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Herr, gib mir die Gelassenheit eines Stuhls - Er muss ja auch mit jedem Arsch zurecht kommen.

GeschichteDrama, Humor / P18 / Gen
OC (Own Character) Tendou Satori Tsukishima Kei Ushijima Wakatoshi Yamaguchi Tadashi
18.11.2018
30.12.2020
61
166.303
56
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18.06.2020 2.948
 
Müde öffnete ich die Augen. Es dauerte etwas bis ich mich an die Morgensonne gewöhnt hatte. Ich spürte, wie jemand seine Arme um mich geschlungen hatte. Lächelnd drehte ich mich in seinen Armen. Tendou schlief noch. Er sah süß aus beim Schlafen. Seine hoch gegelten Haare waren verwuschelt. Seine langen Wimpern berührten seine Wange. Ich war neidisch, dass Männer immer lange Wimpern hatten. Aber bei Tendou war es anders als bei Tsuki. Tsukis Wimpern hatten verschiedene blonde Nuancen und Tendou Wimpern waren nicht  schwarz aber seine Augen waren von einem dunklen braun umrundet. Vorsichtig zog ich meine Hand aus der Decke, fuhr die Konturen seines Kiefers entlang. Seine Stoppel waren nachgewachsen. Man konnte einige sogar sehen. Manche waren ziemlich hell, andere eher dunkler. Ich wusste nicht, wieso, aber ich fand Tendou stand kein Bart. Sexy waren die Stoppel schon. Ich mochte es, wie sie mich beim Küssen kitzelten und kratzten.
Tendou bewegte sich und zog mich näher an seine Brust. Auch da waren einige haare zusehen. Ob er sich die auch abrasierte? Ich hauchte ihm einen Kuss dagegen.
„Hm“, brummte er.
Kichernd machte ich weiter mit den Küssen.
„Hm“, summte er dieses Mal. „Saya. Ich will schlafen“
„Guten Morgen mein Hübscher“, begrüßte ich ihn als er die Augen öffnete.
„Ist das ironisch gemeint?“, er gähnte und hielt sich die Hand vor den Mund.
„Nein, ich habe gerade nur festgestellt, dass du wirklich gut aussiehst.“, kicherte ich als er begann mich zu kitzeln.
„Da habe ich aber schon anderes gehört.“, brummte er.
Ich schnappte nach Luft als er aufhörte und mich wieder in seine Arme  zog. „Das sind Idioten und wissen nicht, wie charmant du bist.“, kommentierte ich. „Hast du gut geschlafen?“, ich zeichnete auf seiner Brust Herzchen. Er bekam eine Gänsehaut.
Er brummte wieder, hob sein Becken und zog mein Kuscheltier Affen heraus. Skeptisch sah er ihn an. „Ich habe mich schon gewundert, worauf ich liege. Wieso hast du ihn mit?“
Ich versteckte mein Gesicht an seiner Brust. „Ich wollte was von dir haben.“, gestand ich verlegen.
Tendou zog meinen Kopf zu sich, küsste mich. Seine Hände fuhren zwischen meine Beine. Ich spannte sie an. „Satori das geht nicht.“
„Wieso“, er machte keine Anstalten aufzuhören und versuchte wieder zwischen meine Beine zu gelangen. „Willst du nicht?“
Ich hatte an sich nichts gegen Morgensex. Ja, der Mundgeruch war nicht unbedingt geil, aber darum gings ja eigentlich auch nicht.
„Ich bin eine Frau“, versuchte ich zu erklären.
„Ja, ich weiß. Sonst würde ich nicht versuchen mit dir schlafen zu wollen.“, er küsste mich intensiv und legte sich auf mich.
„Ja und Frauen haben einmal im Monat?“
Belustigend sah er mich an. „Sex?“ Ich schnipste ihm gegen die Stirn. „Aua!“, jammerte er.
„Du bist so ein Idiot. Du weißt was ich meine“
„Tampon oder Binde?“
„Tampon“, antwortete ich verwirrt. Wieso wollte er das wissen?
„Gut“, er verschwand unter der Decke und positionierte sich zwischen meine Beine. Ich versuchte sie zu zudrücken, aber er war stärker. Wollte er kontrollieren, ob ich meine Tage wirklich hatte? War er bescheuert? Aber ehe ich weiterdenken konnte, merkte ich wie seine Zunge über meinen Kitzler fuhr.
„Satori“, jammerte ich. Mir war das wirklich unangenehm. Er müsste den Tamponfaden doch sehen. Fand er es nicht eklig an mir rumzulecken, wenn ich meine Tage hatte?
Aber es schien nicht so und er machte einfach in Ruhe weiter bis ich kam. Als er aus der Decke wiederauftauchte, leckte er sich gierig über die Lippen. „Hm“, summte er.
Ich weiß nicht, wieso, aber es war mir peinlich. Ich spürte wie mein Gesicht ganz heiß wurde. Ich vermutete ich wurde rot.
Lachend legte er seine Stirn gegen meine. Ich konnte ihm nicht mal in die Augen sehen vor Charm. „Ist dir das unangenehm?“, grinste er frech.
„Es“, stammelte ich verlegen. „Es ist nicht gerade“, ich pausierte, um die richtigen Worte zu finden. „Es ist peinlich. Du sollst nicht sehen, dass ich aus meiner Muschi blute.“
„Habe ich doch gar nicht.“, er drückte mir einen Kuss auf die Lippen, rieb seine Nase sanft an meiner.  „Ist doch gut, dass du deine Menstruation hast.“, wieder küsst er mich. „So weiß ich, dass du erstes nicht schwanger bist und zweitens, dass du es werden kannst.“
Ich legte meinen Arm über meine Augen. Gott, wie sind wir jetzt zu dem Thema Kinder gekommen.
Er legte sich komplett auf mich, sein Gesicht war in meiner Halsbeuge versteckt. Ich konnte seinen Atem spüren, wie er über meine Haut glitt. Ich spürte wie meine Härchen sich aufstellten. An der Halsbeuge war ich ganz empfindlich.
„Apropos schwanger. Meine Mum ist schwanger“
Fassungslos hob er seinen Kopf wieder und sah mich an. „Was?“
„Sie ist schwanger“, wiederholte ich.
„Oh Gott“, er legte sich neben mich und legte ebenfalls seinen Arm über die Augen. „Einen Augenblick dachte ich, du sagst mir du bist schwanger.“
Amüsiert zog ich eine Augenbraue hoch. „Wäre das so schlimm für dich?“
„Nein, das nicht. Ich habe zwar gesagt, dass ich Kinder will, nur“, er pausiert, „Jetzt eben nicht.“, betonte er.
Einen Moment fühlte ich Trauer. Würde er wollen das ich abtreibe, wenn ich schwanger gewesen wäre? Würde er es behalten wollen? Aber eigentlich hatte ich keinen Grund zu trauern. Ich selbst wollte noch gar keine Kinder. Ich wusste nicht mal, ob ich überhaupt welche bekommen wollte.
„In welchem Monat ist sie? Und weiß Wakatoshi das? Welches Geschlecht?“, er drehte sich neugierig zu mir.
„Ich“, nachdenklich sah ich ihn an. Dad hatte eigentlich nichts davon erwähnt. War ich die einzige die das wusste? „Ehrlich gesagt: keine Ahnung.“
„Freust du dich denn?“, besorgt sah er mich an. Ich fragte mich wieso. Sah ich aus als würde es mir nicht gefallen? Ich wusste ja selbst nicht, was ich davon halten sollte. Ich antwortete ihm nicht.
Er nahm sich meine Hände in die Hand und hauchte mir ein paar küsse darauf. „Ich glaube du wärst eine super Schwester“, versuchte er mich aufzuheitern.
„Denkst du?“, verunsichert sah ich ihn an.
„Ja“, meinte er sanft. „Und wir haben ein Testbaby“, grinste er frech.
„Idiot“, schmunzelte ich.

Auf dem Weg zu Tendous Wohnung hatten wir uns Frühstück gekauft. Beinahe wurden wir erwischt als mein Trainer angeklopft hatte und gefragt hatte, wann ich heute wieder zurück sein würde. Ich hatte bevor ich die Tür aufgerissen hatte, panisch unsere Klamotten zusammengesammelt und unter der Bettdecke versteckt. Ich war panisch als ich ihn vor der Tür sah. Tendou war zum Glück im Bad.  
„Hier die Farbe“, erschrocken drehte ich mich zu ihm. Er musste über mein Verhalten schmunzeln. „hast du geträumt?“
„Ja“, gab ich zu. Ich sah auf die weiße Farbe. „Und du streichst das Schlafzimmer noch mal nach?“
„ja“, bestätigte er mir nickend „Die dumme rote Farbe will einfach nicht decken.“ Er nahm sich den anderen Eimer, den er auf den Boden gestellt hatte, die wohl rot zu sein schien. Er seufzte einmal laut. „Ich hoffe, dass ich nur noch einmal streichen muss, die Farbe geht mir echt auf die Nerven.“
Schmunzelnd gab ich ihm einen Kuss. „Gib dein bestes.“
Er lachte. „Du meinst beim Streichen?“
„Ja“, nickte ich. „Ich kann doch nicht schaden“, ich küsste ihn noch mal als ich mich dann von ihm abwandte. Ich nahm mir die Leiter und den Eimer. Tendou streichelte noch einmal über meinen Po bis er sich dann widerwillig ins Schlafzimmer begab. Den Eimer platzierte ich auf der Leiter, dann stieg ich ebenfalls rauf. Ich hasste Leitern. Immer bekam ich Angst zu fallen, weil sie wackelte. Oben angekommen setzte ich mich auf die letzte Stufe und positionierte den Eimer zwischen meine Beine, öffnete ihn. Beinahe wäre die Pinselrolle vom Deckel gefallen, aber ich konnte sie gerade noch so auffangen. Ich tunkte ihn in die Farbe und begann die Deckenwand zu streichen.
Aber ich kam nicht davon ab, nachdenklich zu werden. Ich dachte über vieles nach aber hauptsächlich an Tendou und irgendwie doch noch an Tsuki. Ich verglich sie miteinander. Und mir viel ein Schema auf, auf das ich wohl stand. Scheinbar mochte ich große Männer, die eher ziemlich schlank gebaut waren. Auch die braunen Augen hatten sie gleich. Tsukis waren zwar heller, aber Tendou stand ihn in nichts zurück. Was sie unterschied war Tendous Ausgelassene Art. Tendou war nicht wie Tsuki immer angepisst oder wütend über die Worte, die ich sagte. Eigentlich war ich momentan zufrieden mit Tendou. Ich würde sogar behaupten, ich war glücklich mit ihm. Er behandelte mich ganz anders als Tsuki. Bei ihm war ich mir sicher, dass er mich liebte. Ich fühlte mich zu mindestens wirklich geliebt von ihm. Und seine Art mit mir zu reden und mit mir umzugehen, zeigte es mir. Auch beim Sex spürte ich, wie sehr er darauf achtete, dass wir beide unseren Spaß hatten. Bei Tsuki war das anders. Bei ihm war ich mir immer noch nicht sicher, ob er mich überhaupt mal geliebt hatte. Er hatte immer behauptet er würde sich nur für mich interessieren, wobei er einmal auch gesagt hatte, dass er sich in mich verliebt hatte.
Aber…, dass war es ja. Immer hat er mich unsicher gemacht, mich klein gemacht und verleugnet. Er hatte mit meinen Gefühlen gespielt und oft egoistisch gehandelt. Für ihn gab es kein wir. Für ihn gab es nur sich. Eigentlich sollte mich das deprimieren, aber es tat es nicht. Ich hatte das Gefühl dank Tendou über ihn hinweg zu sein. Nicht, dass ich Tendou letztendlich doch dafür ausgenutzt hatte. Es war einfach so passiert. Ich dachte weniger an ihn und dafür immer mehr an Tendou. Und außerdem hatte Tsuki im Nachhinein recht gehabt. Den Sex, den wir hatten, war nur halb so gut, wie der den ich mit Tendou hatte. Das lag aber auch daran das Tsuki nur bei meinem ersten Mal darauf geachtet hatte, dass es mir gefiel. Danach ging es hauptsächlich um ihn. Hauptsächlich er war gekommen, um mich scherte er sich einen Dreck.
„Nicht erschrecken“, es legten sich plötzlich Arme von hinten um mich. Ich konnte Tendous Kopf an meinem Unterrücken spüren.
„Bist du schon fertig?“, ich nahm eine seiner Hände, die um mich geschlungen waren und verschränkte sie mit meinen.
„Ja und du?“
Ich sah mir die Zimmerdecke an und musste feststellen, dass ich noch ein wenig was zu tun hatte. „In ner stunde vielleicht“
„Soll ich dir helfen?“
„Nein, alles gut. Besorg du mal besser was zu essen. Danach können wir den untapezierten Teil streichen im Wohnzimmer.“
„Zum Glück ist es nur eine Wand“, seufzte er erschöpft. Ich zog unsere verschränkten Finger zu meinem Mund und küsste seine Hand. „Hast du gut gemacht“, murmelte ich dagegen.
„Du weißt doch gar nicht, wie es aussieht“, in seiner Stimme war Belustigung zu hören. „Woran hast du gedacht, dass du nicht gemerkt hast, dass ich da bin?“
Ich drehte mich vorsichtig zu ihm. Die Leiter wackelte ein wenig dabei. „An dich. Und…, dass ich glücklich mit dir bin.“ Mein Herz schlug höher als ich sein Gesicht sah. Er lächelte nicht oder grinste glücklich, er sah mich einfach nur ernst an. Freute er sich nicht darüber?
„Saya?“
„Huh?“
„Ich habe Angst, dass du mich sitzen lässt, sobald er dich wieder zurückwill“, gestand er traurig.
Ich stieg von der Leiter herunter. „Satori“, vorwurfsvoll sah ich ihn an.
Sein Blick war auf den Boden gerichtet. Einen Augenblick überkamen mich Selbstzweifel, dann Schuldgefühle. Ich hatte schon einmal daran gedacht es zu tun. Was wenn ich es wieder tun würde? Wollte ich Tsuki eigentlich wiederhaben? Ich überlegte einen Moment und kam zu dem Entschluss, dass ich ihn definitiv nicht mehr sehen wollte, noch mit ihm zusammen sein wollte. Nicht nach dem er mich betrogen hatte. Irgendwann war auch Schluss. Und da war meine Grenze. Wer mich betrog konnte zur Hölle fahren. Ich war doch nicht dumm und würde ihn einfach nach der ganzen Sache zurücknehmen.
„Ich habe Angst, dass das einfach nur ein Traum ist und ich bald wieder wach werde.“
Ich nahm ihn in den Arm und zog seinen Kopf auf meine Schulter. Sanft fuhr ich ihm beruhigend durchs Haar. „Das ist kein Traum, Tendou. Ich steh live und in Farbe vor dir. Wir sind seit 3 Wochen zusammen. Und was das mit Tsuki betrifft“, ich überlegte wie ich die Worte richtig formulierte. „Ich will ihn gar nicht mehr zurück. Wirklich nicht.“, sprach ich einfühlsam auf ihn ein. „Vorhin ist mir erst wieder eingefallen, wie er mich behandelt hat und dass ich mir immer gewünscht hatte, dass er wie du ist.“, gestand ich. „Aber jetzt habe ich doch den richtigen leibhaften Tendou vor mir. Also Satori-„ er hob seinen Kopf und presste seine Lippen auf meine unterbrach mich so mit.

„Willst du nicht eine Jogginghose von mir anziehen? Dann machst du deine Kleidung nicht dreckig“
„Hättest du das nicht vorhersagen können, bevor wir angefangen hatten zu streichen?“, meinte ich sachlich.
„Vielleicht“, schmunzelte er. „Aber vielleicht will ich dich einfach in meinen Sachen sehen.“
„Ach“, schmunzelte ich. „Dann los gib mir deine Sachen.“
Er küsste mich ehe er aufstand und mir die Sachen brachte. Es war eine dunkle Jogginghose mit weißen Farbflecken und scheinbar ein altes T-Shirt von ihm. Ich machte mir nicht die Anstalten mich woanders umzuziehen, immerhin hatte er mich schon oft genug nackt gesehen.
„Und?“, fragte ich dann als ich mich fertig umgezogen hatte.
Lächelnd kam er auf mich zu und hauchte mir einen Kuss auf die Lippen. „Es ist egal, was du anhast.“, schmunzelte er. „Für mich bist du immer sexy“, stellte er fest.
„Schleimer“; hauchte ich ihm gegen die Lippen. „Komm lass uns weiter machen in zwei Stunden muss ich schon wieder zurück.“
„Okay“
Ich wandte mich von ihm ab und ging auf die Farbe zu, nahm mir den Pinsel und begann die Wand zu streichen.
Tendou sah mir ein paar Minuten dabei zu und begann, dann ebenfalls an zu Steichen allerdings nicht lange denn er haute mir mit Schwung auf den Arsch. Erschrocken zuckte ich zusammen. Irgendwie war es nass am Arsch. Ich drehte mich um und duckte auf ihn. Auf meinem Hintern war ein weißer Handabdruck zu sehen.
„Ernsthaft“, böse sah ich ihn an.
Er grinste, nahm mein Gesicht in die Hand und küsste mich überschwänglich. Auch im Gesicht spürte ich jetzt Farbe.
„Man“, jammerte ich und versuchte es abzuwischen, dadurch waren meine Finger ganz weiß. Genervt versuchte ich die Farbe weiter abzubekommen, erfolglos. Aus Rache nahm ich mir meinen Pinsel, der voll mit Farbe wahr und spritzte was davon auf Tendou. Tendou wollte es nicht so hinnehmen und ahmte mich nach. So entstand eine Farbschlacht zwischen uns. Die Farbe war überall verteilt. Als ich auf ihm hinterherlaufen wollte, weil er sich versuchte aus dem Staub zu machen, rutschte ich auf der Farbe aus, die auf dem Boden verstreut war. Gerade so konnte ich mich noch an Tendou festhalten, allerdings zu spät, sodass wir beide auf dem Boden landeten.
Schmerzerfüllt stöhnte ich auf als ich merkte wie meine Hüfte schmerzte. Tendou sah nicht besser aus.
„Du bist so tollpatschig“,  beschuldigte er mich. Ich brummte nur als Antwort. Er drehte sich zu mir. Es war ein komischer Moment. Tendou und ich sahen uns einfach nur Minuten lang in die Augen. Und da war es wieder. Dieses merkwürdige Kribbeln im Bauch. Ich hatte das Gefühl, das es stärker geworden war.
Tendou streckte seine Hand aus und begann wieder meine Wange zu streicheln. Ich lehnte meine Wange gegen seine Hand. Ein Schauer überkam mich als er hauchzart darüber strich.
„Du bist so schön“
Das Kribbeln wurde stärker. Ich verstand es nicht. Er hatte es schon öfters zu mir gesagt, wieso reagierte ich jetzt so krass darauf? „Selbst mit der Farbe im Gesicht“
Er lachte. „Selbst mit der Farbe im Gesicht.“

„Tendou lass das!“, kicherte ich als er immer wieder versuchte Fotos von mir in seinen Sachen und mit Farbe im Gesicht zu machen.
„Nur ein Foto, bitte“, quengelte er. „Ich will dich als mein Hintergrund und es auf Instagram posten“
„Na gut“, brummte ich amüsiert.
Er platzierte sich hinter mich, legte die Arme um mich. „Eins mit Kuss und eins ohne“, er beugte sich zu mir runter und küsste mich auf die Wange.
„Aber nur zwei.“, pflichtete ich ihm bei. Eigentlich war es eine schöne Idee. Mit Tsuki hatte ich nie Fotos gemacht. Innerlich freute ich mich, dass Tendou das machen wollte. Erinnerungen in Fotos auffangen wollte.
„Bereit?“, fragte er als er sein Handy in Position brachte.
„Ja“, bestätigte ich und lächelte in die Kamera. Mit einem klick war das erste Foto fertig. Tendou drehte meinen  Kopf in seine Richtung und küsste mich. Ein weiteres Klick Geräusch war zu hören, aber Tendou ließ nicht von meinen Lippen ab. Er nahm meine komplett in Beschlag. Ich schmolz förmlich dahin und musste mich an seinem T-Shirt festhalten, damit ich den halt unter meinen Füßen nicht verlor. Er konnte so verdammt gut küssen.
Keuchend lösten wir und voneinander. Seine Augen funkelten gierig, verlangten nach mehr. Mein Herz machte einen Sprung, schlug doppelt so schnell weiter.

Im Hotel angekommen verabschiedete ich mich mit einem langen ausgiebigen Kuss bei Tendou. Als ich auf mein Zimmer kam, seufzte ich erstmal laut. Hatte ich mich begonnen in Tendou zu verlieben? Das Kribbeln war dieses Mal ziemlich eindeutig. Es fühlte sich anders an als sonst, wenn ich bei ihm war, intensiver, gefühlsvoller. Es war komisch, wenn ich darüber nachdachte, dass ich mich unbedingt in ihn verlieben wollte und es jetzt langsam passierte. Oder redete ich es mir ein? Wollte ich es so sehr, dass ich es mir einbildete? Wieder seufzte ich. Morgen würde das Training weiter gehen. Nur noch ein Tag dann konnte ich ausruhen und Tendou wiedersehen. Irgendwie schlug mein Herz schneller, wenn ich daran dachte ihn wieder zu sehen. Ich mochte ihn wirklich gerne.


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Sorry dass es so lange gedauert hat :/ Ich bin gerade mitten im Prüfungsstress.
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