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Vampire Academy - Der Weg zurück

von Maxi95
GeschichteDrama, Fantasy / P16 / Gen
Dimitri Belikov Rosemarie "Rose" Hathaway Vasilisa "Lissa" Dragomir
24.11.2018
05.04.2021
103
65.068
10
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16.01.2021 750
 
Später hörte ich, dass die Haustür geöffnet wurde. Dimitri begrüßte jemanden und ich erkannte die zweite Stimme sofort. Es war natürlich Lissa. Aber alleine, ohne Christan oder einen Wächter. Waren sie wirklich so unvorsichtig? Ich konnte es mir kaum vorstellen, doch es war wirklich groß fahrlässig die Königin alleine hierher kommen zu lassen. Zumal sie keinen Grund hatten, mir zu vertrauen. Immerhin schrie mein Aussehen nahezu nach einem Strigoi. Ich konnte es niemanden verübeln, der mich sofort als ein Monster identifizierte.

Als es nun sanft an der Tür klopfte zuckte ich unweigerlich zusammen. „Rose?“ ihre Stimme war zart „ich bin´s Lis. darf ich reinkommen?“ Als ob ich sie nicht an ihrer Stimme erkannt hätte. Ich seufzte und rappelte mich hoch. Doch anstatt zur Tür zu gehen, lief ich zu dem Waschbecken. Wieder betrachtete ich mein Spiegelbild. Nach den ganzen Jahren hatte ich mich kaum an die roten Augen gewöhnt. Die meiste Zeit hatte ich versucht sie mit Kontaktlinsen zu verstecken, auch vor mir selbst, denn nur so ertrug ich mein Spiegelbild. Ich fuhr mir durch die Haare und schüttelte den Kopf.
Ich wusste, dass ich nicht an diesem Gespräch vorbeikommen würde. Ich musste da jetzt durch. Ich drehte mich um und ging zur Tür. Doch ich öffnete sie nicht sofort. Ich ließ meine Hand kurz an dem Schlüssel verweilen und atmete mehrmals tief ein und aus. Ich brauchte jetzt sämtliche Kraft.

Langsam machte ich die die Tür auf und Lissa starrte mich mit großen Augen an. Das fing ja schonmal toll an. „Rose…“ fing sie langsam an und trat ruckartig ein Stück von mir weg. Natürlich hatte sie Angst vor mir. Ich sah ja auch verdammt nochmal aus wie ein Strigoi! „was willst du von mir Lissa?“ fragte ich sie pampig. Lissa stockte kurz der Atem aber Dimitri schaltete sich nun mit ein. „Vielleicht sollten wir uns alle setzten.“ Schlug er vor. Lissa machte sofort auf dem Absatz kehrt und setze sich auf den Sessel im Wohnzimmer. Ich folgte ihr und ließ mich auf dem Sofa nieder. „Möchte jemand einen Tee oder Kaffee?“ fragte Dimitri so ruhig wie möglich, er versuchte seine Anspannung zu verbergen.

Während Dimitri Tee kochte, saßen Lissa und ich schweigend im Wohnzimmer. Dimitri ließ uns aber kaum aus seinem Sichtfeld. Immer wieder spürte ich seinen Blick auf meinem Rücken. Ich faltete die Hände ineinander, denn ich hatte Angst, dass sie zittern könnten. Als Dimitri mit dem Tee kam setzte er sich neben mich und war somit zwischen Lissa und mir. Nun konnte das nächste Verhör beginnen und Lissa räusperte sich und sah kurz Dimitri unsicher an. Doch dieser nickte ihr aufmunternd zu. „Nun gut Rose. Wie geht es dir?“
„War schonmal besser.“ Antwortete ich kurz und knapp und sah sie direkt an.
„Schön, dass freut mich. Wirklich. Ich bin froh, dich zu sehen.“ Ihre Stimme zitterte ein wenig. Es war eine Lüge, denn sie wollte mich nicht SO sehen.
„Komm schon Lissa, was willst du von mir?“ fragte ich nun um das Ganze hier ein wenig abzukürzen.
Sie sah mich ungläubig an. Sicherlich war sie es nicht mehr gewohnt so direkt und pampig angesprochen zu werden, als Königin wurde sie immer respektvoll und übertrieben freundlich behandelt.

Sie überlegte kurz bevor sie antwortete. „Ich will im Moment gar nichts von dir. Aber ich muss natürlich wissen, wie es mit dir weitergeht. Ich liebe dich wie eine Schwester und du liegst mir am Herzen. Ich will nur das Beste für dich.“
„Gut, dann lasst mich gehen. Denn das alles hier ist nichts mehr für mich.“ Ich machte eine umfassende Bewegung. Jetzt veränderte sich ihre Stimmung ein wenig und ihre Augen wurden ein wenig schmaler. „Ich möchte nicht, dass du gehst. Das kann ich außerdem nicht verantworten.“
„Weil ich ein Monster bin…“ murmelte ich. Ihr Blick wurde wieder weich und ich sah ihr an, dass sie am liebsten zu mir gekommen wäre. Doch sie traute sich nicht. „Rose, ich will dir nur helfen. Wir finden bestimmt einen Weg herauszufinden, was mit dir passiert ist.“

Ich schüttelte den Kopf und wieder kamen mir die Tränen. „Nein, das ist unmöglich…“ Wieder nahm Dimitri mich in den Arm und wieder ließ ich es einfach geschehen. Es war nicht unangenehm, es war wieder absolut tröstlich. Auch Lissa kam nun zu uns und setzte sich auf das Sofa. Sie nahm mich nun von der anderen Seite ebenfalls in den Arm. Es war seltsam, nicht so vertraut wie bei Dimitri, aber es hatte dennoch etwas Angenehmes. „Wir kriegen das schon hin.“ flüsterte sie sanft.
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