Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

This is the way of Life

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
König Zenoheld OC (Own Character) Prinz Hydron Shun Kazami Spectra Phantom / Keith Clay
23.11.2018
01.05.2019
16
28.630
3
Alle Kapitel
7 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
01.12.2018 1.745
 
Shun war noch am selben Tag zum Wohnsitz seines Großvaters aufgebrochen. Obwohl er ihm vor zwei Jahren die Stadt einmal gezeigt hatte, wollte der Alte lieber auf dem Lande leben. „Die Stadt ist ja wirklich ganz schön und du bist auch so gut verbunden....aber die Leute hier, ihre Einstellung und erst dieser Lärm, Schmutz und...ach, da bleibe ich lieber auf meinem Landsitz.“ waren seine Worte gewesen, als er ihn herumgeführt hatte. Während Shun im Taxi an den bewaldeten Hügeln vorbeifuhr, musste er in Gedanken daran lächeln. Es stimmte schon, das Leben auf dem Land hatte etwas entspannendes, dort hatte er zwar das harte und ihm manchmal verhasste Ninjatraining absolviert, aber er konnte nicht abstreiten, dass eben dieses ihn auch zu einem der besten Bakugan Spieler gemacht hat und die Umgebung, mit ihren Wäldern und Seen war ein wirklicher Genuss für Körper und Seele. Die Sonne ging schon unter, als er am Zielort angekommen war, nachdem er den Fahrer bezahlt hatte, sah er sich kurz das Eingangstor an, doch anstatt zu klopfen, entschied er sich auf „Ninja“ Art das Haus zu betreten. Er sicherte also sein Bündel gut am Rücken, ging dann zum nächstgelegenen Baum, kletterte an diesem hoch und sprang dann auf das Dach des Stalls, welcher das erste Gebäude hinter der Mauer war. Dort wartete er ein paar Sekunden, dann ging es auch schon weiter. Leise und doch schnell, überquerte er die kleineren Dächer, bis er das Hauptgebäude erreicht hatte. Von dort aus, schlich er sich zu der Veranda und schaute vorsichtig darüber. Wie erwartet, saß sein Großvater in der Mitte der Holzplattform und meditierte, wie jeden Tag, vom frühen Nachmittag bis die Sonne unterging.

Mit einer geschmeidigen Bewegung, schwang sich Shun über das Geländer und hielt sich dann erschrocken an dem selben noch rechtzeitig fest, bevor er den Boden berührte. Denn dieser sah anders aus, als er ihn dass letzte Mal gesehen hatte. Er vermutete einen „Nachtigallenboden“, welcher ein spezieller Boden war, bei dem schon das leiseste Geräusch zu hören war. Um den zu umgehen, sprang er von dem Geländer an Balken, die unterhalb des Daches über der Veranda angebracht waren. Etwas mühselig, hangelte er sich an ihnen entlang, bis er direkt über seinem Großvater war, dann ließ er sich fallen. Ein wenig überrascht, wich der alte Mann ihm noch in letzter Sekunde aus und schlug mit der Handkante nach ihm. Shun blockte diesen Schlag und versuchte einen Fußfeger auszuführen, doch sein Großvater sprang darüber hinweg und trat nach ihm, was sein Enkel mit überkreuzten Armen abblocken musste. „AH, Shun, du bist es!“ rief er dann, ein wenig keuchend. „Ja, ich dachte ich komme dich mal besuchen und damit du nicht zum Tor gehen musst, wollte ich zu dir auf „Ninja“ Art kommen.“ „Haha, es freut mich, dass du so gleich deine Fähigkeiten trainierst, allerdings hatte ich dich schon bemerkt, als du auf dem letzten Dach ankamst. Und nebenbei...“ Der Alte lächelte verschmitzt. „...ist dass da hinten kein „Nachtigallenboden“, ich habe ihn lediglich so färben lassen, damit Leute wie du denken, es wäre einer.“ Shun verfluchte sich dafür, so getäuscht worden zu sein. „Gräme dich nicht, du bist wirklich gut geworden. Komm, lass uns runter ins Wohnzimmer gehen.“ Wenig später saßen die Beiden auf Strohmatten, in der Mitte einen Tisch mit Tee und Reisschüsseln stehen, von dem sie sich bedienten. „Nun sag aber, warum bist du hier?“ Shun holte tief Luft dann fragte er: „Habe ich eine Schwester?“

Sein Großvater schien kurz erstarrt zu sein, dann fing er sich wieder und antwortete verwundert: „Aber nein, wie kommst du denn auf so etwas? Du weißt doch, dass du immer nur mit deiner Mutter zusammengelebt hast.“ Shun war mit dieser Antwort nicht zufrieden und meinte deshalb: „Es stimmt, ich kann mich an keine Schwester erinnern...was aber nicht bedeutet, dass es keine gibt, denn ich kann mich schließlich nicht an alles erinnern, schon gar an Dinge, in den ersten Monaten nach meiner Geburt geschehen sind.“ Dabei sah er seinen Großvater mit einer Entschlossenheit und Willensstärke, die Wahrheit zu erfahren an, dass dieser schließlich aufgab und seufzend meinte: „Du bist wirklich, stur, weißt du dass, Shun?“ „Sag mir, was du weißt, Großvater.“ „Ist ja gut, ist ja gut. Du weißt ja, dass deine Mutter dir, kurz bevor sie starb Skyress gab.“ „Ja, diesen Moment werde ich nie vergessen.“ bestätigte Shun und bei der Erinnerung an seine Mutter, kamen ihm beinah wieder die Tränen. „Anders, als du vielleicht bisher angenommen hast, hat sie Skyress aber nicht auf der Erde, sondern in Vestroia gefunden.“ „Was?? Meine Mutter war schon einmal in Vestroia?! Warum hat sie mir davon nie erzählt...“ rief Shun, leicht aufgebracht, doch sein Großvaters bedeutete ihm, sich zu beruhigen. „Es gibt einige Gründe, warum wir dass vor die verheimlicht haben.“ Er seufzte erneut, dann fuhr er fort: „Skyress selbst, hatte sie erst, kurz bevor sie zur Erde dauerhaft zurückkehrte, kennengelernt. Die genauen Umständen sind mir leider selber nicht mehr bekannt, aber sie schienen sich verstanden zu haben und Skyress hatte zudem Zeitpunkt wohl erkannt, dass es für sie besser war, gleich mit einem Menschen zu gehen, dem sie vertraute, anstatt ziellos auf die Erde geschickt zu werden. Zuvor allerdings...“ Er nahm einen kräftigen Schluck Tee. „...hatte sie einen Vestal kennengelernt, der ebenfalls das erste mal in Vestroia war.“ Shun wollte schon wiede etwas sagen, doch er beherrschte sich, er wollte alles hören und dann erst wieder etwas sagen.

„Er wahr wohl ein Hobbyforscher, welcher allerdings von einem Forschungsinstitut von Vestal finanzielle Unterstützung bekam. Nachdem Beide überrascht waren, einen anderen „Menschen“ „Vestal“ zu sehen und erklärt hatten, von wo sie kamen begann wohl eine Liebesbeziehung zwischen ihnen. Deshalb, hast du auch nie etwas von deinem Vater gehört Shun. Deine Mutter kehrte zwar immer wieder zur Erde zurück, kam aber sehr oft nach Vestroia und nach Vestal. Irgendwann dann, merkte sie bei einer Untersuchung hier auf der Erde, dass sie Schwanger war. Du kannst dir nicht vorstellen, wie groß zuerst das Theater und die Verzweiflung, wie sie mit einem „Außerirdischen“ ihre Kinder großziehen sollte. Nach einigem hin und her, entschlossen sie, ich und der Vestal, welcher auch einmal inkognito hierher kam, dass sie offiziell bei mir wohnte, während sie in Wahrheit nach Vestal zog, vorübergehend, natürlich. Das war zwei Monate, vor der Geburt. Vier Monate später, als ich mit dem Ochsen vom Feld zurückkam, lag sie dann da, vor dem Tor, mit nur dem was sie am Leib trug und dir, in einem dicken Wolltuch. Ich war absolut fassungslos und als ich sie sich etwas ausgeruht hatte, erzählte sie mir, was passiert war: Sie hatte mit ihrem Geliebten, sein Name war übrigens Hanjo eine Wohnung gemietet und sie dort auf eure Ankunft vorbereitet. Schon zudem Zeitpunkt, hatten sie scheinbar Pläne, auf Vestal zu bleiben.

Nach eurer Geburt dann, lebten sie eineinhalb Monate glücklich in der Wohnung, doch dann berichtete Hanjo, dass der Geheimdienst, nach ihnen suchen würde, da ein Mensch und ein Vestal, die noch dazu Kinder haben, nicht geduldet wurden. Zunächst versuchte er, durch Recherchen in Universitäten, eine Rechtliche Möglichkeit zu finden, dass man sie dulden würde, doch dass machte ihn verdächtig und so schmiedetet er mit ihr Pläne, dass beide zur Erde gehen würden. Doch nur wenige Tage, bevor sie aufbrachen, machte der Geheimdienst eine Razzia in ihrer Wohnung und Hanjo gelang es nur noch sie und dich durch ein schnell erstelltes Portal zur Erde zu schicken. Was mit Hanjo und deiner Schwester weiter passierte, wusste sie nicht. Da wir weder uns selbst, noch dich damit zu sehr belasten wollten, hielten wir es für das beste, dich in dem Glauben großzuziehen, du seist ein Einzelkind. Das hat ja auch gut funktioniert...bis jetzt.“

Damit beendete Shun's Großvater seine Erzählung, trank zwei weitere Schüsseln Tee aus und seufzte schwer. Während der Erzählung, hatte Shun angefangen zu zittern, doch jetzt beherrschte er sich wieder, indem er sich fest auf die Lippen bis. Er atmete mehrmals tief ein und aus, trank ebenfalls noch ein paar Schüsseln Tee und aß noch etwas Reis, dann sagte er: „Danke, dass du mir die Wahrheit gesagt hast, Großvater. Nun sollte ich vielleicht sagen, wie ich auf meinen Verdacht gekommen bin....“ Als er mit der Erzählung von seiner Begegnung mit Hannah fertig war, rückte der Alte seine Brille zurecht und meinte: „Nun, bei dieser Beschreibung, kann ich verstehen, warum du einen Verdacht auf Verwandtschaft entwickelt hast und ich denke, dass auch nur dieses Mädchen deine Schwester sein kann.“ „Ja...“ „Wo ist sie denn jetzt?“ „Zuletzt sah ich sie mich, Dan und Ace beobachten, entweder sie ist wieder bei Hydron oder....bei Dan.“ „Was??“ Shun zuckte mit den Achseln. „Ich könnte mir vorstellen, dass sie ein Auge auf ihn geworfen hat..“ „Wie bitte?? Was ist an dem Kerl denn bitte interessant?!“ rief der Alte nun aufgebracht und sprang auf, doch dabei machten sich seine, immer öfter auftretenden Rückenschmerzen wieder bemerkbar und Shun half ihm behutsam ins Bett. „Bitte reg dich nicht so auf, immerhin ist sie nun fast in einem Alter wie ich, indem sie großteils ihre eigenen Entscheidungen treffen kann...wie auch, ob sie zu uns zurückkehren will.“ „Jaja, die Kinder werden immer so schnell erwachsen. Also gut, aber sorge mir ja dafür, dass sie auch tatsächlich wieder zu uns kommt.“ sagte der ältere Ninja und wackelte mit dem Zeigefinger. „Natürlich, gute Nacht Großvater.“ „Gute Nacht Shun.“

Anschließend setzte Shun sich auf das Dach und dachte nach, während er die Sterne betrachtete. Dabei klappte sich Ingramm neben ihm auf. „Und was machen wir jetzt, Shun?“ „Wir werden wohl bald wieder zu den anderen gehen, jedoch werde ich nur Keith, Mira und Ace einweihen.“ „Warum?“ Shun holte seine Flöte heraus, die er seit er bei seinem Großvater war, hatte. „Nur diese können ein Geheimnis für sich behalten, Marucho, Dan und Baron sind schnell unvorsichtig.“ „Aber Hannah...“ „Auch sie soll glauben, wir hätten uns geirrt. Damit will ich sie testen. Testen, wie sie reagieren wird, ob sie dennoch den Vexos den Rücken kehren wird, weil sie sich bei uns wohler fühlt, ob sie bei denen bleiben will, wenn sie mir glaubt oder ob sie auch wenn sie mich durchschaut, bei Hydron bleiben will...aus Loyalität zum Beispiel.“ Sein Partner war einigermaßen verwirrt über Shun's Idee. „Und was, wenn sie tatsächlich bei den Vexos bleiben will, egal aus welchem Grund?“ Shun setzte die Flöte an seine Lippen. „Entweder wird sie noch mehr Zeit brauchen, um zu erkennen, wo sie hingehört....oder sie ist verloren.“ Damit fing er an zu spielen.
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast