Letzte Schuljahre

GeschichteHumor, Romanze / P16
Alea der Bescheidene Falk Irmenfried von Hasenmümmelstein Jean Méchant der Tambour Lasterbalk der Lästerliche Luzi das L OC (Own Character)
25.11.2018
19.05.2019
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Guten Abend, auch hier geht es weiter, mit einem neuen Kapitel. Was sagt Ihr zu dem Albtraum? Was denkt Ihr über Kais Idee? Schreibt uns fleißig, auch Eure Vorstellungen, wie es weiter geht. LG Pardona und Mama

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Der Albtraum 1.0

Pardona bemerkt Aleas neidischen und durstigen Blick. In einem Augenblick der Ruhe nimmt sie eins der Biere und geht damit zu dem Sänger, der schon wieder umgarnt wird. Grinsend bahnt sie sich einen Weg durch die protestierenden Fans und hält ihm von der Seite frech das Bier vor die Nase. Seine braunen Augen blicken fragend sie an, sie nickt bestätigend. Er greift das Bier, umarmt sie zärtlich und flüstert in ihr Ohr „Danke, meine liebste Prinzessin! Du hast mich gerettet!“ erst dann löst er sich von ihr und trinkt den halben Becher aus. „Du bist ja echt am Verdursten!“ stellt Pardona erschrocken fest. Alea nickt und widmet sich den letzten Fans, die ihn umdrängen. „Früher haben die Fans uns mit Getränken versorgt.“ erklärt er Pardona. Die nickt und meint „Heute mache ich das!“ dann, nachdenklich geworden, holt sie vier weitere Biere und geht von Spielmann zu Spielmann, jedem eins davon in die Hand drückend. Bei allen Bandkollegen trifft sie auf dankbare Blicke. Kopfschüttelnd setzt sie sich schließlich mit ihrem Bier an die Seite und betrachtet das Treiben. Kaum sitzt sie, wird sie erneut belagert.

Auf dem Weg zur Pension mault sie „Das ist wirklich auf Dauer nichts für mich!“ „Neeeee, für mich auch nicht!“ stöhnt Dolia. Kai lacht. „Morgen haltet Ihr noch durch, oder?“ „Nur wenn Mama Sack spielt!“ kommt es zeitgleich von beiden Mädchen. Kai blickt sie nachdenklich an. „Die Idee ist klasse! Timo? Was denkst …. wo ist der schon wieder?“ Sie schauen sich suchend um. Kein Timo, keine Mama. Schulterzucken. „Dann entscheide ich eben alleine!“ bemerkt Kai.

Timo und Ilona gehen zwischenzeitlich einen Umweg. Timo wollte die Ruhe mit seiner Liebsten genießen, so dass er sie an die Hand nahm und einen anderen Weg wählte. Hand in Hand gehen sie durch das nächtliche Bremen, immer wieder anhaltend und sich einen sanften oder auch leidenschaftlichen Kuss gebend, bis sie nach längerer Zeit die Pension erreichen. Inständig hofft Timo, dass sie ungesehen auf das Zimmer kommen. Und genau so ist es: einige der Band sitzen am Tresen der Bar, die im Keller der Pension eingerichtet und auch für Nichtpensionsgäste zugängig ist, Jaen und Tobias sind schon in ihrem Zimmer, wie auch Alea und Pardona. Genau das machen Ilona und Timo auch: sie ziehen sich in ihr Zimmer zurück.

Mitten in der Nacht wacht Alea erneut auf. Er braucht einen Moment, dann wird ihm bewusst, dass er Pardona im Arm hält, die ihren Kopf auf seiner Brust liegend hat. Pardona ist unruhig und redet im Schlaf. Er kann sie nicht verstehen. Sanft legt er seine Hand auf ihre Schulter und versucht sie zu wecken. „Pardona? Komm schon, wach auf! Du träumst!“, begleitet mit einem leichten Schütteln. Doch Pardona träumt weiter. Auch Streicheln über ihren Rücken, was sonst immer sie beruhigt, hilft nicht. So schüttelt er sie kräftiger und spricht sie lauter an. Endlich schreckt Pardona hoch, mit schnell und laut pochendem Herzschlag. „Was ist? Wo... wie.. Es ist doch noch Nacht!“ protestiert sie. „Du hattest wohl wieder einen Albtraum.“ Alea setzt sich auf und legt den Arm um Pardona, sie behutsam an seine Schulter ziehend. „Komm, erzähl schon. Was hast Du geträumt?“ Einen Moment braucht sie, sich zu sammeln. Dann erzählt sie leise „Ich... habe geträumt, dass ein Fan, eine Frau, auf mich eifersüchtig ist. Weil Du mich so sehr magst. Die hat mich entführt. Und mir die... Hände zertrümmert.“ Ihre Stimme wird immer leiser, da Alea ohne Hörgeräte schläft – die würden nur drücken -, muss er sich sehr konzentrieren, um alles zu hören. Sie fährt fort: „Jetzt, so meinte die, würdest Du kein Interesse mehr an mir haben und sie könne sich an Dich heranmachen...“ Einen Augenblick schweigt sie. Dann meint sie, in einem Anflug ihres alten Humors: „Naja, wenigstens müsste ich dann nicht mehr auf die Bühne!“ Leise lacht Alea, dann hebt er mit seiner freien Hand ihr Kinn an, bis sich ihre Blicke treffen. „Es ist mir egal, ob Du Schlagzeug spielst oder was auch immer machst. Ich mag Dich, weil Du so bist, wie Du bist. Das dort drin …“ er berührt die Stelle ihres Herzens, „... und das dort...“ er berührt ihre Stirn, „...drin, das ist es, was ich an Dir so sehr schätze und liebe! Keine Angst...“ beruhigt er sie mit leiser, sanfter Stimme. Pardona blickt ihn an, murmelt leise „Ich finde es schön, dass Du mich magst... aber ich will schlafen....“ klingt sie leicht jämmerlich und hofft, dass er sie nicht hört. Sie legt ihren Kopf auf seine Brust zurück. Alea streicht ihr sanft über den Rücken, leise eine Melodie summend, bis sie einschläft. Nur wenige Momente später ist auch der Sänger wieder im Reich der Träume, ein leises Lächeln auf den Lippen und die Wange an die Stirn von Pardona gelegt.

Der nächste Morgen ist schnell da. In den einzelnen Zimmern klingeln die Wecker:

Jean murrt leise, sich noch einmal an Tobias anschmiegend. Der nutzt die Nähe auch weidlich aus... bevor sie unter die Dusche huschen, die Sachen packen und mit den Taschen zum Frühstück gehen. Inzwischen hellwach und ein glückliches Lächeln im Gesicht.

Dolia ist beim Läuten des Weckers sofort wach und steht auf, dem Luzi die Decke raubend. „Aufstehen, komm schon!“ meint sie fröhlich, während Luzi einmal wieder die gute Laune von Dolia am frühen Morgen verflucht, bevor er sich ins Bad zerren lässt. Auch sie packen schnell die Taschen und finden sich dann zum Frühstück ein.

Timo und Ilona seufzen genervt, im Duo, als der Wecker klingelt. Die Nacht war zu kurz, befinden beide und kuscheln noch 10 Minuten, bevor sie die Sachen packen, das Bad besuchen und zum Frühstück torkeln.

Alea und Pardona waren ja frühzeitig im Bett und trotz dem nächtlichen Vorfall sind sie früher als die anderen wach. Wobei Pardona sich erst einmal lauthals beschwert: „Boah, Du hast ja wirklich einen schönen Bart!“ dabei fährt sie sanft mit ihren Fingern durch den ungeflochtenen Kinnbart, „Aber der kitzelt mich an der Nase!“. Sie suchen sich draußen eine ruhige Ecke, trainieren eine halbe Stunde. Dann okkupieren sie nacheinander das Bad, packen die Sachen und gehen zum Frühstück. Über den Albtraum reden sie nicht weiter. Es ist alles gesagt. Vorerst.

Auch die anderen Saltaten sind eher müde als wach am Frühstückstisch. So wird es ein ruhiges Frühstücken, bevor die Einen in den Tourbus steigen, die Anderen in den Kleinbus von Ilona, um zum nächsten und vorerst letzten Tourort zu gelangen: Berlin!
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