn, die anderen drei schauen grinsend zum Fernseher der sich im dunklen Teil des Wohnzimmers erhellt. ,,The Show must go on.`` ruft Tobias laut. Unterdessen hat Ringo den Löffel laut klappernd auf den Teller fallen lassen. Die Ellenbogen hat er auf den Tisch gestützt und sein Gesicht vergräbt er in seinen Händen. Während ein lautes Stöhnen aus seiner Kehle seinen Untergang verkündet: ,,Hey, so schlimm waren wir doch gar nicht.``
probiert Easy die Situation zu retten. ,,Ich war auch nicht schlimm, aber dann kamst du.........``
,,Was soll das denn heißen.`` sagt Easy beleidigt und zieht seine Hand zurück, die er tröstend auf Ringos Arm gelegt hat. ,,Ist es schon vorbei?`` fragt Ringo verzweifelt zwischen seinen Fingern durch.
Auf dem Bildschirm erscheint die Party, alle feiern und trinken ein Shot nachdem anderen. Kira und Ringo unterhalten sich gerade, Tobias legt die Musik auf und Easy tanzt mit Vivien, Saskia, Paco, Jakob, Bambi auf der Tanzfläche. Ringo will schon abwinken doch seine Freunde lassen es nicht zu das er sich wenigstens heute ein bisschen amüsiert. Und Ringo weiß auch wie schwer die Zeit für Easy die letzte Zeit war, deswegen sieht er grinsend zu seinem Freund der schon einige Bier zu viel getrunken haben muss. Aber auch ihre anderen Freunde sind ziemlich gut dabei: ,,Easy ist wirklich dein Jackpot.`` flüstert ihm Kira lächelnd zu. Die Unterarme hat sie so wie Ringo auf den Oberschenkel abgelegt.
Ihr Bruder beobachtet weiter hin seinen Freund, als er seine Schwester ansieht und sie weiterspricht: ,,Und du bist ganz eindeutig seiner.`` ergänzt Kira noch. Indem Moment sieht Easy sie grinsend an und winkt die beiden Geschwister zu sich, die aber danken den Kopfschütteln und so von Easy nur ein Augenrollen ernten. Wieder muss er schmunzeln Easy so ausgelassen zusehen, und auch Tobias und seine Freunde tut einfach nur gut. Plötzlich taucht vor Ringo ein Tablett mit kleinen Schnäpsen auf: ,,Du weißt ich trink so etwas nicht gerne.`` ,,Ich weiß, aber heute schon.`` neckt seine Schwester ihn und stößt mit ihrer Schulter gegen Ringos. ,,Auf die Terrorzwillinge und Ringsy.`` ,,Auf uns.``
erwidert Richard und stößt mit seiner Schwester an. Kira hat ihren Bruder schon lange nicht mehr losgelöst gesehen, und sie ist glücklich wenn Ringo noch seinen restlichen Dämonen überwindet.  ,,Falls ihr euch fragt wer hier filmt, ich bin es natürlich eure Lieblings Rosie, der Herr Anwalt hat gemeint ich muss euch nur rumtragen.`` ertönt eine Stimme hinter der Kamera. Das Bild verschwimmt und man erkennt Schemenhaft Rosies Umrisse die umständlich in die Kamera guckt. ,,Na was ist denn da los?`` hört man Rosie nur schimpfen, die Kamera stellt sich wieder auf ein scharfes Bild ein. Die ersten Töne eines Liedes erklingen und man sieht wieder die Tanzfläche, und das riesige Bett auf dem Kira mit Ringo sitzt.
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