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Reed900/ DE - OS-Sammlung

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Elijah Kamski Gavin Reed RK800-51-59 Connor RK900
24.11.2018
31.05.2020
30
71.477
19
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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02.12.2018 1.324
 
Gavin Reeds Appartement, Detroit
April 1st, 2039
7.03 PM

Mit großen Einkaufstüten auf dem Arm trat ich die Tür auf. Nines kam mir entgegen und nahm mir sie mir ab, damit ich meine Jacke und die Schuhe ausziehen konnte, bevor ich ihm in die Küche folgte. Nines hatte seine Uniform abgelegt und trug eine schwarze Hose und ein dunkles Shirt. Es war noch immer etwas ungewohnt, doch ich freute mich, dass er zu Hause nicht mehr seine CyberLife-Uniform trug. Das machte ihn etwas menschlicher und sein attraktiver Körper wurde nicht mehr so sehr verdeckt. Akribisch sortierte er die Einkäufe und schnappte sich alles, was er zum Kochen des Abendessens brauchte, den Rest ließ er auf dem Küchentisch legen. Nach und nach räumte ich die übrigen Einkäufe in die Schränke.
„Wie war der Einkauf?“, fragte Nines nach einer Weile des Schweigens.
„Es ging. Die Leute waren heute nicht so verrückt wie sonst. An manchen Freitagen kann man ja nicht mehr treten. Also würden wir kurz vor dem Weltuntergang stehen“, antwortete ich.
„Ich würde sie alle erschießen“, sagte Nines trocken und brach in schallendes Gelächter aus.
„Darüber habe ich auch schon öfter nachgedacht, aber wir sind ja Polizisten und inzwischen kannst du ja auch angeklagt und verurteilt werden.“
Die Vorstellung von einem amoklaufenden Nines brachte mich noch immer zum Lachen. Die Vorstellung war viel zu absurd. Mit dieser Antwort hatte ich wirklich nicht gerechnet. Eher hätte ich angenommen, dass ihm seine Uniform viel zu schade war, um sie sich mit Blut zu besudeln.
„Kann ich dir beim Kochen helfen?“, fragte ich und beäugte sein Werkeln am Herd.
„Nein, nicht nötig. Geh ruhig duschen. Ich mache das hier fertig.“
„Na gut“, erwiderte ich und wollte schon gehen, doch Nines hielt mich zurück, um mich in einen leidenschaftlichen Kuss zu ziehen.
Verblüfft sah ich ihn an, nachdem wir uns voneinander gelöst hatten, und ein kleines Lächeln trat auf seine Lippen.
„Mir war eben danach“, erklärte er.
„Lass mich wissen, wenn dir wieder mal danach ist“, grinste ich, bevor ich die Küche verließ.

Nach dem Abendessen saßen wir zusammen auf der Couch und sahen fern.
„Ich habe eine Überraschung für dich“, brach Nines das Schweigen.
„Ach ja?“
Ich löste mich von ihm und sah ihn überrascht an. So etwas kam … überraschend. Nines gehörte nun wirklich nicht zu der Sorte Freund, die immer einen auf romantisch machten – Gott sei Dank.
„Ist das ein Aprilscherz?“
Nines sah mich verständnislos und ein wenig genervt an.
„Was ist ein Aprilscherz?“
„Vergiss es. Erzähl weiter.“
Anstatt mich zu freuen, hatte ich mal wieder angefangen, negativ zu denken. Ich musste mir das wirklich abgewöhnen und Nines vor allem meine Wertschätzung zeigen. Vielleicht hatte die Blechbüchse keine Gefühle, doch ich wollte ihn trotzdem nicht behandeln wie einen Haufen Scheiße.
„Wir fahren morgen nach Kanada. Ich habe es bereits vor einigen Wochen mit Fowler abgesprochen.“
Einen Moment wusste ich nicht, was genau er mir damit sagen wollte, doch dann machte es Klick. Der Android hatte heimlich einen Urlaub für uns gebucht und mir damit eine Freude bereiten wollen.
„Nach Kanada? Das heißt, wir machen dort Urlaub?“
„Korrekt“, erwiderte Nines und sah mich beinah schüchtern an.
„Das ist perfekt. Ich wollte schon ewig mal nach Kanada. Ein fauler Strandurlaub ist nichts für mich. Die Natur hat mich schon immer mehr gereizt. Danke“, sagte ich zufrieden und lächelte.
„Du sagtest das vor einigen Wochen und da kam mir die Idee. Wir haben so viel gearbeitet und du hast dir eine Auszeit verdient.“
Wenn ich ehrlich war, dann musste ich zugeben, dass mich diese Geste wirklich rührte und mir viel bedeutete. So hatte mich lange keiner behandelt. Gut, ich hatte es auch nicht verdient, aber umso mehr freute es mich jetzt.
„Ich danke dir!“, antwortete ich und lehnte mich näher zu ihm, um ihm einen Kuss zu geben.
Ich wollte mich gerade von ihm lösen, als sich seine Arme um mich schlangen und er mich auf seinen Schoß zog. Schnell wurde der Kuss leidenschaftlicher und ich konnte nicht genug von ihm bekommen. Immer enger klammerten wir uns aneinander, während sich mein ganzer Frust der letzten Monate entlud, sodass ich nicht mehr an mich halten konnte. Ich schob meine Hände unter sein Shirt und fuhr verlangend über seine glatte synthetische Haut. Dieser Android war von der Zehenspitze bis zu den braunen Haaren anziehend und ich war mir sicher, dass er wusste, wie attraktiv ich ihn fand. Voller Lust küssten wir uns immer weiter und ließen gerade lang genug voneinander ab, dass ich ihm sein Oberteil vom Körper reißen konnte. Ein Knurren drang über seine Lippen und er zog mir ebenfalls das Shirt über den Kopf, bevor Nines mich wieder an sich zog und mich weiterküsste. Ich konnte einfach nicht genug von ihm bekommen, wenn wir einmal begonnen hatten, uns zu küssen. Kurzerhand hob der Android mich einfach hoch und trug mich ins Schlafzimmer. Kaum hatte er die Tür aufgestoßen und mich abgestellt, machte er sich auch schon daran, mich weiter auszuziehen, während er jeden Zentimeter freigelegter Haut ausgiebig erkundete, vor allem meine Körpermitte. Nines war ein absoluter Sexgott und ich genoss diesen Moment in vollen Zügen. Immer wieder entrang sich ein Stöhnen meiner Kehle, das ich nicht zurückhalten konnte, und jedes Mal grinste mich der Android triumphierend an. Seine Arroganz floss förmlich aus ihm heraus, was mich nur noch mehr anturnte. Selbst mit meinem Schwanz im Mund schien Nines der Überlegenere zu sein. Mit immer stärker werdendem Verlangen beobachtete ich ihn bei seinem Blowjob und mir wurden langsam die Knie weich. Während er immer wieder seinen Mund um mich schloss, weitete er gleichzeitig meinen Eingang und die Vorfreude ließ mich erzittern.
Kurz bevor ich tatsächlich zusammenklappen würde, löste er sich von mir und schob mich zum Bett. Er entkleidete sich selbst, ließ sich Zeit dabei. Der Android wirkte keineswegs fahrig wie es ein Mensch in dieser Situation gewesen wäre. Er bewegte sich mit beneidenswerter Eleganz. Keine Sekunde wandte er den Blick von mir ab und das intensive eisblaue Feuer seiner Augen sorgte dafür, dass ich mich ungeduldig auf dem Bett wand. Das letzte Kleidungsstück fiel und ich zog den Androiden im selben Moment zu mir. In einer Bewegung rollte ich ihn auf den Rücken und setzte mich auf seinen Schoß. Nines hätte mich problemlos davon abhalten können, da er viel stärker war als ich, doch er lehnte sich nur grinsend in die Kissen. Ich spürte sein Glied an meinem Hintern und wollte ihn am liebsten sofort in mir haben, doch ich bremste mich ein wenig. Ich wollte ihn auch noch ein wenig verwöhnen und ganz offensichtlich freute er sich darauf.
Während ich dasselbe tat wie er vorhin, konnte auch Nines sich nicht jedes Stöhnen verkneifen. Allerdings war ich bereits viel zu erregt, um lange durchzuhalten. Nach wenigen Minuten hielt ich es einfach nicht mehr aus und der Android drang in mich ein.


Gavin Reeds Appartement
April 2nd, 2039
04.30 AM

Ich wurde geweckt. Unwillig schlug ich die Augen auf und blickte in zwei eisblaue Seen.
„Guten Morgen, Detective“, raunte eine Stimme.
Nines drückte mir einen Kuss auf die Lippen, während ich nur widerstrebend knurrte. Ein Blick auf den Wecker verriet mir die Uhrzeit und ich schob den Androiden von mir runter. Warum in aller Welt hatte er mich zu dieser beschissenen Uhrzeit geweckt? Dann fiel es mir wieder ein. Wir fuhren nach Kanada!
Ich riss die Augen auf.
„Wir machen Urlaub“, rief ich und sprang aus dem Bett.
„Ich sollte dich öfter so wecken. Du hast gute Laune und bist viel schneller aufgestanden“, lachte Nines.
Ich sah ihn an. Noch immer nackt lag er in unserem Bett und grinste mich an.
„Wie fahren wir?“, fragte ich und legte mich nochmal neben ihn.
„Durch die Natur. Zwischen den Seen entlang und durch diverse Parks. Ich dachte, das gefällt dir besser als nur über den Highway und durch Städte zu fahren.“
„Auf jeden Fall“, erwiderte ich lächelnd. „Danke für die schöne Überraschung.“
Und wir versanken in einen weiteren Kuss.
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