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Herr, gib mir die Gelassenheit eines Stuhls - Er muss ja auch mit jedem Arsch zurecht kommen.

GeschichteDrama, Humor / P18 / Gen
OC (Own Character) Tendou Satori Tsukishima Kei Ushijima Wakatoshi Yamaguchi Tadashi
18.11.2018
30.12.2020
61
166.303
56
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Dieses Kapitel
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17.02.2020 2.269
 
„Tsuki, was machst du hier? Hast du nicht Training?“
Ohne die Frage zu beantworten, kam er rein ins Haus. Schweigend ging er in mein Zimmer. Fragend ging ich ihm hinterher.
„Tsuki?“
„Ich bin nur hier, um meine Sachen abzuholen.“, Hä?
„Wieso?“, ich verstand gerade nur Bahnhof. Wieso wollte er seine Sachen abholen?
Er sagte wieder nichts dazu und ging auf meinen Schrank zu, um seine Sachen aus ihm rauszuholen.
„Tsuki?“, fordernd schob ich das Schubfach wieder zu, dass er geöffnet hatte. Ich sah ich verständnislos an. Was war los?
„Was soll das?“, wütend funkelte er mich an.
„Wieso willst du deine Sachen abholen?“, irgendwie hatte ich ein ungutes Gefühl.
„Falls du es vergessen hast, ich habe mir dir Schluss gemacht! Wieso sollten meine Sachen dann hierbleiben?“, zischte er mich an.
„Ich“, wann hatte er bitte mit mir Schluss gemacht? Wollte er mich verarschen? Aber er sah nicht so aus als würde er Witze machen. „Ich versteh nicht.“
„Was ist daran nicht zu kapieren?“
„Wann hast du bitte mit mir Schluss gemacht?“, langsam wurde ich wütend. Was sollte das? Er hatte nie die Worte Schluss machen in den Mund genommen.
„Vor meinem Bruder?“, provozierend sah er mich an. „Bist du zu dumm, um das zu checken? Oder tust du nur so?“
Ich sagte nichts darauf. Ich musste erst mal die Worte verarbeiten.
„Aber wieso?“, stammelte ich. „Du liebst mich doch? Wieso machst du Schluss?“
„Ich habe dich angelogen, okay? Und jetzt lass mich meine Sachen zusammenpacken.“
„Aber“, ich zögerte. „Ich versteh nicht, wieso hast du mich angelogen?“
„Was hätte ich denn machen sollen? Wie kommst du überhaupt mir vor der Inter High so was zu sagen?!“, schrie er mich an. „Hast du die Letzen Wochen nicht gemerkt, dass ich kein Interesse mehr an dir habe? Ich liebe dich nicht! Wieso sollte ich auch?“
Tränen bildeten sich in meinen Augen. Ich hatte in letzter Zeit viel zu oft geweint. Ich presste meine Lippen zusammen. Ich wusste gar nicht, was ich sagen sollte. Was sollten dann die Rosen? Spielte er nur mit mir?
„Wieso schickst du mir dann täglich Rosen?“, schrie ich ihn wütend an.
„Welche Blumen? Bildest du dir jetzt was ein? Ich kann ja verstehen, dass du nicht Schluss machen willst. Aber akzeptier es einfach. Du bist mir egal geworden.“
Das tat weh. Was hatte sich verändert? Wieso wollte er Schluss machen? Weil er nichts mehr für mich empfand? Weil er mich nicht liebte?
Tsuki packte seine Sachen zusammen. Ich saß still neben ihm. Ich wusste überhaupt nicht, was ich machen sollte. Sollte ich ihn aufhalten? Aber wenn er wirklich gehen wollte, dann sollte er gehen. Wieso wollte er mich nicht mehr? War ich plötzlich nicht mehr gut genug für ihn? Ich… Ich verstand einfach gar nichts.

Tsuki stand auf, er hatte fertig gepackt. Seine Tasche nahm er über die Schulter. Er sah mich noch einmal an. Aber nichts war in seinem Blick zu sehen. Er wirkte einfach nur genervt. Ohne ein Wort ging er einfach aus meinem Zimmer. Einige Sekunden später hörte ich die Haustür in den Rahmen fallen. Er war gegangen.
Ich saß weiterhin an meinem Schrank gelehnt. Ich konnte die Information nicht verarbeiten. Was war daran so schlimm, wenn er mich nicht mehr liebte? Oder überhaupt geliebt hatte? Es konnte sich doch noch entwickeln. Aber wieso machte er dann Schluss? War das nur wieder eine Laune von ihm?

Am nächsten Tag lauerte ich an der Karasuno auf ihn. Als er mich sah wirkte er gleich genervt.
„Was willst du noch hier?“, fragte er mich direkt. „Wir zwei haben nichts mehr miteinander zu tun“
„Ich.. du liebst mich zwar nicht, aber das kann sich doch noch entwickeln. Ich meine, ich habe mich auch nicht gleich in dich verliebt und… naja lass mich dich einfach von mir überzeugen.“
Er seufzte genervt. „Ich liebe dich nicht, Saya. Oder sollte ich dich wieder Takeda-san nennen? Es wird sich nichts mehr entwickeln. Wir waren vier Monate zusammen. Denkst du nicht bis dahin sollte ich merken, ob ich dich will oder nicht? Ich habe mich dazu entschieden, dass es aus zwischen uns ist. Da läuft nichts mehr. Verstanden?“
„Nein, ich verstehe es nicht!“, keifte ich ihn an. „Wenn ich dir so egal bin. Wieso bist du dann extra zu mir gekommen? Wieso schickst du mir Blumen? Wieso sagst du, dass du mich liebst? Wieso hast du überhaupt mit mir geschlafen, wenn ich dir gar nichts bedeute?“
Er sah kurz zur Seite bis seine braunen Augen sich in mich bohrten. „Hör mir jetzt genau zu. Ich habe dir nie Blumen geschickt. Ich habe nur mit dir geschlafen, weil du mich interessiert hast. Und ja ich mochte dich eine Zeit lang wirklich gerne, aber das wars auch. Gefühle vergehen.“
„Aber sie können auch wiederkommen!“
„Wieso bist du so hartnäckig?!“, keifte er.
„Weil ich dich liebe!“, keifte ich zurück.
„Ich habe eine andere!“, sagte er plötzlich. „Ich wollte es dir eigentlich nicht sagen, aber dir ist scheinbar nicht mehr zu helfen. Komm damit klar, dass es aus ist. Es wird kein wir mehr geben.“
Für mich brach eine Welt zusammen. Er hatte eine andere? Hatte er mich betrogen? Hatte er deswegen keine Zeit mehr für mich? Ignorierte er mich deswegen? War er deswegen so abweisend zu mir?
„Du hast eine andere.“, wiederholte ich seine Worte.
„Ja“, bestätigte er.
„Du hast mich betrogen?“, Tränen liefen mir die Wangen hinunter. Ich war so enttäuscht von ihm. Wie konnte er mir das antun? Was hatte ich ihm getan?
„Ich habe dich nicht betrogen!“, versicherte er mir ernst.
„Wer ist es?“, Wer zum Teufel war die Schlampe, die mir meinen Tsuki weggenommen hatte? „Es ist das Mädchen, was du geküsst hast, oder? Naomis Cousine?“
„Ja“
Ich presste meine Lippen zusammen, und nickte. „Alles klar. Dann brauch ich das nicht mehr.“, ich riss mir die Kette mit unseren Namen vom Hals. Es tat kurz weh, aber es war nur halb so schlimm. Mein Herz schmerzte mehr. Viel mehr. Ich schmiss ihm die Kette ins Gesicht, drehte mich um und ging. Ich wollte ihn nicht sehen. Er hatte mich einfach ersetzt. Wieso hatte er das getan? War ich ihm nicht mehr gut genug? Hatte ich ihm je etwas bedeutet oder hatte er mich die ganze Zeit angelogen? Hatte er mich die ganze Zeit über verarscht? Ich blieb am Straßenrand stehen. Ich war mittlerweile einige Minuten von der Schule entfernt. Ich kniete mich hin und begann zu weinen. Wieso brach er mir das Herz? Was stimmte mit mir nicht? Wieso wollte er mich nicht mehr? Ich weinte jämmerlich. Ich hätte nie gedacht, dass es so weh tun würde, wenn die Person, die man liebte mit einem Schluss machte. Wenn sie einen nicht zurück liebte und ihm eigentlich egal geworden war.

Mittlerweile war eine Woche vergangen. Durch die Suspendierung hatte ich viel zu viel Zeit, um über die Sache nachzudenken. Ich weinte täglich. Täglich fragte ich mich was ich falsch gemacht hatte, um diese Beziehung zu zerstören. Hätte ich Abstand von Tendou nehmen sollen? Hätte das was zwischen uns geändert? Ich hasste mich selbst dafür, dass ich es nicht geschafft hatte, die Person zu halten, die ich liebte. Er hatte mich nie geliebt, sonst hätte er sich nicht einfach eine andere gesucht, die ihm gefiel. War er mittlerweile mit ihr zusammen, während ich ihm nachtrauerte? Es waren alles Fragen, die ich nicht beantworten konnte und eigentlich auch nicht beantwortet haben wollte. Eigentlich war das alles egal. Ich konnte nichts mehr daran ändern und dennoch machte ich mir immer noch Gedanken darüber was wäre, wenn? Wenn ich ihm mehr Zeit gewidmet hätte? Wäre es vielleicht besser geworden ihn von Anfang an abzuweisen? Hätte ich mich nicht in ihn verliebt, dann würde ich nicht mehr so leiden. Ich brachte es nicht mal übers Herz seine Nummer zu löschen. Gemeinsame Fotos hatten wir nicht aber die Erinnerungen an unsere Zeit machte mich fertig. Ich vermisste ihn so. Machte er sich überhaupt noch Gedanken um mich?
Es klopfte. Tendou kam rein in seiner Hand hielt er einen Teller mit meinem Lieblingskuchen.
„Ich habe dir etwas mitgebracht.“
Den anderen hatte ich erzählt, dass ich mich schlecht fühlte, weil alle bald wegwarfen, aber das war nur ein kleiner Teil und eine Notlüge. Ich wollte nicht, dass sie wussten was Sache war. Ich wollte nicht bemitleidet werden.
„Ich habe keinen Hunger.“
„Du musst was essen, Saya. Deine Mutter meint, dass du seit Tagen nichts gegessen hast. Du hast sogar abgenommen.“
„Ist doch gut, dann bin ich so dünn wie alle Japanerinnen.“
„Ich habe dir schonmal gesagt, das Kurven sexy sind. Keiner möchte einen Knochen als Freundin und da stimmt Tsukishima mir sicher zu.“
Bei seinem Namen zuckte ich zusammen. Ich wollte das nicht hören. Ich wollte seinen Namen nie wieder hören.
Ich nahm mir den Kuchen, stopfte mir ein Stück in den Mund. Er schmeckte nicht so gut wie sonst. Er schmeckte falsch.
Tendou sah mich besorgt an. Er wusste, dass irgendetwas nicht stimmte, aber er sagte nichts dazu. Ich war ihm dankbar, dass er nicht nachhackte. Ich wollte nicht darüber reden. Ich würde nur wieder in Tränen ausbrechen.
„Ich habe noch etwas für dich.“, er nahm seinen Rucksack und öffnete ihn. Er zog eine Rumflasche heraus. „Alkohol lässt Sachen vergessen.“
Ich schnappte mir den Alkohol und leerte ihn zur Hälfte. Tendou sah mich nur überrascht an aber sagte nichts dazu.
„Und besser?“
„Nein“, kommentierte ich.
„Warte eine halbe Stunde bis es wirkt“, schmunzelte er. „Dann frag ich dich noch mal.“
Ich nickte. Ich fragte mich, wann ich wieder Lächeln konnte. Ich hatte das Gefühl es seit Jahren nicht mehr getan zu haben. Tendou legte sich zu mir aufs Bett. Wir beide starrten die Zimmerdecke an.
„Ist es okay für dich, wenn ich auch was trinke?“, fragend wandte er sich zu mir.
Ich nickte. Auch wenn ich den Alkohol für mich haben wollte.
„Keine Angst, ich habe noch eine Flasche von meinen Eltern gestohlen.“, schmunzelnd nahm er einen Schluck. „Willst du darüber reden? Habt ihr Streit?“
„So in etwa, aber ich will nicht reden. Das ist eine Sache zwischen mir und ihm.“
„Also hast du Liebeskummer?“
„Ich will wirklich nicht darüber reden?“, es fiel mir schwer nur an ihn zu denken, ohne gleich in Tränen auszubrechen. Eigentlich konnte ich auf jemanden scheißen, der mich einfach ersetzte. Dem ich eigentlich gar nicht wichtig war und nur zum Ficken gut genug war. Jeder hatte recht, der meinte, die erste Beziehung würde nie halten. Sie hatten sowas von recht.

Langsam merkte ich den Alkohol durch meine Adern fließen. Ich fühlte mich ein wenig besser. Aber wirklich nur ein wenig.
„Und?“, fragend wandte er sich an mich.
„Etwas besser.“, gestand ich und drehte mich zu ihm. Wir lagen jetzt zu einander gedreht gegenüber voneinander.
„Ich habe was zu feiern.“, gestand er ebenfalls. „Ich wurde angenommen. Zwar nur durchs Nachrückverfahren, aber ich studiere ab sofort in Tokio.“
„Jetzt geht’s mir wieder schlechter.“, Ich verzog traurig den Mund. „Ich will nicht, dass du gehst.“
„Das Gespräch hatten wir doch schon mal, Saya.“, er legte seine Hand an meine Wange und begann mit dem Daumen sie zu streicheln.
„Ich liebe dich Saya, denkst du wirklich, dass ich dich verlieren will?“
„Nein“, wimmerte ich. Ich wusste genau von was er redete. Jemanden zu verlieren war schwer. Viel zu schwer für mein Herz. Erst Naomi jetzt Tsuki und dann Tendou und Toshi. Wie sollte es weiter gehen?
Ich schnappte mir wieder die Rumflasche und leerte sie komplett.
„Das hättest du nicht tun sollen“, vorwurfsvoll sah mich Tendou an. „Morgen wirst du so einen Kater haben und vielleicht auch noch kotzen. Alkohol auf leeren Magen ist nie gut“
„Dann esse ich jetzt den Kuchen auf.“, ich nahm mir den Teller und stopfte mir den Kuchen in den Mund. Ich wollte einfach nur vergessen. Wirklich einfach alles hinter mir lassen. Ihn vergessen. So schwer es mir auch fiel. Aber wenn Alkohol da helfen würde, dann wollte ich so viel trinken, wie ich nur konnte, mir waren die folgen egal.
Tendou setzte sich auf und umarmte mich von hinten. „Mir gefällt es nicht, dass er dich unglücklich macht Saya.“, er lehnte seinen Kopf an meinem Rücken ab.
„Ich war mal glücklich mit ihm.“, sollte ich ihm die Wahrheit sagen?
„Mir ist es zwar nicht egal mit wem du zusammen bist. Aber wenn du schon nicht mir gehörst, dann will ich wenigstens das du glücklich bist.“
Tendou war viel zu gut für mich. Wie konnte er sich nur so zurücknehmen? Wie konnte er so rücksichtsvoll sein? Klar, die Nähe, die wir gerade teilten, sollte eigentlich nicht vorhanden sein. Aber ich schiss drauf. Ich war nicht mehr vergeben. Ich war Single. Ich war nun wieder einsam und wenn Tendou mir Wärme spendete, sollte ich sie entgegennehmen.
„Hattest du wirklich noch nie eine Freundin?“
„Doch aber ich dachte, es geht Sendai nichts an“
Überrascht drehte ich mich zu ihm. „Wann war das und mit wem?“
Schmunzelnd sah er mich an. „Das willst du wissen was?“
„Natürlich, wieso auch nicht.“, neugierig betrachtete ich ihn.
„Das ist doch unwichtig. Die Einzige, die ich momentan will, bist du.“
Ich biss mir auf die Lippe. Tendou tat mir leid. Ich trauerte um Tsuki und er war so ehrlich zu mir und versuchte mir klar zu machen, dass er nur mich wollte.


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Oh Gott manche von euch wollen mich jetzt bestimmt erschlagen (Gesicht versteck) Ich will nur klar stellen das es eine Tsuki Story bleibt und naja eine Tendou geschichte. hat sich irgendwie so entwickelt :D
Und nur weil es jetzt aus zwischen den beiden ist heißt es nicht das tsuki jetzt nicht merh auftaucht oder keine wichtige rolle mehr spielt.

LG Misslittleswagitout

PS. Sorry fürs herz brechen
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