Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Vampire Academy - Der Weg zurück

von Maxi95
GeschichteDrama, Fantasy / P16 / Gen
Dimitri Belikov Rosemarie "Rose" Hathaway Vasilisa "Lissa" Dragomir
24.11.2018
05.04.2021
103
65.068
10
Alle Kapitel
47 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
04.04.2021 964
 
-Rose-

Miriam hielt mich im Arm und ich versuchte mich wieder zu beruhigen. Obwohl sie für mich eine Fremde war, tat mir ihre Nähe in dieser Situation gut. Nach einer Weile rückte sie ein Stück von mir weg und drückte mir nochmals den Arm. „Soll ich ihn holen?“ fragte sie mich und gab mir eine Packung Taschentücher. Ich nickte nur und wischte mir die Tränen von den Wangen. „Alles wird gut, Rose.“ Sie lächelte mich an. „Ich schicke zwei meiner Helferinnen zu ihnen. Ist das in Ordnung?“ ihre Stimme war so sanft und ruhig. Wieder nickte ich nur.

Sie verließ den Raum und in den wenigen Sekunden, in denen ich alleine war, kamen mir bereits die Zweifel. Mein Herz schlug schnell und mir war kotzübel. Was sollte ich sagen, wenn Dimitri gleich hierher kommen würde? Konnte ich überhaupt irgendwas zu ihm sagen, nachdem er mich gerade irgendwie verraten hatte? Es war nur eine Frage der Zeit, bis alle von meinen Fähigkeiten und dem Vorfall erfahren würden. Aber es fühlt sich für mich falsch an, dass Dimitri selbst den Bericht erstattet. Und das in diesem Moment.
„Scheiße…“ fluchte ich, was sollte ich nur machen? Ich fühlte mich verraten und ich wusste nicht, wie meine Zukunft hier aussehen sollte. Noch bevor die Tür sich erneut öffnete, hatte ich bereits beschlossen, dass ich von hier weg musste.

Die zwei Damen sahen wirklich nett aus. Ob sie wussten, was ich gerade erzählt hatte? „Ich habe ein Glas Wasser für Sie.“ Meinte, eine von ihnen und lächelte mich wirklich herzlich an. „Vielen Dank, das wäre nicht nötig gewesen. Ich sollte lieber gehen.“ Ich stand auf doch die beide tauschten einen Blick. „Nein, bleiben Sie bitte hier. Ihnen passiert hier nichts.“ Das war mir verdammt nochmal egal! Ich wollte nur noch von hier verschwinden. Die beiden kamen mit offenen Händen auf mich zu und das ließ wieder diese blöde Panik in mir aufsteigen. „Stopp! Sofort stehen bleiben.“ Sagte ich bestimmt und mit Zwang. Ich atmete erleichtert aus, was sollte ich bloß mit den beiden anstellen? Sie sollten keine Hilfe holen. „Stellen Sie sich beide an die Wand.“ Sie gehorchten mir „Zählt laut und lasst euch nicht unterbrechen. Von niemandem!“

Ohne weiter zu warten riss ich die Tür auf und einige Leute starrten mich entsetzt an. Ich hechtete durch das Wartezimmer und ignorierte die Blicke. So schnell ich konnte rannte ich nun in die Wohnung. Ohne lange zu überlegen zog ich einen Rucksack aus dem Schrank und stopfte einige Kleidungsstücke hinein. Mein Blick blieb an einem Bild auf der Kommode hängen. Darauf waren Dimitri und ich zu sehen und ich grinste schief in die Kamera. Ich konnte mich noch gut an diesen Augenblick erinnern. Es war ein wunderschöner Tag am Meer. Zu dieser Zeit war ich so glücklich. Seufzend strich ich liebevoll über das Bild, bevor ich mich traurig abwandte. Danach folgten einige Dinge aus dem Bad und beim Gehen schnappte ich mir noch meinen Ausweis aus der Schublade.
Mit dem Rucksack über der Schulter eilte ich zu den Garagen, ich würde den Hof verlassen, so wie ich es bereits am Anfang hätte tun sollen.

Ohne zu zögern ging ich zu der kleinen Wächterkabine, in der die Schlüssel aufbewahrt wurden. Ich kannte den Wächter der Dienst hatte nicht, er erkannte mich aber sofort. „Wächterin Hathaway“ er nickte mir zu. „Ich brauche ein Auto, egal welches.“ Er nickte kurz und sah in seine Unterlagen, holte einen Schlüssel und gab ihn mir. „Sie müssten mir noch was unterschreiben.“ Fügte er hinzu, doch ich drehte mich bereits um. „Nein, brauche ich nicht.“ Ich ließ wieder Zwang in meine Worte schweifen. „Wo steht der Wagen?“ fragte ich und er zeigte benommen in eine Richtung. Ich drückte auf den Schlüssel und ich sah den schwarzen Jeep aufleuchten. Ohne zu zögern lief ich darauf zu, schmiss meinen Rucksack auf den Beifahrersitz und startete den Wagen. Bevor ich losfuhr musste ich nochmal mehrmals tief durchatmen. War das alles richtig? Oder würde ich es bereuen? Ich war mir so unsicher. Wieder liefen mir die Tränen. Früher hatte ich bei weitem nicht so viel geweint. Ich senkte den Kopf nach vorne auf das Lenkrad. „Was machst du nur Rose?“ fragte ich mich selbst.

Doch ich fuhr aus der Garage und mit jedem Meter wuchs meine Unsicherheit. Ich lenkte den Wagen zu dem Haupttor des königlichen Hofes und blieb davor stehen. Ein Wächter kam zu mir, um aufzunehmen, dass ich den Hof verließ. Als ich das Fenster runterließ, hörte ich bereits seine Stimme. Dimitri. Ich sah in den Rückspiegel und sah ihn zu uns rennen. Er war allein. Der diensthabende Wächter wirkte sehr irritiert und ich hatte es nun wirklich eilig. „Veranlassen Sie SOFORT, dass das Tor geöffnet wird.“ Befahl ich ihn unter Zwang und er verschwand schnell in dem kleinen Häuschen. Ich sah, dass die großen und schweren Tore sich in Bewegung setzten. Im Rückspiegel beobachtete ich, wie Dimitri immer näherkam. „Komm schon.“ Feuerte ich das Tor an. Dimitri war schon fast bei mir.

„Rose!“ wieder hörte ich Dimitri nach mir rufen. „Bitte, bleib!“ Seine Worte waren abgehackt, weil er so außer Atem war. Gerade als ich losfahren wollte, klopfte es hinten am Auto. Ich fuhr zusammen, Dimitri war bereits da. Er griff nach dem offenen Fenster und hielt sich am Rahmen fest. „Rose bitte! Wir können über alles reden.“ Wieder hatte ich Zweifel und ließ das Auto weiter anrollen. „Ich liebe dich!“ schloss Dimitri an und diese drei Worte ließen mich sofort den Wagen stoppen. Dimitri sah mich direkt an und ich konnte nur in seine wunderschönen Augen starren. Ich wusste nicht was ich sagen sollte. „Dimitri…“ Er öffnete die Tür. „Nein… alles ist gut Rose. Bitte bleib nur bei mir.“ Seine Stimme war so flehend und ich ließ mich langsam von ihm aus dem Auto ziehen.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast