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Die Wörter der Stille

von Newra90
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Ingo "Easy" Winter Richard "Ringo" Beckmann
27.11.2018
08.09.2020
48
135.515
13
Alle Kapitel
140 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
23.08.2020 2.032
 
Mahalo,

endlich habe ich eine sehr leibe Beta gefunden Danke Zazzy, und so habe ich jetzt die komplette Geschichte zu Ende geschrieben ich bemühe mich sie ganz schnell durch zu posten.
Ich wünsche euch viel viel Spaß und hoffe enttäusche euch nicht.

Lg newri



,,Das könnt ihr euch sparen.`` durschneidet eine kühle Stimme den Raum. Alle halten in ihren Bewegungen inne Tobias der gerade die Schuhe anzieht, Easy der mit Kira die Nummern tauscht, Saskia und Jakob die gerade überlegen wo sie Ringo suchen sollen. Wie gebannt schauen die Freunde zur Tür, in der ein vollkommen durchnässter Ringo steht.
Betreten sieht er zu Boden, und dann zu Easy. Entschlossen und mit seiner aufgelegten Maske
geht er schnurstracks an allen vorbei. ,,Hey wo warst du?`` fragt Tobias überrascht. ,,Wir haben uns Sorgen gemacht.`` sagt Easy leise und will Ringo am Ärmel festhalten. Doch dieser weicht ihm schnell aus, von der Tür aus bildet sich eine Pfütze, die sich durch die ganze Küche zieht. ,,Vielleicht solltest du dich erst mal aufwärmen`` schlägt Kira vor. ,,KIRA?`` überrascht hält Ringo in seiner Bewegung inne. Sofort sieht man die Wärme in Ringos Augen, er will stark bleiben, er will kämpfen aber er ist einfach viel zu erschöpft. Die ganzen besorgten Blicke der anderen, sein Herz was nach Easy schreit
und gleichzeitig so sehr Angst hat vor Morgen. Besorgt mustert Easy Ringo, die dunklen Ringe
unter seinen Augen, der schwache Körper der bei jedem Schritt droht zusammen zu klappen.
Die nassen Haare die auf seiner Stirn kleben, sowie das nasse Hemd an seinem Oberkörper. Er wirkt so verloren und aufgewühlt, und gleichzeitig so verzweifelt. Eng umschlingt Ringo mit den Armen seinen eigenen Oberkörper nur um das Zittern zu verstecken, welches doch für seine Freunde
so offensichtlich ist. In wenigen Schritten hat Kira die Distanz zwischen den Geschwistern überwunden und zieht Ringo in ihre Arme. Vorsichtig um ihm nicht weh zu tun, zieht sie den eiskalten Körper
an sich. Mit der einen Hand streicht sie über Ringos Haaransatz im Nacken die andere streicht vorsichtig über seinen Rücken. Ringo probiert sein Gesicht zu wahren und es in Kiras Haaren
zu verstecken. Denn die Tränen die er so verzweifelt probiert zu verstecken, haben sich schon längst ihren Weg über seine Wangen gesucht. ,,Ich bin so froh das du hier bist, du solltest dich wirklich
etwas aufwärmen.`´ schlägt Kira mit warmer Stimme vor. Mit einem leichten und abwesenden Nicken geht Ringo ins Bad, wo ihm Vivi schon ein heißes Bad eingelassen hat. Nichts ahnend das seine Freunde draußen etwas zu Essen vorbereiten, da sie alle den ganzen Tag nichts runter gekriegt haben. Unter Protest schickt Kira Easy hinter her, sie spürt  wie schwer das junge Paar es gerade hat,
und möchte etwas nachhelfen.
Ringo schreckt zusammen, als er gerade verzweifelt probiert unter Schmerzen sein Hemd aus zu ziehen und die Tür hinter ihm laut ins Schloss fällt. Sofort schleicht Panik im in hoch und er weicht
ein paar Schritte zurück. Nicht ohne es sogleich zu bereuen, denn der Schwindel der von seinen Kopfschmerzen kommt setzt sofort wieder ein. Er weiß gar nicht wie er es in die Schillerallee geschafft hat. ,,Easy, ich .....ich hab dich nicht angelogen. Ich hab es einfach verdrängt......es....mein Kopf...er hat es einfach ausgesperrt.`` probiert Ringo verzweifelt zu erklären. In seinem Blick liegt so viel Angst, Easy muss das einen Moment sacken lassen. Die Worte wandern durch seinen Kopf, er muss  schwer schlucken. Als er aufsieht, sieht er wie Ringo sich am Waschbecken festhält und verkrampft gegen den Schwindel ankämpft. Sie haben gekämpft, sie haben solange für ihre Liebe gekämpft, und jetzt hat Easy einfach nicht mehr die Kraft. Ringo ist wie erstarrt, nur das zittern seines Körpers, und die einzelnen Tränen die über seine Wangen laufen, zeigen wie gebannt der junge Mann auf eine Antwort wartet.  Mit wenigen Schritten ist Easy auf der anderen Seite im Bad: ,,Ich habe dir was versprochen, und egal wie schwer es wird, ich lasse dich nicht mehr gehen. Ich weiß dass du mich nicht mehr anlügen würdest. Ich weiß gar nicht was ich zu heute sagen soll, ich glaub ich hab noch nie so viele Lügen auf  einmal gehört, und ich kann mir gar nicht vorstellen wie es dir gehen muss. Aber du bist nicht allein, du musst da nicht alleine durch Ringo.`` Ringo schluckt, er spürt wie ihm die Beine versagen und er langsam nach vorne kippt. Sofort ist Easy bei ihm und hat die wenigen Schritte zu Ringo überbrückt: ,,Tut mir leid, ich will nur nicht das du dir noch mehr weh tust.`` erklärt sich Easy, weil er spürt wie sich Ringo unter seiner Berührung verkrampft. ,,Mir tut es leid, das ich nicht mehr normal sein kann, du hast schon so viel mit mir durch gemacht. Easy.....``Ringos Stimme wird immer leiser und kratziger. Easy drückt Ringo leicht von sich, aber ohne Ringo aus seinen Armen zu entlassen. Zwei braune Augen mustern Ringo, währen zwei blaue Augen verzweifelt um Hilfe schreien:
,,Ich helfe dir aus den Sachen ok?`` fragt Easy sanft. Ringo nickt nur, er will Easys Berührungen
nicht spüren. Es erinnert ihn zu sehr an den Überfall: ,,Die Bilder hören einfach nicht auf,  es ist wie ein Endlosschleife in meinem Kopf. Immer und immer wieder sehe ich die Bilder vor meinen Augen,
wie schwach ich bin.`` ,;Das bist du nicht glaub mir, du bist so unglaublich stark, ich an deiner Stelle wäre schon zehn mal zusammen gebrochen.`` Leise seufzt Ringo: ,;Du bist aber nicht an meiner Stelle, zum Glück.`` sagt und senkt seinen Blick. Einfühlsam sucht Easy Ringos Blick, seine Hand legt sich  sanft unter Ringos Kinn, so dass er Easy ansehen muss. In diesem Moment kann Ringo so viel in Easys Augen lesen, eine Entschuldigung, versprechen für ihre Zukunft, Halt den er ihm geben will, und das es jeden Tag ein Stück besser werden wird. Das er sie nie aufgeben wird, egal wie schwer es noch werden wird.  Tapfer nickt Ringo nur. ‚Siehst du?‘ sagt Easys Blick.  Von der einen auf die anderen Minute klammert Ringo sich wie ein ertrinkender an Easy, seine Mauern brechen und alles was er tapfer wegstecken wollte vor allen anderen bricht plötzlich aus ihm raus.  Schluchzend liegt er in Easys Armen, sofort umgibt ihn Easys Parfum und sein Geruch. Sein Körper bebt und die Erschöpfung fordert seinen endgültigen Tribut, sanft streicht Easy über Ringos Rücken. Er will ihm den Raum geben den er gerade so dringend brauch, den Schutz sich einfach fallen lassen zu können. Einfach seine Gefühle raus lassen zu können, ohne dabei sein Gesicht verlieren zu  müssen. ,,Komm ich hol dich aus den nassen Sachen raus.`´ ,,Easy ich.`` ,,Hey, ich ertrag das. Und ich verspreche dir keine Mitleidgen Blicke. Geschlagen nickt Ringo nur, sein Blick beobachtet Easy und jede seiner Bewegungen.
,,Vertrau mir, besser gesagt ,vertrau uns!`` fordert Easy sanft. Seine Hand mit dem Ring legt sich auf Ringos Herz. ,,Du weißt wie schwer mir das fällt.`´ nuschelt Ringo nur. ,,Ich weiß, aber ich würde,
was zwischen uns ist nie gegen dich verwenden, oder vor den anderen breit treten.`` Scharf zieht Ringo die Luft ein: ,,Tut mir leid Schatz.`` ,,Schon ok.`` sagt Ringo nur, während Easy ihm das Hemd auszieht. Beim T-Shirt wird es etwas komplizierter, immer wieder schließt  er die Augen vor Schmerzen. Auch wenn Easy total vorsichtig ist, hat er einfach keine Kraft mehr. Nervös schaut Ringo Easy an,
weil er jetzt nur noch die Boxershorts an hat. Schon lange, sind die zwei nicht mehr wirklich intim gewesen, dazu zählt ja nicht nur der Sex. Seit Mailand haben die zwei sich entweder kaum gesehen, oder haben zu viel Angst vor diesem Schritt gehabt.  
Als würde Easy Ringos Angst merken verkündet er, dass er gerade ein paar Sachen für ihn holt. Dankbar sieht Ringo Easy nach und steigt schnell in die Badewanne. Es dauert nicht lange bis Easy die Sachen ins Bad bringt, und es wieder verlassen will. Als er gerade eine Hand auf der Klinke hat,
hält sein Freund ihn zurück: ,,Easy.... Danke.`` haucht Ringo nur heiser und sieht zu seinem Freund auf. Gerührt erwidert Easy Ringos Blick und schließt dann hinter sich die Tür.
Unglaublich müde zieht Ringo sich an, mit der Hand verharrt er auf der Klinke, die Sehnsucht nach Easy ist umso größer. Auch wenn es ihm jetzt etwas besser geht, und die Bilder für einen kurzen Moment verschwunden sind. Bleibt der pochende Kopfschmerz, die Schmerzen in seinem Armen und Beinen, der Schmerz den er als Phantom immer noch an seinem Hals spürt, die Übelkeit und der immer noch rotierende Schwindel. Dazu kommt noch die Diskussion die er von seinen Freunden durch die Tür hört, wie sie ihm am besten gegenüber treten sollen. Nur Easys warme Stimme, beruhigt Ringo auf anhieb. Nervös schließt er seine Augen, und atmet nochmal tief durch. Bevor er in den Wohnraum tritt, zwar hat er nicht wie sonst seine eiserne Maske auf, trotzdem verschließt er sich und seine Gefühle vor allen, nur nicht vor Easy.
,,Ringo,`` ruft Kira ihren Bruder neben sich. (,,Wie sollen wir uns den Verhalten, jetzt wo wir alles wissen?`` ertönt Vivis Stimme in seinem Kopf , als sein Blick auf Sie fällt.) ,,Willst du nun Suppe.`` harkt Vivien nach. Denn auf ihre Frage hat Ringo sie einfach nur angestarrt. (,,Wie würdest du denn behandelt werden wollen? Normal?``
sagt Kira etwas zu scharf zu Vivien.) Ringos Blick geht zu seiner Schwester, er sieht zwar wie sich ihre Lippen bewegen. Doch es sind nicht die richtigen Worte die er hört, sondern die die er durch die Badezimmertür gehört hat. ,,Du musst doch etwas essen.`` sagt Kira sanft und legt ihre Hand auf Ringos. ,,Wenn du willst das ich euch über den Tisch kotze gerne, danke Leute aber ich hab wirklich keinen Hunger.`´(,,Ey Leute, das ist unser Freund und Bruder, behandelt ihn einfach wie immer,
er hat schon genug durchgemacht.`` ertönt Tobias Stimme in seinem Kopf. )Wieder sieht er wie sich Lippen bewegen, doch er versteht einfach nicht was Tobias sagt. Erst, als er sich voll kommen aus seiner Gedankenwelt zurück zieht: ,,Lasst ihn doch einfach mal in Ruhe!``,,Oweia, ist das jetzt das große Brudermachtwort?`´ scherzt Paco. (Das ist uns schon klar, aber helfen wir ihm damit auch.` ` fragt Paco mit hochgezogenen Augenbraue, während er die Zwiebeln schneidet.) ,,Naja, ohne uns wird er sowieso schon jeden Tag dran erinnert. Und es wird Morgen bestimmt nicht einfach. Also essen wir doch einfach was und tun so als wäre es ein normaler Tag.`` schlägt Easy vor.) Wieder schaut Ringo auf die Lippen die sich bewegen, dazu kommt aber noch ein paar besorgter Augen die ihn mustern.

Nachdem er mit Tobias noch etwas über Ihre Strategie gesprochen hat, verabschieden sich die drei müde.  Tobias wird zwar Morgen nicht aufgeben, doch durch die Blume hat er Ringo gesagt,
das dass Urteil Morgen hart ausfallen wird. Auch wenn Easy das nicht wahrhaben will und auch nicht hören möchte. Ringo nimmt es tapferer auf, wie sein Bruder gedacht hat. Aber irgendetwas stört ihn,
er kann einfach nicht sagen was er nicht sieht. Es wird auf jeden Fall noch eine lange Nacht,
denn Tobias will nochmal die Akte und seine Aufzeichnungen lesen.
Unruhig dreht sich Ringo im Bett hin und her, in seinen Träumen gefangen rinnen kleine Schweißperlen über seine Stirn. Fast gewaltsam drückt sich sein geschundener Körpern an die Wand
in Easys Bett. Dieser hat Ringo freiwillig sein Bett überlassen, und ist zu Tobias rüber gezogen. Zusammen sind die beiden über den Akten im Schein der kleinen Nachttischlampe eingeschlafen.  Völlig erschöpft liegt Easy in Tobias Arm, seinen anderer Arm hat Tobias auf seinem Bauch liegen
auf der aufgeklappten Akte. Die langsam runter Richtung Matratze rutscht. Die kleinen Tränen schimmern in Easys Wimpernkranz, er hat so lange durchgehalten. Doch nachdem Ringo sich
zum schlafen hingelegt hat, ist die ganze Anspannung des Tages einfach aus ihm rausgeplatzt.
Er merkt  kaum noch, wie Tobias ihn in den Arm zog, da ist er auch einfach schon eingeschlafen.
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