Das Licht der Digiwelt

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P16
Hikari "Kari" Yagami und Gatomon
19.11.2018
08.09.2019
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Kapitel 51

Nach der Geburtstagsfeier waren zwei weitere Tage vergangen. Hikari und Takeru hatten ihren Eltern ihre veränderte Beziehung mittlerweile gebeichtet, was allen voran Hikaris Vater mit einigen Problemen aufnahm. Doch als er das glückliche Gesicht seiner Tochter sah, konnte er auch nichts mehr dagegen sehen. Dennoch akzeptierte er nur widerwillig, dass sie gemeinsam in einem Bett schliefen. Daher schlief er seitdem in seiner alten Wohnung auf dem Sofa, um ja jeden sexuellen Kontakt seiner Tochter im Ansturm zu unterbrechen. Wenn er bloß wüsste, dass Hikari keine Jungfrau mehr war, dann würde er vermutlich direkt zu Edward rennen.
Ein Lächeln legte sich auf ihren Lippen, als sie gemeinsam die Straße entlanggingen und wie von selbst wieder beim Fernsehsender landeten. Gatomon saß auf ihrer Schulter, während Patamon auf seinem Kopf saß. Doch diesmal war etwas anders. Sie spürte, wie sich die Dunkelheit sammelte, weshalb sie Takeru um die nächstgelegene Häuserecke zog.
„Wir müssen den Anderen Bescheid geben. Myotismon erwartet uns“, sagte sie schließlich, bevor sie von selbst nach ihrem Handy griff und die Nummer ihres Bruders wählte. Takeru starrte seine Freundin im ersten Moment überrascht an, bevor er ebenfalls entschlossen nickte. Sie hatte schon damals bei Devimon ein ähnliches Gefühl gehabt und er vertraute ihr vollkommen. Während sie mit ihrem Bruder zu telefonieren schien, wählte er die Nummer seines eigenen Bruders, um ihn darüber zu informieren, dass sie sich in der Nähe des Fernsehturms treffen würden.

Sie mussten noch ein paar Mal telefonieren, bevor sie schließlich alle erreichten, die sich sofort bereit erklärt hatten, sich auf den Weg zu machen. Sora würde gemeinsam mit Charlie und Mimi kommen, Izzy würde Edward, Joe und Sergej mitbringen, während Yamato Taichi und Sheena mit dem Auto herbringen würde. Letztere schienen gerade gemeinsam in der Nähe unterwegs gewesen zu sein.
Der Himmel begann sich plötzlich zu verdunkeln und Myotismon tauchte ganz oben auf dem Fernsehturm auf. Er streckte die Hände in die Luft, aus der die Dunkelheit entwich, die den Himmel verdunkelte. Hikari zitterte kurz, als sie spürte, wie die Macht der Dunkelheit sich hier breitmachte, während sie auf die Anderen warteten. Es war wichtig, diesmal den Kampf gegen Myotismon nicht zu überstürzen.
Takeru sah das Zittern, weswegen er einen Arm um ihre Schultern schlang und sie an seinen Körper drückte. „Wir werden es schaffen. Wir dürfen das Licht in unseren Herzen nicht aufgeben und kämpfen“, versuchte er seiner Freundin Mut zuzusprechen, was ein Lächeln auf ihren Lippen entstehen ließ. „Natürlich werden wir es schaffen, wenn wir alle zusammen halten“, gab sie zurück, bevor ihr Blick entschlossen in Richtung Fernsehsender fiel. Diesmal würde sie sich nicht von Myotismon besiegen lassen. Diesmal würden sie ihn besiegen.

Wie von selbst fanden ihre Lippen zu einem Kuss zusammen, der ihnen beide half, sich auf das Bevorstehende zu konzentrieren. Als Erstes hörten sie ein Auto, was in ihrer Nähe hielt. Sie begaben sich aus dem Häuserschatten und ihnen liefen Yamato, Taichi und Sheena gemeinsam mit ihren Digimonpartnern entgegen. Ihre Mimik wirkte ebenfalls angespannt.
Kurz danach tauchte Garudamon am Himmel auf und landete neben den anderen Digirittern. Von dem Rücken des großen menschlichen Vogeldigimon stiegen Sora, Charlie, Mimi, Renamon und Palmon. Auch wenn die Dunkelheit sich immer weiter ausbreitete, so hatte Hikari mittlerweile einen Plan für den heutigen Kampf gegen Myotismon. Kurz danach tauchte auch schon Megakabuterimon, ein großes rotes Insektendigimon mit vier Armen am Himmel auf und landete ebenfalls neben ihnen. Von dessen Rücken stiegen Sergej, Koushiro, Joe, Edward, Clockmon, Gomamon und Gaomon.
„Gibt es einen Plan?“, fragte nun der Älteste der Gruppe, als er zu den restlichen Digirittern trat, während die Vorstadt immer weiter in der Dunkelheit versank. „Ja, den gibt es. Myotismon ist unachtsam. Er will diese Welt in Dunkelheit hüllen, um sie mit der Digiwelt zu vereinen, so wie schon damals“, fing Gatomon an und wandte sich entschlossen an Hikari, die nickte. Die Dunkelheit um ihr behagte ihr nicht, aber sie mussten Myotismon stoppen.

„Letztes Mal waren wir zu unvorsichtig und haben Myotismon unterschätzt. Wir müssen ihn gleichzeitig angreifen, am Besten umzingeln wir ihn und greifen ihn gemeinsam an. Das hat schon damals am Besten funktioniert. Er wird der Kraft aller Digiritter nicht gewachsen sein, zumindest hoffe ich das“, erklärte Hikari ihre Idee, als Sergej fragte: „Und wie willst du sichergehen, dass er nicht merkt, dass er umzingelt wird?“
„Wir wissen, dass er hinter mir her ist und Digimon mit heiliger Macht verabscheut. Daher werden ich und Gatomon als Ophanimon und auch Magnaangemon die Ablenkung bilden, dass ihr euch in Position bringen könnt“, beantwortete die Braunhaarige die Frage. Ihr war nicht wohl bei der Sache, dass sie gemeinsam mit Takeru und seinem Digimon den Lockvogel spielen sollten. Aber ihr war keine andere Idee gekommen. Nur so konnten sie Myotismon lange genug ablenken, dass die anderen Digiritter sich in Position bringen konnten.
Hikari sah den Anderen an, dass ihnen nicht wohl bei der Idee war, bevor sie fragte: „Habt ihr eine andere Idee? Je länger wir uns Zeit lassen, desto mehr Dunkelheit wird es hier geben.“ Taichi starrte seine Schwester an, konnte er deutlich ansehen, dass sie nicht von ihrem Entschluss abzubringen war, weshalb er sagte: „Wir sollten es so versuchen, aber bitte passt auf euch auf.“ Takeru nickte, bevor er den Arm um Hikari löste. Patamon flog von seinem Kopf und digitierte erst zu Angemon, bevor sein Wappen gelb leuchtete und sein Digimonpartner auf sein Ultralevel zu Magnaangemon digitierte, einem männlichen Erzengeldigimon mit grauen Flügeln und roten und goldenen Rüstungsteilen.

Gemeinsam mit Magnaangemon traten Hikari, Takeru und Gatomon von ihren Freunden weg, bevor die Braunhaarige laut rief: „Myotismon, du wirst es niemals schaffen, die Dunkelheit über diese Welt zu bringen, dafür werde ich sorgen.“ Das bösartige Digimon hatte sie sofort gehört und unterbrach seine Tätigkeit. „Kari und Gatomon, ich dachte nicht, dass ihr wieder so dumm wärt, mich erneut herauszufordern“, sagte das vampirähnliche Digimon mit einem kalten und grausamen Lachen, bevor es langsam vom Fernsehturm herunterschwebt. Hikari und Gatomon tauschen einen Blickkontakt auf, bevor sie beide „Digitation des Lichts“ riefen. Das Wappen leuchtete rosa auf und hüllte sie beide ein, bevor sie gemeinsam zu Ophanimon, einem weiblichen Engelsdigimon in einer grünen Rüstung digitierte. In der rechten Hand hielt das Digimon eine Lanze und in der linken Hand einen Schild mit dem Wappen des Lichtes. Die Engelsflügel am Rücken wurden unterstützt durch goldene Flügelplatten.
„Und du meinst dieser Trick ist für mich neu? Nur weil ihr die wahre Kraft des Lichtes erweckt hast, werdet ihr mich nicht besiegen können. Auch wenn ihr diesmal wenigstens so klug wart, ein weiteres Digimon mit heiliger Kraft mitzubringen“, sprach Myotismon kalt und entschlossen zu ihnen. Ophanimon und Magnaangemon flogen nun in die Luft und stellten sich Myotismon auf der mittleren Höhe des Fernsehsenders entgegen. Ophanimon richtete das Zepter direkt auf den Gegner, wo ein Strahl heiligen Lichtes herausschoss, bevor Magnaangemon versuchte den Gegner mit dem Schwert anzugreifen. In Myotismons Hand bildete sich eine Peitsche roter Energie, mit welcher auf seine Gegner schlug.
Sie wichen ihrem Gegner geschickt aus und ein recht gleicher Kampf folgte, aber plötzlich nutzte Myotismon Magnaangemons Unachtsamkeit und schickte einen Schwarm Fledermäuse direkt auf das schwächere Engelsdigimon zu. Durch die Essenz der Dunkelheit gestärkt, war es Magnaangemon nicht möglich der Attacke Stand zu halten. Es digitierte zu Patamon zurück und das kleine Digimon fiel erschöpft gegen Boden.

Takeru eilte direkt zu seinem Partner und fing das kleine Digimon auf. „Tut mir leid“, sagte Patamon erschöpft, während er den Blick nach oben warf. Und tatsächlich hatte Ophanimon Myotismon nun in Richtung Fernsehsender gedrängt, wo die anderen Digimon bereits auf ihn warteten. Wargreymon, Metallgarurumon, Gallantmon, Knightmon, Zudomon, Lillymon, Taomon, MachGaogamon, Garudamon, Megakabuterimon griffen nun gemeinsam mit Ophanimon den Gegner an. „Du hast dein Bestes getan, Patamon“, meinte Takeru zu seinem Partner, während die gemeinsame Attacke tatsächlich Myotismon taumeln ließ. Sie waren stark, aber es war noch nicht ausreichend.
„TK, wir dürfen nicht aufgeben. Nur weil wir hier sind und die Anderen dort oben kämpfen, müssen wir dennoch bereit sein, alles dafür zu tun, um das Licht zu bewahren“, sagte das kleine Digimon entschlossen. Die Stimme des Digimons klang noch etwas geschwächt, aber es wollte schon wieder losfliegen und weiterkämpfen. „Ich will dich aber nicht noch einmal verlieren“, flüsterte der jüngere Blondschopf leise, während er seinen Digimonpartner an sich drückte. „Das wirst du nicht, wenn wir die Hoffnung nicht verlieren“, erwiderte Patamon auf seine Worte, bevor Takeru tatsächlich den Griff lockerte und tatsächlich sich sein Digimonpartner aus seinem Griff löste und vorsichtig hochflog.
Hatte er tatsächlich für einen Moment gedacht, es gäbe keine Hoffnung auf den Sieg? Das war doch so untypisch für ihn. Die Hoffnung war sein Wappen, seine stärkste Eigenschaft.
„Du hast Recht, wir dürfen nicht aufgeben. Wir müssen das Licht in unseren Herzen bewahren“, erwiderte der Blonde auf die Worte seines Digimonpartners, was sein Wappen zum Aufleuchten brachte. Auch Patamon sah wieder fitter aus. Digimon und Partner blickten sich an und mit einem Moment wussten sie, wohin ihr gemeinsamer Weg sie führen würde. Gemeinsam riefen sie „Digitation der Hoffnung“ und wurden in gelbes Licht getaucht.

Aus dem Licht tauchte ein Engelsdigimon mit zehn Engesflügeln auf. Es trug eine silber-blaue Rüstung mit goldenen Ornamenten. In der Mitte prangte das Wappen der Hoffnung. Gemeinsam waren sie zu Seraphimon digitiert und erhoben sich von dem Boden. Zwischen Takeru und seinem Digimonpartner war eine neue Verbundenheit entstanden.
„Myotismon“, sprachen sie beide ihren gemeinsamen Feind an, der sich wie erstarrt zu ihnen umdrehte. „Nein, das kann nicht sein. Nicht schon wieder. Ich hatte dich besiegt und nun habe ich die wahre Macht der Hoffnung entfesselt“, gab dieser tatsächlich eine Spur ängstlich zurück. „Du darfst uns eben nicht unterschätzen. Wir sind ausgestattet mit heiliger Kraft. Wir werden deinem Treiben ein Ende bereiten“, sprach Seraphimon, bevor er 7 Kugeln aus heiliger Energie vor sich bildete und diese dann direkt auf seinen Gegner schoss.
Myotismon wich gepeinigt von der Attacke zurück, was die anderen Digimon auch dazu veranlasste noch einmal gemeinsam anzugreifen und tatsächlich löste sich Myotismon diesmal wieder in Luft auf. Die Dunkelheit zog sich zurück und bildete eine dunkle Wolke in der Luft, die die Essenz der Dunkelheit darstellte. Hikari griff als Ophanimon direkt nach der Essenz, bevor sie die Digitation auflöste und sie beide in rosanes Licht hüllte. Gatomon landete etwas erschöpft aber geschickt auf dem Boden, während sie das Licht in ihr aktivierte und in einem hellen Licht in der Luft schwebte, bevor die Essenz der Dunkelheit sie wieder umhüllte und in ihr Herz eindrang.

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Heute geht es hier deutlich kämpferischer weiter, denn es wird gegen Myotismon gekämpft. Ich hoffe, dass euch das Kapitel gefallen hat. Ich würde mich wirklich über ein Review freuen.

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