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Point Guards

OneshotLiebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Akashi Seijūro
26.11.2018
26.11.2018
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https://www.youtube.com/watch?v=KEM8--t9viI

Bei diesem OS habe ich mich von dem Video oben inspirieren lassen und ich hoffe natürlich, dass es euch gefällt ;-) Viel Spaß beim Lesen!




Vom Suchen und Finden

Es gefiel Akashi nicht. Es gefiel Akashi ganz und gar nicht, dass jeder der Wundergeneration seinen Seelenverwandten gefunden hatte. Jeder, außer ihm selbst.




Tetsuya hatte Taiga. Erst gestern hatte er die beiden zusammen gesehen. Tetsuya war mal wieder mit einem Buch in der Hand den Bürgersteig entlanggelaufen als Taiga ohne ersichtlichen Grund in den nächsten Schnellimbiss ging und mit einem Getränk wieder herauskam, welches er auch direkt seinem Partner überreichte.

Woher hatte Taiga gewusst, dass Tetsuya Durst hatte? Spürte man das, wenn man seinen Seelenverwandten gefunden hatte?

Tetsuya hatte sich bedankt und die beiden schauten sich liebevoll lächelnd in die Augen, ehe Taiga sich vorbeugte und Tetsuya einen Kuss auf die Lippen drückte. Und dann gingen sie auch schon weiter, als ob nichts geschehen wäre, weil das alles so normal für sie war.

Akashi hätte auch gerne jemanden, bei dem er sich so normal verhalten konnte.



Daiki hatte Ryouta. Sie waren schon in ihrer Mittelschulzeit zusammengekommen. Schließlich brauchte man nur einmal mit seinem Seelenverwandten ein Wort gewechselt haben, um zu wissen, dass man seine andere Hälfte gefunden hatte. Daiki hatte Ryouta einen Basketball an den Kopf geworfen, ihn frech angegrinst und sobald er sich nicht wirklich reuevoll entschuldigte – klebten sie aneinander wie ein Kaugummi an einer Schuhsohle. Mit niemand anderem harmonierten sie in einem Spiel so gut. Und auch konnten sie mit niemandem so gut konkurrieren, wie miteinander. Sie stachelten sich gegenseitig immer weiter an, wuchsen immer weiter über sich hinaus. Doch trotz dieser Rivalität liebten sie einander.

Akashi wollte auch von jemandem so geliebt werden und selbst so lieben können.


Shintarō hatte Kazunari. Der schwarzhaarige Point Guard kutschierte Shintarō wohin auch immer dieser wollte. Egal, ob die Sonne schien oder es regnete. Und Kazunari kümmerte sich für seinen „Shin-chan“ immer rechtzeitig um die Lucky Items. Er nahm Shintarō genauso wie er war. Mit allen seinen komischen Macken, auch wenn er dafür eine Tonnenschwere Pinguinstaute in dem Anhänger von A nach B befördern sollte. Genauso wie Shintarō Kazunari mit allen seinen Fehlern liebte. Selbst wenn dieser ihn bei jeder Gelegenheit auslachte und öffentlich blamierte. Das war den beiden egal. Sie liebten sich so, wie sie waren.

Akashi wollte auch von jemandem genauso akzeptiert werden, wie er war. Trotz seiner schwierigen Persönlichkeit.


Atsushi hatte Tatsuya. Der Dunkelhaarige war sowieso eine sehr umgängliche Person und kümmerte sich hingebungsvoll um seinen Seelenverwandten. Er machte alles, was seinen Atsushi glücklich machte. Fiel dem Lilahaarigen sein Eis vom Stiel, hatte Tatsuya bereits das nächste in der Hand und überreichte es seinem großen Partner, der ihn voller Dankbarkeit fast erdrückte und dann überglücklich an seinem Eis schleckte.

Gab es jemanden, der sich ihm so hingeben würde?



Akashi wusste, dass er noch sein ganzes Leben vor sich hatte, also noch mehr als genug Zeit, aber er konnte sich dem Gefühl der Eifersucht nicht erwehren, wenn er seine ehemaligen Teammitglieder so glücklich mit ihren Seelenpartnern vereint sah. Da überkam ihn jedes Mal der Wunsch, seinen eigenen auch schon gefunden zu haben.  
Überhaupt war er noch nie verliebt gewesen. Warum auch? Wenn es doch jemanden gab, der für ihn bestimmt war. Nur für eine einzige Person hatte er sich je irgendwie interessiert.

Kōki Furihata.

Er hatte ihn im letzten Jahr im Winter Cup Finale getroffen und sie spielten gegeneinander. Akashi wusste, dass Kōki in einem Eins-gegen-Eins niemals eine Chance gegen ihn haben würde. Wie die meisten Leute. Was also hatte sein Interesse an ihm geweckt? Was war so anders an ihm? Akashi war nichts eingefallen. Aber damit der Braunhaarige ihm nicht mehr im Kopf herumspukte, hatte er über Tetsuya ein Treffen mit ihm vereinbart. Er wollte mit diesem ungewöhnlichen Gefühl in einem kurzen Gespräch abschließen, und dann weiter auf seinen Seelenverwandten warten.

Mit einem kurzen Blick auf seine Armbanduhr bemerkte er, dass er sich auf den Weg machen musste, um nicht unpünktlich zu sein. Er drehte sich um – und knallte mit dem Kopf fest gegen den einer anderen Person. Er kniff kurz die Augen zusammen und fühlte seine Stirn pochen, bevor er zu dem anderen sah, der durch den Zusammenprall gestolpert war und sich gerade über die Stirn fuhr und leise Schmerzendlaute von sich gab. Er staunte nicht schlecht, als er in dem Jungen vor sich Kōki erkannte.
Er streckte ihm die Hand aus und bemerkte mit einem beunruhigenden Bauchgefühl, dass sie zitterte. Kōki ergriff seine Hand und ließ sich hochziehen, ehe er den Blick hob und den Rothaarigen erkannte. Akashi konnte richtig sehen, wie das Gehirn des anderen die Situation verarbeitete und reagierte. Die Knie des Braunhaarigen fingen an zu zittern wie Espenlaub und er senkte sofort den Blick.

Akashi hob schon beschwichtigend die Hände, um ihm zu versichern, dass er keine Schuld hatte, als der andere Erstklässler selbst anfing zu reden.

„T-T-Tut mir leid, Ak-k-k-ashi-san!“


Seine Augen weiteten sich als er ein wunderbar warmes Gefühl in seine Brust fühlte. Es war, als würde sein Herz plötzlich überquellen vor Gefühlen und Hingabe für den Braunhaarigen.
Fühlte es sich so an, wenn man seinen Seelenverwandten fand?
Akashi kam sich vor, wie in einem dieser kitschigen Liebesfilme: Es war, als würde ein Windstoß seine Haare wehen und ihn zum ersten Mal wirklich frei atmen lassen. Sein Herz begann schneller zu schlagen und ein Lächeln legte sich auf sein Gesicht.

Er fühlte sich endlich komplett.

Ein warmer Schauer überlief Akashis Rücken und als er vorbei war, fühlte er sich, als hätte er wie eine Schlange seine alte Haut abgelegt. Von nun an würde sich etwas in seinem Leben ändern.


„Du brauchst dich nicht zu entschuldigen, Kōki. Ich hatte genauso Schuld daran. Aber das mal beiseite. Ich freue mich, dich mal richtig kennen zu lernen.“

Akashi lächelte sein liebevollstes Lächeln und er sah das Funkeln in Kōkis Augen, als auch ihm ihre Seelenverwandtschaft bewusst wurde. Das Zittern seines Körpers ließ zwar nur minimal nach, aber Kōki lächelte nun ebenfalls und Akashis Herz machte einen Sprung. Noch nie zuvor hatte er so gefühlt. Und das durfte er den Rest seines Lebens behalten?

„Darf ich dich um ein Date mit mir bitten, Kōki?“, fragte er und streckte die Hand aus. Offenbar noch völlig im Rausch seiner plötzlichen Gefühle gefangen, kam Kōki mit beflügelten Schritten auf ihn zu und fiel ihm um den Hals, die vorherige Angst war vergessen.

„Gerne, Seijūrō.“








Nur wenige Meter entfernt und hinter einer Hausecke versteckt, beobachteten die anderen ehemaligen Mitglieder der Wundergeneration mitsamt Seelenpartnern die Szene, ohne jedoch das „Gespräch“ der beiden zu hören.

„Gib dein Bestes, Aka-chin“, hörte man die Stimme Murasakibaras während er sich einen Schokoriegel in den Mund schob. Himuro lag praktisch auf seinem Rücken und begnügte sich damit, die zwei Point Guards zu beobachten, genauso wie Midorima und Takao.
„Geh mit ihm aus, Akashicchi…“, murmelte derweil Kise und wurde von hinten von Aomine in die Arme gezogen.
„Ich kann’s echt nicht glauben…“, kam es von dem Blauhaarigen
Und schlussendlich kam von Kuroko ein freundschaftliches „Viel Glück, Furihata-kun“, als sie die Beiden händchenhaltend weggehen sahen.
Nur Kagami bekam nicht mal die Chance etwas zu sagen, da er versuchte dem Tod zu entkommen, dem die anderen, die es sich sämtlichst auf ihm gemütlich gemacht hatten, ihn ausgesetzt hatten.

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Ich hoffe, ihr hattet Spaß beim Lesen ;-)
Über eure Rückmeldung und Kritik würde ich mich sehr freuen!
GLG eure Shira-chan
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