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Vampire Academy - Der Weg zurück

von Maxi95
GeschichteDrama, Fantasy / P16 / Gen
Dimitri Belikov Rosemarie "Rose" Hathaway Vasilisa "Lissa" Dragomir
24.11.2018
05.04.2021
103
65.068
10
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Dieses Kapitel
1 Review
 
21.01.2021 513
 
Die nächsten Tage verliefen relativ ruhig. Lissa hatte mich auf meine Bitte hin nicht nochmal besucht. Wir sind uns ein wenig nähergekommen, aber es war trotzdem irgendwie gespannt zwischen uns. Zwar hatte sie, so vermutete ich zumindest, keine Angst mehr vor mir, aber wohl fühlte sie sich trotzdem nicht so ganz. Mir ging es irgendwie genauso und insgeheim hatte ich den Gedanken, dass es zwischen uns nie mehr so wie früher werden würde.

Ich hatte Lissa immer als festen Bestandteil meines Lebens gesehen, sie war die Schwester, die ich nie hatte. Doch schon damals konnte ich nicht immer offen und ehrlich ihr gegenüber sein. Ich behielt schon immer meine Probleme für mich. Vermutlich hat schon damals unsere Freundschaft nicht richtig funktioniert und dies wurde nun umso deutlicher. Ich wusste, dass Lissa diesen Umstand schon damals bedauert hatte und sicherlich hätte sie mir immer offen und ehrlich zugehört. Aber schon damals stellte  ich  mich selbst immer zurück, ebenso konnte und wollte ich sie nie mit meinen Problemen belasten. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass unsere Freundschaft niemals richtig funktionieren würde. Sie war schon immer zu einseitig gewesen..

Zwar habe ich die letzten Tage nur in der Wohnung verbracht, doch ich fühlte mich nicht eingesperrt, da ich sowieso nirgends hätte hingewollt. Immer wenn Dimitri nicht da war, sei es um Wächterangelegenheiten zu erledigen oder auch nur zum Einkaufen, kam Sonja. Sie leistete mir oft Gesellschaft und ich war froh über ihre offenen und ehrlichen Worte. Meist sprach sie mir nur gut zu oder saß schweigend neben mir. Ich weiß nicht, ob sie spüren konnte, was ich gerade brauchte. Ob das wohl durch die Geistmagie kam? Außerdem hatte sie mir einen Ring geschenkt, welcher mit Geistmagie belegt war. Ich legte ihn gleich an und hoffte, damit ein wenig klarer zu werden, was meine Zukunft anging.
Ich hatte sie gefragt, ob sie meine Aura sehen könne und deswegen genau wüsste, wie es mir ging. Sie runzelte die Stirn und sah mich genau an. „Nun ja, deine Aura ist ziemlich schwach, so als wäre sie ausgeblichen. Aber sie ist da.“ War ihre Antwort und mir fiel ein Stein vom Herzen. Ich hatte also tatsächlich noch eine Aura.

Dimitri ließ mir ziemlich viel Freiraum. Es war seltsam zwischen uns, wir redeten nicht viel, doch ich konnte genau spüren, dass er mich beobachtete. Ich kannte ihn. Ich kannte seinen tief verwurzelten Drang, andere zu beschützen. Er würde niemals zulassen, dass denen, die ihm am Herzen lagen, etwas zustieß. Dass mir etwas zustieß. Zwar waren meine ersten Assoziationen, wenn ich an Dimitri dachte, recht intensiv und wild, meistens kam mir zuerst seine kriegsgottgleiche Erscheinung in den Sinn. Doch war es gerade die Mischung dieser todbringenden Ausstrahlung mir seiner Sanftheit und Aufmerksamkeit, die Dimitri damals so wunderbar gemacht hatte. Dieseleben Hände, die mit tödlicher Präzision Pflöcke schwangen, strichen mir früher vorsichtig das Haar aus dem Gesicht. Dieselben Augen die scharfsinnig jede drohende Gefahr erkannten betrachteten mich voller Staunen und Verehrung. Es war offensichtlich, dass er mich immer noch liebte. Allerdings war ich mir meiner Gefühle nicht mehr so sicher.
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