Bis zum Tod(esser)

von LeeTaeki
GeschichteRomanze, Fantasy / P18
23.11.2018
15.03.2019
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Nass und voller Blut lief Filia durch die Korridore von Hogwarts. Sie war so in Gedanken an Draco versunken, dass sie die geschockten Blicke der anderen Schüler gar nicht mitbekam. Schließlich kam sie dann im siebten Stock an und betrat den Gryffindorgemeinschaftsraum durch das Portrait der fetten Dame.

„Was ist passiert?“, rief Ginny sofort, als sie ihre Freundin erblickte. Sie und Hermine stürmten direkt auf Filia zu, doch diese schüttelte nur den Kopf. Sie wollte jetzt nicht darüber reden. Daher ging die Brünette nach oben, schnappte sich frische Klamotten und stellte sich dann unter die Dusche. Erst dort zog sie nach und nach ihre Klamotten aus und versuchte das Blut herauszuwaschen. Das heiße Wasser prasselte auf ihren Rücken. Normalerweise genoss sie es heiß zu duschen, doch ihre Gedanken hingen ganz allein bei Draco. Erneut fanden Tränen den Weg über ihre Wangen und sie konnte nicht verhindern loszuschluchzen. Ihre Beine gaben nach und sie fiel auf die Knie. Ihr Gesicht vergrub sie in den Händen und sie weinte und weinte.

„Filia?“, ertönte nach einer Weile Hermines Stimme vor der Duschkabinentür. Sie klang besorgt. Mehr als besorgt: „Du bist seit über einer Stunde da drinnen. Ginny und ich machen uns solche Sorgen. Komm bitte raus und rede mit uns.“

Filia hob den Kopf. Sie hatte gar nicht bemerkt, wie die Zeit vergangen war. Sie hätte schwören können, dass sie erst seit zehn Minuten unter der Dusche war. Vorsichtig stand sie auf und drehte das Wasser ab. Dann wickelte sie sich in ihren Bademantel und verließ die Kabine. Den Gesichtsausdrücken ihrer Freundinnen nach zu urteilen, musste sie so schlimm aussehen, wie sie sich auch fühlte.

„Filia, dein Nacken… wie heiß hast du geduscht?“, gab Ginny von sich und schlug sich die Hände vor den Mund. Filia ging zu einem der Spiegel hinüber. Ihr Nacken wurde durch das heiße Wasser komplett verbrüht. Er war knallrot und erst jetzt merkte Filia die starken Schmerzen, die davon ausgingen.

„Du solltest zu Madame Pomfrey in den Krankenflügel“, merkte Hermine an, doch Filia schüttelte erneut den Kopf.

„Die hat gerade bestimmt genug zu tun“, Filias Stimme war nur ein Flüstern. Sie fing an sich anzuziehen. Hermine und Ginny musterten sie etwas genauer.

„Wie meinst du das? Bitte sag uns was passiert ist. Wieso warst du ebenso durchnässt und“, Ginny musste kurz schlucken: „Und voller Blut.“

„Fragt doch mal Harry“, keifte Filia plötzlich wütend und nachdem sie sich ihr T-Shirt über den Kopf gezogen hatte, verschwand sie aus dem Bad. Sie lief anfangs etwas orientierungslos durch die Gänge, bis sie in den Kerkern ankam. Dann steuerte sie geradewegs auf Professor Snapes Büro zu. Ohne zu klopfen, warf sie die Tür auf und Snape schaute sie wütend an.

„Miss Clades, wie können Sie es wagen-“, sprach der Schwarzhaarige, doch weiter kam er gar nicht.

„Wie können Sie es wagen, ihre alten Schulbücher so fahrlässig herumliegen zu lassen?“, unterbrach Filia ihn wütend. Professor Snapes Augen weiteten sich für einen Moment, doch dann fasste er sich wieder.

„Wie darf ich das verstehen?“, fragte er nur interessiert.

„Sie wissen ganz genau was ich meine. Sie können mir nicht erzählen, dass sie nur ganz zufällig den passenden Gegenzauber für Dracos Verletzungen parat hatten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass nur der Erfinder dieses Zaubers auch seinen Gegenzauber kennt“, warf ihm Filia aufgebracht an den Kopf: „Sie sind der Halbblutprinz.“

„Leider weiß ich nicht im Geringsten wovon Sie da reden, Miss Clades. Und nun würde ich es begrüßen, wenn Sie mein Büro wieder verlassen. Und sollten Sie jemals wieder bei mir einfach so hereinplatzen, können Sie davon ausgehen, dass Sie Ihrem Freund Potter beim Nachsitzen bis zum Schuljahresende Gesellschaft leisten dürfen“, sprach Snape bedrohlich ruhig und verfrachtete Filia vor die Tür. Ein letztes Mal blickte er sie eindringlich an: „Und ich rate Ihnen, sich aus Angelegenheiten, die Sie nichts angehen, herauszuhalten.“

Mit diesen Worten schlug ihr der Professor die Tür vor der Nase zu. Snapes kühle und gefasste Antwort verwirrte Filia ein wenig. Sie fragte sich, ob sie mit ihrer Vermutung vielleicht doch danebengelegen hatte. Allerdings war Professor Snape dafür bekannt, dass ihn nichts so schnell aus der Fassung bringen konnte.
Nach diesem gescheiterten Versuch Professor Snape auffliegen zu lassen, machte sich Filia wieder auf dem Weg nach oben. Sicherlich hatte das Abendessen bereits angefangen. Als sie die Große Halle betrat, war sie erleichtert, dass Harry nicht am Tisch der Gryffindors saß. Sie nahm wortlos neben Ginny platz und starrte das Essen vor sich an. Wirklich Hunger hatte sie allerdings nicht.

„Miss Clades, was ist denn mit Ihnen passiert?“, ertönte plötzlich die Stimme von Professor McGonagall hinter ihr: „Ihr Nacken sieht aber gar nicht gut aus. Gehen Sie sofort in den Krankenflügel.“

„Es geht schon Professor. Ich war nur etwas unachtsam“, erklärte Filia, ohne sich dabei zu ihrer Hauslehrerin umzudrehen.

„Keine Widerrede! Na los“, befahl ihr die alte Hexe nun und widerwillig stand Filia auf. Sie wollte wirklich nicht in den Krankenflügel. Es war zwar nicht so, dass sie keine Schmerzen hatte, aber dennoch wollte sie nicht dorthin. Denn dort würde sie Draco sehen und davor hatte sie Angst. Doch nun blieb ihr nichts anderes mehr übrig.
Langsamen Schrittes begab sie sich in den Krankenflügel. Als sie dort ankam, war sie erleichtert, dass Dracos Bett mit einer Trennwand vor ihren neugierigen Blicken geschützt war. Es konnte nur gut sein, wenn sie ihn nicht sah. Madame Pomfrey saß über einige Dokumente gebeugt an ihrem Schreibtisch und blickte auf, als sie Filias Schritte hörte.

„Miss Clades, was machen Sie denn schon wieder hier?“, fragte die Dame überrascht. Kein Wunder, immerhin war Filia erst am Nachmittag bei ihr gewesen, um ein paar Baldriantropfen zu holen.

„Ich… ich habe mir den Nacken verbrannt. Professor McGonagall hat mich hergeschickt“, erklärte die Brünette und Madame Pomfrey trat um ihren Schreibtisch herum. Gemeinsam gingen sie zu einem der Betten, wo die Heilerin einen genaueren Blick auf Filias Verletzung warf.

„Sie haben Glück. So etwas bekomme ich schnell wieder hin. Dennoch sollten Sie in Zukunft etwas vorsichtiger sein“, mahnte die Frau, während sie eine kleine Dose aus dem Arzneischrank holte. Vorsichtig rieb sie eine Salbe auf Filias Nacken. Sie war angenehm kühl und Filia schloss, erleichtert darüber, dass der Schmerz nachließ, die Augen.

„Haben Sie mir sonst noch etwas zu sagen?“, fragte Madame Pomfrey. Als Filia ihre Augen wieder öffnete, stand die Dame direkt vor ihr.

„Nein, ich denke-“, Filia zuckte zusammen, als Madame Pomfrey scharf die Luft einsog.

„Ach du liebes bisschen“, entfuhr es ihr geschockt und sie hob Filias Kopf vorsichtig am Kinn an: „Bei Merlins Bart, so etwas habe ich noch nie gesehen.“

„Was ist denn los?“, wollte Filia ein wenig panisch wissen. Das Verhalten der Heilerin gefiel ihr ganz und gar nicht. Diese blinzelte allerdings ein paar Mal und schüttelte dann den Kopf.

„Ich bin nicht sicher. Vielleicht haben mir meine Augen einen Streich gespielt, aber ich behalte Sie vorsichtshalber über Nacht da“, ohne eine weitere Erklärung, was Madame Pomfrey glaubte gesehen zu haben, befahl sie Filia auch schon, sich ins Bett zu legen.
Filia fühlte sich alles andere als Wohl. Immerhin wusste sie, wer direkt hinter der Trennwand im Bett neben ihr lag. Madame Pomfrey gab ihr erneut einige Baldriantropfen, welche Filia auch direkt zu sich nahm. Sie schloss die Augen und hoffte einfach, dass sie bis zum nächsten Morgen durchschlafen würde, sodass sie nach dem Aufwachen einfach sofort den Krankenflügel hätte verlassen können. Doch so wäre es zu einfach gewesen und in Filias Leben war nun mal nichts einfach.
In dieser Nacht wachte Filia wieder einmal auf. Allerdings war dieses Mal nicht ihre Alpträume, sondern das schmerzerfüllte Stöhnen, dass vom Bett neben ihr kam, daran schuld. Sie drehte ihren Kopf vorsichtig zur Trennwand. Innerlich kämpfte sie mit sich selbst. Sie wollte zu Draco und ihm helfen. Ihm sagen, dass alles wieder gut werden würde. Vorsichtig seine Haare aus seiner Stirn streichen und ihre Lippen auf seine legen. Aber sie wusste, dass sie das nicht durfte. Sie sollte sich von ihm fernhalten. Sie hatte es ihm versprochen. Also drehte sie sich in die andere Richtung und versuchte weiter zu schlafen.
Nicht wenig später wurde sie erneut wach. Draco schien immer größere Schmerzen zu haben. Dann hörte sie, wie er mit verzweifelter Stimme ihren Namen krächzte. Sie konnte nicht einfach nur herumliegen und nichts tun. So leise sie konnte stand sie auf und ging zum Arzneischrank hinüber.

Alohomora“, flüsterte sie und sofort öffnete sich das Schloss des Schrankes. Sie durchsuchte den Schrank und fand schließlich ein Fläschchen, auf das Murtlap Essenz geschrieben war. Langsam begab sie sich an Dracos Bett und betrachtete den Blonden einen kurzen Moment. Sein Gesicht war schmerzverzerrt. Seine Körper schon ganz nass geschwitzt. Sie trat zum Kopfende des Bettes und legte sanft eine Hand auf seine Wange. Sofort schlug er die Augen auf.

„Filia, ich habe dir doch gesagt du sollst dich fernhalten“, presste er unter Schmerzen heraus.

„Verzeih. Dieses eine Mal muss ich mein Versprechen brechen. Nimm einfach ein paar Tropfen hiervon. Dann sollte es dir besser gehen und ich werde dich wieder in Ruhe lassen“, die Brünette hielt das die kleine Glasampulle hoch und öffnete sie dann. Sie wusste, dass sie vorsichtig sein musste. Bei einer Überdosierung konnten ein paar nicht so schöne Nebenwirkungen entstehen. Ein paar Sekunden später, verstummten die schmerzhaften Geräusche von Draco. Dankbar schaute er zu Filia hoch. Diese verschloss die Flasche wieder und stellte sie neben ihn auf den Tisch.

„Du solltest dich jetzt ausruhen“, flüsterte sie und konnte nicht widerstehen ein paar Strähnen aus Stirn zu streichen. Plötzlich packte Draco ihren Arm und zog sie etwas unsanft in einen Kuss. Nach ein paar Sekunden löste er ihn allerdings wieder.

„Ich habe jemanden wie dich gar nicht verdient“, meinte er und blickte mit seinen sturmgrauen Augen direkt in Filias.

„Da hast du wahrscheinlich recht. Allerdings auf eine andere Weise, als du vermutest“, antwortete sie ihm und ihr Blick wurde traurig. Dann nahm sie bei ihm auf dem Bett platz. Draco setzte sich vorsichtig auf und schaute Filia an. Es war einfach unfassbar, welch starke Gefühle er für seine frühere Kindheitsfeindin entwickelt hatte, dachte er sich. Dann zog er sie erneut in einen Kuss. Es dauerte nicht lang bis dieser sich von zärtlich zu leidenschaftlich und schließlich in einen wilden Zungenkuss verwandelte.

„Es fällt mir immer schwerer mich von dir fernzuhalten. Vor allem, wenn du so etwas mit mir machst“, sprach Filia und entfernte sich vom Bett des Blonden. Die Murtlap Essenz hatte eine beeindruckende Wirkung. Nicht nur, dass Dracos Schmerzen so gut wie weg waren, er schien nach und nach auch wieder zu Kräften zu kommen. So gelang es ihm, ohne weitere Probleme auszustehen und zu Filia hinüber zu gehen.

„Ich weiß, dass ich es dir schwer mache. Es tut mir leid. Ich bin egoistisch, das wissen wir beide. Dennoch… Können wir das Versprechen vielleicht für diese Nacht ignorieren?“, bereits jetzt bereute er seine Frage, doch sein Verlangen nach Filia war zu groß. Filia wusste, dass sie einen riesigen Fehler beging, doch sie nickte. Im nächsten Moment lagen Dracos Lippen wieder auf ihren und der Zungenkuss ging in die zweite Runde. Etwas ungeduldig fuhr er mit seinen Händen sofort unter ihr Shirt und öffnete ihren BH. Kurz darauf entledigte er sie auch bereits von beidem. Er hob sie hoch und sie schlang ihre Beine um seine Mitte. Draco trug sie zum Bett rüber und setzte sie vorsichtig ab. Langsam küsste er sich von ihren Lippen hinunter zu ihrem Hals. Liebevoll knabberte er daran, stoppte allerdings, als er merkte, wie Filia sein Oberteil aufknüpfte.

„Tu das nicht“, hauchte er zaghaft. Verwirrt schaute sie zu dem Blonden hinauf. Sie wollte gerade nach dem Grund fragen, als es ihr auffiel. Sie hatte zwar noch nicht viel von seinem Hemd geöffnet, doch es reichte, um einen Teil seiner Verletzung zu sehen. Und es sah nicht gut aus. Bei diesem Anblick war es kein Wunder, dass er solche Schmerzen hatte. Filia knöpfte den letzten Knopf wieder zu und küsste Draco erneut.
Kurz darauf lagen die beiden Schüler auch schon zusammen in Dracos Krankenbett. Filia war nun vollkommen nackt und auch Draco trug nur noch sein Hemd. Er hatte sich über Filia gebeugt, verteilte Schmetterlingsküsse auf ihrem gesamten Körper. Mit einem Finger rieb er leicht über Filias Kitzler und entlockte ihr ein genüssliches Stöhnen. Dann ließ er ihre Lippen wieder miteinander verschmelzen und führte den Finger in sie ein. Vorsichtig bewegte er ihn in ihr ein paar Male, nahm dann noch einen zweiten Finger hinzu. Filia stöhnte in den Kuss und krallte eine Hand in Dracos Hemd. Draco entzog ihr seine Finger wieder und dann spürte Filia bereits wie er vorsichtig seine Erektion gegen ihren Eingang presste.

„Du hast es aber eilig“, grinste Filia und vergrub eine Hand in Dracos weißblondem Haar.

„Ich würde es gerne langsamer angehen, aber die Schmerzen sind leider noch nicht ganz weg“, sagte Draco entschuldigend. Filia nickte nur verstehen, drückte Draco einen Kuss auf und schlang ihre Beine dann um ihn. Langsam drang Draco in sie ein, wobei sie ihn mit den Beinen fest an sich drückte. Beide stöhnten, versuchten allerdings so ruhig wie möglich zu sein. Sie befanden sich immerhin noch im Krankenflügel.
Draco küsste Filias Brüste, leckte an ihrem Nippel und knabberte sanft daran, während er anfing seine Hüfte vor und zurückzubewegen. Seine Augen waren lustverschleiert. Dann beschleunigte er sein Tempo immer weiter und weiter. Ein Schweißfilm breitete sich auf ihren Körpern aus und es schien immer wärmer im Raum zu werden. Schließlich scheiterten die beiden an dem Versuch, nicht allzu laut stöhnend zum Höhepunkt zu gelangen. Grinsend schaute Draco zu Filia hinunter und gab ihr erneut einen Kuss.

„Wie soll ich mich von dir fernhalten, wenn ich doch weiß, wie gut du dich anfühlst“, hauchte Filia leise gegen seine Lippen. Ihre Stimme war traurig. Fast schon verzweifelt.

„Es tut mir leid. Bitte gib mir noch etwas Zeit. Es wird nicht für immer so sein. Ich werde ganz dir gehören“, flüsterte der Blonde zurück und Filia schaute in die warmen grauen Augen ihres Gegenübers.

„Ich vertraue dir, Draco. Ich weiß, dass du Mist baust, aber ich vertraue dir. Ich vertraue darauf, dass du am Ende weißt, was richtig und was falsch ist“, meinte Filia. Draco drückte ihr einen letzten flüchtigen Kuss auf. Dann dauerte es auch nicht mehr lange, bis die beiden Arm in Arm eingeschlafen waren.