Letzte Schuljahre

GeschichteHumor, Romanze / P12
25.11.2018
09.12.2018
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
Ihr Lieben, heute nur ein Kapitel, da wir auf der Weihnachtslesung von Holly Loose, Sänger der Letzten Instanz, waren. War wunderschön, am Kamin... Lustig und auch ein wenig festlich.

Und nun erzählt, wie Euch dieses Kapitel gefällt. Was wird wohl daraus werden? Armer Alea? Oder Arme Pardona?

LG

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Die Woche vor dem nächsten MPS

Montag früh wird Pardona wieder von Alea geweckt, der seinen morgendlichen Sport hinter sich und geduscht hat. Sein Haar ist wieder geglättet und die Haarsträhne in drei kleine Zöpfe geflochten. Auch sein Bart ist sorgfältig mit einer Bartperle gehalten. Pardona sieht ihren Lehrer an und murrt: „Und? Frühstück? Heißer Kaffee? Schulbrot? Hmmm?“ Er schaut sie verdutzt an. „Ja, DU hast gesagt, wenn DU mich wecken würdest, gäbe es....“ „Ist ja schon gut! Pffffff.... Steh auf, sonst gibt es gar nichts!“ Pardona braucht noch ihre Minuten, um aufzustehen.

In der Küche findet Pardona ihre Geschwister vor und auch die beiden Gäste, die ja bald fahren werden. Und natürlich Mama und den Lehrer. Auf ihrem Platz steht ein Becher heißer Kaffee, Frühstück und ein Pausenbrot. Pardona setzt sich grinsend an ihren Platz und strahlt: „Ohhhhh ist das lecker! So möchte ich immer geweckt werden!“ Alea beginnt laut zu hüsteln, der Lästerliche kichert. Noch mehr Material für die Bühne!

Die Kinder und Alea machen sich auf den Weg zu ihren Schulen. Luzi grinst und umarmt sie alle, auch Tobias und danach Alea: „Seid schön fleißig in der Schule und bringt gute Noten nach Hause!“ Was dafür sorgt, dass Alea giftet: „Bin ich froh, Euch erst am Wochenende wieder zu sehen! Was denkt Ihr, warum ich hier einen Job angenommen habe? Und was passiert? IHR verliebt Euch in MEINE Gastfamilie!“ Dolia und Pardona sehen sich an und prusten lauthals los, kurze Zeit später schon Tränen lachend. Tobias ist nur genervt von den albernen Schwestern und schüttelt seinen Kopf, eine Nachricht am Handy beantwortend. „Ich weiß gar nicht mehr, welcher Kontakt zu welcher Blondine gehört!“ mault er.

Die Woche verrinnt relativ ruhig. Dolia ist etwas wehmütig, ihr fehlt wohl der Dudelzwerg. Auch Mama lächelt das eine und andere Mal verträumt und bekommt rote Wangen, wenn ihr Handy sich meldet. So vergehen Tag für Tag, in der Schule ahnt noch niemand, dass der Aushilfslehrer zur Untermiete bei Pardonas Familie wohnt. Das ist auch gut so und darf so bleiben. Auch wenn Alea mault: „Pardona, lass uns mit Deinem Motorrad zur Schule fahren!“ Sie meint dazu nur: „Ja, kann ich machen. Du nimmst den Bus! Das fällt sonst so auf!“ „Ach komm schon, ich trage auch den pinken Helm!“ bietet er an. Verlockend, findet Pardona, aber sie bleibt da hart – Mama hat gesagt, das fällt zu sehr auf. So bekommt er ein sehr bedauerliches „NEIN!“ zu hören. Auch sein berühmter Hundeblick hilft ihm da nicht. Aber einkaufen könnten sie ja mal fahren. Mit dem Motorrad – und dem pinken Helm! „Na toll!“ meinte er grinsend dazu.

So brach der Freitag an. Noch einmal Schule, Sachen für das MPS waren bereits gepackt. Abends würden sie fahren. Aufgeregte Stimmung herrscht, Dolia freut sich auf Luzi, Tobias auf noch mehr Blondinen. Mama ist auch schon ganz unruhig. Nur Pardona findet  das alles … wie soll man es ausdrücken... gleichgültig? Ja, sie ist gerne dort, aber irgendwie... nun ja. Vielleicht liegt es auch an dem Schultag, sie hat das Gefühl, irgendetwas geschieht.

Der Bus ist pünktlich und die Schulklingel auch. Die letzte Doppelstunde ist dann wieder Sport. Pardona nimmt vorsorglich vor dem Sport ihr Asthmaspray. Sicher ist sicher! Und gibt wie imemr alles. Aufwärmübungen, dabei die üblichen Erklärungen. Meditation, dann neue Techniken, die geübt werden. Da immer noch ein Jugendlicher krank ist, muss eine oder einer mit dem Trainer üben.

Pardona war diesmal schnell und hat sich einen Partner gesucht, aber das akzeptiert ihr Lehrer nicht. „Pardona, mir ist es lieber, wenn Du mit mir übst!“ „Warum?“ kommt von ihr – das ist jetzt echt nicht hilfreich, findet sie! „Ich erinnere mich noch an das letzte Training! Ich habe Dich lieber unter Beobachtung.“ So ein Mist... denkt Pardona und geht beleidigt zu ihm. Aber nach den ersten Schlägen ist ihre Laune wie ausgewechselt. Er verlangt viel von ihr, sie kommt an ihre Grenzen. Und doch gefällt ihr das. So kommt es, dass eine Jugendliche plötzlich aufschreit und Alea sich zu dem Mädchen umdreht, genau in dem Moment, als Pardona ihn angreift. Sie kann ihren Angriff nicht mehr stoppen und trifft ihren Lehrer direkt im Gesicht. Der taumelt erst einmal ein paar Schritte nach hinten. Pardona ist erschrocken und folgt ihm sofort mit einem „Sorry.... war nicht Absicht!“ Alea hält sich eine Hand vor das Auge, mit dem anderen schaut er, warum das Mädchen geschrien hat. Die meint, sie wollte ihren Trainingspartner nur abschrecken. Sofort gibt es eine Strafpredigt, von wegen ohne Grund schreien, als ob was passiert ist! Pardona weiß nicht, ob sie grinsen oder ein schlechtes Gewissen haben soll. Geistesgegenwärtig rennt sie hoch und holt ein Handtuch, dass sie mit kaltem Wasser tränkt. Das bringt sie ihrem immer noch schimpfenden Lehrer, der sie ignoriert. Also zuckt sie nur mit den Schultern, zieht seine Hand vom Auge und legt ihm das Handtuch auf das getroffene Auge. „Kühlen! Sonst wird das blau!“ meint sie. Er dreht sich zu ihr um und meint „Au Mist! Samstag hab ich Auftritt!“ Pardona lacht lauthals los.
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