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Nowhere Boys - Felix Verschwinden

von LeoN
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Freundschaft / P12 / Gen
26.11.2018
26.11.2018
1
4.685
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26.11.2018 4.685
 
Dies ist meine erste Fanfiktion seit einer halben Ewigkeit und sie ist eigentlich nur aus reiner Langeweile entstanden. Mir gehört nichts.
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Felix stand schon vor dem Portal in die Zwischenwelt. Er hoffte wirklich, dass seine Freunde und sein Bruder gegangen waren. Er war froh, dass bis jetzt noch niemand weiß, dass man Andy nur zurückholen kann, wenn jemand anderes mit ihm tauscht. Er wollte sie nicht enttäuschen. Er musste es schaffen Andy zurück zu holen. Alles andere würde er sich selbst nicht verzeihen können.

„Bist du bereit?“, fragte Alice ihn. Felix nickte und begann den Spruch aufzusagen, den Alice ihm gegeben hat. Er sah wie sich das Portal öffnete und trat direkt hindurch.

„Felix! Wo kommst du denn her? Wo sind die anderen?“ Andy stand verwirrt vor ihm.

„Ich bin allein gekommen. Ich bin hier, um dich rauszuholen“

„Aber…“ Bevor Andy weitersprechen konnte, hatte Felix ihn gepackt und ihn durch das Portal gestoßen. Er sah wie das Tor verschwand und atmete tief durch. Es war geschafft. Andy war befreit. Alice hatte ihm versprochen, Andys Erinnerungen zu löschen und dann dafür zu sorgen, dass er wieder zu seiner Familie kam. Felix dacht an seine Familie. Er hatte einen Brief geschrieben in dem Stand, dass er weggelaufen war und keiner nach ihm suchen sollte. Es war besser so. Oscar wird auch ohne ihn klarkommen. Er verlies sich darauf, dass Ellen und die Jungs ein Auge auf ihn haben würden, genauso wie seine Eltern für ihn da sein werden.

Andy

Andy sah sich verwirrt um. Vor wenigen Augenblicken war er noch in der Zwischenwelt gefangen und jetzt war er in dieser verlassenen Fabrik. Er sah Alice auf sich zukommen und bevor er reagieren konnte, wurde alles um ihn herum schwarz.

Oscar, Ellen, Jack und Sam

Oscar war enttäuscht von seinem Bruder, genauso wie alle anderen. Niemand hätte erwartet, dass ausgerechnet Felix einfach aufgeben würde. Die Gruppe ging zurück zu Roland.

„Können sie uns zurückfahren?“, fragte Ellen den Polizisten. Roland besah die Gruppe skeptisch. Jack und Sam waren schon bei den geliehenen Rädern. „Habt ihr etwas gefunden? Und wo ist Felix?“, fragte Roland. Ellen sah Oscar an und schien zu überlegen was sie sagen sollte, doch Jack kam ihn zuvor. „Nein wir haben nichts gefunden, dabei waren wir so sicher, hier wäre etwas. Felix kommt nach. Ich lass ihm ein Rad da.“

Roland nickte und deutete an, dass sie in den Wagen steigen sollten. Während Sam mit dem Fahrrad zurück fuhr, stieg Jake auf der Beifahrerseite an. Ellen half Oscar auf den Rücksitz und setzte sich dann neben ihn. Schweigend fuhr Roland sie zum Haus der Familie Ferne.

Als sie dort ankamen, stiegen die drei aus. Rolands Handy klingelt. Er entfernt sich in paar Schritte und ging ran.

Sam kam genau in dem Moment in dem Roland sein Telefonat mit „Ich komme sofort“ beendetet.

„Ich muss weg Kinder. Es gibt eine neue Spur zu eurem Freund Andy Lau.“ Damit verschwand der Polizist.

Die vier Jugendlichen sahen sich an. „Glaubt ihr Felix hat etwas damit zu tun?“, fragte Oscar.

„Wie denn? Er hat keine Kräfte mehr und den Talisman hat Alice. Außerdem schien er nicht so als würde er Andy zurückwollen. Er hat uns und ihn einfach hängen gelassen.“ Jake war gleichermaßen wütend und enttäuscht über Felix Verhalten. Oscar sah Jake an und musste zugeben, dass er recht hatte. Er hätte nie erwartet, dass Felix einfach aufgibt. Er war sein Held. Ellen legte dem kleinen Bruder ihres besten Freundes die Hand auf die Schulter. „Morgen sieht bestimmt schon alles anders aus. Komm ich bring dich noch rein.“ Ellen hatte das Gefühl sie sollte Oscar etwas aufmuntern. Sie verabschiedete sich von den beiden Jungs und schob Oscar ins Haus, während Sam und Jake sich auf den Weg nach Hause machten.

Felix

Diese Zwischenwelt war seltsam. Er wusste nicht, was er tun sollte, nachdem er eine Weile durch diese Halle gewandert ist. Sie war ähnlich zu der verlassenen Fabrik in seiner Welt, schien allerdings unendlich groß zu sein und leer.

Felix lehnte sich an die Wand. Er vermisste die anderen, aber er wusste er hatte das Richtige getan. Andy sollte mittlerweile wieder bei seiner Familie sein. Er hatte seine Fehler wieder gut gemacht. Es ist alles seine Schuld gewesen, hätte er Oscar damals nicht gedrängt auf diesen Baum zu klettern, wäre er niemals abgestürzt. Seine Familie wäre glücklich. Er und die anderen wären niemals in dem anderen Universum gewesen und Andy wäre nicht verschwunden. Er hatte in dem anderen Universum gesehen, wie glücklich seine Eltern waren, als er nicht existierte.

Ein Geräusch riss ihn aus seinen Gedanken. Es klang so als würde die Halle einstürzen. Er sah sich um. Weiter hinten erkannte er Geröll. Anscheinend war wirklich etwas eingestürzt.

Andy

Andy erwachte langsam. Er wusste nicht wo er war. Er richtete sich langsam auf und bemerkte, dass er sich im Wald befand, nahe dem Ort, an dem er den Zauber ausgeführt hatte. Er konnte sich nicht erinnern, wie er dort hingekommen war. Gerade war er noch in der Zwischenwelt gefangen und nun war er hier. Ob sich der Zauber von selbst rückgängig gemacht hatte?

„Andy Lau?“ Andy drehte sich um. Hinter ihm stand Roland. Allerdings sah er anders aus, gepflegter.

„Bist du Andy?“ Andy nickte. Roland hielt dem Jungen die Hand hin, um ihn hoch zu helfen.

„Bist du verletzt?“ Andy sah an sich herunter. Seine Kleidung hatte ein paar Risse, allerdings hatte er nirgendwo Schmerzen. „Ich glaube nicht.“

„Kannst du dich erinnern, was passiert ist? Wie du hierhergekommen bist?“

Andy überlegte. Sollte er erzählen was wirklich passiert war? Nein. Roland würde ihm sowieso nicht glauben und Felix hat oft genug betont, dass es wichtig ist niemanden etwas von der Magie zu erzählen. „Ich war auf der Party. Dann bin ich in den Wald gegangen, was dann passiert ist weiß ich leider nicht. Könnten sie mich nach Hause fahren?“ Roland nickte und führte Andy zu seinem Wagen.

Im Auto versuchte Roland das Gespräch wieder aufzunehmen. „Du erinnerst dich wirklich nicht mehr was nach der Party passiert ist. Du warst immerhin über eine Woche verschwunden. Hat Felix Ferne etwas damit zu tun?“ Roland war sich sicher das der merkwürdige Junge etwas damit zu tun hatte. Es konnte kein Zufall sein, dass Andy Lau wenige Stunden später auftaucht, nachdem Felix Ferne nicht aus dieser Lagerhalle gekommen war.

„Felix? Nein. Wie kommen sie denn darauf?“

„Ihr habt euch doch gestritten bevor du in den Wald bist.“

„Ja. Das stimmt schon, aber ich habe ihn danach nicht mehr gesehen.“

Roland wollte noch weiter fragen, allerdings waren sie vor dem Haus der Familie Lau angekommen und er wollte den Eltern ihren Sohn nicht länger vorenthalten.

Das Wiedersehen war herzerwärmend und Roland gab noch am gleichen Abend eine Pressemitteilung raus, dass Andy wieder bei seiner Familie war.

Sam

Sam aß gerade mit seiner Familie zu Abend, als im Fernsehen verkündet wurde, dass Andy aufgetaucht war. Er entschuldigte sich kurz und rief Jake an.

„Hey Jake. Hast du‘s schon gehört? Andy ist wieder da.“

„Ja gerade eben. Glaubst du der Zauber hat doch funktioniert?“

„Kann ja nicht anders. Vielleicht wurde Andy nur nicht in der Lagerhalle wieder ausgespukt, sondern im Wald. Dort hat man ihn ja schließlich gefunden. Felix hatte einfach unrecht.“

„Sorry Jake. Meine Mum ruft. Wir sehen uns sicher morgen.“

Jake

Jake steckte sein Handy nach dem Telefonat in die Hosentasche und legte sich auf sein Bett. Er war erleichtert, dass Andy wieder da war, musste aber daran denken, was Sam über Felix gesagt hatte. Sam hatte recht damit, dass Felix sich wahrscheinlich geirrt hatte. Allerdings kam er einfach nicht damit zurecht, dass Felix einfach aufgegeben hat. Er war der Meinung gewesen Felix wäre ihr Freund, aber Freunde lassen sich nicht hängen.

Oscar und Ellen

Ellen saß immer noch bei Oscar im Zimmer. Sie beobachtete den Jungen. Oscar sah niedergeschlagen aus. Es muss schwer führ ihn sein, dass sein großer Bruder, sein Held einfach aufgegeben hat. Auch Ellen war enttäuscht von ihrem Freund. Felix hatte alles versucht um Andy wiederzubekommen, nur um dann kurz vorm Ziel einfach aufzugeben. Ihr Blick schweifte durchs Zimmer und blieb an Felix Laptop hängen, über dem gerade die Nachrichte liefen. Es wurde ein Foto von Andy gezeigt. Darunter stand „Andy Lau wiederaufgetaucht“. Ellen stellte den Ton auf laut.

„… der seit Tagen vermisste Junge wurde von einem Polizeibeamten im Wald gefunden. In der Nähe der Stelle an der er zuletzt gesehen wurde. Der Junge ist wohlauf und ist bei seiner Familie.“

„Andy ist wieder da“, murmelte Oscar. „Wie kann das sein?“

Ellen zuckte mit den Schultern. „Ich habe keine Ahnung. Vielleicht hat der Zauber doch funktioniert. Andy wird uns das morgen sicher erklären können. Ich geh nach Hause. Nacht Oscar.“

Nächster Tag. Bei den Laus

Am nächsten Tag saßen alle bei den Laus im Restaurant. Nur Felix fehlte, was keiner wirklich zu bemerken schien, da Andy gerade erzählte, was er wusste. „Diese Zwischenwelt ist irgendwie seltsam. Sie folgt keinen logischen Regeln. Ich weiß auch nicht, wie ich da rausgekommen bin. In einem Moment war ich noch dort gefangen und im nächsten bin ich im Wald zu mir gekommen.“

„Dann hat der Zauber wirklich funktioniert. Nur anders als geplant“, meinte Sam. Andy schaute ihn verwirrt an. „Welcher Zauber?“

„Felix hat einen Zauber gefunden, um dich zurück zu holen“, erklärte Jake. „Wo ist Felix eigentlich?“, fragte Andy. Die anderen sahn sich an. „Leute?“ Andy war irritiert. Was war mit Felix. Sam fing an zu erzählen.

„Nachdem wir einen zweiten Talisman gefunden haben und diesen aktiviert hatten, haben wir diese Lagerhalle ausfindig gemacht, wo sich diese magischen Linien auch kreuzten. Also sind wir am Nachmittag zu Roland und haben ihm erzählt, dass wir einen Ort wissen könnten, wo du hingegangen sein könntest und haben ihn überredet uns zu dieser Lagerhalle zu fahren. Dort war auch ein Altar wie in der Schule. Felix hat den Zauber gesprochen. Allerdings ist Alice aufgetaucht und hat unsere Kräfte auf Phoebe übertragen. Wir waren alle kurz bewusstlos. Danach hat Felix aufgegeben. Er hat gemeint, es wäre alles vorbei und wir hätten verloren, da wir ohne unsere Kräfte und den Talisman keine Chance mehr gegen Alice und Phoebe hätten. Wir sind gegangen während Felix dortgeblieben ist.“

„Felix hat aufgegeben?“ Andy klang geschockt. Er hätte nie gedacht, dass Felix ihn hängen lassen würde. Wobei ohne ihn, hätte er Ellen für sich allein. Als er sah wie die anderen nickten, lies er den Kopf hängen. Sam legte ihm eine Hand auf die Schulter. „Wir sind für dich da. Und der Zauber hat gewirkt. Vergiss Felix.“

Alice und Phoebe

Alice sah immer wieder zu ihrer Schwester, die versuchte ihre Kräfte zu kontrollieren. Sie sah müde aus. Es waren zu viele Kräfte, zu starke Kräfte für eine Person, aber Phoebe weigerte sich ihre Kräfte herzugeben. Alice sah wie ihre Schwester bewusstlos wurde. Sie wusste es gab nur eine Möglichkeit, um ihre Schwester zu retten.

Felix

Immer wieder hörte Felix wie Teile dieser Welt einstürzen und er hatte das Gefühl, die Geräusche kamen näher. Ob der wiederherstellende Dämon damit etwas zu tun hatte? Eigentlich war es egal, warum das Gebäude einstürzte. Vielleicht hatte er verdient hier zu sterben. Er war an allem schuld. Es ist wahrscheinlich besser so. Er konnte seine Fehler nicht mehr rückgängig machen, aber er würde dafür bestraft werden.

Nächster Tag. Bremin High

Mr. Bates holte die drei Freunde und Ellen am nächsten Tag aus dem Unterricht. Ohne zu wissen was los war, standen sie jetzt in einem leeren Klassenzimmer.

„Danke, dass ihr hier seid. Ich wollte euch fragen ob ihr wisst, wo Felix ist. Seine Mutter hat mich heute Morgen angerufen. Er war wohl die letzten Tage nicht zu Hause und sie macht sich Sorgen. Sie will nur die Polizei noch nicht einschalten, weil sie einen neuen Medienrummel befürchtet, da Felix ja immer noch verdächtigt wird etwas mit Andys Verschwinden zu tun gehabt zu haben.“

„Tut uns leid Mr. Bates aber wir wissen auch nicht, wo Felix ist.“

„Wann habt ihr ihn denn zuletzt gesehen?“

„Vor zwei Tagen. Wir waren gemeinsam unterwegs und haben Andy gesucht. Wir haben uns dann getrennt, weil er noch woanders suchen wollte“, erklärte Jake ziemlich wage.

„Und ihr wisst nicht wo er hinwollte?“

Die Jugendlichen schüttelten den Kopf.

„Wenn euch doch noch was einfällt oder ihr etwas von ihm hört, sagt mir bitte Bescheid. Seine Eltern machen sich wirklich sorgen. Sie wollen noch bis morgen warten, dann informieren sie die Polizei. Ihr könnt dann gehen.“

In der nächsten Pause standen die vier auf dem Schulhof. „Glaubt ihr Felix ist abgehauen?“, fragte Andy. „Ich glaube nicht, dass er wirklich abgehauen ist. Wahrscheinlich versteckt er sich irgendwo, um uns aus dem Weg zu gehen“, meinte Ellen, „Spätestens, wenn morgen die Polizei informiert ist, taucht er auf.“

Am nächsten Tag war sich Ellen nicht mehr so sicher, ob Felix einfach wiederauftauchen würde. Oscar hatte sie vorhin angerufen und sie konnte hören, dass er ziemlich verzweifelt war. Als sie am Haus ihres besten Freundes ankam, stand dort ein Polizeiwagen in der Einfahrt. Vor dem Haus wartete Oscar auf sie. „Was ist passiert Oscar?“

„Heute Morgen war ein Brief von Felix in der Post. Als Mum ihn gelesen hatte, hat sie angefangen zu weinen. Es war schlimmer als da, wo sie erfahren hat, dass Felix im Wald verschwunden ist. Dad hat ihr den Brief aus der Hand genommen und hat dann die Polizei informiert. Ich habe den Brief genommen und gelesen. Felix hat geschrieben, dass er es nicht mehr aushält, dass ihn alle für schuldig halten und wir uns keine Sorgen machen sollen. Er kommt nicht wieder.“

Ellen sah den niedergeschlagenen Jungen an. Sie wusste nicht was sie sagen sollte. Sie wollte Oscar wirklich aufmuntern, aber ihr fiel nicht ein wie. Sie war ziemlich erleichtert, als sie Jake, Sam und Andy kommen sah. „Was ist los?“, fragte Andy. „Felix ist abgehauen“, sagte Oscar den Tränen nahe. Sam hockte sich neben Oscar. „Wir finden ihn, Oscar.“

„Bist du sicher, dass er abgehauen ist?“, fragte Jake vorsichtig, der sich neben Sam gehockt hatte. Oscar nickte. „Er hat einen Brief geschrieben. Er hats nicht mehr ausgehalten, dass ihn alle verdächtigt haben. Was ist, wenn ihm etwas passiert oder er sich etwas antut“ „Hey. Das wird schon. Wir werden ihn suchen.“ Sam versuchte Oscar aufzumuntern. Egal was Felix getan und gesagt hatte, er fühlte sich schuldig. Sie hätten für ihn da sein müssen und ihn nicht noch mehr vorwürfe machen sollen. „Sam hat recht. Wir suchen ihn und wir werden ihn finden“, meinte Jake. Auch er versuchte Oscar aufzumuntern, glaubte es aber selbst nicht. Felix war schon seit fast drei Tagen nicht mehr gesehen worden und der Goth neigte dazu sich in gefährliche Situationen zu bringen.

„Kann ich kurz mit euch reden?“ Roland kam aus dem Haus. Die Jugendlichen nickten. „Habt ihr Felix seitdem ihr in der Lagerhalle wart nochmal gesehen?“ Die Jugendlichen schüttelten den Kopf. „Können wir suchen helfen“, fragte Sam. „Nein. Ihr habt Unterricht. Ich werde zu der Lagerhalle fahren.“ „Können sie uns anrufen, wenn sie da waren.“ Roland sah die Jugendlichen an. „Kann ich machen. Wenn ihr in den Unterricht geht.“

In der Pause standen sie alle beieinander, als Roland Sam anrief. „Hallo Kinder. Ich war in der Lagerhalle und konnte dort nichts Auffälliges finden. Das einzige was mir aufgefallen ist, ist dass das Fahrrad immer noch dort ist. Ihr wisst wirklich nicht wo er sonst sein könnte?“ „Nein tut uns leid. Wir melden uns.“ „Was jetzt. Wenn das Fahrrad immer noch dort ist kann Felix nicht weit sein wir sollten ihn suchen gehen nach der Schule“, meinte Andy. Der Rest stimmte zu.

Als sie sich am Abend alle bei Oscar trafen, wirkten sie ziemlich niedergeschlagen. Sie hatten Bremin und Umgebung abgesucht und keine Spur von Felix gefunden. „Wir sollten morgen nach der Schule weitersuchen. Es ist zu dunkel und meine Mutter macht sich nur wieder Sorgen, wenn ich zu spät bin“, meinte Jake und die Gruppe zerstreute sich.

Felix

Felix wusste nicht was hier los war. Alles um ihn herum war am Einstürzen. Es schien so als wollte diese Welt ihn wirklich umbringen. Felix sprang auf, als er spürte wie die Wand hinter ihm vibrierte. Er flüchtete auf die andere Seite des Raums und sah wie die Mauer zusammenbrach, als hinter ihm schon die nächste Mauer anfing zu bröckeln. Felix schaffte es gerade so aus dem Weg zu springen. Felix wollte nicht unter einer Mauer begraben werden. Auch wenn er einsah, dass er den Tod verdient hatte, wollte er nicht so sterben. Die Mauern fielen immer genau da um, wo er geradestand. Er durfte nicht stehen bleiben, sonst ist er tot. Felix rannte. Er durfte nicht aufhören. Er musste weitermachen. Felix spürte wie er immer wieder von Gesteinsbrocken getroffen wurde. Es tat weh, aber er durfte nicht aufhören sich zu bewegen.

Bremin High

Am nächsten Tag hörten Sam und Jake ein paar Mitschüler nach dem Unterricht reden. „Habt ihr gehört, der Freak ist verschwunden. Kurz nachdem der Nerd wiederaufgetaucht ist.“ „Vielleicht hat Dracula ja versucht ihn zu beißen und der Nerd hat ihn mit Weihwasser begossen und einen Holzpfahl durch sein Herz gerammt.“ Jake drehte sich wütend um. Er machte sich Sorgen um Felix und diese schwachsinnigen Gerüchte waren wahrscheinlich mit ein Grund warum Felix nicht wiederkam. „Felix ist kein Vampir und er hat auch nichts mit Andys verschwinden zu tun.“ Die Erde fing an zu Beben. „Jake komm lass gut sein. Sie sind es nicht wert.“ Sam zog Jake von ihren Mitschülern weg.

„Hast du die Erde gerade zum Beben gebracht?“, fragte Andy der atemlos bei Sam und Jake ankam. „Ich weiß nicht. Kann sein.“ Jake war irritiert. Sam bewegte seine Hand in Richtung eines Baumes und ein Wind kam auf. „Wir haben unsere Kräfte wieder und wenn wir unsere Kräfte haben dann Oscar auch und dann kann er vielleicht Felix finden.“ Sam war begeistert. Endlich hatten sie eine Chance, um Felix zu finden. „Lasst uns Oscar und Ellen finden und uns dann auf die Suche machen.“

Ellen und Oscar warteten am Schultor auf die drei Jungs. „Wir haben unsere Kräfte wieder“, sagte Sam als sie bei den beiden ankamen. „Aber wieso?“, fragte Oscar. Damit dämpfte er die Stimmung von Sam. Die fünf diskutierten eine Weile darüber was sie jetzt machen sollen. „Vielleicht sollten wir zu Alice gehen. Sie sollte am besten Wissen warum wir unsere Kräfte zurückhaben. Sie kann uns sicher auch helfen Felix zu finden.“ „Oscar hältst du das wirklich für eine gute Idee?“ Oscar nickte. Es war die einzige Lösung, die ihm einfiel und er wollte, dass Felix wieder nach Hause kommt.

Eine Viertelstunde später standen sie vor dem Haus in dem Alice und Phoebe wohnten. „Was macht ihr hier?“ „Wir wollen mit dir reden Alice. Es geht um unsere Kräfte. Wir können sie wiedereinsetzen und würden gerne wissen warum“, erklärte Sam. „Kommt rein.“

Als alle im Wohnzimmer saßen, fing Alice an zu erzählen. „Ich habe Phoebe die Kräfte wieder abgenommen. Es waren zu viele für sie allein. Sie ist bewusstlos. Ich habe gehofft es würde ihr besser gehen, allerdings ist sie immer noch nicht wieder aufgewacht.“

„Weißt du wo Felix ist oder wie wir ihn finden können?“, fragte Ellen. Alice sah die Jugendlichen an. Sie hatte dem jungen Magier versprochen nichts zu sagen, als er sich für seinen Freund geopfert hatte. „Ich kann euch nicht helfen.“

Oscar sah sie an. Er wusste, dass sie log. Entweder wusste sie wo Felix war oder wie man ihn finden konnte. „Alice bitte. Wenn du etwas über Felix weißt musst du uns helfen. Bitte. Ich brauch Felix. Er ist mein Bruder. Ich kann nicht ohne ihn.“ Alice sah den Jungen im Rollstuhl an. Sie konnte ich verstehen. „Er ist in der Zwischenwelt.“

Die Jugendlichen sahen sie geschockt an. „Wieso?“, fragte Oscar leise. „Um jemanden aus der Zwischenwelt zu befreien, muss ein anderer die Welt betreten. Felix kam zu mir nachdem ich den Verbindungszauber gesprochen habe. Er hat sich bereit erklärt Andys Platz einzunehmen, damit er wieder bei seiner Familie sein kann. Als Andy von Felix durch das Portal geschubst wurde, habe ich ihm die Erinnerung genommen und im Wald abgesetzt. Dort habe ich gewartet, bis der Polizist angekommen ist.“

„Felix ist in die Zwischenwelt gegangen, um Andy zu befreien?“, fragte Jake. „Wie bekommen wir ihn zurück?“, fragte Oscar. „Dafür muss jemand in die Zwischenwelt. Und ich weiß auch wer. Ich und Phoebe werden gehen. Es ist der einzige Weg, um Phoebe zu beschützen. Wir müssen in die Lagerhalle nur dort können wir das Portal öffnen. Das hier sollte euch helfen.“

Alice griff in eine Schublade, zog den Talisman heraus und gab ihn Oscar. „Felix Kräfte wurden hier drin gespeichert, sobald er die Welt verlässt sollten seine Kräfte zu ihm kommen. Kommt mit wir fahren hin.“

Als sie vor dem Altar standen, erklärte Alice was getan werden muss. „Ihr müsst den Spruch aufsagen, um das Portal zu öffnen, dann müssen wir Felix finden, sobald wir ihn gefunden haben. Gehe ich mit Phoebe durch das Portal und Felix kann zurück.“

Jake fing an den Spruch aufzusagen und der Rest stimmte mit ein. Langsam baute sich das Tor auf. „Dort warst du gefangen. Dass sieht ja schrecklich aus“, murmelte Sam als durch das Tor die eingestürzte Lagerhalle zu sehen war. „Bei mir sah das nicht so aus“, meinte Andy und blickte zu Alice. „Bei mir auch nicht.“ „Aber warum dann jetzt und wo ist Felix?“, fragte Oscar.

Alice überlegte kurz. „Er muss irgendwo sein. Der Raum spiegelt die Gefühle der Person. Er empfindet dasselbe und reagiert dann darauf. Wenn man ängstlich ist der Raum das auch und wird dadurch beängstigend. Allerdings habe ich nie erlebt, dass sämtliche Mauern einstürzen. Einzelne Mauern du der Boden aber alle Mauern noch nicht.“

Oscar dachte nach. „Felix ist extrem negativ. Er gibt sich an allem, was passiert ist die Schuld und hasst sich dafür. Wenn der Raum das spiegelt, dann versucht er Felix zu … verletzen, oder?“

Oscar sah auf den Talisman in seiner Hand. Er dachte an Felix. Er war immer für ihn da. Er hatte Angst, dass ihm etwas passiert. „Das Bild ändert sich. Da ist Felix“, sagte Sam. Oscar schaute hoch. Felix lag am Boden und bewegte sich nicht. „Felix!“ Oscar sah auf seinen Bruder. „Ist er…“ „Nein. Ich glaube nicht. Aber einer von euch muss mit rein während die anderen das Portal offenhalten. Es muss ein Wasserelement sein, sonst bleibt schließt sich das Portal.“ „Ich geh. Ich war schon dort und Felix ist nur dort, weil er mir helfen wollte.“ Er half Alice Phoebe durch das Portal zu tragen. In der Zwischenwelt legte er Phoebe auf dem Boden und sprintete zu Felix. Er war erleichtert als er sah, dass sich seine Brust hob und senkte, allerdings beunruhigten ihn die vielen Verletzungen, die teilweise noch bluteten Andy hob den Goth behutsam hoch. Ihm fiel auf wie leicht Felix war. Das konnte nicht nur von den paar Tagen in der Zwischenwelt kommen. Er blieb bei Alice stehen. „Danke Alice“ „Geh durch bevor das Portal sich schließt.“

Wieder in der Realität legte Andy Felix auf dem Boden ab.  Oscar rollte näher. „Felix?“ Oscar nahm den Talisman und legte den Talisman auf die Brust seines älteren Bruders. Man sah wie ein orangener Energieball vom Talisman zu Felix schwebte. Als Felix‘ Körper den Energieball absorbiert hatte, fingen die Wunden an langsam zu verschwinden. Jake, Sam und Ellen hockten sich neben Andy, als Felix sich anfing zu bewegen.

Felix spürte, dass er immer noch auf hartem Boden lag, allerdings fühlte es sich anders an. Er schien wacher zu sein außerdem hatte er weniger Schmerzen. „Felix. Komm schon Kumpel. Mach die Augen auf.“ Er kannte die Stimme. Sam. Aber was machte er hier? War etwas schief gegangen? Er musste wissen, was los war. Langsam versuchte er die Augen zu öffnen. Zuerst war alles verschwommen, dann erkannte er Jake und Sam, die sich über ihn gebeugt hatten. Danach erkannte er auch Oscar, Ellen und Andy und die Lagerhalle. Er war nicht mehr in der Zwischenwelt. „Was passiert?“ Er war noch viel zu benommen, um richtige Sätze zu bilden. „Alice hat uns geholfen dich zu befreien. Sie und Phoebe sind jetzt in der Zwischenwelt“, erklärte Andy, während Jake Felix half sich hinzusetzen und ihm den Talisman um den Hals hängte. „Warum hast du das getan Felix?“, fragte Ellen. „Ich wollte helfen. Das war der einzige Weg.“ „Du hättest etwas sagen können. Wir hätten helfen können. Wir haben uns Sorgen gemacht“, sagte Sam. Felix sagte nichts mehr. Er war an Jakes Seite eingeschlafen. „Wir sollten ihn nach Hause bringen. Lasst uns Roland anrufen“, meinte Sam. „Mach das. Aber wir sollten weiter Richtung Ausgang. Roland muss den Altar ja nicht unbedingt sehen“, meinte Jake, der Felix gerade hochhob. Auch er war verwundert wie wenig der Feuermagier wog. Draußen regnete es. Ellen ließ eine Wolke erscheinen, die es kurz regnen ließ und dann wieder verschwand. „Was sollte das?“, fragte Jake. „Irgendwie müssen wir Roland erklären warum wir hier sind. Die einfachste Erklärung ist, dass wir uns vor dem Regen in Sicherheit gebracht haben.“ „Ich ruf ihn an“; meinte Sam und verschwand kurz.

Kurze Zeit später stand Roland vor den Jugendlichen. Felix war inzwischen wieder wach geworden, war aber noch benommen. „Wo habt ihr ihn gefunden?“

„Er war hier in der Nähe im Wald. Wir sind ihn suchen gegangen und als wir ihn gefunden hatten, fing es an zu regnen, deswegen sind wir hier her, um uns unterzustellen“, erklärte Sam. Felix sah zu Boden. „Es tut mir leid, dass ich so viele Probleme gemacht habe“, sagte er leise. „Ich sollte mich entschuldigen. Komm jetzt. Deine Eltern machen sich Sorgen“, sagte der Polizist. Er fühlte sich Mitverantwortlich für das Verschwinden. Roland informierte auf dem Weg, die Eltern von Felix und Oscar, weshalb Cathy vor dem Haus auf dem Polizisten zu warten und Felix direkt in dem Arm zu nehmen. „Wir haben uns solche Sorgen um dich gemacht. Mach das nie wieder. Du solltest eins wissen. Ich und dein Vater wir lieben dich.“ „Ich euch auch Mum. Es tut mir leid.“ „Es ist in Ordnung“, sagte Ken und umarmte seinen Sohn. Felix versuchte ein Gähnen zu unterdrücken. „Komm erst mal rein. Du solltest dich ausruhen und ein bisschen Schlafen. Währenddessen mach ich was zu Essen.“ Cathy schob ihren Sohn in sein Zimmer. Seine Freunde folgten ihm. Sie wollten Felix einfach nicht allein lassen. Felix legte sich auf sein Bett und schlief direkt ein während seine Freunde sich in seinem Zimmer verteilten.

Als Felix etwas später wach wurde, fühlte er sich beobachtet. „Wisst ihr eigentlich, dass das ziemlich gruselig ist, wenn ihr mich alle anstarrt“, murrte er in sein Kissen. „Geht’s dir besser?“, fragte Sam. „Ja. Ich fühl mich nicht mehr so benommen. Danke übrigens. Dafür das ihr mir geholfen habt und so.“ „Das war doch logisch. Wir sind Freunde. Warum hast du uns nichts gesagt Felix. Wir hätten doch geholfen.“ „Ich wollte euch da nicht mit reinziehen. Es war doch meine Schuld.“ „Felix. Es ist nichts davon deine Schuld gewesen. Diese Einstellung hätte dich in der Zwischenwelt beinahe umgebracht. Hör auf dich selbst für alles verantwortlich zu machen.“ Ellen redete sich in Rage, während Sam und Jake sich neben Felix setzten. „Ellen hat recht. Das muss aufhören. Du machst dich damit nur selbst kaputt.“

„Bitte Felix. Ich hatte Angst um dich. Ich will nicht das sowas noch mal passiert. Ich brauch dich Felix“, sagte Oscar. Felix stand auf und umarmte seinen Bruder. „Versprochen, Oscar“, murmelte Felix, „Allerdings brauch ich dabei, glaube ich etwas Hilfe.“ „Wir helfen dir“, sagte Sam und umarmte die beiden Brüder. Schneller als er reagieren konnte fand Felix sich in einer Gruppenumarmung wieder. „Danke, Leute“, meinte Felix. „Dafür hat man Freunde. Wir helfen dir. Dabei und beim Zunehmen. Du bist viel zu leicht. Das kann nicht gesund sein“, erwiderte Jake. Felix verdrehte die Augen, lächelte dabei aber. „Vielleicht sollten wir dann jetzt damit anfangen. Mum hat vorhin irgendwas davon erzählt, dass sie kochen wollte“, grinste Felix. „Das klingt nach einer richtig guten Idee. Ich habe Hunger.“ „Du hast immer Hunger, Sam“, meinte Andy. „Wir sollten mal schauen, ob Mum fertig ist, bevor Sam hier verhungert.“ Felix scheuchte seine Freude und seinen Bruder aus seinem Zimmer und war einfach froh wieder da zu sein.
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