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Tempest die Eidechse

GeschichteAllgemein / P12 / Gen
OC (Own Character)
26.11.2018
26.11.2018
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Berühmt natürlich für meine ungewöhnlichen, blauen Schuppen und meinen unübertroffenen Fähigkeiten als General des Hauses des Krieges, wurde ich, der Blaue Prinz, in den Mauern der Verbotenen Stadt aufgezogen.
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Nein? Ok, dann eben so;

Mein Name ist Tempest und gegen der Annahme die ihr nun vermutlich haben werdet, werter Leser, bin ich weder ein Mensch oder Elf oder Gnom oder Zwerg oder Halbling oder eine Mischung aus vorangegangenen oder ein Drache, für den Fall das mein Verleger sich entschieden hat, einen Solchen auf den Einband zu setzen. Ich bin ein Angehöriger des Echsenvolks und falls ihr nun die Stämme aus diversen Sumpflanden vor euren Augen habt, dann liegt ihr nur teilweise richtig. Im Gegensatz zu den.... wilderen ist nicht der richtige Ausdruck dafür... Ursprünglicheren? Traditionelleren? Schwierig... Jedenfalls, zu meinen Verwandten in den Sümpfen hebt sich mein Stamm durch einige Punkte ab. Es mag viele Überraschen aber mein Volk ist nicht nur an seine Sümpfe gebunden. Mein Stamm beispielsweise lebt im Gebirge, und ich mag verdammt sein wenn ich den genauen Ort preisgebe (nicht das Opportunisten jemals Lebend dort ankommen würden). Jetzt fragt ihr euch vielleicht, weshalb auf dem Einband dieses Buches ein blauer Drache abgebildet ist, und warum es „In der Gesellschaft eines Drachen“ heißt, wo es doch anscheinend von einer Echse geschrieben ist.

Hier kommt der Wohl größte Unterschied zwischen meinem Stamm und den anderen ein. Seit Urzeiten, noch bevor die ersten Menschen auf dieser Welt wandelten, dient mein Stamm den Drachen. Metallische, wie Chromatische Drachen kommen zu uns um fähige Krieger und Magier für ihre Zwecke zu rekrutieren. Die Stammesältesten würde jetzt behaupten, dass wir schon seit jeher eine starke Verbindung zu ihnen haben, weshalb der Stamm auch im Gebirge lebt und die Drachen würden diese Verbindung spüren, die Wahrheit ist jedoch, dass sich vor Urzeiten ein Drache, ob Chromatisch oder Metallisch ist nicht mehr bekannt, einen Spaß daraus gemacht hat sich in einen der Unseren zu verwandeln und sich mehrere Nächte unter uns aufgehalten hat, und dann noch einer, und dann noch einer, und dann noch einer, und ehe die Ältesten damals genau wussten was passiert war, lief ein Großteil unseres Nachwuchs mit noch drakonischeren Merkmalen herum, als es für unsere Volk sonst schon üblich ist. Wie wohl allgemein bekannt sein sollte ist das Blut der Drachen mächtig, und auch für uns ist dies der Fall.

Auch an Apsu und Dahak, ist dies nicht unbemerkt vorbei gegangen, beide Götter haben ihren Segen über den Stamm gesprochen, noch ein weiterer Punkt auf der „Liste von Dingen weshalb ich [den jeweils anderen] vernichten werde“ Im Stamm besteht jedoch keine derartige Spaltung, jedenfalls nicht unter den normalen Stammesangehörigen. Beide Götter werden gleichermaßen geachtet und gefürchtet, nur Jene in denen das Blut einer Seite besonders mächtig ist kommen nicht ganz so gut miteinander aus. Ob Blut eines Drachen in einem fließt erfährt man meistens innerhalb einer jährlichen Zeremonie die der Stamm „Das Erwachen“ nennt. Zu diesem Anlass meditieren alle Männer und Frauen die zu diesem Zeitpunkt das 21ste Lebensjahr erreicht haben auf dem Dorfplatz. Die Anführer der Konklaven der metallischen und der chromatischen Drachen platzieren dann jeweils eine Schale in der Mitte. In der einen leuchtet dann eine blaue Flamme auf, als Zeichen der Anwesenheit Apsu's während in der anderen eine schwarze Flamme aufleuchtet, als Zeichen von Dahak. Das ist die einzige Möglichkeit die beiden an einen Ort zu bekommen, ohne alles im Umkreis von mehreren Kilometern mit Auslöschung zu gefährden. Wenn sich unter den Meditierenden jemand mit starkem Drachenblut befindet, so fliegt die jeweilige Flamme zu ihnen.

Ich rate heftigst davon ab, selbst zu versuchen was ich nun beschreibe. Die Echsen in denen Drachenblut fließt werden dann in Feuer wiedergeboren. Ihre Schuppenfarbe ändert sich, von grün zu der Schuppenfarbe der entsprechenden Drachenart, im meinem Fall wäre das blau, denn wie ihr, werter Leser, euch vielleicht denken könnt, bin ich eine von denen, in dessen Adern Drachenblut fließt und an dem Punkt änderte sich mein bis dahin durchschnittliches Echsenleben, denn von diesem Zeitpunkt an war ich ein Diener des Stammes und der Drachen, in genau dieser Reihenfolge.



So wie viele vor mir wurde ich in die Enklave der chromatischen Drachen aufgenommen. Wenn ihr euch diese vorstellen wollt, werter Leser, so müsst ihr euch eine zerklüftete Bergspitze vorstellen an deren Innenseite sich ein großer Platz befindet, rings herum mehr oder weniger umschlossen von Felswänden, in die Zimmer und Hallen gehauen wurden. Jeder hatte sein eigenes Zimmer, mit einer Grundausstattung und je älter man war, desto eindrucksvoller wurde dieser Raum dann. Nicht wenige haben sich, ob mit Magie oder Muskelkraft, einen persönlichen Balkon und Startplatz geschaffen und ich erinnere mich noch gut an jemanden der eine persönliche Bibliothek besaß. Außerhalb der eigenen Räume war es ein sehr rauer Ort. Es gab einen gewissen Ehrenkodex, wie beispielsweise niemand stiehlt, oder zerstört die Räume eines anderen, niemand wird, ohne Grund der nicht vorher von den Anführern der Enklave abgesegnet wurde, umgebracht, solche Dinge eben. Selbst wenn wir keine richtigen Drachen sind, so ist ein Haufen Echsen mit Drachenblut in ihren Adern mehr als ausreichend um täglich schwere Verletzungen zu produzieren.

Darüber hinaus bekamen die Meisten eine eine erweiterte Ausbildung im Umgang mit Waffen, und unseren Natürlichen Waffen.. und der Peitsche. Ich bin mir bis heute nicht sicher weshalb irgendjemand eine solche Waffe wirklich im Kampf verwenden sollte, aber es ist die Waffe von Dahak und deshalb war es Pflicht den Umgang zu lernen. Darüber hinaus gibt es nicht viel über die Enklave der chromatischen Drachen zu berichten. Manchmal bereue ich es nicht mehr dort hin zurück zu können, denn trotz allem war es sehr angenehm und die Gesellschaft war meistens gut, ähnlich wie die bei den Nordvölkern oder den Zwergen in ihren Methallen, nur eben mit Möchtegerndrachen, vor allem die weibliche Gesellschaft war hervorragend. Ich würde mein Volk nie als Wilde bezeichnen, doch im Bett wurden, vor allem die Partnerinnen von Möchtegerndrachen zu richtigen, jedenfalls traf das auf die mit chromatischer Blutlinie zu. Was ich damit sagen will ist, wenn man ein wenig Biss hat, und den hat man mit Drachenblut, dann ist es ein sehr angenehmer Ort (für meinesgleichen).



Die Enklave der Metalldrachen habe ich nur zweimal von innen gesehen aber ich hatte beide Male den Eindruck gehabt, dass es ein Kloster war, alles golden, glänzend und sauber, auf eine negative Art. Das würde mich auch zu dem Grund führen, weshalb ich nicht mehr in die chromatische Enklave zurück kann. Seht ihr werter Leser, durch den Schutz der Pseudodrachen (ich habe jedes Recht meinesgleichen zu nennen wie immer ich will) ist der Stamm hervorragend gegen Angreifer geschützt weshalb das Leben dort sehr einfach ist, in vielerlei Hinsicht. Die Generation meiner Eltern, beispielsweise hat nie einen Angreifer in unseren Grenzen gesehen. Meine vermutlich auch nicht, aber ich habe keinen Kontakt mehr zum Stamm, daher kann ich das nicht mit Bestimmtheit sagen, aber ich schweife ab. Der Grund weshalb ich die Enklave, und auch den Stamm nicht mehr betreten kann, ist eine die schon für viele Abenteuer und Leid verantwortlich ist, die Liebe. Denn bevor das chromatische Blut in meinen Adern offenbart wurde dachte ich, ich hätte meine Partnerin fürs Leben gefunden. Ihr Name war Rachel, ich könnte jetzt genauer ausführen das sie Lustig und Hübsch war, sie ein strahlende Persönlichkeit wunderbares Lachen hatte, aber ich bin so gnädig und erspare es euch werter Leser, wisst nur das wir uns zum Zeitpunkt meines Erwachens sehr nahe standen.

Doch wie es der Zufall so wollte Erwachte auch sie während der Zeremonie, als bronzener Metalldrache. Wie euch vielleicht bekannt ist, werter Leser, so ist das Verhältnis zwischen chromatischen und metallischen Drachen in etwa so gut wie das zwischen Hunden und Katzen, feuerspeienden und gepanzerten Hunden und Katzen die jeweils 50 Tonnen wiegen. In unserem Stamm ist nicht ganz so schlimm, aber die Tatsache das die beiden Enklaven jeweils auf unterschiedlichen Berggipfeln liegen sollte eigentlich für sich sprechen. Es herrscht eine gewisse Rivalität zwischen den Drachenblütern, und das einzige das beide Parteien davon abhält sich gegenseitig an die Kehle zu gehen, ist der Stamm, denn unsere Loyalität galt zuerst unseren Leuten, und dann allem was mit dem Drachenblut kam. So war der Zugang zu der anderen Enklave zwar nicht gänzlich verboten, nur hatte es, jedenfalls bei den metallischen Drachen einige Bedingungen, genauer „dem chaotischem Leben der Gewalt und Zerstörung“ abzuschwören und Teil der Metalldrachenenklave zu werden.

Das war für die meisten von uns, die vielleicht nur Freunde von vor dem Erwachen besuchen wollten, zu extrem, und darüber hinaus beleidigend. Und der Erfahrung der Älteren in der Enklave verliefen alte Freundschaften auch fast ausnahmslos so, und endeten als Freunde die man in einer vergangenen Zeit einmal gehabt hatte. In der Enklave der chromatischen Drachen war es mit Besuchern etwas anders, es gab sogar einige der metallischen Drachen die zu uns herübergekommen sind um dem Leben „mit einem Stalagmiten im Arsch“ (deren Worte, nicht meine) zu entkommen.




Ich sah Rachel nach unserem gemeinsamen Erwachen noch zwei mal wieder. Das eine Mal Monate nach dem Erwachen. Das Training war anstrengend und anspruchsvoll gewesen, denn auch wenn die Atmosphäre durchaus locker ist (wie am Abend in einer Taverne, nur etwas gewalttätiger) so werden dennoch hohe Ansprüche an die Kampfkraft der Konklave gestellt, und als Neuling wird man besonders „gefördert“. Damals bin ich, nicht wissend wie es in der Metalldrachenenklave war, bezüglich Regeln, einfach durch den Haupteingang marschiert. Anfangs hatte mich niemand aufgehalten und ich hatte mir auch nichts dabei gedacht, denn wie erwähnt ich war davon ausgegangen das es nichts zu besonders war jemanden aus der anderen Enklave bei sich zu sehen. Das ich falsch lag wurde mir dann höflicherweise durch einen silbernen Stammesgenossen verdeutlicht, der sich in seiner Drachengestalt, auf mich stürzte. Denn, werter Leser, die Metalldrachenenklave hat etwas „striktere“ Regelungen was das betreten angeht (wie erwähnt, ich habe keinen Kontakt mehr zu meinem Stamm und gehe jetzt einfach davon aus das sich in meiner Abwesenheit nichts geändert hat).

Zum einem ist es Außenseitern strengstens verboten Waffen mit sich zu führen, etwas das in der chromatischen Enklave undenkbar wäre und ich erwähnte ja bereits den einzigen Weg wie man Zugang zur Metalldrachenenklave bekommen konnte. Darüber hinaus hatte ich es geschafft zum Wachwechsel in die Enklave zu kommen, denn für gewöhnlich hätte am Eingang jemand gestanden. So kam es dann zu dem Punkt das ich unter einem Drachen lag. An dem Punkt traten meine angeeigneten Reflexe aus dem monatelangem Training ein. Ich befreite mich aus dem Griff, rollte mich zur Seite um den Zähnen zu entgehen, zog meine Zweihandaxt und schlug aus meiner Bewegung zu, was dazu führte das mein Gegner die Axt ins Gesicht bekam. Dieser taumelte zurück und soweit ich weiß behielt er eine Narbe als Andenken an die Begegnung, den ihr müsst Wissen werter Leser, die Drachengestalt in die wir uns verwandeln können, ist, im Gegensatz zum gleichnamigen Zauber, keine von uns losgelöste Hülle, die sich immer wieder erneuert. Narben die wir als Echse kriegen haben wir auch als Drache, und anders herum, aber ich schweife ab. Ich stand bereit für einen weiteren Angriff, doch da hörte ich meinen Namen, in der Menge Zuschauer die sich gebildet hatte.

Sofort erkannte ich die Stimme, und es dauerte nicht lange bis ich Rachel dort entdeckt hatte. Leider dauerte es lange genug um dem Silbernen Zeit zugeben zum schlag auszuholen, und mich in die nächstbeste Wand zu befördern. Mir wurden die Waffen abgenommen, ich wurde in ein Verlies gesteckt wo ich eine Woche verbrachte bis man mich mit dem Versprechen hinauswarf, mich beim nächsten Mal umzubringen. Der Stamm auf der anderen Seite ermahnte mich, das sie mich verbannen würden, sollte so etwas noch einmal passieren. In meiner eigenen Enklave wurde ich wie ein Held gefeiert, einfach weil ich einem von denen eine Axt durchs Gesicht gezogen hatte (wie erwähnt ein großartiger Ort), gleichzeitig wurde mir mehrfach empfohlen Rachel zu vergessen und da ich sowohl im Dorf, welches zwischen den Enklaven lag, als auch über magische Wegen keinen Kontakt zu ihr aufnehmen konnte, versuchte ich es. Doch ich konnte sie nicht vergessen und so schlich ich mich in die Enklave, auf der Suche nach Rachel.

Als ich nach einer halben Nacht Suche ihr Zimmer nicht gefunden hatte wurde ich entdeckt, von dem selben Silberdrachen der mich Monate vorher meine Axt durchs Gesicht gezogen hatte. Er hatte mich definitiv gesehen und anhand des hasserfüllten: „Du!“ schloss, dass er mich auch erkannt hatte. Doch bevor er Alarmschlagen konnte hatte ich ihm mit einem kräftigen Schlag außer Gefecht gesetzt. Ich versteckte ihn so gut es ging und suchte weiter. Letztendlich fand ich ihren Raum, mit ihr darin. Wir setzten uns aufs Bett und redeten. Sie erzählte von ihrem neuem Leben und ich von meinem und für einen Moment war es, als wäre nie etwas geschehen, doch dann kam ich zu dem Teil an dem ich in die Enklave eingebrochen war und dem Silbernen bewusstlos geschlagen hatte. Wir wussten beide, dass ich nicht bleiben können würde, und so bat ich sie mit mir zu kommen, in die Welt. Hätte ich sie am Tag vor unserem erwachen gefragt, hätte sie keine Sekunde gezögert, doch die Zeremonie und die Zeit in den Enklaven hatte uns beide verändert.

Wir waren die Wächter und Beschützer unseres Stammes. Ich würde so oder so verbannt werden (oder schlimmeres) doch Rachel hatte noch Pflichten und es liegt nicht in der Natur der Bronzedrachen zu laufen. Auch ich besitze noch nach all der Zeit eine starke Loyalität gegenüber meines Stammes, würde jedem Angehörigen mit aller Kraft beistehen, vielleicht dem Silbernem nicht, aber Anderen, in einem Augenblick. Rachel und ich verabschiedeten uns voneinander und für einige Jahre zog ich durch die Lande, arbeitete mal als Holzfäller, mal als Bergbauer, doch letztendlich zog es mich wieder zu etwas kämpferischem und letztendlich wurde ich Berufssöldner, sofern man dieses Gewerbe einfach so als Profession bezeichnen kann. Und so kam es irgendwann das ich als Wache für eine Expedition auf einen fernen Kontinent angeheuert wurde......
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