Legacies - The Curse (The Originals / The Vampire Diaries MMFF)

GeschichteFamilie, Übernatürlich / P16
Freya Mikaelson Hayley Marshall Hope Mikaelson Joshua Rosza Niklaus Mikaelson OC (Own Character)
24.11.2018
03.12.2018
4
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Schlagartig öffnet das kleine, rothaarige Mädchen seine Augen und nimmt einen tiefen Atemzug. Fest umschlungen von ihrer Mutter, starrt sie in fast leeren Raum, in dem sie sich befindet. Die brünette Werwölfin versucht sie zu beruhigen, doch das Kind was ihm abspenstig gemacht wurde. Sie spürt wie die blonde Frau und der dunkelhäutige Mann, die außerhalb des schwarzen Musters, das das Kind und seine Mutter einschließt.

Doch die Kleine schenkt ihnen keine Aufmerksamkeit. Stattdessen starrt sie nur wie gebannt auf die Stelle, an der ihr Vater gerade noch gestanden hat. Sein “Ich liebe dich“ klingt in ihren Worten wieder, versucht in dieser kühlen Nacht allerdings nur eine klaffende Leere in ihrem Herzen. Er hatte sie zur Prinzessin von New Orleans, seiner Stadt, gemacht, doch nun fühlt es sich so an, als wäre das alles nur ein kindlicher Traum gewesen. Sofort spürt sie, dass sie von diesem Tag an alles ändern würde.

Ängstlich greift sie nach der Hand ihrer Mutter und schmiegt sich an sie. Tränen laufen ihr über die Wangen. Mit zwei Fingern streicht die Wölfin dem Mädchen durch das rote Haar, während dieses mit ihrer kindlichen Stimme zu rufen beginnt: “Dad! Dad! Wo bist du?“

Seinen wehmütigen Blick, bevor er verschwunden ist, sieht sie vor ihrem inneren Auge. Er ist so schnell entschwunden, dass man denken könnte, der Wind hätte ihn und seine Geschwister davon geweht.

Sie ruft weiter und Tränen beginnen dem kleinen Mädchen über die Wangen zu laufen. Lauter Emotionen prasseln auf sie ein. Gleichzeitig fühlt sie Trauer und Erleichterung. Denn das Flüstern, was sie in ihrem Kopf gehört hat, und auch der Schleicher, der wie vor ihre Emotionen gelegt hat, sind plötzlich verschwunden.

“Dein Vater liebt dich“, flüstert ihre Mutter sanft, doch die Worte gelangen gar nicht richtig in das Gehirn des Kindes. Stattdessen kann sie nur an eines denken. Er hat seine eigene Tochter verlassen!

Plötzlich verändert sich das Bild und das rothaarige Mädchen sitzt nun auf dem Boden ihres Zimmers. Einige Zeit scheint vergangen zu sein und auch die Kleine hat sich verändert. Sie hält ein weißes Stück Kreide in den Händen und summt mit ihrer lieblichen Stimme leise vor sich hin. Mit der Kreide zeichnet sie einen Kreis um sich herum.

Neben ihr liegt ein Buch. Der Einband und die Seiten sehen alt aus, doch die Seiten wurden gerade erst beschrieben. Darin befinden sich einige neue bunte Zeichen und schiefe Buchstaben, die das Kind hineingekritzelt hat.

Als sie den Kreis nach einigen Sekunden vervollständigt hat, stellt sie sich hin und schließt die Augen. Ihre Arme hebt sie ein Stück neben den Kopf und fügt ihren Daumen und Zeigefinger zusammen. Dann beginnt sie Worte zu flüstern, die man keiner genauen Sprache zuordnen kann.

Der Zauber, den die kleine Hexe spricht, transportiert ihren Körper innerhalb von wenigen Sekunden einen anderen Ort. Geräusche dringen an ihre Ohren und sie öffnet die Augen.

Was sie dort allerdings sieht, lässt ihr das Herz in die Hose rutschen. Ihr Vater führt seine Hand in die Brust einer blonden Frau. Diese verzieht das Gesicht zu einer Grimasse und beginnt vor Schmerz zu schreien. Seine Tochter reißt erschrocken die Augen auf: “Dad!“

Er hält in der Bewegung inne und fährt zu der jungen Hexe herum. Sein Mund ist Blut verschmiert und seine Augen leuchten in einem gefährlichen Gelb, als er sie erblickt. Auf seinem weißen Hemd kleben markante rote Flecken, die entstanden sein müssen, als er die Leichen, die um ihn herum verstreut liegen, überwältigt hat.

“Verschwinde!“, brüllt er. In seinem Blick schwingen Wut und Angst mit. Sie kneift die Augen, so fest sie kann, zusammen und hofft dieses schreckliche, schockierende Bild aus ihren Gedanken zu verbannen, während sie ihren Körper zurück in ihr eigenes Zimmer transportiert.

Mit nassen Augen lässt sie sich auf den Boden sinken und vergräbt den Kopf in den Händen. Sie hatte sich so lange darauf gefreut ihn endlich wieder zu sehen. Monate hatte sie damit verbracht ihn zu suchen und nun ist sie einfach nur enttäuscht. Ihr Vater ist ein Monster!

Schreiend wacht Hope aus dem Schlaf auf. Die Laken, in die gebettet ist, sind zerwühlt. Von ihrer Stirn tropft Schweiß und ihre ganze Kleidung ist nass geschwitzt. Vor dem inneren Auge der Teenagerin befindet sich immer noch das Bild ihres blutverschmierten Vaters, der sie anschreit. Die Enttäuschung, die sie bereits vor einigen Jahren gespürt hat, macht sich plötzlich erneut in ihr breit. Ihr Vater hat sie verlassen und sich danach kein einziges Mal mehr blicken lassen. Keine Nachricht, kein Brief, kein Anruf. Nicht ein einziges Mal.
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