The Unreal Reality

von Shad0w
GeschichteFantasy, Freundschaft / P16 Slash
21.11.2018
12.02.2019
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Tief in der Nacht sind die Vier auf dem Weg zum genannten Wald. Und als sie schon ein gutes Stück hinter sich gelassen haben, können sie den Wald endlich in der Ferne sehen. Aber, auch wenn der Wald noch ziemlich weit weg zu sein scheint, können sie, gerade im Dunkel der Nacht, erkennen dass dieser Wald anders ist. Anders, als jeder Wald den sie in ihrer eigenen Welt gesehen haben.
„Hey, habt ihr so etwas schon einmal gesehen? Ist das wirklich ein Wald?“ Fragt Damon verwundert. „Allerdings.“ Antwortet Serph. „In dieser Welt sind die Wälder nicht grün, sondern hellblau. Zumindest die Baumkronen.“ Chyrow, Damon und Elena kommen aus den staunen gar nicht mehr heraus während Serph weiter erzählt. „In der Nacht, wie ihr seht, fangen die Baumkronen an zu leuchten. Damals haben meine Schwester und ich genauso gestaunt wie ihr drei es jetzt gerade tut.“ „Wie schön.“ Bewundern Elena und Chyrow den hellblau leuchtenden Wald im Dunkel. Drumherum sieht man außerdem noch lauter gelber leuchtender Punkte. Könnten Glühwürmchen sein. Doch in dieser Welt weiß man wohl nie. Jedenfalls sind sich alle Vier sicher, dass dieser Moment, auf ewig in ihrer Erinnerung bleiben wird. Und jeder, auch Serph, fragt sich nun, was sie in dieser Welt wohl noch alles erblicken werden. Sie haben gerade mal beschlossen hier zu bleiben. Und das ist das Erste was sie nach diesem Entschluss sehen können. Mit einem Mal rennen Elena und Chyrow fröhlich los. Es scheint als könnten sie es kaum erwarten diesen sonderbaren Wald zu betreten. Damon und Serph, die im normalen Tempo weiter gehen, überkommt ein Lächeln. Auch sie können nicht leugnen, dass sie es besonders finden.
„Willst du wirklich so schnell zurück?“ Fragt Damon lächelnd während er geradeaus zu den beiden vorlaufenden Mädchen schaut. Serph antwortet bloß mit einem fragenden Blick. „Dort drüben hat sich innerhalb von einem Tag, unser ganzes Leben verändert.“ Spricht Damon weiter. „Ich glaube einfach... Nun wir haben es alle nicht einfach oder? Du brauchst Blut um Herr deiner Sinne zu sein, Elena schien schon vor uns im Day One zu sein, Chyrow habe ich aus einem verlassenen Haus raus kommen sehen als ich sie zum ersten mal sah, und ich habe den größten Teil meines Lebens in einem Baumhaus geschlafen. Vielleicht hat ja alles einen Grund.“
Grübelnd schaut Serph nun auch wieder nach vorne. „Einen Grund?“
Damon sein Lächeln verschwindet und sein Blick wird ernst. „Wieso ausgerechnet wir Vier? Ist es wirklich ein Zufall? Ich denke, dass wir aus einem bestimmten Grund hier sind. Wieso sonst genau jetzt? Jetzt wo es hier einen gibt der Gott spielt!“ Serph sein Blick geht grübelnd Richtung Boden. „Ich weiß nicht. Vielleicht waren wir ja wirklich nur zur falschen Zeit am falschen Ort.“ „Ja... Oder am richtigen!“ Verbessert Damon Serph. Er legt seine Hände gemütlich am Hinterkopf während sein Blick langsam zu Serph wandert und er wieder ein Lächeln aufsetzt. „So oder so... Du musst echt froh sein, sie nach all der Zeit wiederzusehen.“
Serph erschrickt plötzlich. „Was? Du weißt es?“ „Ich werde nichts sagen Hohlbirne!“ Versichert Damon Serph. „Aber du solltest es bald tun.“ Völlig im Gespräch vertieft haben Serph und Damon gar nicht bemerkt, wie nah sie den Mädchen schon wieder sind. „Da seid ihr ja endlich.“ Stöhnt Chyrow genervt. Denn nicht nur die Mädchen haben sie erreicht. Der Wald steht nun endlich direkt vor ihnen. Und jetzt wo man ihn so direkt vor der Nase hat, kann man kaum glauben wie klein das blau schimmernde Licht vom weiten noch aussah. Links und Rechts kann man kaum ein Ende sehen. Geschweige denn geradeaus. Auch der eben noch sandige Boden, besteht nun aus weicher Erde. Der Totensand, liegt nun hinter ihnen.
„Wir sollten uns einen guten Punkt suchen und dann ein Lager aufschlagen.“ Sagt Serph. Die anderen Drei nicken zustimmend. Entschlossen betreten die drei nun den Wald. Und innen sieht es noch faszinierender als von außen aus. Sogar der Boden scheint durch die Baumkronen fasst so, als würde er ebenfalls blau leuchten. Überall um sie herum schwirren Massen von Glühwürmchen die sich in alle Richtungen verteilen. Hier und dort sind auch Tiere, darunter Rehe, Hasen und Füchse zu sehen. Auch die Pflanzen und Büsche auf dem Boden haben statt einen Grünton, die Farbe blau. Aber im Gegensatz zu den Baumkronen leuchten sie nicht. Man kann die Farbe auch nur wegen des Lichtes so gut erkennen. Ansonsten hätte die Dunkelheit der Nacht sämtliche Farben verschlungen. Als sie sich langsam an diesen Wald gewöhnen fragt Serph in die Runde: „Wie wollen wir uns ohne Säge, anderes Werkzeug oder Zelte eigentlich ein Lager aufbauen?“ „Wir können doch einfach auf den Bäumen schlafen.“ Antwortet Damon. „Schau mal da weiter vorne. „Macht Elena die anderen aufmerksam. Als sie alle in die Richtung schauen in die Elena zeigt, sehen sie dass etwas weiter hinten eine Art Hütte zu sein scheint. Eine Tür scheint diese Hütte aber nicht zu haben da man einfach zwischen die Türrahmen hindurch gehen kann. Fenster sind auch nicht zu sehen. „Na gut. Dann lass uns das doch mal von innen anschauen.“ Schlägt Damon vor. Gesagt, getan. Alle gehen sie in die Hütte. Dort bemerken sie dass sie komplett leer steht. Außer dem Boden, den Wänden, und der Decke, die ein großes gleichmäßiges Loch in der Mitte hat, ist nichts zu sehen. Die Hütte selbst war aber breit genug um dort schlafen zu können. Allerdings würden wohl noch maximal zwei Leute rein passen bis es dann zu eng wäre.
„Eine kuschelige Decke wäre jetzt echt der Wahnsinn.“ Seufzt Chyrow. „Ich leg mich lieber auf die Hütte rauf. So habt ihr hier auch noch mehr Platz.“ Sagt Damon zu den anderen.
Kaum gesagt springt Damon mit einem Satz nach oben, hält sich am Rand des Loches in der Decke fest, und zieht sich nach oben. Leicht verwirrt schauen die anderen drei nur kurz hoch. „Also ich möchte jetzt auch schlafen. Ich bin ziemlich müde.“ Fügt Elena dem hinzu und legt sich einfach auf den Holzboden. „Kein Wunder.“ Kommentieren Chyrow und Serph gleichzeitig. Daran denkend in was für ein komisches Wesen Elena sich heute verwandelt hat. Kaum hingelegt schließt Elena auch schon ihre Augen. Auch Serph und Chyrow legen sich nun hin um zu schlafen. Alle schlafen sie an einer jeweiligen Ecke der Hütte. Nur Damon, der auf dem Dach liegt, hat seine Augen noch nachdenklich offen während er seine Hände als Kopfkissen benutzt.
Es scheint zwar so als wäre es eine Art Schicksal, dass nun alle Vier in dieser Welt gelandet sind, aber wie geht es weiter? Klar werden sie bleiben. Und Damon wird alles tun was er kann, um diesen mysteriösen Gary aufzuhalten. Aber ist er dazu in der Lage? Wird er eines Tages dazu in der Lage sein? Was ist wenn sie sterben? Ist es dann Damon seine Schuld? All das schwirrt wohl gerade in seinem Kopf herum. Doch wieso jetzt weiter grübeln? Morgen ist auch noch ein Tag. Nun schließt auch Damon seine Augen und schläft langsam ein. Doch kaum zugemacht, macht er wieder auf. Aber was ist denn jetzt los? Die Dunkelheit ist verschwunden und der Wald leuchtet nicht mehr. Die Sonne steht hoch am Himmel und es scheint als wäre die Nacht vorbei.
Aber so schnell? Die anderen drei in der Hütte scheinen auch wieder wach zu sein. Er hört wie sie sich unterhalten. Komischer weise klingt auch keiner mehr Müde. Aber wie kommt das? Mit einem Satz springt Damon durch das Loch nach unten. „Serph!“ Ruft Damon im Sprung. „Kannst du mich mal aufklären?“
Serph nickt. „Wahrscheinlich wunderst du dich über deinen Schlaf so wie die beiden eben noch. Nun... In dieser Welt hast du keine Träume. Daher kommt dir der Schlaf so vor, als hättest du nur kurz die Augen zu gemacht. Ich hatte es ganz vergessen und war in der ersten Sekunde auch etwas verwundert. Aber kurz danach erinnerte ich mich wieder daran. Aber keine Sorge. Man gewöhnt sich schnell daran. „Klingt etwas eigenartig. Aber wenn du das sagst.“ Zuckt Damon mit seinen Schultern.
Als alle die Hütte verlassen, hat Serph auch schon die nächste Frage: „Sollten wir hier nicht auf jemanden treffen der uns weiter helfen kann?“
Nach nur wenigen Sekunden grübeln hallt eine Stimme durch den Wald: „Ich kann euch weiter helfen!“
Verwirrt schauen sich die Vier um. Was ist das für eine Stimme? Wo kommt sie her? Bevor sie sich weitere Fragen stellen können springt plötzlich ein Wesen von einem hoch liegenden Ast nach unten, und landet direkt vor ihnen. „Ich kenne mich hier ziemlich gut aus.“ Vor ihnen steht ein seltsames Mädchen. Langes, zotteliges pinkes Haar, ein rosa Top und blaue Hotpants. Die Augen etwas eigenartig. Sie sind gelb und haben einen schwarzen Strich, der wohl als Pupille dient. Aber das ist nicht alles. Aus ihrem Haar stechen zwei pelzige Ohren nach oben heraus. Ein langer Schwanz schaut hervor. Und ihre Hände und Füße sehen aus, als wären sie große Pfoten. Und all diese komischen Merkmale sehen aus als gehören sie zu einer Katze. „Wer bist du denn jetzt schon wieder?“ Fragt Damon genervt. „Mein Name ist Nana. Und ihr seht so aus als könntet ihr Hilfe gebrauchen. Ich könnte euch zur nächsten Stadt führen wenn ihr möchtet.“ „Wieso solltest du das tun?“ Fragt Serph skeptisch. Und auch Elena und Chyrow schauen etwas misstrauisch. Nana lächelt und sagt: „Nun ich hatte mich eh gelangweilt. Ihr müsst meine Hilfe natürlich nicht annehmen. Aber ich würde es euch empfehlen. Schließlich wird dieser Wald hier kaum noch besucht.“
„Moment.“ Funkt Damon dazwischen. „Der alte Kauz aus dem Totenreich meinte zu uns dass wir hier vielleicht jemanden finden würden, den wir um Hilfe bitten könnten. Wieso sollte er das sagen wenn hier kaum jemand ist? Ich weiß ganz sicher dass er nicht gelogen hat!“
Nana setzt ein schüchternes Lächeln auf. „Das Totenreich also... An sich hat eure Quelle Recht. Allerdings ist seit einigen Wochen bekannt, dass hier in diesem Wald jemand sein Unwesen treiben soll. Es heißt es gäbe hier jemanden, der die Besucher des Waldes sofort wieder davon jagt. Einige Wanderer wurden nach betreten dieses Waldes hier nie wieder gesehen. Ich schätze dieses Gerücht hat das Totenreich noch nicht erreicht.“ Grübelnd fragt Chyrow: „Wenn das wahr ist was du sagst, wieso bist du dann hier?“ „Ich hatte die Hoffnung einen der verschollenen hier wieder zu finden.“ Antwortet Nana. „Allerdings leider ohne Erfolg. Ich habe den ganzen Wald abgesucht. Aber ich wurde leider nicht fündig.“
Serph, Elena und Chyrow schauen weiterhin skeptisch. Nur Damon setzt sein freches Grinsen wieder auf. „Alles klar. Danke dass du uns den Weg zeigst. Wir nehmen deine Hilfe gerne an.“ POCK! „Wieder einmal kriegt Damon von Serph eine auf dem Hinterkopf verpasst. „Du kannst doch nicht schon wieder einfach im Namen von uns allen...-“ Bevor er zu ende meckern kann, hört man plötzlich ein lautes Brüllen. Schnell stellen sich alle vorsichtshalber in Kampfstellung. Allerdings ohne genau zu wissen wo dieses Brüllen her kommt. „Klingt das nicht genauso wie dieses Skelett von damals?“ Fragt Elena in die Runde. „Nein.“ Antwortet Damon. Und Serph spricht weiter: „Dieses Brüllen ist wesentlich tiefer. Nur Nana schaut selbstbewusst in eine Richtung. „Dieses Brüllen... Vielleicht sind wir die nächsten die nie wieder gesehen wurden.“ Elena, Serph, Damon und Chyrow blicken erschrocken auf.
„GWUAAAAHH“ Das Brüllen wird lauter und nun ist auch der Truppe klar, aus welcher Richtung das Brüllen kommt. Es wird lauter und lauter und es klingt, als sei das Wesen fast da. Und zwischen den Bäumen sticht es nun hervor. Und wieder ein Wesen was keiner der Vier vorher je gesehen hat. Auf den ersten Blick ist es wohl mit ein Hirsch vergleichbar. Ein Hirsch dass mindestens drei mal größer als ein normales ist. Aber statt normales Fell scheint es fast so, als würden ihm blaue Blätter heraus wachsen. Das Geweih wäre vermutlich ebenfalls sehr riesig, wäre es nicht an beiden Seiten bis auf einen halben Meter abgebrochen. Schnaufend steht es nun vor ihnen. Chyrow und Elena fangen an vor Angst zu schreien, Bis Damon plötzlich Elena anmotzt: „Hörst du wohl auf zu schreien? Du kannst dich wenigstens wehren im Gegensatz zu mir. „Oh, stimmt ja.“ Damon klatscht sich seine Hand auf die Stirn. Unsicher stehen die Vier dem großen Waldhirsch, oder was auch immer dieses Wesen sein soll, gegenüber. Nur Nana setzt ein Lächeln auf, schleckt sich einmal über ihre Lippen und sagt mit einem von sich überzeugten Blick: „Endlich treffen wir uns!“
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