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Vampire Academy - Der Weg zurück

von Maxi95
GeschichteDrama, Fantasy / P16 / Gen
Dimitri Belikov Rosemarie "Rose" Hathaway Vasilisa "Lissa" Dragomir
24.11.2018
05.04.2021
103
65.068
10
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22.01.2021 627
 
Bereits am nächsten Tag saß ich in einem unbequemen Sessel, um einer Moroi von meinem Problemen erzählen. Doch meiner Meinung nach, war das einzige Problem, dass ich einfach nicht mir ihr reden wollte. Ich hatte bereits in der Academy einige Therapiestunden hinter mich gebracht und schon damals hatte ich beschlossen, dass ich dafür einfach nicht geeignet war.

Mir gegenüber saß eine junge Frau, sie trug eine blumige Bluse, ihre Haare waren zu einem geflochtenen Zopf gebunden und sie war nicht viel älter als ich. Der Raum sollte beruhigend wirken, mit seinen freundlichen gelben Wänden und der hellen offenen Einrichtung. Es gab ziemlich viele Pflanzen und einige Bilder hingen ebenfalls an den Wänden. Trotz all dieser Dinge konnte ich mich einfach nicht richtig entspannen. Ich verschränkte die Hände ineinander und versuchte ruhig zu sitzen. Ich wusste, dass Dimitri draußen in einem Wartezimmer saß. Er wollte für mich da sein und irgendwie war es das Einzige, was mich annähernd erleichterte.

„Herzlich Willkommen. Darf ich Sie Rose nennen? Ich bin Dr. Miriam Lewis. Sie dürfen mich aber Miriam nennen.“ Sie sah von ihrem Notizbuch auf um sich vorzustellen. Ich nickte ihr einfach nur zu und sie machte sich bereits die ersten Notizen. „Wie geht es Ihnen heute?“ Wie ging es mir heute? Ich wiederholte ihre Frage in meinem Kopf. Ich hatte noch gestern ein kleines Einzimmerapartment bezogen und heute Morgen war ich so entspannt, wie schon lange nicht mehr. Zumindest solange, bis Dimitri mich abholte, damit ich pünktlich bei meiner Sitzung erschien. „Mir geht es gut.“ Und das entsprach tatsächlich der Wahrheit. „Sehr gut, wissen Sie warum Sie hier sind?“ Ich zuckte locker mit den Schultern „Weil die Königin das so wollte.“ Das war doch offensichtlich. „Das meinte ich so nicht. Warum brauchen Sie eine Therapie?“ Natürlich wusste ich, worauf sie hinaus möchte. „Mal ganz unter uns, Miriam.“ Ich beugte mich nach vorne. „Ich bin absolut nicht der Meinung, dass ich überhaupt eine Therapie benötige.“ Sie schrieb sich wieder etwas auf. „Und warum meinen Sie das?“ Verdammt, es war wie damals, immer diese Fragen, damit ich selbst alles hinterfragte. „Weil ich bestens allein klarkomme.“ Ich sah sie direkt an, doch ihre Augen waren auf ihren Notizblock gerichtet. „Wo sind sie alleine klargekommen?“ „Ich habe in Oxford studiert.“ Sie sah kurz erstaunt auf. „Was haben Sie denn studiert?“ Damit hatte sie wohl nicht gerechnet. „Ich habe Zellstrukturbiologie und Neurowissenschaften studiert. Außerdem habe ich mich für Literatur und Kunst eingeschrieben.“ Sie schrieb alles mit und klopfte mit dem Stiftende gegen die Seite. „Haben sie vor Literatur und Kunst weiter zu studieren?“ Wie kam sie darauf? Ich überlegte kurz, doch ich sah darin keinen Sinn. Ich hatte mich damals nur eingeschrieben, weil es damals meinem Leben durchaus einen Sinn gab. Doch jetzt? „Ich weiß nicht, was mit das bringen sollte.“ Antwortete ich und wieder hatte sie eine Frage parat. „Was hat es damals für sie gebracht?“
„Eine Aufgabe.“ Einzig und allein deswegen. Miriam sah kurz auf ihre Armbanduhr und sah mich „Gut, die Sitzung ist vorbei. Ich möchte, dass Sie sich überlegen, ob sie jetzt vielleicht auch eine Aufgabe brauchen könnten. Vielleicht sollten sie das Studium weiterführen?“ Sie klappte das Buch zu und stand auf. „Wir sehen uns dann wieder Morgen.“ Sie verließ den Raum und ließ mich alleine Sitzen. Ich atmete mehrmals tief ein und aus und sah aus dem Fenster. Ich hatte das Gefühl, dass es für eine erste Stunde gar nicht so schlecht war. Zwar sprachen wir nur über belanglose Dinge, aber irgendwie war es auch ein gutes Gespräch.

Dimitri klopfte an der Tür und lehnte sich an den Türrahmen. „Alles gut, Rose? Können wir gehen?“ Ich stand auf und ging zu ihm. „Ja wir können gehen.“ Und so machten wir uns auf den Weg zu meinem kleinen Apartment.
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