Change || Hoseok x OC

von hyori-yi
GeschichteAllgemein / P16
J-Hope OC (Own Character)
25.11.2018
11.09.2019
17
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Mein Zimmer sah wahrhaftig aus, wie als hätte eine Bombe eingeschlagen und damit meine ich nicht den normalen Zustand meines Zimmers. Normalerweise lagen ein paar Stapel aus Büchern im Weg oder ein paar Socken, die ich im Bett ausgezogen hatte, aber zu faul war, um sie in den Wäschekorb zu werfen und wenn ich sie dann doch einmal in den Wäschekorb werfen wollte -von meinem Bett aufzustehen war nämlich definitiv keine Option-, hinderte mich mein grausames Zielvermögen an einem möglichen Erfolg.

Heute aber war kein Fußboden mehr zu sehen, da alles voller Kleidung lag. Jetzt fragt ihr euch natürlich sicherlich: Warum? Die Antwort ist ganz einfach, aber ich denke, dafür muss ich ein klein wenig in der Zeit zurückgehen.

Nach Weihnachten und allem was um dieses Fest geschehen war, inklusive meines ersten Kusses und dem Missverständnis mit Hobi, hatten wir alle noch Nummern getauscht. Somit konnte ich jetzt mich jetzt mit allen austauschen, auch wenn die Jungs für Auftritt zum Beispiel in Amerika oder Europa waren. Zusätzlich hatte ich auch viel mit Jiwoo -Hobi's Schwester- geschrieben, die ja leider nicht in der gleichen Stadt wie ich und Sajoon wohnte. Auch mit Sajoon hatte ich viel in der Stadt und zu Hause gemacht, obwohl wir mehr auf der Couch als draußen verbracht haben. Es war nämlich 'Shadowhunters-Serienmarathon' angesagt. Jetzt waren wir beide auf dem neusten Stand und waren wirkliche kleine Fangirls.

Die Person mit der er ich aber wahrscheinlich am meisten geschrieben hatte, war Hobi. Also Hoseok, aber er meinte, dass ich ihn ruhig bei seinem Spitznamen könnte. In jeder freien Minute, die er neben seinem Training und seinen öffentlichen Verpflichtungen Zeit hatte, hatten wir über unsere Handys miteinander geschrieben. So war es gekommen, dass er mich vor etwa einer Woche auf ein Date zu heute eingeladen hatte.
Im ersten Moment war ich glücklich wie ein kleiner Flummi durch Zimmer gehüpft, da ich so etwas nie erwartet hatte. Er schien es anscheinend wirklich ernst mit mir zu meinen.

In zwei Stunden würde mein Zug in die Hauptstadt abfahren und ich hatte einfach immer noch kein Outfit gefunden. Ich hatte jegliche Kombination an Kleidungsstücken aus meiner Kleiderschrank ausprobiert, aber irgendwie sah nichts gut genug aus, um damit auf ein Date zu gehen. Abgesehen davon, dass ich keine Ahnung hatte, wo wir hingehen wollten.
Wenn wir zum Beispiel in ein Restaurant gehen würden, sollte ich eher ein Kleid oder mindestens einen Rock tragen, um nicht zu underdressed zu sein. Sollten wir aber einfach ein bisschen in der Stadt rumgammeln wären die meisten meiner Kleider zu overdressed.

Ich fuhr mir mit meinen Händen durch meine noch ungekämmten Haare und verwuschelte diese aus Frust noch mehr. Zusätzlich ließ ich noch einen Seufzer los und dieser schien Sajoon aus dem Flur angelockt zu haben. Sie stand nämlich ein paar Sekunden später auf den obersten Stufen der Leiter und lugte in mein Zimmer.

"Kann ich dir mit was helfen, Emmi?", fragte sie mich und ich nickte einfach nur, um ihr im Anschluss mein Problem zu erklären. "Ich weiß einfach nicht, was ich anziehen soll! Ich will nicht zu overdressed, aber auch auf keinen Fall zu underdressed sein. Außerdem habe ich Angst, dass meine Klamotten nicht schick genug sind, immerhin trägt Hobi nur teure Marken."

Sie bahnte sich einen Weg durch die Klamottenberge zu mir und strich mir über die Schulter. "Ich denke nicht, dass er dich abserviert, weil du keine Marken trägst und deine Klamotten kein Vermögen gekostet haben.", sprach sie zu mir. "Wirklich?" Sie nickte nur und lief anschließend zu meinem Kleiderschrank.

Etwa eine Minute später, in der ich ihr einfach nur bei ihrem Tun zugesehen hatte, kam sie zurück und drückte mir frische Unterwäsche in die Hand. "Das ist das hübscheste was ich in deinem Schrank finden konnte und das nimmst du jetzt mit, gehst damit ins Bad und duschst erst einmal. Dann kannst du die gleich um dein Make-Up kümmern und ich suche dir so lange ein Outfit raus. Einverstanden?" Diesmal nickte ich nur als Antwort und ließ mich von ihr zur Leiter drücken.

Im Bad angekommen, zog ich schnell meine Klamotten aus und ging schnell duschen, da die Zeit mir langsam immer mehr im Nacken saß. In der Dusche wusch ich nur schnell meinen Körper und meine Haare, bevor ich beim Aussteigen aus der Dusche -mit meinen nassen Füßen- auf den Badfließen beinahe ausrutschte. Das mir durch meine Tollpatschig so etwas passiert wäre, hätte ich heute ja mal sowas von überhaupt nicht gebrauchen können!

Fünfzehn Minuten später stieg ich mit frisch gewaschenen Haaren und in Unterwäsche -bei Sajoon hatte ich keine Probleme mehr, mich so zu zeigen- die Stufen in mein Zimmer wieder hoch.
Zu meiner Überraschung waren die dutzenden Kleidungshaufen alle neu ordentlich zusammengelegt und wieder im Schrank verteilt. Das war wahrscheinlich Sajoon zu verdanken, die sich just in dem Moment in dem ich wieder in meinem Zimmer stand zu mir drehte. "Du siehst super aus, aber was ist mit deiner Schminke? Nicht das du welche bräuchtest, aber ich glaube es würde dir helfen, dich wohler zu fühlen...", sagte sie zu mir und ich konnte mir nur gegen die Stirn schlagen. "Zieh dich erstmal an und dann kannst du dich immer noch schminken, wäre ich deine Haare machen!" Damit schob sie mich zu meinem Bett, damit ich das Outfit, das sie mir rausgelegt hatte, anziehen konnte.

Nur zweieinhalb Stunden später stieg ich in Seoul an der U-Bahn-Station wieder aus und machte mich zurück auf den Weg an die Oberfläche. Draußen wehte ein kleiner Wind und so versuchte ich meine Haare mit meinen Händen da zu halten, wo sie Sajoon vor etwa zwei Stunden platziert hatte.
So machte ich mich auf den Weg zu der Wohnung der Jungs, wo Hobi und ich uns treffen wollten, da es zu riskant gewesen wäre, wenn er an einem Ort  auf mich hätte warten müssen. Das Navi -ich brauchte eins, um zu der Wohnung zu finden- zeigte mir eine Laufzeit von etwa zwanzig Minuten an.

Wie schon bei meiner Ankunft in Seoul war ich unglaublich fasziniert von den unglaublich vielen Menschen, den Geschäften, die Dinge verkauften, von denen ich noch nie gehört hatten. Die ganzen Gerüche, die einem sofort ein Magenknurren bescherten und die vielen verschiedenen Lichter, die dich auf die Geschäfte ihrer Besitzer aufmerksam machen sollten.
Falls sich einer von euch indessen wundern sollte, welches Outfit Sajoon für mich ausgesucht hatte?

Als ich aus dem Bad zurück in mein Zimmer gekommen war, hatte sie das für mich herausgelegte Outfit schon auf dem Bett platziert, so dass ich es gleich anziehen konnte.
Sie hatte sich für ein schwarzes Kurt-Latzkleid mit einem dunkelroten Rollkragenpullover, da es draußen immer noch ziemlich kalt war und einem grauen Mantel an.
Tatsächlich war dieses Outfit gleichzeitig für schickere Anlässe zu gebrauchen, wie auch zu normalen Ausflügen.

Ich war also enthusiastisch und guter Dinge während ich mich auf den Weg machte, auch wenn mir dann nach etwa zehn Minuten doch ein wenig kalt an die Beine wurde. Das sorgte aber eher dafür, dass ich um so schneller lief und die restliche Laufstrecke in nur fünf Minuten absolvierte.
Etwa hundert Meter vor meinem Ziel konnte ich schon den offensichtlich teuren und modernen sowie weißgestrichenen Wohnkomplex sehen, in dem die Jungs nach Angaben Hoseoks lebten.

Der große, weiße und moderne Gebäudekomplex kam mir immer näher, bis ich schließlich binnen wenigen Minuten auch schon vor der Wohnung stand und ein letztes Mal mein Kleid glatt strich, obwohl es da nichts glatt zu streichen gab und im Anschluss auf die Klingel drückte.

Die dicke dunkelanthrazitfarbene Tür wurde mir von Seokjin geöffnet, der mich freundlich reinbat und mich dann einfach auf eine Tasse Kaffee noch mit in die Küche nahm.
Viel konnte ich die Wohnung also nicht betrachten. Sie war groß, geräumig und sehr modern, wirkte aber durch ein bisschen Unordnung hier und da und ein oder auch zwei Fotos kein bisschen steril.

"Schon aufgeregt?", fragte mich Seokjin während er zwei Tassen auf den Tresen stellte. Ich nickte nur, konnte mir aber mein Grinsen nicht verkneifen, worauf hin er meine Wangen mit Daumen und Zeigefinger zerquetschte.
"Außer mir und Hobi ist leider niemand da. Alle sind ausgeflogen und haben Termine. Trinkst du Kaffee?" - "Lieber Kakao bitte, ich mag keine bitteren Sachen." Darauf nickte er nur und holte zusätzlich noch Kakaopulver aus dem Schrank, wobei er weiter mit mir plauderte.

"Du hast Glück, dass wir tatsächlich noch Welches haben! Indessen sind hier nämlich alle ans Kaffeetrinken gewöhnt, weil wenig Schlaf mit Kakao nicht viel bringt."

Eine Minute stand vor mir eine Tasse Kakao, deren aufsteigenden Dampf ich mit meinen Augen verfolgte, bis ich ihn nicht mehr sehen konnte.
Seokjin setzte sich mir gegenüber und in dem Moment war ein lauter Krach zu hören, der mich kurz zusammen zucken ließ.

"Das war nur der Föhn, der auf dem Flurschrank lag und den niemand wegräumen möchte.", erklärte er mir. Ich konnte es aber nicht lassen, mich noch ein letztes Mal im Küchenfenster anzugucken und mein Aussehen zu kontrollieren.

Ein paar -viele- Babyhärchen hatten sich ihren Weg aus dem kleinen geflochtenen Zopf an der Seite meines Kopfes gelöst und standen nun wirr in alle Richtungen ab. Ich versuchte irgendwie drüber zu streichen und sie wieder an ihrem Platz zu bringen, aber wie zu erwarten brachte das überhaupt nichts.

"Du musst dir keine Sorgen machen. Du bist nämlich wie purer Zucker aus!", munterte Seokjin mich auf und schenkte mir ein aufmunterndes Lächeln.

Im nächsten Moment ging auch schon die Tür zur Küche auf und ein brauner Haarschopf blickte am Türrahmen. Als er mich sah, fing er an an zu lächeln und von mir fiel noch mal ein kleiner Stein der Erleichterung. Er schien mein Outfit oder irgendetwas nicht seltsam zu finden.

Mit den Worten "Schön das du da bist." kam er auf mich zu und umarmte mich. In meinem Magen blühte sofort eine Blumenwiese auf, die tausende von sirrenden Bienen anlockte, die in angenehmes Kribbeln verursachten.

"Können wir?", war seine nächste Frage und ich trank schnell den letzten Schluck von meinem Kakao leer, bevor ich mich dafür noch einmal bei Seokjin bedankte und Hobi mich mit sich zog.
Im Flur angekommen zog er noch schnell seine Schuhe an und schnappte sich eine Jacke, bevor er die Tür, durch die ich vor nicht viel mehr als fünf Minuten hineingekommen war, öffnete und wir zusammen raus auf den Flur gingen.

"Wohin gehen wir?", fragte ich mit viel Überwindung, da ich echt unglaublich nervös war und antworte nur, dass ich mich einfach überraschen lassen solle. Ich vertraute ihm also und so liefen wir zusammen durch den Wohnkomplex.
Währenddessen fingen wir an einen Smalltalk auf zu bauen, was damit anfing, dass er fragte, wie meine Fahrt gewesen sei.

Nach etwa zehn Minuten und einer Fahrstulfahrt -ja, dieser Wohnkomplex hatte einen verdammten Fahrstuhl- wurde Hoseok langsamer und nach wenigen blieben wir beide stehen.

"Vertraust du mir?", fragte er mich sanft und ich nickte nur. Wenige Sekunden später spürte ich seine warmen großen Hände auf meinen Augen und er began mich durch die Gegend zu lotsen.
Dabei vergaß er allerdings nicht, mich mehr darauf hinzuweisen, dass ich auch ja nicht lunzen sollte und nach kurzer Zeit hielten wir wieder an, bevor -dem Geräusch zu urteilen- vor uns eine elektrische Tür auf ging und wir uns an die frische Luft begaben.

Ich war wie Feuer und Flamme und wollte wissen, was er sich überlegt hatte. Ich erwarte nicht viel, da ich Dates eh nur aus Büchern und Filmen kannte - da ich selbst noch nie eins hatte- und sie dort meistens sehr kitschig und unrealistisch dargestellt werden.
Im nächsten Moment entfernten sich die Wärmequelle von mir und ich hörte, wie er ein paar Schritte zur Seite machte.

"Du kannst deine Augen öffnen, Emmi!"
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