Geschichte: Fanfiction / Bücher / Animorphs / J + C

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J + C

von Chai
Kurzbeschreibung
OneshotFreundschaft / P12 / Gen
Cassie Jake
25.11.2018
25.11.2018
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J + C

*nach Band 1*

Jake und Marco alberten während der Pause. Sie versuchte die Albträume an den Yirk Pool der sich unter der Schule, eigentlich sogar unter der gesamten Stadt erstreckte, zu verdrängen und sich wie ganz normale Jugendliche zu verhalten.
Der Blonde, unfreiwillig zum Anführer gewählte, konnte seine Sorgen aber nicht ganz beiseiteschieben. Sie wussten, dass ihr Stellvertretender Direktor Champman bereits der außerirdischen Invasion zum Opfer gefallen war. Verdammt! Jake ahnte dass es noch mehr Controller an ihrer Schule gab. Waren es Lehrer? Oder der Mitschüler einen Tisch weiter? Jeder konnte ein Controller sein und das begann an ihm zu Nagen.
Diese Aufgabe war einfach viel zu groß.
Der Gong beendete die Pause, die Schüler kehrten auf ihre Plätze zurück…alle bis auf Cassie.
Jake schaute sich unauffällig um. Cassie fiel schließlich auf, und das nicht nur wegen ihrer Schokoladenbraunen Haut, sondern weil sie wie Jake fand von einem gütigen Strahlen umgeben war. Ein Licht das aus ihrem Inneren zu kommen schien und das sich auf jedes Tier übertrug, um das sie sich kümmerte. Da konnte so viel Vogelkacke auf ihrer Jacke und Pferdemist an ihren Gummistiefeln sein, dieses Licht war überall wo Cassie war.
Er schüttelte kurz den Kopf und warf seiner Cousine Rachel einen Blick mit hochgezogener Augenbraue zu. „Ich weiß nicht wo sie ist.“, formte ihre Lippen und das blonde Mädchen zog die Schultern hoch. Jake fand es besorgniserregend, dass Cassie nicht pünktlich zum Unterricht zurück war. „Warum weißt du das nicht? Gehen Mädchen nicht immer zu zweit auf’s Klo?“, zischte er über die Tischreihen hinweg.
Einen Augenblick später huschte Cassie in die Klasse. „Tut mir leid, ich habe Mrs. Miller noch geholfen.“ Der Lehrer nickte und das Mädchen mit der Latzhose deren Saum schon völlig ausgetreten war setzte sich neben Rachel.

„Was sollte das Cassie? Wie müssen vorsichtig sein.“, raunte er Cassie zu als sich in der nächsten Pause die Gelegenheit bot ein Bücherregal etwas abseits der anderen Schüler aufzuräumen.
„Jake, ich kann schon auf mich aufpassen.“, gab sie genervt zurück.
„Wo warst du wirklich?“, drängte der Blonde.
Cassie presste kurz die Lippen aufeinander, gab dann aber nach. Jake hatte so was an sich. Nicht nur weil er der Anführer der Animorphs war.

„Ich hab einen Weg nach Oben gesucht.“
„Nach Oben?“
„Auf das Dach der Schule. Falls die Yirk vielleicht mit ihren Raumschiffen dort lanen.“
„Das war total unvorsichtig, Cassie!“
„Deshalb wollte ich es allein machen und euch nicht mit reinziehen.“
„Und das war total doof.“, sagte Jake nun ernst. Angesichts seiner grimmigen Miene musste Cassie jedoch lachen. Die Augen eines Erwachsenen im Gesicht eines Kindes, einfach zu komisch.
„Gut, dann komm in der Mittagspause einfach mit. Ich glaube ich habe eine Türe entdeckt die nach Oben führt. Aber nur du. Es wäre zu auffällig, wenn wir alle fehlen würden.“
Jake verstand was sie meinte und stimmte ihr zu.

Zur Mittagszeit, als sich Schüler wie Lehrer in der Kantine versammelten (es war der berühmte Taco-Tag) schlichen Jake und Cassie in das oberste Geschoss der Schule. „Hier ist nur eine Feuerleiter und die führt runter.“, meinte Jake nachdem er sich umgesehen hatte. Cassie grinste und zeigte auf die Mädchentoilette mit dem Schule „Defekt“. „Ernsthaft?“, stöhnte Jake. „Ich kann da nicht rein.“
„Die ist leer. Ich glaub die Spülung funktioniert nicht. Das wäre das perfekte versteck für einen Geheimgang.“, meinte Cassie und zog Jake am Arm mit sich. Mädchen konnten sehr überzeugend und stark sein.

Drinnen roch es stark nach Zitronenreiniger. „Welche Türe ist es?“
„Hm, da drüben sind die Kabinen. Es kann nur die hier sein.“, sagte Cassie und zögerte die Klinge anzufassen. Was wenn sie verschlossen war? Was wenn sie einen Alarm der Yirk auslösten?
Jake atmete tief ein. „Wir werden es nie erfahren, wenn wir nicht rein gehen. Sollte da tatsächlich Yirk dahinter stehen, dann morphen wir und hauen ab.“ Er musste nicht auch noch aussprechen, dass sie die Controller die sie erwischt hatten unschädlich machen mussten.
Der Blonde zitterte etwas als der die Türe öffnete.

Erst mal kam ihnen eine Staubwolke entgegen, so dass Jake husten musste als hätte er ein Pharaonengrab nach tausenden von Jahren geöffnet.
Cassie knipste eine Taschenlampe an. „Das ist tatsächliche eine Treppe die nach oben führt.“ Sie machte sogar den ersten Schritt und ging in die Dunkelheit. Es gab zwar einen altertümlichen Lichtschalter, aber Jake würde sich hüten diesen zu betätigen und Aufmerksamkeit auf sie zu ziehen.
Die alte hölzerne Treppe knirsche auch so schon laut genug. Als die beiden am oberen Ende ihre Köpfe vorsichtig ausstreckten war nichts zu sehen. „Nur ein Abstellraum.“, kam es enttäuscht von Cassie. „Vielleicht könnten wir ihn als Versteck nutzen, wenn wir uns mal vor Controllern in der Schule verstecken müssen.“, versuchte Jake sie aufzuheitern. „Mal sehen was es hier so gibt.“
Er stieg auf den Laufboden und die Dielen krächzten. „Als Mensch könnte man sich doch nicht so gut verstecken. Der Boden ist zu laut und man hinterlässt Fußspuren im Staub.“ Cassie leuchtete auf den Boden. „Oh Mist.“
„Keine Sorgen, ich bin sicher die Yirk C.S.I. untersucht noch unseren Überraschungsbesuch im Poolbereich.“ Cassie kicherte und Jake stolperte in eine Spinnenwebe. „Wäääh“.
Er fuchtelte mit den Armen herum und riss sie von den Balken. Ein Papierballon landete vor seinen Füßen, das Jake einen schreckten Satz nach hinten machen ließ. „Mist, was ist das?“, rief er und klang eher wie ein fünfjähriges Mädchen. Sein Herz raste und Cassie lachte immer noch.
„Jake, das darfst du Marco niemals erzählen!“
Der Blonde brummte und das machte sogar Rachels Bad-Hair-Day-Grummeln Konkurrenz.

„Du hast gerade das Netz einer Apulische Tarantel Familie verstört und dabei noch einen alten Vespinaestock heruntergerissen. Jake der Zerstörer. Die Yirk würden sich so Fürchten vor dir.“
„Was für Dinger?“, fragte Jake und streifte das Netz von Sweater und Hose. „Hier hatte es sich Taranteln gemütlich gemacht, aber dann dachte wohl eine Vespenkönigen wenn sie sich hier häuslich einrichtet hat sie immer Futter-To-Go. Die haben sich gegenseitig vernichtet. So ist die Natur manchmal.“
Und wieder bewunderte Jake sie ein bisschen mehr. Zum Glück war es dunkel und Cassies Lampe auf eine seltsame Konstruktion am Ende der Kammer gerichtet, sodass sie unmöglich sehen konnte wie Rot Jake gerade geworden war.

„S-sind das Konchen?“, hauchte Jake als er erkannte was dort unter dem Lichtschein lag. Seine Stimme zitterte. Hatten die Yirk jemanden umgebracht und die Leiche hier versteckt? Aber warum um alles in der Welt glühten seine Augen?!
Es lief ihm eiskalt über den Rücken. „Cassie!“
Er folgte ihr stolpern. „Sag hallo zu Fred, dem ehemaligen Skelett aus Bio-Raum 2.“
Cassie leuchtete auf seinen Kopf. „An Halloween dachten ein paar der älteren Schüler sie müssten ihm Tomaten als Augen verpassen und mit Sekundenkleber auf einen Tisch heften.“
Jake atmete aus. Er hatte gar nicht bemerkt, wie er die Luft angehalten hatte. „Woher wusstest du, dass es nicht echt ist?“, wollte er dann wissen. Schöner Anführer war er, wenn ein Haufen ausrangierter Plastik ihn ins Boxhorn* jagen konnte.
„Jake, ich hab schon einige Tierknochen gesehen, ich weiß wie echte aussehen. Und die hier haben einen künstlichen Glanz. Eindeutig Makromoleküle die sich zu Plastik zusammengesetzt haben.“

„Ok, schon gut Cass.“, schmunzelte Jake und setzte sich auf eine Kiste, Cassie nahm gegenüber Platz. „Zumindest keine Yirk.“
„Nein, keine Yirk. Nur zwei Teenies.“, ergänzte Cassie. „Du hast mich grade Cass genannt.“
„Ähm Öhm uh.“
Sie kicherte wieder. „Was sagen wir den anderen?“
„Gar nichts. Marco würde nur Witze machen und behaupten wir hätten uns ein stilles Örtchen zum Knutschen gesucht. Ich kenn ihn!“
„Stimmt, das geht gar nicht.“, meinte Cassie verlegen. „Aber ich mag dich trotzdem.“

Jake rutschte von der Kiste und kniete sich in den Staub vor ihr. Dann zeichnete er mit den Fingern etwas in den Staub.
J+C
Umrandet von einem Herz.
„Ich mag dich auch Cassie.“



* Boxhorn : Das ist eine Redewendung, wenn sich jemand zu leicht einschüchtern und auf eine falsche Fährte führen lässt.
 
 
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