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Reed900/ DE - OS-Sammlung

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Elijah Kamski Gavin Reed RK800-51-59 Connor RK900
24.11.2018
31.05.2020
30
71.477
19
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Dieses Kapitel
1 Review
 
14.11.2019 2.667
 
Detroit Police Departement, Detroit
November 12th, 2040
8.03 AM


Der eisige Winter hatte in Detroit Einzug gehalten und quälte uns mit klirrender Kälte, riesigen Schneemassen und vereisten Straßen. Nines und ich retteten uns in das schützende Hauptquartier der Detroit Police, nachdem wir wegen Räumungsproblemen gesperrte Straßen umfahren mussten und eine Schlitterpartie mit dem Auto hinter uns hatten. Viele Straßen bestanden aus mehr Eis als Teer und der städtische Winterdienst kam einfach nicht mehr hinterher alles abzusichern. Aber sobald man das Auto verließ, wurde es auch nicht besser. Der peitschende Wind pfiff durch jede noch so dicke Kleidungsschicht, bis es sich anfühlte, als würden tausende kleine Nadeln sich in dein Fleisch bohren.
Fröstelnd zog ich meinen langen Wintermantel aus und holte mir zu allererst einen Kaffee aus dem Pausenraum, in der Hoffnung, dass er mich aufwärmen würde. Bibbernd wartete ich ungeduldig, während die schwarze Brühe in meine Tasse floss. Ein Körper, so warm wie ein Heizpilz, schmiegte sich von hinten an mich. Es war Nines, der seine Fake-Körpertemperatur hochgeschraubt hatte, um mich zu wärmen. Mit einem wohligen Seufzen presste ich mich noch näher an ihn, sodass kein Blatt Papier mehr zwischen uns passte. Ich könnte ewig so-
„NINES! REED! In mein Büro!”, schallte es wie Donnergewitter durch das ganze Department.
Fowler, der rüde meine Gedanken und Aufwärmphase unterbrochen hatte, schien nicht begeistert. Womit hatte ich ihm denn nun schon wieder die Laune verdorben? Ich war gerade mal zwei Minuten auf Arbeit. Nines und ich sahen uns fragend an und zuckten dann nur beide ratlos mit den Schultern und ergaben uns in unser Schicksal. Meinen Kaffee parkte ich vorerst auf meinem Schreibtisch.

„Hört zu, wir stehen hier momentan unter enormem Druck. Das FBI liegt mir seit Wochen in den Ohren und ich kann sie einfach nicht mehr abwimmeln. Ihr zwei müsst undercover gehen“, erklärte Fowler, sobald die Tür zu seinem Büro ins Schloss gefallen war.
Das war die Nachricht, die nicht hatte warten können, bis ich einen Kaffee getrunken hatte? Wow, bahnbrechend. Das war nichts, was ich nicht schon das eine oder andere Mal getan hatte, auch schon mit Nines zusammen hatte ich schon Undercover-Einsätze erfolgreich abgeschlossen.
„Wir müssen euch bei der La Cosa Nostra einschleusen.“
„Bei der amerikanischen Mafia?“, rief ich aus. „Seid ihr bescheuert? Dafür sind wir nicht ausreichend ausgebildet. Warum macht das scheiß FBI den Einsatz nicht selber? Die halten sich doch immer für super toll.“
„Die haben aber keinen RK900. Seitdem CyberLife quasi Geschichte ist, geben sie auch kaum noch Androiden raus, davon abgesehen, dass Connor und Nines sowieso Unikate sind und laut diesem Kamski auch bleiben sollen. Er beugt sich den Anfragen des FBIs nicht. Außerdem bist du der ranghöchste Mitarbeiter hier, den ich auf die Mission schicken kann, Reed. Hank ist schlicht und ergreifend zu alt für so was. Wir können Nines auch an das FBI ausleihen, wenn ihr-“
„Ausgeschlossen“, unterbrach mein Partner den Captain sofort, bevor ich überhaupt den Mund zum Protest öffnen konnte.
„Aber ihr wisst schon, dass ihr dann während der Mission nicht durchblicken lassen solltet, dass ihr zusammen seid, oder?“, warf Fowler nur ein. „Wir leben zwar nicht mehr in den 1940ern, aber mit Homosexualität können die sich trotzdem nicht anfreunden. Seid ihr euch sicher, dass es für euch beide nicht besser wäre, wenn ihr das nicht zusammen machen würdet? Es geht ja nicht nur um euch, am Ende sollen die Mafia-Mitglieder auch verhaftet werden und ich werde nicht dulden, dass ihr euch von eurem Privatkram ablenken lasst und den Erfolg des Einsatzes gefährdet.“
„Nein, wir schaffen das“, sagte ich entschlossen und Nines nickte zustimmend.
„Na schön, dann ist hier die Akte. Lest euch alles durch und dann werde ich ein Treffen mit dem FBI arrangieren, damit ihr gebrieft werden könnt. Die haben alle weiteren Informationen.“
Damit waren wir entlassen und verließen mit einer dicken Akte das Büro. Gemeinsam setzten wir uns an unseren Schreibtisch und blätterten die Akte durch.

Wir sollten in die Zerilli-Familie eingeschleust werden, die seit dem frühsten 20. Jahrhundert ihren Hauptsitz in Detroit hatte. Sie gehört zu den gefährlichsten Mafia-Familien des Landes. Viele Mitglieder waren blutsverwandt oder verheiratet, was die Strafverfolgung oder die bloße Informationsgewinnung nur erschwerte. Erschreckend war diese hohe Verwandtschaft vor allem, da ja aus diesen Beziehungen Kinder entstanden, die in dieses Leben hineingeboren wurden und nichts anderes als Straftaten kannten, je nachdem wieviel sie von den Aktionen ihrer Familie mitbekamen. Die Akte enthielt eine Übersicht über alle bekannten Mitglieder der Zerilli-Familie mit all ihren angeblichen Verbrechen, die ihnen natürlich nie nachgewiesen werden konnten. Von Kreditwucher, Schutzgeld, Glücksspiel und Drogen war alles dabei. Seitdem die Androiden eigene Gesetze hatten kamen auch da noch einige Verbrechen hinzu. Prostitution mit Androiden und Menschen und sogar ein leichter Handel mit Menschen und Androiden zwischen den einzelnen Familien. Selbstverständlich gehörten auch Mord, Anstiftung zum Mord, Verschwörung zum Mord und Folter zu jedem Mitglied dazu. Diesen Leuten wollte man wirklich nicht begegnen. Davon abgesehen, konnte ich mir nicht vorstellen, dass es leicht war, in diese Familie hineinzukommen. Garantiert wurden alle auf Herz und Nieren geprüft, bevor sie auch nur ein Minimum an Vertrauen bekamen. Wie lange sollte diese Undercover-Mission denn dauern, wenn wir die gesamte Familie ausheben sollten? Das würde sich über Monate hinziehen. Monate, in denen Nines und ich unser normales Leben nicht mehr führen konnten. Ich seufzte und sah zu Nines, der meine Gedanken zu lesen schien. Worauf hatten wir uns hier nur eingelassen?



Hank Andersons Haus, Detroit
November 20th, 2040
5.12 AM


Nines öffnete die Transportbox und Tori huschte hinaus, um die neue Umgebung zu erkunden. In weniger als zwei Stunden würde der Undercover-Einsatz beginnen und Nines und ich waren schon deutlich angespannt. Tori wollten wir bis zuletzt bei uns behalten, bevor wir sie zu Hank brachten, damit er sich um sie kümmerte. Da Sumo nach all den Jahren immer noch lebte, hatten wir genug Vertrauen, unsere Katze bei Hank zu lassen. Außerdem würde Connor sie bestimmt auch versorgen und man konnte ihm wirklich nicht vorwerfen nur halbe Sachen zu sein. Er hatte schließlich auch ein Sozialmodul und war ein Abweichler, also hatte er sicher Spaß, wenn er mit Tori spielte. Irgendwie … Hoffentlich. Es passte mir nicht, Tori bei anderen zu lassen. Vor allem da wir nicht wussten, wie lange wir brauchen würden, um diesen Einsatz abzuschließen. Es konnte sich über Monate hinziehen. Höchstwahrscheinlich würde es auch genauso kommen. Immerhin wurde uns das Suchen von Beweisen erspart, da Nines alles aufzeichnen konnte, was er sah und hörte. So mussten wir keine geheimen Bücher oder Daten stehlen und die Gefahr aufzufliegen wurde ein wenig minimiert.
„Danke, dass du auf unsere Katze aufpasst, Hank“, sagte ich ernst.
Ich übergab ihm eine Tasche mit allen Utensilien, die Tori brauchte. Ihr Futter, ihr Bett und einige Spielzeuge. Damit würde sie sich hoffentlich etwas mehr wie zu Hause fühlen.
„Keine Ursache. Kommt nur gesund wieder, damit ihr die Kleine auch wieder mitnehmen könnt.“
Auch meinem Kollegen war die Anspannung deutlich anzumerken, denn natürlich wusste er auch, was für uns auf dem Spiel stand. Wir konnten beide bei diesem Einsatz einfach draufgehen und niemand würde es bemerken. Hank und ich verzichteten auf unsere üblichen dummen Sprüche. Ich hatte einfach keinen Nerv dafür und Hank war die Situation durchaus auch bewusst, wofür ich ihm dankbar war. Diesen vorerst letzten Morgen meines normalen Lebens wollte ich einfach nur sauber über die Bühne bringen, für alles andere hatte ich momentan sowieso keinen Kopf.



Innenstadt, Detroit
November 20th, 2040
5.45 AM

Kaum hatten wir Hanks Haus verlassen, schlüpften wir in unsere Rollen. Ich wurde zu Adrian del Mare, einem Amerikaner mit italienischen Eltern, die von der Regierung fälschlicherweise hingerichtet wurden, für ein Verbrechen, das die gar nicht begangen hatten. Mein Hass auf die Regierung war unbeschreiblich und ich tat nun alles, um gegen sie zu rebellieren und gleichzeitig die zu beschützen, die mir am Herzen lagen. Wie meine Freundin Isabella, die nach Italien zurückgegangen war, um sich und unser ungeborenes Kind zu schützen, während ich in Amerika versuchte, unsere Spuren zu verwischen. Dazu brauchte ich die Hilfe der Mafia.
Nines wurde zu Ricardo, meinem Assistenten und Handlanger. Ich hatte lachen müssen, als das FBI uns unsere Identitäten vorgestellt hatte und Nines zu meinem Handlanger gemacht wurde. Er hat es akzeptiert, doch ich wusste, dass es ihm gar nicht passte. Sein Ego ließ es nicht zu und seine Arroganz sträubte sich dagegen, von mir herumkommandiert zu werden. Meine größte Angst war es jedoch, dass ich gezwungen war, irgendwelche furchtbaren Dinge mit ihm anstellen zu müssen, weil die Mafia die Rechte für Androiden nicht anerkannte und auch Handel mit ihnen betrieb. Ich wollte Nines in jedem Fall davor bewahren.

Ich zog meinen schwarzen Anzug an, den ich extra für diese Mission bekommen hatte, und Nines legte seine Uniform ab und trug nun schlichte schwarze Jeans und einen schwarzen Pullover. Wir trugen beide noch schwarze Mäntel, um uns gegen die Kälte zu schützen. Irgendein Verbindungsmann zwischen Mafia und DPD hatte ein Treffen mit einem Underboss arrangiert, der prüfen sollte, ob wir vertrauenswürdig waren und die Hilfe der Mafia verdienten. Der Underboss war dem Oberhaupt der Familie direkt unterstellt und wurde nur vom Boss selbst befehligt und stand auf derselben Stude wie die rechte Hand des Oberhaupts, dem Consigliere.
Ich kannte den Verbindungsmann nicht, aber ich wusste, dass er eine recht bedeutende Stelle in der Zerilli-Familie hatte. Er wollte nicht selbst gegen die Mitglieder der Familie bei der Polizei aussagen, weil er zu große Angst hatte, erwischt zu werden, doch er hatte die Überführung in die Wege geleitet und bekam dafür einige Strafen erlassen. Der Mann holte uns in der Detroiter Innenstadt mit einer eleganten, schwarzen Limousine um sechs ab und stellte sich als Claudio vor, einer der Caporegime, die dem Underboss unterstellt waren und selbst ungefähr zehn einfache Mitglieder unter sich hatten, um die sie sich kümmerten.
Wir sprachen während der Fahrt kaum ein Wort miteinander, verloren auch kein Wort darüber, dass Nines und ich Polizisten waren, auch Nines – nein, Ricardo – und ich redeten nicht. Am liebsten wollte ich seine Hand nehmen, doch das würde sofort Fragen aufwerfen. Dieser Claudio mochte vielleicht diesen Einsatz eingefädelt haben, doch ich war weit davon entfernt, ihm irgendwie zu trauen. Also würde ich weiter in meiner Rolle bleiben und das so lange bis diese Mission erfüllt war.

Nach einer viertel Stunde hielten wir, wir befanden uns noch recht zentral in Detroit und vor uns lag ein riesiges, altes Haus. Einer der wenigen Überreste aus der Zeit vor den Androiden und den voll modernisierten Häusern.
Das Gebäude vor uns war aus massivem, rotem Backstein mit einem schwarzen Dach und schweren Fensterläden aus Metall, die sicher schon der einen oder anderen Kugel aus einer Pistole standgehalten hatten. Das Haus hatte vier Stockwerke, doch man konnte nicht erkennen, was hinter den Gardinen vor sich ging. Das Grundstück war so groß, dass ich das Ende nicht mehr sehen konnte. Ich konnte nicht einmal schätzen, was für eine Grundfläche das Haus hatte, geschweige denn das ganze Gelände. Alles war von einem eisernen Zaun umgeben, der jeden, der versuchte, ihn auf unerlaubtem Wege zu überwinden, aufspießte. Wie drei Meter lange, aufgestellte Speere ragten die einzelnen Zaunslatten in den Himmel. Der Zaun und das Haus selbst sahen so massiv und stabil aus, als könnte es nichts durchdringen. Kein Wagen, der durch das Tor rasen wollte, keine Panzerfaust, mit der man das Haus zerstören wollte, und auch keine Naturkatastrophe. Alles schien uneinnehmbar und verlieh dem Grundstück ein furchterregendes und vor allem überlegenes Aussehen.
Das ebenfalls eiserne Eingangstor gab den Weg auf das Grundstück frei und der Wagen rollte langsam über den gepflasterten Weg in den hinteren Bereich, wo bereits mindestens zehn andere Autos standen. Jedes davon nobler als das vorherige. Wir parkten und stiegen schließlich aus. Jetzt würde es also losgehen, es gab kein Zurück mehr.



Zerilli-Hauptquartier, Detroit
November 20th, 2040
6.20 AM


Unser Weg führte uns vor eine Eingangstür aus massivem Holz, das teurer aussah als mein ganzes Vermögen zusammen. Sie öffnete sich, wie auch das Eingangstor, von selbst.
Die gesamte Einrichtung des Flurs und das, was ich vom restlichen Haus sehen konnte, war in dunklem Holz gehalten. Es stank nach Zigarre und Dunstschwaden waberten durch jeden Raum. Wir begegneten keiner Menschenseele, während wir Claudio folgten und die Treppen zum zweiten Stock zurücklegten. Kurz fragte ich mich, warum uns niemand die Augen verbunden hatte, wenn doch nicht einmal feststand, ob wir überhaupt in die Mafia aufgenommen werden würden. Allerdings kam mir schnell in den Sinn, dass man uns wohl einfach erschießen würde. Es lief mir kalt den Rücken runter. Immerhin hatte ich Nines noch in meiner Nähe, wäre ich ganz allein würde ich mir vermutlich schon Gedanken über meine Flucht machen. Mir fehlte schlicht und ergreifend die Ausbildung für so eine Mission und ich hatte jetzt schon keine Lust mehr, doch ich seufzte nur stumm und ging weiter. Wir würden das durchstehen und dann zu Tori zurückkehren. Ich setzte eine entschlossene Miene auf und sprach mir selbst Mut zu.

Im zweiten Stock angekommen, schritt Claudio durch eine Tür und bedeutete uns, im Flur zu warten. Nines und ich sahen einander an, doch wir sagten nichts und bewegten uns auch nicht aufeinander zu. Wer weiß, was die hier für Überwachungstechnik hatten. Unachtsamkeit konnten wir uns nicht erlauben, dann waren wir noch heute tot.

Nach einer halben Stunde kam Claudio wieder raus und nickte uns zu. Scheinbar war das Gespräch gut verlaufen und wir waren aufgenommen.
„Sie wollen euch kennenlernen“, sagte er nur und wir folgten ihm.
In dem Raum, der so groß wie meine komplette alte Wohnung war, standen zehn Männer, alle mit noblen Anzügen und Zigarre oder Zigarette. In der Mitte auf einer Art Thron saß Jack Vito „Jackie the Kid“ Giacalone, der neunzigjährige, noch immer furchteinflößende Boss der Detroiter Mafia. Überrascht sah ich ihn an, da ich nicht damit gerechnet hatte, ihn jetzt schon zu sehen. Rechts von ihm sein Consigliere Anthony Santorri. Die anderen acht waren Underbosse. All die großen Köpfe der Mafia waren hier in einem Raum versammelt. Jetzt mussten wir nur noch jeden von ihnen auf frischer Tat bei einem Verbrechen ertappen und dann konnten wir sie alle verhaften. Mir juckte es in den Fingern, auf sie loszugehen, doch ich hielt mich zurück. Es würden sich noch Gelegenheiten ergeben und ich freute mich schon darauf, ihnen ihre Rechte zu verlesen. Ein grimmiges Lächeln machte sich auf meinem Gesicht breit.

Jack de Vito sah uns für einen Moment schweigend ab, doch dann legte er seine Zigarre in aller Seelenruhe weg, während ich bereits zu schwitzen und um mein Leben zu fürchten begann.
„Ich freue mich, euch zu sehen. Ich freue mich immer, wenn wir neue Mitglieder akquirieren können und dann auch noch einen engagierten jungen Mann wie du, Adrian. Es fasziniert mich, dass ein so junger Mensch, der kaum etwas erlebt hat, den dringenden Wunsch verspürt, sich der Mafia anzuschließen, und ich bin gespannt darauf, wie du dich hier einbringen kannst. Selbstverständlich bringen wir dich und deine Lieben um, wenn du dich gegen die Familie stellst, aber das war dir hoffentlich klar.“
Das sagte er einfach so lapidar, als würden wir über das Wetter reden, aber vermutlich gehörten solche Aktionen zum täglichen Alltag der Mafia.
„Schick deinen Androiden raus“, befahl der Mafiaboss und duldete keinen Widerspruch.
Ich sah zu Nines und in dieser einen Sekunde sah ich so viele Emotionen durch seine Augen huschen, die für jeden anderen unsichtbar waren. Vor allem sah ich aber, dass er mich nicht verlassen wollte, dass er nicht auch nur eine Sekunde von meiner Seite weichen wollte.
„Warte draußen, Ricardo“, sagte ich zu meinem Partner und nickte Richtung Tür.
Selbstverständlich verzog der Android keine Miene, nickte ebenfalls und verließ ohne Umschweife den Raum.
„Setz dich“, bot der Boss mir an und ich leistete ihm Folge, bevor er einen tiefen Zug von seiner Zigarre nahm. „Jetzt erzähl mir deine Geschichte. Warum bist du hierhergekommen? Was willst du von der Mafia?“
Und so begann ich meine Geschichte zu erzählen, in der Hoffnung, dass die Mafia mir glaubte.
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