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Herr, gib mir die Gelassenheit eines Stuhls - Er muss ja auch mit jedem Arsch zurecht kommen.

GeschichteDrama, Humor / P18 / Gen
OC (Own Character) Tendou Satori Tsukishima Kei Ushijima Wakatoshi Yamaguchi Tadashi
18.11.2018
30.12.2020
61
166.303
56
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28.11.2018 2.290
 
Ich war mir nach wie vor nicht sicher, was die Sache mit Tsuki anging. Es war nicht so als wäre ich verliebt in ihn oder als würde ich auf ihn stehen. Das was er sagte, passte schon mehr. Ich interessierte mich für ihn. Den Kuss, den wir ausgetauscht hatten und  seine Berührungen störten mich nicht. Viel eher gefielen sie mir. Sie waren angenehm.  Wenn ich ihn nicht auf diese Art mochte, würden mich doch die Berührungen stören? Aber genau das tat es nicht. Ich versuchte mir klar über so einiges zu werden. Und Tsuki war da nur ein Bruchteil der Sache. Es gab noch andere Probleme. Die Karasuno hatte uns bevor die Inter-High beginnen würde, erneut eingeladen ein Trainingsspiel zu veranstalten. Aber nach dem was passiert war, konnte ich mich da nicht mehr blicken lassen. Es war mir unangenehm, wenn ich die Spieler der Karasuno sehen würde. Auch wenn sich das, soweit mit mir und Tsuki geklärt hatte, wussten sie nicht in welcher Beziehung wir zu einander standen. Nicht mal ich, wusste in was für einer Beziehung ich zu ihm stand.
Nachdenklich fuhr ich mir über das Gesicht. Heute war Sonntag. Morgen würde wieder die Schule beginnen. Tsuki hatte mich heute zu einem Date eingeladen. Wenn man es überhaupt so nennen konnte. Es war nichts Besonderes. Wir würden einfach nur abhängen und das wars. Nichts wurde geplant oder sonst etwas. Ich hatte ihm eine Chance gegeben, um mir zu beweisen, wie ernst er es mit mir meinte und das war diese. Wie er sie nutzte war ihm überlassen.
Doch ganz überzeugt von dieser Sache war ich weiß Gott nicht.

„Amüsant.“, flüsterte hinter mir eine Stimme. Mir war klar wer da stand.
„Du bist spät.“, tadelte ich ihn.
„Tut mir leid, aber deine verschiedenen Gesichtsausdrücke haben mich so fasziniert, dass ich dich 5 Minuten nur beobachtet habe.“
„Beobachtet? Gott, sag mir nicht, du bist einer dieser Perversen.“
Er schnurrte kurz. „Keine Angst, ich bin auf eine ganz andere Art pervers.“ Ich konnte seinen durchdringenden Blick auf mir spüren, wie er mich ansah als wäre ich Fleisch. In meinem Gesicht staute sich Hitze, das altbekannte Glühen war zu spüren.
Verlegen biss ich mir auf die Lippe.
„Mach das nicht..“, sanft fanden seine Hände den Weg zu meinem Gesicht. Seine Finger zogen leicht an meiner Haut des Kinnes, so dass sich meine Lippe von meinen Zähnen löste.
„Du weißt, was das mit mir macht“, murmelte er vor meinen Lippen. Die Bewegung die sie dabei machten, kitzelten mich leicht, auch sein Atem war nicht ganz unbeteiligt.
„Vielleicht ist das ja Absicht“, flüsterte ich ihm zu.
„Ist das so, Saya?“
„Saya?“
„SAYA!“
Erschrocken fuhr ich hoch aus meinem Traum. Verschlafen sah ich auf die Uhr. Um 8 Uhr morgens. Großartig. Aus dem Augenwinkel konnte ich Toshi erkennen, der neben meinem Bett stand.
„Wir sollten reden.“
„Worüber?“, nuschelte ich verschlafen.
„Es geht das Gerücht rum, dass du das ganze Karasunoteam.“ er pausierte kurz. „Du weißt schon… durchnehmen würdest.“ Ach? Tat ich das?
„Und was willst du jetzt von mir? Willst du wissen, ob das stimmt?“, gähnend streckte ich mich. Toshi beobachtete mich kurz dabei.
„Stimmt es denn?“, ernst betrachtete er mich.
Es war ganz gewiss nicht die Uhrzeit, um über so ein dummes Gerücht zu reden.
„Gerüchte beinhalten immer Lügen und Wahrheiten. Wenn du denkst, ich würde es machen, dann ist das dein Problem. Reim dir meinetwegen zusammen, was du willst. Aber ich werde jetzt weiterschlafen.“, genießend kuschelte ich mich wieder in mein Kissen. Unter der Decke war es so schön warm.
Mit einem Ruck zog Toshi mir die Decke weg, sofort fing ich an vor Kälte zu Erschaudern.
„Man“, jammerte ich.
„Was denkst du wie ich dastehe, wenn rum erzählt wird, dass meine Schwester mit ganz Karasuno“, wieder setzte er kurz aus. Toshi mochte es nicht vulgär zu reden. „Du wirst da nicht mehr hingehen.“
„Hatte ich auch nicht vor. Kann ich jetzt weiterschlafen?“, genervt sah ich ihn an.
Er warf mir meine Decke wieder zu. Bewegte sich jedoch nicht einen Millimeter von der Stelle.
„Sag schon, wer ist es von den talentlosen Spielern?“
„Du nervst gewaltig und dass auch noch so früh am Morgen.“ Seufzend fuhr ich mir durch die Haare. Ich musste sie dringend waschen. Nachgebend ließ ich meine Hände auf die Decke fallen.
„Mach dir keinen Kopf darum. Er hat mich abgewiesen, deshalb werde ich da auch nicht mehr hingehen.“
Nickend nahm er es zur Kenntnis und ging aus meinem Zimmer. Wieder in die Decke kuschelnd, versuchte ich weiter zu schlafen. Das ich einen Traum von Tsuki hatte, hatte ich schon wieder komplett vergessen.

„Also,Tsuki“, es war schwer sich mit ihm zu unterhalten. Er schien gar kein Interesse zu haben mit mir zu reden. Schlürfend nahm ich einen Schluck von meinem Früchtesmoothie. Dieses Date-was ja keins war- würde nicht gut enden.  Wir gingen durch einen Park und hatten uns davor etwas zu trinken geholt. Da es Heute ein relativ warmer Herbsttag war, konnte man die Jacken Zuhause lassen und in einem Pullover spazieren gehen. Zur Abwechslung trug ich heute ein relativ schlichtes Kleid. Nichts Besonderes. Tsuki hingegen hatte ein rot kariertes Hemd an, was ihm wirklich gut stand. Damit sah er rockig aus, trotz seiner Nerdbrille.
Der kleine Bad Boy ging still neben mir. Es war nicht unbedingt unangenehm neben ihm, jedoch hatte ich was anderes erwartet.
„Wir sind da.“,überrascht sah ich mich um. Wo waren wir da? Außer einer Wiese und einem kleinen Teich konnte man nichts sehen. Besonders viele Menschen waren auch nicht hier. Wenn ich ehrlich war kein Einziger.
„Schön hier, und was jetzt?“
„Nichts, wir setzen uns ins Gras und genießen den Tag.“
„Ah ja.“, enttäuscht war ich schon.
„Aw, gefällt es der Prinzessin nicht , nicht schick ausgeführt zu werden?“, spöttisch zog er seine Augenbraue hoch.
„Das ist es nicht. Ich dachte einfach nur das… ist auch egal“, was hatte ich erwartet? Rosen? Diamanten? Gott, wir waren nicht in einem Shojomanga.
Genießerisch legte er sich ins Gras, ein Bein angewinkelt, während ich mich setzte. Ich beobachtete ihn eine Weile und spielte nebenbei gedankenverloren mit dem Gras. Er hatte eine schöne Nase. Sie war gerade und nicht zu groß. Sie hatte etwas von einer Stubsnase. Auch seine Wimpern waren beeindruckend. Sie waren zwar blond und kaum sichtbar, jedoch unglaublich lang. Er hatte seine Augen geschlossen, schien es ernst zu meinen als er meinte, er würde den Tag genießen wollen. Etwas gelangweilt, stellte ich den Smoothie zur Seite und legte  mich kopfüber neben ihn. Unsere Gesichter auf einer Höhe. Von nahem konnte man erkennen, dass seine Wimpern nicht nur eine Nuance hatten. Es war eine Mischung aus verschiedenen Blondtönen. Allerdings machte es die Brille schwer, überhaupt noch was von den Augen zu erkennen.
„Machst du das öfters?“ er drehte sich zu mir und sah mir somit in die Augen. Unsere Gesichter waren nur wenige Zentimeter voneinander entfernt, was ihn zu überraschen schien.
„Manchmal.“, murmelte er. Seine Augen bohrten sich in meine. Das schöne Haselnuss seiner Augen, glänzte im Licht der Mittagssonne.

Eine Stunde verging und nichts hatte sich geändert. Bis auf die Tatsache, dass Tsuki eingeschlafen war. seine Atemzüge waren ruhig und regelmäßig. Sein Brustkorb bewegte sich auf und ab. Die kurzen Haare fielen ihm ins Gesicht. Störte ihn nicht seine Brille?
Seufzend verschränkte ich meine Arme hinter dem Kopf. Was hatte ich mir von ihm erhofft? Ich meine, ich war aufgeregt und wollte ihm abnehmen, dass er, naja dass er es ernst meinte. Aber nichts seiner Aktionen deutete daraufhin, dass er mich überzeugen wollen würde. Nicht mal seine Entschuldigung, konnte ich ihm so abnehmen oder verzeihen.
Nachdenklich sah ich in den leicht bewölkten Himmel an. Das schöne Blau, dass umrandet wurde von Wolken, bildete einen schönen Kontrast zu dem umherwehenden Blättern, die von den Bäumen vielen.
Tsuki bewegte sich kurz und drehte sich in meine Richtung. Mit verschlafenen Augen sah er mich an.
„Du bist also nicht weg gerannt.“, stellte er fest.
„Wieso hast du mich getestet?“
„Vielleicht“, nuschelte er müde, kurz darauf folgte ein Gähnen. Gespannt beobachtete ich ihn.
„Also“
„Also was?“, belustigend sah ich ihn an.
„Erzähl mir was von dir.“ Erneut ein Gähnen seinerseits.
Ich zog eine Augenbraue hoch. „Damit du dabei einschlafen kannst?“
„Nein“, fest sah er mir in die Augen. „Ich will dich besser kennen lernen.“
„Frag mich doch endlich, was du fragen willst.“,
„Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll.“, murmelte er. Nachdenklich sah er mich an.
„Gut, dann frag ich dich eben was.“ Nickend bestätigte er mir, dass ich beginnen konnte.
„Wieso interessierst du dich für mich?“, neugierig beobachtete ich seine Mimik.
Ernst sah er mich an. „Im Gegensatz zu Yamaguchi, mag ich Mädchen die impulsiv sind.“, nachdenklich fuhr er fort. „Deine Aktionen sind dumm und riskant als würdest du nicht nachdenken und am aller schlimmsten ist dein riesen Mundwerk“
„Eh“, fassungslos sah ich ihn an. Mochte er mich oder hasste er mich jetzt? Da soll mal jemand durchsehen.
„Aber-“, er pausierte kurz. „Du bist auch schlagfertig, amüsant, mutig und selbstsicher und genau das finde ich attraktiv an dir.“
„Ich bin nicht so selbstsicher, wie du denkst. Es gibt Momente, an denen auch ich verzweifle.“
„Hm“, murmelte er nachdenklich.
„Was gefällt dir an meinem Aussehen?“
„Wird das jetzt eine einseitige Fragerunde?“, spöttisch hob er eine Augenbraue. Irgendwie schien mich seine Art gar nicht mehr so sehr zu stören.
„Ja“, betonte ich sanft. „Also?“
„Ich habe nicht gelogen als ich meinte, dass du nicht gerade hässlich bist. Du bist sogar sehr ansehnlich.“
„Es überrascht mich das du … du so ehrlich bist.“ Fasziniert sah ich ihn an. Tsuki war auch wirklich nicht hässlich. Ich stand zwar nicht auf blonde Haare. Aber ihm standen sie wirklich gut.   Einen Moment verlor ich mich in seinen Augen und ihm schien es nicht anders zu gehen. Bis ich merkte, dass er sich bewegte und ich seine Hand an meinem Hinterkopf spürte. Sanft massierten sie ihn und strichen durch mein langes Haar. Er schien damit zu spielen.
Es war ein schöner Augenblick, an dem die Zeit still stand. Vielleicht konnte ich mich wirklich auf ihn einlassen und ihm mein Vertrauen schenken.  Vielleicht könnte es mit ihm funktionieren und vielleicht würde ich mich in ihn verlieben. Er ist sanft zu mir, auch wenn er manchmal impulsiv handelte, so wie ich. Und irgendwie war er auf seine eigene Art süß. Ich musste es zu geben, ich fing an ihn zu mögen und das Spektakel  von letztens schien auch keine große Rolle mehr zu spielen.
Vorsichtig zog ich ihm die Brille aus dem Gesicht. „Kannst du noch was sehen?“, flüsterte ich ihm zu.
„Nur verschwommen.“
„Hm.“, summte ich. Leicht beugte ich mich zu ihm und legte meine Lippen für einen sanften Kuss auf seine. Es war ein unschuldiger Kuss. Vielleicht, wollte ich ihn einfach die Bestätigung geben, dass ich genauso empfand wie er, auch wenn ich gar nicht wusste, wie es ihm ging.
„Wofür war das denn?“, flüsterte er mir nahe meiner Lippen zu.
„Ich weiß auch nicht“, mein Haar viel ihm ins Gesicht. „Das war relativ spontan“, gab ich zu.
Seine Hand fand erneut den Weg an meinem Hinterkopf und zog mich somit zu sich. Seine weichen Lippen fanden wieder meine. Massierten sie mit leichten Bewegungen. Es war angenehm und schien mich  nicht im geringsten zu stören. Aber was waren wir jetzt? Wir kannten uns ja kaum und sollte man, wenn man nicht verliebt war, eine Beziehung eingehen?
Nachdenklich biss ich mir auf die Lippe. Dass ich ihn mochte, musste ich ja zugeben aber reichte das dafür?

„Hattest du schon mal eine Freundin?“, neugierig betrachtete ich ihn. Mittlerweile war es Abends und wir gingen nebeneinander den Weg zum Hauptbahnhof entlang. Seine Hände waren in seiner Hosentasche versteckt, während sein Blick grade aus gerichtet war.
„Natürlich, im Gegensatz zu Hinata und Kageyama, stehen die Frauen auf mich.“
„Pff“, stieß ich belustig aus. „Dein Selbstwertgefühl hätte ich ja gerne.“
„Und…“, verlegen sah ich zur Seite. „Wie weit seid ihr gegangen?“
Amüsiert sah er mich an. „Nicht so weit wie du denkst. Meine letzte Beziehung war vor zwei Jahren. Ich würde nicht behaupten, dass man mit 14 alt genug dafür ist.“
Kurz wurde es still zwischen uns.
„Und du?“, fragte er etwas unsicher.
„Einen aber nicht wirklich lange, muss ich zugeben, vielleicht eine Woche. Aber so wirklich hatte er mein Interesse nicht geweckt. Am Anfang ja aber umso mehr ich ihn kennengelernt habe umso weniger wurde es.“
„Und wie ist es bei mir?“, seine Augen bohrten sich förmlich in meine. „Interessierst du dich für mich?“
Verlegen strich ich mir eine Haarsträhne hinters Ohr. „Vielleicht.“
„Wir sind da.“, meinte er sanft.
„Ja“, nuschelte ich.
„Wann haben wir unser zweites ´nicht Date´?“, fragte ich amüsiert.
Lachend nahm er meine Hand. Streichelte wieder mit dem Daumen sanft über sie.
„Nächste Woche.“, meinte er. „Da habe ich Geburtstag.“
Überrascht sah ich ihn an. Wollte er seinen Geburtstag mit mir feiern?
„Willst du kommen?“, sanft sah er mir in die Augen. Ein Kribbeln ging durch meinen Bauch. Waren das Schmetterlinge?
„Ja.“, antwortete ich. Und da war es das Lächeln nach dem ich mich gesehnt hatte. Es war echt, kein höhnisches, kein spöttisches Grinsen. Ein echtes wahres Lächeln, dass er mir schenkte und wenn er mich so ansah, hatte ich das Gefühl, Wachs unter seinen Händen zu sein. Gott, was war das nur?

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Gestern ist mir etwas peinliches passiert.  Da ich die Kapitel immer vorschreibe, saß ich an Kapitel 15, wo es naja etwas heißer zur Sache ging. Meine Mutter war zu Besuch und hat sich erstmal das Kapitel durchgelesen. GOTT WAR DAS PEINLICH! Wer will schon das seine eigene Mutter ne Sex Szene ließt :´)
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