Der Neue von Einheit 51

von eromanga
GeschichteDrama, Romanze / P16
Captain Hank Stanley
21.11.2018
27.11.2018
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Die Männer von Einheit 51 standen wie immer pünktlich um 8:05 Uhr vor dem Engine Spalier vor Cpt. Stanley. Dieser wühlte auf seinem Klemmbrett zwischen den Blättern rum und bekam gar nicht mit, dass seine Kollegen schon anfingen zu grinsen. „So, heute ist mal wieder Großputztag. Die C-Schicht hatte einen großen Brand in der Nacht zu löschen und keine Zeit mehr, die Wagen zu waschen. Das ist heute Vormittag eure Aufgabe“, sagte der Captain. Er hörte ein Stöhnen durch seine Mannschaft gehen, aber ein schiefer Blick auf seine Männer und diese waren still. „So, der letzte Punkt ist übrigens der Wichtigste für heute: Chief Hounts hat beschlossen, dass unsere Sanitätermannschaft auf drei Männer aufgestockt wird, da unsere Einheit in einem Gebiet arbeitet, in denen zu viele Unfälle passieren. Einheit 99 bekommt ebenfalls dauerhaft einen dritten Sanitäter zugeteilt. Der dritte Mann für die A-Schicht wird heute Mittag mit Chief Hounts hier eintreffen. Sein Name ist Sasha Burns... und nun an die Arbeit!“.
Der Captain drehte sich um und ging in sein Büro.... „Sasha Burns – haste von dem schon mal was gehört, Roy?“ fragte John seinen Partner aus der Sanitätermannschaft. „Keine Ahnung Johnny, aber der Chief hat schon Recht. Wie oft haben wir es bei Unfällen mit drei oder mehr Opfern zu tun und können die Leute nicht immer so versorgen, wie wir es wollen, weil wir nicht genug Leute sind.“ John nickte und nahm einen Putzeimer aus dem Schrank.
Der Vormittag verlief außerordentlich ruhig, so dass die Mannschaft bereits um 10 Uhr mit beiden Fahrzeugen fertig waren. Als wieder alles an seinem Platz war, gingen die Männer in den Aufenthaltsraum und tranken einen Kaffee, den Chet kurz zuvor gekocht hatte. Auch der Captain gesellte sich dazu. „Ach Cap“, sagte John. „Niemand von uns kennt diesen Sasha Burns. Seit wann arbeitet er denn im L.A. County?“ - „Bisher noch gar nicht, Gage. Dieser Burns kommt direkt aus New York hier her, daher kann den niemand von uns kennen. Mehr weiß ich allerdings auch nicht“. In diesem Moment ging der Alarm los.


„Einheit 51. Autounfall mit Verletzten auf der Auffahrt zum Highway. Uhrzeit 10.20 Uhr“. Die Jungs fuhren sofort los zum Unfallort. Dort angekommen sahen sie es schon. Zwei Autos sind zusammengeprallt. Ein älterer Mann und zwei junge Frauen. Eine davon war im Gesicht völlig blutverschmiert und lief weinend durch die Gegend. John sprang sofort aus dem Wagen und lief zu der jungen Frau hin, die völlig aufgelöst war. „Hey hey, beruhigen Sie sich. Es kommt alles in Ordnung. Mein Name ist John und ich arbeite als Sanitäter bei der Feuerwehr. Setzen Sie sich bitte hin, damit ich Sie untersuchen kann“, sagte er zu der aufgelösten Frau. Diese schaute Johnny durch dicke Tränen an und setzte sich auf den Boden. Chet brachte den Medikamentenkoffer, während sich Roy um die beiden anderen Opfer kümmerte. Der ältere Mann hatte ein gebrochenes Bein und die andere junge Frau glücklicherweise nur ein paar kleine Kratzer an der Stirn. John schrieb Puls, Atmung und Blutdruck in seinen Notizblock und funkte das Rampart Krankenhaus an. „Rampart, hier ist 51.2“ - „51.2 – hier Rampart“, kam die Stimme von Dr. Morton. „Rampart, wir haben hier einen Verkehrsunfall mit drei Verletzten. Das erste Opfer ist ein Mann, ca. 55 Jahre alt mit einem gebrochenen Bein und stabilen Vitalwerten. Da zweite Opfer ist eine Frau, ca. 20 Jahre alt mit einigen Kratzern an der Stirn. Das dritte Opfer ist eine Frau, ca. 23 Jahre alt, mit einer großen Schnittwunde an der linken Schläfe, die bis zum Auge reicht. Das Auge selbst ist nicht betroffen. Das Opfer ist sehr aufgewühlt und steht vermutlich unter Schock. Vitalwerte sind: Pulz 150, Blutdruck 105/75, Atmung 30. Das Opfer ist sehr blass und zittert.“ - „Verstanden“, sagte Dr. Morton, „legen Sie dem dritten Opfer eine Infusion mit Ringerlösung, halten Sie den Kopf des Opfers oben und transportieren Sie alle drei her“. - „Verstanden Rampart“, sagte John und begann die Infusion vorzubereiten. Die junge Frau weinte immer noch und sagte immer wieder leise vor sich hin: „Das habe ich nicht gewollt.“ John hatte Mitleid mit ihr und sagte: „Hey, wie ist ihr Name?“ - „Susan“ - „Susan, ich weiß, Sie haben dem Mann die Vorfahrt genommen, aber das ist schon vielen Leuten passiert und sie haben alle drei nochmal Glück gehabt. Machen Sie sich nicht so viele Vorwürfe“. Susan nickte nur, aber es kullerten immer noch dicke Tränen ihre Wangen hinunter. Als die Krankenwagen eintrafen, wurde zuerst der Mann mit dem gebrochenen Bein auf eine Trage gelegt. Als dieser an Susan vorbeigeschoben wurde, sagte diese zu ihm „Es tut mir so leid“, aber dieser lächelte sie an und sagte zu ihr, dass alles in Ordnung sei, er ist schließlich auch viel zu schnell gefahren. Die Freundin von Susan, sie hieß Patricia, setzte sich neben den Mann, da ihre Kratzer von Roy schon versorgt wurden. Sie versuchte ebenfalls, Susan zu trösten, scheiterte jedoch genauso daran wie Johnny. Im zweiten Krankenwagen wurde Susan gelegt. Johnny fuhr mit ihr mit und streichelte ihr während der Fahrt die Hand. Aber die Tränen kullerten immer noch über das Gesicht von Susan. „Susan, ich mache Ihnen einen Vorschlag. Wenn Sie jetzt aufhören zu weinen, lade ich Sie morgen Abend zum Essen ein. Wie wäre das?“, fragte Johnny sie. Susan musste unweigerlich anfangen zu lächeln und war einverstanden. Im Rampart angekommen wurde der Mann dann von Dr. Early und Susan von Dr. Morton übernommen.
John und Roy füllten noch ihre Vorräte auf und machten sich dann auf den Weg zur Station, denn inzwischen ist es fast mittag und die Neugierde über diesen Sasha Burns ist doch sehr groß. „Ich habe eben kurz mit Dixie geredet“, sagte Roy zu John. „Sie sagte, sie habe Sasha Burns gestern kennengelernt und meint, dass er gut in unsere Station passen wird.“ - „Na, das werden wir ja sehen. Ich bin jedenfalls sehr gespannt“, sagte Johnny.
John und Roy trafen zeitgleich mit dem Engine ein, da die Kollegen noch die Unfallstelle säubern mussten. Die Männer gingen in den Aufenthaltsraum und dort saß bereits Chief Hounts – mit einer Frau.