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Eine Liebe Jenseits Der Zeit

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Het
Elrond Legolas OC (Own Character) Thranduil
19.11.2018
08.05.2021
72
87.907
44
Alle Kapitel
212 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
02.01.2021 1.094
 
Frohes neues Jahr, meine Lieben!

Ich hoffe, dass Ihr trotz der Umstände gut reingerutscht seid. Ich wünsche Euch alles Gute und vor allem Gesundheit für 2021.
Auch bedanke ich mich für die beiden neuen Sternchen.

Liebe Grüße
ILoveKingT

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62. Kapitel
Schwur

Absolute Ruhe lag über dem Heiltrakt der Waldlandhallen – wenn nicht sogar über dem gesamten Palast. Es war sehr auffällig, dass ein Großteil der Krieger und ein Teil der Heiler fehlte. Derart ruhig war es deswegen schon lange nicht mehr gewesen.
Selbst jetzt, als Valerwén und seine verbliebenen Heiler alles vorbereiteten, um nach der Schlacht den Verletzten zu helfen, sprachen sie kaum miteinander. Zu sehr erinnerte es die Ältesten an das letzte Mal, dass sie sich derart auf Verletzte hatten einstellen müssen. Und die Jüngsten hielten die Köpfe gesenkt und konzentrierten sich lieber auf die Arbeit vor ihnen.
Das letzte Mal, als sie sich derart vorbereiten mussten, hatte sie viele Tote zu beklagen gehabt. Darunter ihre geliebte Königin.
Der oberste Heiler hob den Kopf, als er schnelle Schritte hörte, und unterbrach seine Arbeit für einen Moment.
Eine Wache brach durch die Tür und Valerwén stand sofort auf und lief auf sie zu, da es die Elleth war, die er an Lanthiriëls Seite zur Beobachtung gestellt hatte.
„Herince Lanthiriël!“, brachte sie auch schon hervor, „Sie ist aufgewacht!“
„Geh zurück zu ihr, nicht, dass sie versucht aufzustehen.“, wies er sie an und sie machte auf der Stelle kehrt, um zurück zu der Elleth aus Imladris zu eilen. Valerwén folgte ihr schnellen Schrittes und hoffte nur das Beste für Lanthiriël.
In dem Raum angekommen – sie hatten die verletzte Elleth in ihr eigenes Zimmer verlegt – sah er wie die Wache die Elleth davon abhielt, aus dem Bett zu steigen.
Erst wollte Valerwén sich freuen, dass sie tatsächlich wach war, doch dann erkannte er, dass sie sich lediglich in einer Art Trance befand. Er eilte an ihre Seite und umschloss ihre Schultern, um sie sanft in die Kissen zu drücken.
„Lanthiriël, es ist alles in Ordnung, aber du musst liegen bleiben.“, sagte er mit ruhiger Stimme, um sie von dem Drang aufzustehen abzulenken, „Leg dich hin.“
Ihr Gesichtsausdruck zeigte wider Erwarten kein Schmerz, sondern Sorge. Ihre Augen waren noch immer mit einem grauen Schleier bezogen, ganz als ob sie schlafen würde.  
„Thranduil?“, hauchte sie, ihre Stimme ein Zittern. „Es ist alles in Ordnung.“, wiederholte Valerwén, doch sie fragte erneut nach ihm. Nichts anderes konnte sie von sich geben, nur den Namen des Königs. Dabei zitterte sie am ganzen Leib und verkrampfte die Hände zu Fäusten, sodass ihre Knöchel weiß hervortraten.
Es dauerte lang, bis er sie dazu bringen konnte, sich hinzulegen und sich einigermaßen zu entspannen. Immer wieder verließ der Name des Edhel, den sie liebte, ihre Lippen.
Sorge kam in dem Heiler auf:
Wenn Lanthiriël derart auf Thranduil fixiert war, war ihm dann wohlmöglicherweise etwas geschehen?
Oder waren es nur die verwirrten Rufe Lanthiriëls, die nicht mitbekommen hatte, wo sie war und noch den Gedanken im Kopf hatte, wegen dem sie in den Düsterwald wollte?
So oder so machte er sich Sorgen. Um die Elleth, aber auch um seinen König und Freund. Er wusste, dass Thranduil ein mehr als nur talentierter Schwertkämpfer war, doch er machte sich immer Sorgen um ihn.
Valerwén blieb an Lanthiriëls Seite, bis sie sich beruhigt hatte und wieder eingeschlafen war. Dann gab er der Wache ein paar Anweisungen und verließ das Gemach. Er wollte einen Vogel zum Berg schicken, der ihn dann über die aktuelle Lage berichtete.
Doch welche Antwort er ein paar Tage später bekam. . . sie war gar nicht zu seinem Gefallen.
Orks!
Die Felder vor dem Erebor voll mit Orks!
Jetzt wusste er, dass er größeres Geschütz auffahren müsste, wenn er nach der Schlacht mit seinen Heilern und den Vorräten einträfe. Auch müsste er ein paar mehr Krieger mitnehmen, sollten sich Orks nach der Schlacht in Richtung des Waldes verirrt haben. Er konnte es nicht riskieren, Heiler zu verlieren.
Als die Vorkehrungen getroffen waren und der Rat sich abgesprochen hatte, was genau sie tun würden, war es auch schon so weit:
Sie hatten Wort erhalten, dass die Schlacht sich mit dem Eintreffen der Adler dem Ende zuneigte. Sodann zogen sie mit ihren Wägen und Reitern los.
Es dauerte mit den Wägen voll mit Vorräten natürlich länger als sonst, bis sie die Ebene erreichten. Doch als sie endlich ankamen, machten sie sich schnell an die Arbeit.  
Sie stoppten ihre Pferde und Wägen am Rande des Lagers der Elben, welches das erste Lager war, auf das sie trafen.
Valerwén gab einer dort wartenden Wache die Anweisung Thranduil von seiner Anwesenheit zu unterrichten, ehe er das Lager betrat. Seine Heiler folgten ihm schnellen Schrittes.
Die Stimmung war seltsam ruhig und drückend – wie immer nach einer Schlacht.  
Es dauerte nicht lang und sie erreichten das Lazarett, welches sich südlich befand.
Als Valerwén in das große Zelt trat rechnete er mit dem Schlimmsten, um für alles gewappnet zu sein. Die Heiler an seiner Seite machten sich sofort an die Arbeit, nur eine Elleth blieb bei ihm. Einer der bereits Anwesenden trat zu ihm und berichtete ihm über die Schlimmsten Fälle und die Art der Verletzungen, die sie hatten. So konnte der oberste Heiler sich einen groben Überblick verschaffen, ehe er sich an die Arbeit machen musste.
„In Ordnung. Um wen sollen wir uns am besten zuerst kümmern?“, fragte er den Heiler und dieser brachte sie zu einem Edhel, der in der Mitte des Lagers auf einer Pritsche lag. Valerwén besah sich den Elben und seinen Zustand. Doch bereits nach dem ersten Blick wusste er, dass er nichts weiter für ihn tun könnte.
„Gebt ihm etwas, damit er seinen Körper nicht mehr spürt.“, wies er an, „Dann bringt ihn in ein gesondertes Zelt. Wir brauchen den Platz.“
Er wusste, wie es sich anhören musste, doch er hatte Prioritäten zu legen. Zu viele brauchten die Hilfe seiner Heiler, sie konnten keine Zeit bei einem hoffnungslosen Fall aufbringen, die sie bei einem dringlichen unbedingt bräuchten.
Der Edhel nickte und tat, was sein Herr ihm befohlen hatte.
Valerwén selbst wandte sich an die Elleth, die ihn begleitete:
„Wenn du zu Thranduil möchtest, kannst du das tun. Sein Zelt befindet sich stets in der Mitte des Lagers.“
Sie schüttelte jedoch den Kopf, sodass ihre goldenen Locken hin und her wippten.  
„Ich werde hier helfen.“, erwiderte sie bestimmend, „Als Heilerin habe ich geschworen, das Leben anderer über das meine zu stellen.“
Valerwén legte eine Hand auf ihre Schulter und lächelte sie an.
„Hannon le, Lanthiriël.“, bedankte er sich bei ihr, ehe sich beide an die Arbeit machten.
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