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Die Wörter der Stille

von Newra90
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Ingo "Easy" Winter Richard "Ringo" Beckmann
27.11.2018
08.09.2020
48
135.515
13
Alle Kapitel
140 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
03.12.2018 1.876
 
So ihr Lieben,   ich hab es geschafft sogar ein bisschen vor zu schreiben=9 Ich hoffe es gefällt euch, ich probiere natürlich alles so gut wie möglich zu beschreiben. Ich bin immer für Lob und Kritik offen. Ich freue mich wenn ich von euch höre=) Liebe Grüße

Ringo flüchtete, er nahm alles nur noch wie durch einen Schleier war. Wieder einmal hat er alles verbockt, er kann einfach keine Beziehung führen. Er ist es einfach nicht wert geliebt zu werden.
Er schluckte alle seine Gefühle runter, wischte sich über die Augen und ging zu dem Menschen, der als einziger die Lösung sein konnte.
Seine Schritte waren bestimmt und  hallten wie hohles Gelächter vom Asphalt wieder. Ringo weiß nicht wie er überhaupt den Weg geschafft hat, doch als er vor dem Büro steht setzt er wieder seine Maske auf. Mit einem Ruck reißt er die Tür auf, äußerlich wirkt er wie immer aalglatt und emotionslos. Doch wer ihn besser kennt, so wie Easy würde sehen dass in ihm ein Orkan tobt. ,,Ist Herr Huber da?``  fragt er Saskia tonlos. ,,Ja, aber der telefoniert gerade.`` will sie ihn aufhalten und widmet sich wieder ihrem PC. Ringo lässt die Tür los und überwindet die Treppe mit großen Schritten: ,,Ringo das ist keine gute Idee.`` ruft Saskia ihm warnend hinterher, mittlerweile steht sie neben ihrem Schreibtisch. ,,Dass ist genau die richtige Idee.`` murmelt er wütend zu sich selbst. Oben am Treppenabsatz kommt ihm Larissa entgegen:  ,,Mein Vater, ist beschäftigt!`` meint sie arrogant und presst eine Mappe an ihre Brust, während ihre Hand auf der Türklinke  liegt. ,,Gleich nicht mehr.``
sagt er gereizt und schiebt die kleine Huber zur Seite. ,,Was fällt ihnen eigentlich ein, ich habe keine Zeit!`` blökt Huber ihm entgegen. ,,WAREN SIE  ES ?``,,Was wollen sie Beckmann, ich hab für ihre schwulen Seifenoperdramen keine Zeit!``   ,,Haben sie Easy von den Gurten erzählt?!``fragt Ringo sauer. Sein Blut kocht, mit den Armen stützt er sich auf dem Tisch von Herr Huber ab der auf der anderen Seite in seinem Bürostuhl sitzt.  Dieser lehnt sich entspannt zurück und schaut Ringo
mit einem grinsen an. Ein Finger hat er an die Wange gelehnt, den Daum hat er unter das Kinn gestützt, während ein Bein angewinkelt auf dem Knie des anderen liegt. Seine Arme zittern und die kleine Ader an seiner Schläfe pulsiert während er seinen Chef mit seinem Blick töten könnte. ,,Sagen wir mal so, ihm hat wohl ein Vögelchen etwas zu gezwitschert. Und wenn sie so bescheuert sind ihn wieder zu belügen,ist das ihr Problem.`` meint er arrogant, während er sich leicht hin und her dreht. ,,Wir hatten einen Deal!`` schrie Ringo in rasche. Lange würde er sich nicht mehr unter Kontrolle halten können: ,,Dazu gehört nicht meine Tochter zu verletzen!`` schrie Huber jetzt zurück. ,,Ich habe die Gurte nicht lockern können, die Ladung hätte sich gar nicht bewegen dürfen!`` verteidigt sich Ringo entsetzt. ,,Das ist ihr Problem, und ich hoffe für sie das sie nächstes mal ihren Beziehungsprobleme zu Hause klären. Ich hab jetzt zu tun Beckmann.`` meint er arrogant und greift nach seinem Telefon. So abgebügelt zu werden macht Ringo nur noch wütender: ,,Sie können mich mal!`` murmelt er vor sich hin. Mittlerweile hat er sich gerade hingestellt und ist wie in Trance. ,,Was haben sie gesagt?`` fragt Huber geschockt, da er nicht mit gegenwähr gerechnet hat. ,,Sie können mich mal. ICH KÜNDIGE!`` sagt Ringo mit fester Stimme und sieht auf. Sein Blick trifft auf Hubers. ,,Machen sie sich nicht unglücklich Beckmann, die Firma ist ihr  Traum ohne sie sind sie nichts. Nur ein Turnhallenwart.`` reizt er Ringo weiter und widmet sich wieder seinen Papieren. ,,Ich kündige fristlos.``
sagt Ringo mit immer stärker werdender Stimme. Überrascht sieht Huber auf da Ringo ihm noch immer wiederspricht. Sein Blick wird kalt: ,,Das bringt ihnen ihren Liebhaber auch nicht wieder, überlegen sie sich das gut. Ich werde ihnen das Leben zur Hölle machen!`` ,,Ich habe schon viel zu lange überlegt, und in der Hölle bin ich schon!`` sagt Ringo mit leiser fester Stimme. Dann dreht er sich auf dem Absatz rum,  so dass er nicht mitbekommt wie Benedikt aufspringt und ihm hinter her schreit.

Auf der Straße angekommen sieht er Easy am Büdchen,
seine Augensind blutunterlaufen und er sieht fertig aus. Schnellen Schrittes geht er auf Easy zu der am Eingang zum Büdchen steht.  ,,Easy bitte, lass uns nochmal reden.`` probiert es Ringo mit zitternder Stimme. ,,Lass mich in Ruhe, ich will deine Lügen nicht hören.`` ,,Ich hab Larissa nicht verletzt, das war Huber. Er will mich fertig machen, weil ich nicht nach seiner Pfeife tanze.``Easys braune Augen schauen Ringo verletzt an: ,,Wer einmal lügt...``fängt er den Satz an. ,, Dem glaubt man nicht.`` beendet Tobias den Satz. Er tritt neben seinen Freund und legt einen Arm um Easy. Ringo ballt die Händen zu Fäusten, sein Herz hämmert schmerzhaft gegen seine Brust.
,,Warum glaubst du mir nicht, ich sag...``,,Die Wahrheit, das kannst du? Wundert es dich das Easy dir nicht mehr vertraut.`` teilt Tobias agressiv aus. Easy starrt nur betreten zu Boden,
in seinen Augen sammeln sich die Tränen und er zittert leicht. Verzweifelt  macht Ringo einen Schritt auf die beiden zu: ,,Bitte, ich liebe dich.`` ,,Was weißt du schon von Liebe. Außer, sie verschafft dir einen beruflichen Vorteil!``stinkert Tobias und grinst Ringo fies an. Ringo zittert am ganzen Körper, während er Easy flehend ansieht. ,,Lass Easy in Ruhe!`` droht Tobias wieder. ,,Aber du weißt etwas von Liebe, deswegen bist du ja auch mit Kay C zusammen.`` schreit Ringo den langsam verliert er die Geduld mit seinem Halbbruder. In diesem Moment brennt bei Tobias die Sicherung durch, er lässt Easy los und stürmt auf Ringo zu. Er packt ihn am Kragen und zieht ihn an sich: ,,Ganz dünnes Eis!`` droht er Ringo. Geschockt greift Easy ein und probiert Tobias an den Armen zurück zu ziehen. ,,Es war ja nur eine Frage der Zeit bis du es verbockst. Dich kann niemand lieben.`` zischt er Ringo abwertend zu  und schubst ihn von sich. Ringo verliert das Gleichgewicht und landet unsanft auf dem Bürgersteig,
dabei schürft er sich die Unterarme auf.
Eine Welle der Schmerzen schießt durch seinen Rücken. Denn jeder Muskel tut im weh, sein Blick geht zu Easy der geschockt zwischen den beiden hin und her schaut: ,,Komm Tobias, er ist es nicht wert.`` sagt Easy und schaut Ringo  ausdrucklos aus seinen bernsteinfarbenen Augen an, bevor er im Büdchen verschwindet. ,,Easy, ist viel zu gut für dich!`` setzt Tobias noch einen drauf und folgt Easy. Geschockt sieht Ringo auf die Stelle wo eben noch Easy gestanden hat. Er hat alles verloren, obwohl er dieses mal nichts gemacht hat. Wie hat Huber nur Easy so überzeugen können? Verwirrt steht Ringo auf, er merkt nicht mal wie sich langsam die Hemdärmel rot färben. Benommen läuft er in den Innenhof, selbst Pacos rufen hört er nicht. Oben in der Wohnung, wirft er achtlos sein Jackett auf den Boden und geht richtig Bad. Eilig schließt er die Tür hinter sich ab und lehnt seinen Kopf gegen die Tür. ,,Ringo? Alles ok?`` hört er Saskia  besorgt durch die Tür rufen. Er stützt sich auf dem Waschbecken ab, als nun auch endlich seine Maske fällt.  Die Tränen laufen über seine Wange und er schluchzt leise auf. Sein ganzer Körper bebt und es fühlt sich an als würde seine Brust in der Mitte aufgerissen werden und sein Herz  zerquetscht. Ringo wollte nicht das jemand etwas mitbekam, also stiege er in die Badewanne und zieht den Vorhang zu. Dann stellt er das Wasser an und setzt sich auf den Boden der Badewanne mit angezogenen Beinen. Die Arme schlingt er um seine Beine, das eiskalte Wasser spürt er
nicht mal. Schluchzend bricht er völlig zusammen, sein Herz zieht sich
so krampfhaft zusammen, wenn er an Easys Blick denkt und die Enttäuschung in seinen Augen. Und auch seine Enttäuschung das Easy ihm das zutraute, das er ihm keinen glauben schenkt. Das niemand
an ihn geglaubt hat und alle ihm etwas vorgeheuchelt haben.
Dass er das Gefühl hat Easy nie ebenbürtig  zu sein, dass er ihn einfach nicht verdient hat egal wie sehr er sich bemüht.  Sein ganzer Körper zittert vor kälte und legt sich langsam um sein Herz, es fühlt sich an wie ein kalter Stein. Ringo fühlt sich so einsam wie schon lange nicht mehr, er hat jetzt niemanden. Denn niemand würde noch etwas mit ihm zu tun haben wollen durch diese Lüge. Sein Hemd wird langsam durchsichtig und klebt an seinem Oberkörper. Seine Lunge sticht und er hat das Gefühl
sein Hals  schwillt zu. Panisch reißt er an seiner Krawatte,und wirft sie als er sie endlich lösen kann quer durchs Badezimmer. Schluchzend legt er einen Kopf auf die Knie, es zerreißt ihn innerlich so sehr. Er weiß nicht wie lang er da saß, doch irgendwann stellt er die Dusche aus und schließt die Tür auf. ,,Ringo?`` fragt Paco ihn, als er aus dem Bad kommt. Pacos Blick ist verwirrt, als er gerade den Tisch deckt  für das abendliche Essen mit der ganzen WG. ,,Was ist passiert?`` harkt Paco nach und geht ein paar Schritte auf Ringo zu. Dieser steht wie ein Haufen elend vor ihm, mit geröteten Augen, völlig durchnässt und am ganzen Leib zitternd. Die Haustür geht auf und einer nachdem anderen betritt die WG, ohne etwas zu sagen dreht Ringo sich rum und geht die Treppe rauf. ,,Was ist den mit dem?`` fragt Vivien skeptisch und setzt sich an ihren Platz. Hinter ihr war Saskia reingekommen auch sie fragte sich was bei dem jüngeren heute nur los war: ,,Ringo!`` rief Paco ihm besorgt hinter her. Sauer drehte sich Ringo um: ,,Könnt ihr mich nicht einfach mal in Ruhe lassen.`` Seine stimme zitterte und gleichzeitig war sie heißer und rau. In seinem Zimmer angekommen schließt er sich ein und lässt sich auf sein Bett fallen. Es riecht nach Easy, er schlingt seine Arme um das Kissen und fängt an zu schluchzen. Er hat das Gefühl das er nicht atmen kann, seine Atmung wird immer hektischer. Er vermisste Easy so sehr, und er begreift immer noch nicht was heute eigentlich passiert ist.  Er hat dieses mal nichts getan und trotzdem Easy verloren. Er fühlt sich so einsam, sein Herz fühlt sich wie ein Fremdkörper an den er am liebsten abstoßen würde. Er ist einfach nicht für die liebe gemacht, selbst wenn er nichts getan hat setzt er alles in den Sand. Alle werden ihn hassen, besonders Easy. Nur bei dem Gedanken an seinen Namen fängt Ringo wieder an zu schluchzen. Wie gerne hätte er jetzt Paul oder Sonja bei sich,  er kann sich kaum noch an ihre Umarmungen erinnern geschweige denn an ihren Geruch.  Doch der einzige Gedanke der Ringo wirklich beschäftigte war Easy, so dass er die ganze Nacht in seinem dunklen Zimmer liegt. In seinen nassen Klamotten und einfach weint.  Mit den dunklen Schatten die ihn umgeben und sich über ihn lustig machen. Erst als die Sonne aufgeht und die Schatten vertreibt  merkt Ringo, das nichts mehr so sein wird wie vorher.
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