Bakugan Pairings - Oneshotsammlung

von Vaney
OneshotRomanze, Freundschaft / P18 Slash
20.11.2018
20.11.2018
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1993
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AN: Dieser Oneshot spielt (Flashbacks u.ä. ausgenommen) in Staffel 2 - New Vestroia, nachdem die Vexos das erste Mal besiegt wurden und die Schicksalsspieler für einige Zeit eine Pause einlegten.
Außerdem habe ich nachdem ich den OS schrieb, herausgefunden, dass Joe Leukämie hatte, jedoch ist es in meiner Version Diabetes!  
Viel Spaß wünsche ich nun! ;) Bei Fragen stehe ich immer gerne zur Verfügung.
———

„Fourtress?“, sind die Worte eines schwarzhaarigen Mädchens, welches nachdenklich auf ihrem Bett liegt. Der Mondschein, welcher sich durch ihr Fenster schleicht, ziert ihre helle, weiche Haut. „Was ist los? Wieso bist du noch wach?“, antwortet das rote Bakugan, welches sich soeben geöffnet hat und aufmerksam in Richtung seines Partners schaut. „Ich mache mir Sorgen..“ - „Um wen, wenn ich fragen darf?“ Chan seufzt und setzt sich aufrecht im Bett hin. „Um Joe.“

Seit dem erfolgreichen Kampf gegen Naga ging alles friedlich zu; Chan und Joe beschlossen, eine Beziehung einzugehen. Mit Joes Diabetes ging es auch immer mehr bergauf. Bis zu dem einen verfluchten Tag. Es war ein Mittwoch, an welchem Chan sich in‘s Flugzeug setzte um von China nach Japan zu gelangen. Sie wollte ihren Freund mal wieder besuchen, nachdem sie sich vier Monate nicht sahen - das ist eben der Nachteil einer Fernbeziehung.
Jedoch kam es gar nicht dazu, dass sie ihn treffen konnte, denn als sie an der Tür klingelte, machte nicht Joe sondern seine Mutter auf.
Und diese erzählte ihr, dass ihr Sohn letzte Nacht auf die Intensivstation des Krankenhauses verlegt wurde, aufgrund eines Nierenversagens.

Tränen kullern die Wangen der 15-jährigen hinunter. „Ich kann und will ihn nicht verlieren, Fourtress. Ich brauche ihn.“ Das Pyrus-Bakugan springt vom Nachtisch auf das Bett seines Menschenpartners um ihr näher zu sein. „Und er braucht dich.“ Stille tritt für einen kurzen Moment ein. „Er braucht seine starke, selbstbewusste Chan. Doch das bist du momentan nicht.“ Das Mädchen mit den hellbraunen Augen stockt für einen Moment. Ihre Tränen tun es ihr gleich. „Weißt du... auch, wenn ich es noch nie gesagt habe, aber.. ich liebe ihn. Ich liebe ihn so unglaublich sehr.“ - „Und genau deshalb musst du stark bleiben. Sei die, die Joe und ich in‘s Herz geschlossen haben.“

—Flashback - Chan pov

‚Und dann benutzt du «Haos Reaktor», was dich zum Sieg führen wird!, schrieb ich dem unbekannten Jungen gutgelaunt. ‚Woher weißt du das alles? Soweit ich im Logbuch erkennen kann, hast du erst vier mal gekämpft und bist auf Platz 386.‘, antwortete er. Das einzige, was ich wusste, war, dass ich mit dem Administrator der Bakugan-Website schrieb. Jedoch nicht, dass er DER Webmaster war. ‚Ich verbringe halt nicht den lieben guten Tag mit dem Kämpfen sondern eher dem Strategiedenken.‘ - ‚Und das obwohl du Pyrus-Spielerin bist...‘ Ich lächelte. Sehr.
Der unbekannte Haos-Kämpfer aus dem Netz war mir unglaublich sympathisch, und das, obwohl wir erst seit einigen Tagen miteinander chatteten.

Eines Tages fragte ich ihn nach einigen Personalien, damit ich endlich mal weiß, mit wem ich es zutun hatte. Erst recht, da er dank der Datenbank jede noch so kleine Information von mir herauskriegen konnte, wenn er wollte.

‚Mein Name ist Joe Brown, ich komme aus Japan und bin 13 Jahre alt. Es freut mich sehr, Bekanntschaft mit dir zu machen, Chan.‘

Schnell entwickelte sich aus dem Bakugangelaber ein Austausch von alltäglichen Dingen des Lebens. Ich erzählte ihm von meinem Job für so einen Typen namens Masquerade und er mir von seiner Krankheit. Wir beide hatten dutzende Fragen, die wir unbedingt dem Gegenüber stellen wollten, doch dazu kam es nicht mehr, weil Joe wegen zu niedrigem Blutzucker ins Krankenhaus musste.

Nachdem ich mich von Masquerades Bann befreit hatte, erfuhr ich, dass Dan und die Schicksalsspieler auf der Suche nach Joe waren, worauf ich mit einem „Ja, ich kenne ihn. Ist noch ein Junge. Er hat irgendeine Krankheit und er wohnt im Krankenhaus. Ich nehme mal an, das wird euch wohl kaum überraschen.“ antwortete.

Flashback end.—

„Guten Morgen, Chan.“, flüstert eine weibliche Stimme in das Ohr des schwarzhaarigen Mädchens. „Niáng , bitte lass mich schlafen. Ich hatte eine nervenaufreibende Nacht.“ Besorgt sieht die Chinesin ihre Tochter an. Sie weiß genau, was Chan beschäftigt, jedoch spricht sie es aus Respekt nicht an. „Gut, ich lass dich -beziehungsweise dich und Fourtress- dann mal alleine, ja?“ Die 15-jährige nickt verschlafen, während sie sich mit dem Kopf Richtung Wand dreht. „Deine Mutter macht sich genau solche Sorgen um dich wie du um Joe. Sie will nur für dich da sein.“, gibt das Bakugan von sich, welches sich in der geschlossenen Ballform wieder auf dem Nachttisch befindet. „Mhhm.. ich weiß, Fourtress.“, murmelt Angesprochene halbschlafend.

Als Chan damals ihr Partnerbakugan Fourtress während des Martial-Arts-Trainings auf der Bank fand, hätte sie sich niemals erträumt, in ihm einen so guten Freund sehen zu können.
Ein sprechendes Bakugan; die Sache um die es sich damals überall drehte. Immer mehr Leute -aus aller Welt- berichteten auf Joes Website darüber. Und endlich hatte Chan auch eines. Pyrus Fourtress. Ein humanoides Bakugan mit mehreren Schwertern und vier Gesichtern.
Schnell war sie begeistert von seiner Power und erst recht von dem Anstieg ihres Ranges auf der Weltrangliste. Ehe sie sich versehen könnte, war sie Drittplatzierter. Ein Rang unter dem deutschen Klaus Von Herzen und zwei unter dem mysteriösen Masquerade.
Joe - der selbst noch nie gekämpft hat, fand dies unglaublich faszinierend, weshalb er vor Stolz nur so trotzte.

Völlig gerädert schaut die Pyrus-Spielerin auf ihren Wecker, denn sie ist nochmal eingeschlafen. „Warte was? Hab ich das grad richtig gelesen und wir haben 3Uhr nachmittags?!“ - „Ja.“, antwortet ihr Bakugan neutral. „Oh Gott, Sche*ße!“

Nachdem die Braunäugige sich umgezogen, ihren typisch rosafarbenen Lidschatten aufgetragen, Zähne geputzt und ihre Haare gemacht hat, stürmt sie aus dem Haus. Natürlich Fourtress mit im Gepäck. „Wieso beeilst du dich so? Und wohin laufen wir?“ - „Ich hab doch vor einer Woche mit Marucho abgesprochen, dass er mich  vom Fußballfeld in der Nähe meines Hauses mit seinem Jet abholt, damit ich Joe besuchen kann. Aber ich habe das bis eben total vergessen!“ - „Und zu welcher Uhrzeit war das Treffen geplant?“ - „Halb vier. Und wir haben jetzt schon die volle Stunde.“
Völlig in Eile rennt das Mädchen die ellenlange Treppe hinunter - darauf bedacht, nicht zu stolpern. Ein kleiner Teil des Flugzeugs war schon zu erkennen; somit kehrte immer mehr Ruhe in den Körper der 15-jährigen. Der kleine Junge hat sie trotz Verspätung nicht sitzen lassen.

„Chan Lee!“, rufen mehrere bekannte Stimmen positiv gestimmt von weitem. Soweit sie erkennen konnte, stand dort nicht nur Marucho, sondern auch Dan, Shun, Runo und Julie. Also fast jedes Mitglied der Schicksalsspieler.

„Hallo Leute.“, gibt die Chinesin, völlig aus der Puste, von sich. „Wir sind froh, dich mal wiederzusehen. Es ist bei uns echt 'ne Menge passiert in den letzten Wochen.“, sagt das Mädchen mit blauen Zöpfen. „Oh, was denn? Ich weiß nämlich von nichts.“ - „Ach, Runo übertreibt. Wir haben nur mal wieder Vestroia und die Bakugan gerettet.“, prahlt der Anführer der Gruppe, während er seinen Partner, Pyrus Dragonoid, durch die Luft schnippt. „Dan, lass das!“, antwortet dieser mit genervter Stimme. „Was hast du grad gesagt?!“, fragt die ehemalige Haosspielerin der Gruppe, während sie ihrem Freund einen Schlag in den Nacken verpasst. „Ich übertreibe?!?“ Sofort fangen alle, außer Shun, an zu lachen. Shun, der Ventusspieler, hält sich zurück und lauscht den Gesprächen lieber als dran teilzuhaben.
„Das könnt ihr mir ja alles in den drei Stunden, die wir fliegen, erzählen.“, sagt Chan kichernd. Ihr Bakugan, Fourtress, erscheint auf ihrer Schulter und begrüßt die Schicksalsspieler, welche zuerst total verwundert waren, was er denn bei ihrer alten Freundin macht - obwohl er doch in Neu Vestroia sein könnte.

„Wir sind da!“, ruft Marucho durch den Aufenthaltsraum des Jets, während er gespannt durch das Fenster schaut. „Nochmals vielen Dank, dass ihr Rücksicht auf die Verspätung genommen und mich überhaupt abgeholt habt.“ Das braunäugige Mädchen verlässt, so schnell wie möglich, das Flugzeug, um bald mit ihrem Freund zusammen zu sein.
Einerseits steigt die Vorfreude bis ins drastische, allerdings somit auch die Angst vor dem Anblick, den sie zu sehen bekommen wird. Joes Mutter hat schon angekündigt, dass er alles andere als gut aussieht, jedoch ist es immer nochmal was anderes, wenn man es mit seinen eigenen Augen sieht.

Joe liegt seit dem gestrigen Tag wieder auf der Normalstation, jedoch ist er noch nicht in der Lage, sich groß zu bewegen oder zu verständigen. Sein Gehirn hat stark unter der Überzuckerung, dem Nierenversagen und den Medikamenten gelitten. Laut den Ärzten wird er auch nie wieder ein solch gutes Gedächtnis haben wie es vorher war.

Chan wurde von der Schwester bis zur Tür gebracht, doch sie geht alleine in das Zimmer des blonden Teenagers.
Das erste, was sie erblickt, ist ein völlig abgemagerter Junge mit Augenrändern und ungesund blasser Haut. Ihre Sorge verstärkt sich noch mehr, sodass sie ihr Tränen in die Augen treibt. „J-Joe?“ Angesprochener öffnet angestrengt die geröteten Augen. Trotz der Qualen, die er in letzter Zeit durchmachen musste, zeichnet sich ein leichtes Schmunzeln auf seinen Lippen ab. Er ist nicht ganz in der Lage, etwas zu sagen, jedoch ist das für Chan total irrelevant.
Sie geht auf Joe zu, um sich neben ihm auf das Bett zu setzen. „I-I-Ich liebe dich.“ Rasch wischt sie sich eine kullernde Träne von der Wange. „So sehr.“
Das Schmunzeln ihres Freundes verwandelt sich in ein Lächeln. Jedoch merkt sie ihm an, wie kräfteraubend selbst diese kleine Bewegung ist, was sie dazu bringt, ihn vorsichtig auf die Wange zu küssen. „Bitte... Joe, übersteh das. Ich brauche dich.“, flüstert Chan, jedoch lässt ihre Stimme nicht mehr Worte zu, da nun literweise Tränen ihr Gesicht herunterwandern. „Ich liebe dich auch.“, kommt auf einmal von dem blonden Jungen mit brüchiger Stimme. Es ist offensichtlich, dass er tagelang nicht gesprochen hat.
Voller Vorsicht verhakt die Schwarzhaarige ihre Hand mit der ihres Freundes. „Du bedeutest mir alles.“, sagt sie, nachdem sie die Kraft zum Reden wiedergefunden hat.

—10 Stunden später; 4Uhr nachts - Chan pov
Ich übernachte die nächste Zeit bei Joes Mutter, damit ich täglich für ihn da sein und ihn besuchen kann.

„Nein! Du schaffst das! Bitte, glaub doch an dich.“, schrei ich voller Verzweiflung. „Wavern wird das auch schaffen!“ Vor mir befindet sich ein Bakuganfeld, auf welchem Joe und Wavern gegen Hal-G und Naga kämpfen. Jedoch kann mich keiner von ihnen hören. „Gib mir den Kern der Unendlichkeit Wavern! Sei eine brave Schwester und gib ihn mir!“, brüllt das machtbesessene, weiße Drachenbakugan. „Nein! Warum sollte ich? Damit du deine unbesiegbare Power hast und alles und jeden zerstörst?!“ „Fähigkeitskarte aktivieren! Schwarzer Schatten!“, sind Hal-G‘s Worte, während er eine Art von Fusionsfähigkeit in der Hand hält. Jedoch trifft dieser Strahl, den Naga abfeuert, nicht Wavern, sondern...

— Erzähler
„JOE!“, schreit die Schwarzhaarige, völlig verschwitzt, während sie sich im Bett aufrecht setzt. „Chan, ist alles in Ordnung?“, fragt Fourtress besorgt. „Ich hatte einen Albtraum... Naga brachte Joe im Kampf um.“ Das Pyrusbakugan springt in die rechte Hand seines Partners. „Hey, alles gut. Naga ist derjenige, der tot ist.“ - „Ich versteh einfach nur nicht, warum sein Diabetes wieder ausgebrochen ist, obwohl Wavern ihn damals mithilfe des Kerns der Unendlichkeit geheilt hat.“ Wieder laufen dem Mädchen Tränen die Wangen entlang. „Soviel habe ich mein Leben lang nicht geweint.“, murmelt sie.

Auf einmal klingelt das Telefon. Sofort stürmt Joes Mutter auf dieses hinzu. Da sie durch den Schrei ihrer momentanen Mitbewohnerin geweckt wurde, war sie geistig wach genug, um abzunehmen.

Das, was Chan als nächstes hörte, war für sie wie ein Messerstich ins Herz. Sie spürte ihre Knie weich und ihre Augen schwer werden, was dazu führte, dass sie selbst in Ohnmacht fiel.

„Joe i- i- i- ist soeben- verstorben.“
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