Cursed Destiny ~ Born to die

GeschichteMystery, Romanze / P16
Camille O'Connell Elijah Mikaelson Hayley Marshall Niklaus Mikaelson OC (Own Character) Rebekah Mikaelson
21.11.2018
27.11.2018
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Hallo liebe Leserinnen und Leser,
herzlich Willkommen zu meiner ersten Fanfiktion "Cursed Destiny ~ Born to die".
Vorab möchte ich noch gesagt haben, dass die Charaktere- außer meine OCs- nicht mir gehören, sondern der Idee von Julie Plec entspringen, genauso wie der grobe Handlungsverlauf.

Desweiteren ist meine Fanfiktion zeitlich wohl ungefähr nach der zweiten Staffel von "The Originals" einzuordnen.
Die darauf folgenden Staffeln werden von mir dann allerdings nicht mehr berücksichtigt und auch bei der ausgesprochen langen Vergangenheit der Mikaelson-Familie beiße ich mich nicht an genauen Tatsachen fest und habe alles ein wenig verändert und meiner Idee angepasst. Keine Sorge, im Laufe der Geschichte wird -hoffentlich- alles ausführlich erklärt.

Zu guter Letzt: Über Anmerkungen, konstruktive Kritik, Tipps oder sonst irgendwelche Rückmeldungen würde ich mich sehr freuen. Wie gesagt, dass hier ist für mich noch Neuland und ich würde gerne noch was dazu lernen und so vielleicht mein Schreiben verbessern. :)

Das war es dann auch schon an diesem Punkt und jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen!

LiveLikeLegends


Prolog - New Orleans
Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen hatten gerade den Horizont erreicht und tauchten den Himmel darüber in ein morgendliches Farbspiel, als Autumn Dearing ihren dunklen Chevrolet Camaro auf dem Kiesbett vor dem kleinen Haus am Rande des French Quarters zum Stehen brachte. Der grobe Staub, den die Reifen dabei aufgewirbelt hatten, legte sich langsam wieder und vereinzelte kleine Steine darin prasselten fast lautlos auf den matten Lack des Wagens.

Das Auto war definitiv kein Vorzeigeexemplar. Es war verbeult, rostete an allen Ecken und blieb ihr ständig liegen. Autumn war wirklich dankbar dafür, dass sie auf dem Weg hierher in keine Kontrolle geraten war, denn jeder vernünftige Beamte hatte sie mit dieser Schrottkiste sofort aus dem Verkehr gezogen.
Doch sie liebte diesen Wagen. Es war schließlich ihr erstes eigenes Auto.
Sie selbst hatte über Jahre hinweg immer wieder etwas Geld beiseite gelegt, um ihn sich leisten zu können und zusammen hatten sie bereits so einige Abenteuer erlebt.

Mit 16 Jahren hatte sie beispielsweise während einem grottigen Konzert in Kansas, ganz in der Nähe ihrer Heimatstadt Lawrence, auf der verranzten Rückbank mit der schwarzen Ledergarnitur ihre Unschuld an den vier Jahre älteren Craig Rogers verloren und mit 18 hatte sie einmal ganze zwei Wochen in ihrem Camaro gelebt, nachdem sie in einem pubertären Wutanfall kopflos von Zuhause abgehauen war.
Der Wagen hatte also Geschichte und Autumn würde ihn so lange weiter fahren, bis er unter ihr in seine Einzelteile zerfiel und sie auf dem nackten Asphalt sitzen ließ!

Nachdenklich sah die junge Frau zur Windschutzscheibe hinaus und besah sich das zwei-stöckige Haus, das vor ihr lag, während sie sich eine lose Strähne ihrer schwarzen Locken aus dem schmalen Gesicht strich.
Im Vergleich zu den meisten Gebäuden dieses Viertels schien dieses hier eher langweilig, was vermutlich daran lag, dass eine Sanierung dringend nötig wäre. Der vermutlich einst mal satte Blau-Ton der Fassade war verblasst und an machen Ecken haben Wind und Wetter kleine, grüne Pflanzen gedeihen lassen. An den zwei massiven Säulen, die das Vordach über der Treppe zur Haustür stützten, blätterte die weiße Farbe bereits ab und legte das fade Grau des Betons frei.

Alles in einem ein eher baufälliges Haus, das seine besten Jahre schon lange hinter sich gelassen hatte und dennoch auf eine modrige Art und Weise charismatisch wirkte.
Um die Fenster herum konnte Autumn noch immer die feinen, detaillierten Linien einer schnörkeligen Verzierung im Putz erkennen. Spiralen, Blüten und natürlich einige Fleurs-de-Lis, wie sie auch auf der Flagge von New Orleans zusehen sind.
Also vielleicht mochte das Haus nicht mehr im besten Zustand sein, aber die über die Jahre verblasste Schönheit war noch immer in der Fassade zu erahnen und ein anderes Haus im Herzen der Stadt hätte sich die Studentin ohnehin niemals leisten können.
Für die nächsten zwei ein halb Monate würde das also ihr Zuhause sein.

Mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen, zog sie den Schlüssel aus dem Zündschloss und stieg aus. Ächzend streckte sie ihre müden Knochen, die ihr von der langen Fahrt schmerzten und atmete tief die noch kühle Morgenluft ein. In ein paar Stunden würde diese nämlich sicherlich wieder zu der brütenden Augusthitze werden, die schon seit Wochen ohne Unterlass in den Südstaaten anhielt.

Als Autumn schließlich die Fahrertür schloss, gab diese ein entsetzliches Knirschen von sich und wollte sich auf den ersten Versuch nicht ganz schließen lassen, weshalb sich die junge Frau noch einmal dagegen stemmen musste, bis die Tür endlich ein leisen Klicken einrastete. Das Prozedere war sie allerdings bereits gewohnt!
Danach lief die Schwarzhaarige zum Kofferraum, aus dessen Inneren sie zunächst eine schwere Reisetasche nahm, die sie sich kurzerhand über die Schulter warf und schließlich noch einen großen Pappkarton. Diesen musste sie allerdings noch einmal kurz abstellen, um den Kofferraum wieder zu schließen und den Wagen zu verriegeln, danach lief sie schließlich geradewegs zur Haustür, wo sie, wie mit dem Vermieter vereinbart, den Schlüssel unter einem kleinen beigen Blumentopf mit knallroten Sommer-Adonisröschen fand.

Der Karton stand erneut zu ihren Füßen, als sie die Haustür aufschloss und ihr einen kleinen Schups gab, sodass sie komplett aufschwang und einen langen Flur mit drei Türen und einer schmalen Treppe ins obere Stockwerk freigab.
Einige Bilder von verschiedenen bedeutsamen Orten hier in New Orleans hingen an den Wänden.
Unter anderem eine schwarz-weiß Fotografie der St. Louis Kathedrale. Der ältesten noch stehenden Kathedrale der USA, welche Autumn unbedingt in den nächsten Tagen, vielleicht auch noch heute, besichtigen wollte. Zwar hatte die junge Studentin eigentlich nicht vor sich zu sehr von den typischen Touristenfallen und Klischees ablenken lassen, aber einige Bestandteile der üblichen Stadtführungen waren schlicht und ergreifend ein muss.

In freudiger Erwartung auf ihre Zeit in New Orleans hob Autumn schließlich die Kiste wieder auf ihre Arme.
»Home, sweet Home.«, murmelte sie grinsend zu sich selbst und übertrat endlich die Schwelle des Hauses, wo sie die Tür mit ihrem Fuß laut knallend wieder hinter sich schloss.

                                                                                          ~*~
New Orleans, die Wiege des Jazz, machte ihrem Namen wirklich alle Ehre.
Als Autumn es am frühen Abend nach einer langen Besichtigung des Garden Destricts endlich in die berühmt berüchtigte Royal Street schaffte, herrschte dort bereits reges Treiben.
Aus allen Ecken strömte laute Jazz-Musik zu ihr hindurch und der betörende Geruch der kreolischen Küche Lousianas lag in der Luft.
Immer wieder saßen Menschen mitten auf der Straße und musizierten. Mit Trompeten, mit Geigen, mit Keyboards oder einfach nur mit umgedrehten Plastikeimern und zwei Stöcken.
Diese unbeschwerte, lebensfrohe Atmosphäre war ansteckend und immer wieder ließen sich vorbeiziehende Passanten von der Musik mitreißen oder blieben kurz stehen, um -genau wie es Autumn immer wieder tat- fasziniert die Menschen zu beobachten und einfach nur zu zuhören.

Die Schwarzhaarige hätte Stunden dort stehen können.
Mitten auf einer Kreuzung, wo eine drei-köpfige Gruppe saß und "West End Blues" von Louis Armstrong spielte. Der junge, dunkelblonde Mann spielte die Trompete, als hätte er in seinem ganzen Leben nie etwas anderes getan, die brünette Frau saß links an einem kleinen E-Piano und der ältere, afroamerikanische Mann in der Mitte sang, als wäre er gänzlich alleine auf der Welt und Musik alles was er noch hatte.
Es war atemberaubend und passte so unglaublich gut in den gesamten Flair des French Quarters, mit seinen farbenfrohen Gebäuden und den wild bepflanzten Geländern der Terrassen.

Doch inzwischen schmerzten der jungen Studentin bereits die Füße und so entschied sie sich noch für einen kleinen Drink in der Bar direkt an der Kreuzung, bevor sie sich auf den Heimweg machen würde.
Schnell warf sie vier zerknüllte Dollarscheine in den Plastikeimer, der vor die Gruppe Musiker stand, bevor sie das Rousseaus, wie es das dunkle Holzschild über der Flügeltür verriet, betrat.
Sofort wehte der jungen Studentin der Geruch von Alkohol und Kiefernholz entgegen.
Kurz sah sie sich um in dem schummrigen Raum mit der dunklen Möblierung und den kleinen Schirmlampen überall um, bevor sie dann zielstrebig auf die Bar zu marschierte, wo sie sich auf einen der hohen Hocker niederließ und leise die Melodie von "West End Blues" weiter vor sich her summte.
Die Wand hinter der großen Bartheke war vollständig verspiegelt und einige Regale waren daran angebracht, auf denen die zahlreichen Flaschen Alkohol standen.
Von billigem Fusel bis teurem, gereiften Whiskey war alles dabei.
Die restlichen Wände des Rousseaus waren aus dunklem Ziegelstein und am Ende des Raumes konnte die Schwarzhaarige hinter einer Holztür mit einem rechteckigen Fenster eine kleine, hell beleuchtete Küche entdecken.

Eine hübsche Blondine in einer weißen Bluse und dunkler Jeans hatte bis eben noch einige Biergläser abgetrocknet und warf jetzt Autumn einen kurzen Blick zu, bevor sie sich das Geschirrtuch kurzerhand zwischen den Hosenbund und die dunkelrote Schürze steckte und zu hier herüber kam.
Camille stand in feinen, weißen Buchstaben auf dem kleinen Schild, dass am Träger ihrer Schürze hing.

»Guten Abend. Was kann ich ihnen denn bringen?«, fragte sie mit einem ehrlichen Lächeln auf den Lippen und stützte sich mit ihren Armen leicht auf die Theke.
»Ehm... ich glaube ich hätte gerne einen Whiskey Sour.«, überlegte sich Autumn, als sie kurz ihren Blick über die kleine Karte schweifen ließ, die direkt neben ihr stand. Dann nickte sie zufrieden mit ihrer Entscheidung und richteten ihren Blick wieder auf die blonde Barfrau vor sich.
»Ja. Ich nehm ihn ganz sicher.«
»Alles klar. Kommt sofort!«

Autumn  beobachtete wie ihr Gegenüber in wenigen, geschickten Handgriffen ihr Getränk zubereite und es ihr mit einem »Hier, bitteschön« hinstellte.
»Vielen Dank!«
Damit nahm die Schwarzhaarige einen großen Schluck und genoss die Frische der Zitronen auf ihrer Zunge und das leichte Brennen des Alkohols in ihrem Hals. Sie liebte dieses Getränk einfach!
»Sind sie neu in der Stadt?«
Die neugierige Stimme der Barfrau riss Autumn aus ihrer Schwärmerei und leicht überrumpelt nahm sie das Glas von den Lippen und stellte es vor sich, bevor sie nickte.
»Ja, bin ich. Erst heute angekommen.«, antwortete sie ehrlich und lächelte leicht, »Was hat mich verraten?«
Camille lachte auf.
»Mit der Zeit entwickelt man dafür einfach ein Gespür und Sie haben noch diesen neugierigen Blick, den die Menschen hier mit der Zeit normalerweise verlieren.«, erklärte sie, während sie das Geschirrtuch wieder hervor  zog und mit dem Abtrocknen der Gläser fortfuhr, »Also? Was führt Sie nach New Orleans?«
»Ich studiere amerikanische Geschichte und naja... momentan müssen wir eine Arbeit über eine historische Stadt in den Staaten schreiben. Und da ich schon immer mal nach New Orleans wollte und diese Stadt wohl mehr als genug Geschichte bietet über die ich schreiben kann, bin ich jetzt hier.«
»Na das klingt doch mal interessant.«, befand die Blondine daraufhin und warf Autumn einen interessierten Blick zu, »Und über was genau schreiben Sie diese Arbeit dann? Ich meine... in einer Arbeit kann man wohl kaum die ganze Geschichte New Orleans zusammenkriegen, oder? «
Autumn musterte Camille erstaunt über ihr offensichtlich ernsthaftes Interesse an ihrer Geschichtsarbeit, bevor sie schließlich über die Frage nachdachte und leicht den Kopf schwenkte.
»Ehrlich gesagt hab ich mich da noch nicht ganz entschieden. Ich meine... den langweilen Teil, den jeder Mensch googeln kann muss ich auch irgendwie mit reinpacken, aber auf was ich mich dann fokussiere weiß ich noch nicht. Ist eine verdammt große Auswahl.« Autumn seufzte gespielt wehleidig, »Ich meine bereits die Folklore bietet einiges. Die New Orleans-Hexen, Spuk-Häuser, Voodoo oder die bösen Monster in der Nacht.«
Sie zuckte unwissend mit den Schultern und nahm erneut einen großen Schluck ihres Getränks, während Cami versuchte sich nicht anmerken zulassen, wie überrumpelt sie von den letzten Worten der Fremden war.
Die Blondine wusste schließlich leider nur allzu gut, wie viele Wahrheiten die "Folklore" eigentlich enthielt.
»Wie lange haben Sie denn Zeit für diese Arbeit?«, wollte Camille daraufhin wissen und lenkte geschickt das Gespräch wieder auf eine andere Bahn.
»Zwei ein halb Monate!«, antwortete die Geschichtsstudentin und warf ihrem Gegenüber ein verspieltes Grinsen zu, »Sie werden mich also wohl noch ein paar Mal hier wieder sehen.«
»Na dann.«, erwiderte die Blondine daraufhin amüsiert und reichte der Schwarzhaarigen über den Tresen ihre rechte Hand, »Ich bin Cami O´Connell.«
Lachend ergriff Autumn ihre Hand und schüttelte sie leicht.
»Freut mich, Cami. Ich bin Autumn. Autumn Dearing.«
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