Body Electric

von JoKey
GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P18 Slash
Gavin Reed RK800-51-59 Connor
22.11.2018
02.11.2019
19
66070
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Herzlich Willkommen zu meiner ersten richtigen Geschichte über Connor und Gavin !

Die Idee geistert schon länger durch meinen Kopf und endlich bin ich dazu gekommen, sie niederzuschreiben. Ich hoffe, ihr habt ganz viel Spaß beim Lesen und falls ihr Meinungen, Kritik oder sonstige Kommentare dazu habt, lasst es mich gerne wissen <3

LG,
JoKey









BODY ELECTRIC




Kapitel 1: Prolog






Schwerer Atem und abgehacktes Keuchen erfüllten den Raum, ließen ihn ihn warme, elektrisierende Atmosphäre tauchen, während die bebenden Finger des Detectives über den entblößten Oberkörper des Androiden fuhren.

Immer tiefer, immer weiter, beinahe zärtlich zogen die Fingerspitzen die blassen Konturen jedes einzelnen Muskelstrangs nach.
Mit Genugtuung konnte er das sanfte Bebens des starken Körpers unter ihm wahrnehmen.

Das Zimmer war komplett dunkel, wurde nur durch das unregelmäßige Leuchten der LED an der Schläfe des unten Liegenden erhellt.

Ein ständiger Wechsel zwischen gelb und rot.

Das raue Stöhnen des Androiden ließ Detective Gavin Reed selber beinahe aufkeuchen, doch im letzten Moment riss er sich zusammen, biss sich auf die Zunge, um jeden verräterischen Ton zu unterdrücken, bis er den bitteren, eisernen Geschmack des Blutes schmeckte.

Während er seine Hände in die Hüfte des braunhaarigen Androiden krallte, blickte er in sein Gesicht.

Connor hielt die Augen fast krampfartig geschlossen, Strähnen seines braunen Haares waren dem Androiden in die Stirn gefallen und er hatte den Kopf in den Nacken gelegt, um besseren Halt zu gewinnen. Einen Arm hatte der Android hinter seinen Kopf gelegt und krallte sich dort mit den schlanken Fingern im Kissen fest, in einer geradezu verzweifelten Geste.

Gavin erhöhte sein Tempo, erhöhte die Intensität, mit der er Connor bearbeitet, mit dem er ihn und sich selber immer höher katapultierte und beobachtete fasziniert, wie die Augenlider des anderen daraufhin begannen zu zucken und krallte sich noch stärker an Connor fest, dem abermals ein ersticktes Keuchen entfuhr.

Gavin schloss ebenfalls die Augen, legte sein Kinn an seine Brust und das elektrisierende Gefühl der Leidenschaft schoss durch jede einzelne Ader, ließ ihn frei und unsterblich fühlen, während er schwankte zwischen richtig und falsch.

Es war falsch, was er tat und doch fühlte es sich verdammt richtig an.

Ihm entfuhr nun doch ein leises Stöhnen und während sein Körper anfing zu beben, rotierte die LED Connors bedrohlich rot.





Das schwere Atmen der beiden normalisierte sich langsam wieder und Gavin rollte sich auf die Seite, neben Connor und legte noch außer Atem und schweiß überströmt einen Arm über seine Augen.
Er konnte den ruhiger werdenden Atem des Braunhaarigen neben sich vernehmen und wünschte sich im selben Moment, alleine zu sein.

Das Adrenalin, was zuvor noch durch den Körper des Detectives geschossen war, erlosch auf einen Schlag und machte schleichend Platz für andere Emotionen.
Wut, Hass auf den Mann neben ihn, Hass auf sich selber, Schmerz und ungewollte Sehsucht.

„Fuck.“, stieß er außer Atem aus, zog den Arm von seinem Gesicht und wandte sein Gesicht nach links, nur um in die braunen, leicht besorgten Augen Connors zu blicken.

Die LED blinkte gelblich und Gavin war sich nicht sicher, ob es am Sex lag oder an seinem Fluch, der er aus dem Kontext gerissen ausgestoßen hatte.

Für einen Moment verlor sich Gavin darin, den Androiden zu mustern. Sein Blick glitt von dessen leicht durcheinander geratenen Haaren über sein Gesicht, die perfekten Wangenknochen, die braunen, liebenswerten Augen, die geschwungenen Lippen.
Seine Augen glitten tiefer, über seinen Hals und sein Schlüsselbein, bis hin zu seinem durchtrainierten Oberkörper und endeten schließlich an dem Übergang von Bauch zu Unterleib, der von der weißen Bettdecke bedeckt wurde.

„Fuck, verflucht noch mal.“, wiederholte Gavin und setzte sich ruckartig auf.

Seine Hände fuhren über sein Gesicht und das Rascheln der Bettdecke neben sich verriet dem Detective, dass sich Connor nun ebenfalls neben ihm aufgesetzt hatte.
Die Decke bedeckte noch immer nur das Nötigste und dennoch reichte es Gavin, um beinahe verrückt zu werden.

Connor hob seinen Arm und legte sanft die Hand auf die nackte Schulter Gavins, der daraufhin so stark zusammen zuckte, als wäre er geschlagen worden.
Rasch nahm Connor seine Hand zurück, legte sie neben sich aufs Bett, während sich Gavin zu ihm umwandte und ihn aus vor Zorn funkelnden Augen anblickte.

„Fass mich nicht an, Arschloch.“, zischte er drohend und seine Stimme triefte vor Hass und Kälte.

Connors LED sprang für den Bruchteil einer Sekunde auf rot, bevor er sich wieder fing, sich langsam abwandte und aus dem Bett stieg.

Zuerst kämpfte Gavin gegen den Drang an, sich umzudrehen und Connor anzustarren, doch schließlich gab er auf und riskierte einen kurzen Blick auf die entblößte Kehrseite des Braunäugigen.

Dabei blieben seine Augen wie gebannt auf dem Hinterteil des Androiden hängen und unwillkürlich biss er sich auf die Lippen.

Er sah Connor stumm dabei zu, wie dieser in einer flüssigen Bewegung erst in seine Unterhose schlüpfte und sich dann seiner schwarzen Jeans widmete.
Danach bückte er sich nach seinem weißen Hemd und wollte es sich gerade überstreifen, da hielt ihn Gavin zurück.

Er hatte mittlerweile die Decke an sich gerissen und bedeckte damit seinen nackten Unterkörper.

„Komm her.“

Die herrische, kalte Stimme ließ Connor keine Wahl und obwohl er auch immer noch die Möglichkeit hatte, sich zu weigern und dem Befehl des Detectives zu widersetzen, ließ er das Hemd ordentlich auf das Bett sinken und kam näher.

Kaum stand er direkt vor Gavin, schlangen sich die Arme des Detectives um seinen Nacken und zogen Connor grob zu sich herab, sodass dieser überrascht von der plötzlichen Bewegung aufkeuchte.

Schon pressten sich die rauen Lippen des Detetives unsanft auf seine und er spürte, wie die Zunge verlangend über seine Lippen wanderte, bevor Gavin den Kuss löste und den irritierten Connor von sich stieß.

Connors LED flimmerte rötlich, als Gavin die Bettdecke noch etwas enger um sich schlang und sich langsam über den Mund leckte.

Als er bemerkte, dass Connor ihn anstarrte, knurrte er wütend.

„Was stehst du da noch so blöd rum? Hattest du nicht gerade noch etwas anderes zu tun?“

Connor musterte Gavin noch einen stummen Moment lang, bevor er sich wortlos abwandte, wieder zu seinem weißen Hemd griff und es sich fließend überzog und es zuknöpfte.

Gavin spürte sein eigenes Herz dabei wie wild in seiner Brust schlagen und wieder einmal übermannte ihn eine Welle des Selbsthasses.

Er konnte es gar nicht erwarten, wenn der Android seine Wohnung wieder verließ. Es konnte gar nicht schnell genug gehen.

Schließlich hatte Connor sich wieder angezogen, fuhr sich in einer kurzen Geste durch die Haare im Versuch, seine Frisur wieder einigermaßen zu richten, die Gavin ihm vor wenigen Minuten noch kaputt gemacht hatte, indem er seine Hände darin vergraben hatte.

Connor blickte Gavin an und dieser erkannte Unsicherheit in den sonst so selbstbewussten Augen des Androiden.

Wieder verspürte Gavin diese Wut, diesen kalten Hass, als er merkte, wie die Unsicherheit des anderen ihm einen Stich versetzte.
Rasch drängte er diese Gefühle so weit nach hinten, dass sie nicht mehr greifbar waren.
Fürs Erste.

„Worauf wartest du noch, Plastikwichser?“, herrschte Gavin ihn an und machte eine wütende Geste Richtung Tür.

Connors Blick veränderte sich nicht, seine Miene blieb unverändert und dennoch war es Gavin, als  könne er die Enttäuschung des Androiden wahrnehmen.

„Ich wünsche Ihnen noch eine angenehme Nacht, Detective.“

Selbst Connors Stimme klang emotionslos und maschinell.

Maschine.

Das Wort schoss Gavin durch den Kopf und verbissen knurrte er.

Connor hatte sich bereits abgewandt und war dabei, durch den Türrahmen zu treten, da hielt ihn Gavin noch einmal zurück.

„Connor?“

Angesprochener drehte sich um, ein Funken Hoffnung schwebte in seinen braunen Augen, sodass Gavin den Kiefer aufeinander presste und seine Hände sich zu Fäusten ballte.

„Kein Wort zu niemanden, verstanden?“

Die Hoffnung erlosch, der emotionslose Ausdruck trat zurück und ließ den eisigen Stich in Gavins Brust stärker werden.

„Verstanden, Detective.“

Connor drehte sich um und verschwand durch die Tür und nur kurze Zeit später vernahm Gavin das Geräusch der Haustür, die ins Schloss fiel.

Connor war weg und der Schmerz, die Leere kehrte auf einen Schlag zurück, während sich Gavin mit einem frustrierten Seufzen zurück in die Kissen fallen ließ, das Gesicht in den Händen vergraben.

„Fuck...“
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