Lilien

GeschichteHumor, Übernatürlich / P16
Davina Claire Elijah Mikaelson Freya Mikaelson Kol Mikaelson Niklaus Mikaelson OC (Own Character)
24.11.2018
10.02.2019
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"Davina. Bist du fertig mit dem Zauber? Wir müssen -", erschrocken drehte ich mich zum Eingang der Gruft und sah wen? Marcel Gerard. Wie kann man nur so Glück haben? Ist ja abartig. Man bemerkte den Sarkasmus. "Wenn das nicht die namenlose unbekannte ist. Warum haben Sie gestern nicht erwähnt, dass sie in ihrer Freizeit gerne Gräber schänden?", fragte er und schaute auf die Leiche vor mir. "Sie haben nicht danach gefragt.", grinste ich süffisant und schloss den Sarg wieder. "Ihr kennt euch?", fragte Davina jetzt verwundert. "Nein", gab ich kühl als Antwort, schnappte mir mein Buch, welches ich zwischenzeitlich auf dem Boden abgelegt hatte und machte mich auf den Weg die Gruft, den Friedhof und danach ganz New Orleans zu verlassen. "Hat mich gefreut kleine Davina. Mister Gerard.", verabschiedete ich mich mit einem Nicken. "Hast also schon von mir gehört?", wollte Marcel wissen und stellte sich mir in den Weg. "Seit wann sind wir denn beim 'du'? Marcel.", seinen Namen sprach ich aus als würde ich von etwas besonders ekelhaft und abstoßenden reden. Dafür musste ich nichtmal groß Schauspielern. "Ich hab das Gefühl, dass du mich nicht leiden kannst.", sagte er nachdenklich und doch grinste er. "Ihr Gefühl täuscht sie nicht", lächelte ich falsch und versuchte mich an ihm vorbei zu drängen. "Hey nicht so schnell. Wir haben doch Zeit. Was hast du denn da?", fragte er ohne eine Antwort zu wollen, stattdessen riss er mir das Buch einfach aus der Hand. "Ein Grimoire. Sophie Gauthier. Oh sie hast du also ausgegraben?", er wartete keine Antwort ab, sondern sprach einfach weiter. Warum fragt er überhaupt, wenn er mich eh nie Antworten ließ. Das nervt. "Ich kannte sie weißt du? Sie war ein aufgewecktes Mädchen, stets mutig und so stark. Hat sich immer gewährt, doch dann ab ich sie getötet." Dieser ekelhafte, dreckige Vampir hat was getan?

"Was?", fragte ich entsetzt und auch Davina sah ihn erschrocken an. "Ja sie war eine schlaue Hexe, ich verstehe, weshalb du ihr Grimoire möchtest." "Du verstehst garnichts.",fauchte ich und wollte ihm das Buch wieder aus der Hand reißen, doch er ließ es nicht zu. Dämliche Vampirkräfte. Wer hat sich Sowas nur ausgedacht?
Stimmt ja.
Das war Esther.
Eine Mikaelson, was auch sonst.
Der Ursprung allen Übels.
"Weißt du, ich mag es nicht wenn die Hexen in meiner Stadt ärger machen. Grab Plünderung gehört auch zur Kategorie 'bitte unterlassen'" "Achja?", amüsiert zog ich eine Augenbraue hoch. "Ich wollte sowieso aus dieser verfluchten Stadt verschwinden. Also werde ich wohl kein Problem mehr sein."
"Gefällt es dir in New Orleans etwa nicht kleine Hexe?", sagte er.
"Nein. Hier lungern mir zu viele Vampire rum. Wenn Sie also so freundlich wären und mir mein Grimoire übergeben würden.", zischte ich.  "Es ist nicht deines. Es gehört immernoch der süßen Sophie." "Marcel lass sie einfach und gib ihr das verdammte Buch.", fauchte Davina, die sich bis jetzt eher zurükhielt. "Ich muss noch einen Zauber sprechen, falls du es vergessen hast.", fügte sie etwas ruhiger hinzu. "Und jetzt hast du Verstärkung, mehr Hexen, weniger Zeitaufwand. Also hopp macht euch an die Arbeit.", befahl er und warf mich auf den Boden. Das Grimoire schleuderte er gleich hinterher. "Da steht vielleicht was nützliches drin." Ich wollte gerade protestieren, da unterbrach er mich schon. "Ich lasse dich erst raus, wenn Davina den Zauber gesprochen hat. Wenn du ihr also hilfst kannst du früher gehen. Macht euer Hexen-Ding, ich warte vor der Gruft.", sagte er und ließ uns alleine.

"Also was ist das für ein verdammter Zauber?", fragte ich Davina schroff. Sie zuckte kurz durch meinen Wortlaut zusammen. Es tat mir leid, da ich sie garnicht so anfahren wollte. Ich hatte ja garnichts gegen sie. "Ein Lokalisierungs-Zauber.", seufzte sie. "Und wo ist der haken?  Du bist doch ne schlaue Hexe, ein Lokalisierungs-Zauber dürfte da doch kein Problem sein." "Das Problem ist, dass ich nicht weiß wonach wir suchen. Wir wissen bloß, dass es eine Waffe ist und dass sie in New Orleans ist." Wow. Gute Voraussetzungen würde ich mal sagen. "Und du betreibst Ahnen-magie?", wollte ich wissen, was sie bejahte. "Dann lass uns anfangen.", motiviert klatschte ich in die Hände.

Nach langem Suchen, beschlossen wir das naheliegendste zu machen und jemanden zu befragen, der weiß was wir suchen und auch wo es sich befindet. Die Ahnen. Wir fassten uns an den Händen und begannen den Zauber zu sprechen.Votre mort, aide-nous à trouver ce qui est introuvable. Montre-nous ce qui reste caché. Immer wieder wiederholte ich den Spruch, doch die Ahnen weigerten sich uns zu zeigen wo sich die mysteriöse Waffe befand. Ich bemerkte wie meine Nase zu bluten begann und ich bekam fürchterliche Kopfschmerzen. Votre mort, aide-nous à trouver ce qui est introuvable. Montre-nous ce qui reste caché., wiederholte ich die Worte nun einen Hauch aggressiver. Doch vergeblich, das einzige was ich erreiche war, dass sich die Schmerzen nurnoch verschlimmerten. Kurz sah ich zu Davina, die auch nicht mehr sonderlich gut aussah. Länge werden wir das nicht aushalten. Verdammte Ahnen. "Bitte.. Sophie komm schon.", flehte ich.

Plötzlich verschwamm alles um mich herum und eine unangenehme Kälte machte sich in mir breit. Ich sah hoch und anstatt, dass ich Davina erblickte wie erwartet, sah ich in das Gesicht meiner Schwester Sophie. "Sophie", hauchte ich überrascht und den Tränen nahe. "Wir haben nicht viel Zeit Viola. Die Ahnen möchten nicht dass ihr von der Waffe erfahrt, doch sie liegen falsch. Du musst sie aufhalten und die Waffe vernichten. Ansonsten sind wir alle verdammt, lebende sowie Tote. Ich muss jetzt gleich gehen, doch eines muss ich dir noch sagen kleine. Egal wer oder was du in Wirklichkeit bist, für mich bist und bleibst du auf ewig meine kleine Schwester, hörst du.", ich nickte unter Tränen. Man konnte ein leises Flüstern wahrnehmen und die Kälte um mich nahm noch mehr zu. Die Ahnen waren auf dem Weg hierher. "Sie kommen. Finde die Waffe und Zerstöre sie. Tu es bevor sie Unheil über diese Welt bringt." Die ersten Ahnen versammelten sich hinter Sophie und wollten sie von mir wegzerren, doch ich hielt sie fest. "Welche Waffe? Waffe wogegen? Was bezwingt sie?"
"Den Tod, sie bezwingt den Tod", flüsterte sie noch bevor sie plötzlich verschwand. Die Kälte nahm immer mehr zu, die Umgebung wurde immer unklarer und es fühlte sich so an als würde ich von etwas in die Tiefe gezogen werden. Schrille schreie ertönten in meinem Kopf. Schreie der Angst und des Schmerzes. Und Hitze, ich spürte eine enorme Hitze doch auch die Kälte war noch da. Dann war da ein Feuer. Überall Feuer. Wie kann hier Feuer sein es ist so kalt. Urplötzlich wurde mir schwindelig und ich fiel um. Doch ich spürte keinen Aufprall, jedoch auch keinen Fall genauso wenig einen halt.
Ich fühlte nichts. Ich nahm nichts wahr.

Kein Licht.

Keine Dunkelheit.

Keine Wärme.

Keine Kälte.

Keine Geräusche.

Keine Gerüche.

Doch dann war da der Fall. Und die Kälte war zurück. Unter mir fühlte ich eine Art Boden. Der Geruch von Rauch stieg in meine Nase und ich öffnete mühsam meine Augen, nur um das verbrannte Gesicht einer Leiche zu sehen. Mit schmerzenden Gliedmaßen richtete ich mich auf und erblickte tausende an weiteren Leichen. Der Gestank war entsetzlich und meine Sicht wurde durch eine dichte Rauchschwade vernebelt. Zwischen den Toten Körpern in all der Dunkelheit erblickte ich schließlich ein Licht. Ich hatte mit einem Mal das unabdingbare Verlangen dorthin zu gelangen. Meine Füße schmerzten bei jedem Schritt doch dennoch erreichte ich die Lichtsäule. Das Licht schien auf eine Art Podest, auf welchem ein Buch lag. Ich ging noch einen Schritt darauf zu und bemerkte erst jetzt, dass die Leichen verschwunden waren. Als ich ganz dicht am Podest stand nahm ich das Buch in die Hand. Wieder fühlte es sich so an als würde ich weg gezerrt, als würde ich verschlungen werden. Im nächsten Moment stand ich in einem Wald, das Buch in meiner Hand.  Um mich herum die verschiedensten Arten von Bäumen. Ein unerklärlicher Schmerz durchfuhr meine Hand, weshalb ich das Buch fallen ließ. Als es das Laub berührte, welches den Waldboden bedeckt fing dieses sofort Feuer. Und mit ihm sofort der ganze Wald. Alle Bäume um mich herum verbrannten. Eichen, Birken, Fichten, Buchen und Eschen. Alle brannten nieder, bis nur noch einer übrig war. Eine Weißeiche. Vorsichtig ging ich darauf zu, merkte wie auch sie langsam zu Asche wurde. Am Ende war auch von ihr nichts mehr übrig, bloß ein Blatt welches im Wind tanzte. Im Wind der garnicht da war. Geschickt fing ich es auf, wieder wurde ich weg gezogen. Vor meinem Auge blitzen die unterschiedlichsten Bilder auf. Ein verlassenes Haus, ein Buch, das Buch, viele Bilder die ich nicht deuten konnte und schließlich Davina.

Davina! Erschrocken ließ ich ihre Hände los. Ich war wieder in der Realität angelangt. "Hast du das auch gesehen?", fragte ich mit schwacher Stimme. Sie nickte.
"Aber was hat das alles zu bedeuten?", wollte sie wissen.

"Es bedeutet, dass wir in enormen Schwierigkeiten stecken."
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