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Herr, gib mir die Gelassenheit eines Stuhls - Er muss ja auch mit jedem Arsch zurecht kommen.

GeschichteDrama, Humor / P18 / Gen
OC (Own Character) Tendou Satori Tsukishima Kei Ushijima Wakatoshi Yamaguchi Tadashi
18.11.2018
30.12.2020
61
166.303
56
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Dieses Kapitel
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28.01.2019 3.168
 
Es war schön neben Tsuki aufzuwachen. Seine Arme lagen um mich. Wir hatten uns ein Futon geteilt. Die Wärme, die von seinem Körper ausging, war wohlig warm.
Ich drehte mich in seinen Armen zu ihm. Er schien noch zu schlafen. Seine langen Wimpern verdeckten die leichten Augenringe, die er hatte, weil wir die Nacht kaum geschlafen hatten. Nicht mal Abendbrot hatten wir gegessen, da wir viel zu beschäftigt mit uns Selbst waren.
Durch die Ereignisse von Gestern fühlte ich mich irgendwie erwachsener, einfach reifer. Ich bereute es nicht, auch nicht die Erfahrung mit Tsuki geteilt zu haben. Ich glaubte, dass ich mich nicht nur in ihn verliebt hatte, sondern alles an ihm liebte. Aber das würde ich ihm nicht sagen. Es war noch zu früh dafür und außerdem war sein Ego groß genug. Dem wollte ich nicht noch etwas beisteuern.
Meine Finger fuhren die Umrisse seiner Lippen entlang. Er hatte schöne Lippen. Sie waren nicht unbedingt voll aber sie waren weich. Ich legte meine Hand an seine Wange, streichelte sie mit dem Daumen. Durch die Berührung regte er sich, öffnete verschlafen die Augen. Seine Haare waren verwuschelt durch den Schlaf. Er sah süß aus, beinahe zum Anknabbern.
„Morgen“, nuschelte er verschlafen mit einer rau-heiseren Stimme.
„Morgen“, naja, meine war Selbst nicht besser.
Ich beugte mich zu ihm und gab ihm einen sanften Kuss. Ich wünschte wir könnten jeden Tag so wach werden. Ich wünschte, dass dieser Moment, dieses Wochenende niemals zu Ende gehen würde. Es war schön sich mal nicht zu streiten und uns einfach die Zuneigung zu zeigen, die wir für einander empfanden.
„Hast du gut geschlafen?“, fragte ich ihn beiläufig, während ich weiter seine Wange streichelte.
Er schloss wieder die Augen. Er schien noch ziemlich müde zu sein. Ich selbst hatte vielleicht 5 Stunden geschlafen.
„Hm“, brummte er. Er war wohl nicht so der Morgenmensch.
Schmunzelnd küsste ich ihn noch einmal, ehe ich mich aus seinen Armen windete und aufstand. Ich wollte uns Frühstück bringen. Bis dahin konnte er sich ja noch ein wenig ausruhen. Wirklich vor hatten wir eigentlich nichts. Wahrscheinlich würden wir das gesamte Wochenende in diesem Zimmer bleiben und… naja, das von gestern wiederholen.
Als ich aufstand fühlte ich mich wie gerädert. Alles tat weh, der Muskelkater machte sich bemerkbar, besonders am Bauch. Ich hatte auch das Gefühl unten rum wund zu sein. Aber vielleicht bildete ich mir das nur ein. Obwohl wir gestern noch so Einiges getan hatten. Ich beugte mich noch einmal zu Tsuki runter und gab ihm einen Kuss auf die Wange, deckte ihn daraufhin ordentlich zu.

Tsuki schlief wieder als ich mit unserem Frühstück in unser Zimmer kam. Diesmal ließ ich ihn schlafen. Er sollte sich ausruhen. Dauernd Orgasmen zu bekommen, strengte einen auch ungemein an. Schmunzelnd stellte ich das Frühstück auf den Kotasu. So wirklich Hunger hatte ich noch nicht, deshalb zog ich mich aus und ging in die heiße Quelle, um mich ein wenig frisch zu machen und meinen angespannten Muskeln etwas Gutes zu tun. Das warme Wasser war wie Balsam für diese. Eine Weile verging, in der ich mich wusch, um den Schweiß von letzter Nacht los zu werden. Als ich gerade beim Rücken weiter machen wollte, nahm mir jemand den Schwamm weg. Ich war nicht überrascht, es konnte ja nur Tsuki sein. Er zog sich einen Hocker zu sich, setzte sich und begann meinen Rücken zu schruppen.
„Ausgeschlafen?“, fragte ich ihn. Meine Augen waren geschlossen, genossen das Gefühl auf meinem Rücken.
„Mehr oder weniger“, gestand er. Der Schwamm verschwand von meinem Rücken. War er schon fertig?
„Hast du dich schon vorne gewaschen?“, er umarmte mich von hinten und legte sein Kinn auf meiner Schulter.
„Ja.“
„Schade.“, seine Hände fuhren zu meiner Brust, umgriffen sie sanft. Er vergrub sein Gesicht in meiner Schulterbeuge, hauchte mir dabei einen Kuss auf diese.
„Bist du schon wieder geil?“, schmunzelnd streichelte ich mit der näheren Hand sein Haar.
„Hm“, brummte er erneut.
„Hat dir das gestern nicht gereicht?“, neugierig drehte ich meinen Kopf zu ihm.
„Nein, dir denn?“
Ich überlegte einen Moment, dachte innig darüber nach aber er hatte recht. Ich wollte auch mehr von ihm. Nur wusste ich nicht, ob mein Herz und mein Körper mitmachen würden.
„Ich würde lieber noch ein wenig entspannen.“, gestand ich.
„Das hört sich auch gut an.“, teilte er meine Meinung.
„Soll ich dich waschen?“, fragend sah ich ihm in die Augen. In dieses warme Karamell.
„Ja, ich bin zu müde dafür.“ Er drehte sich mit dem Rücken zu mir. Reichte mir den Schwamm. Sanft wusch ich  ihm den Rücken, hauchte ihm zwischen durch Küsse auf ihn. Er hatte nicht das breiteste Kreuz aber ich mochte es. Ich mochte ihn, so wie er war.
„Hm“, summte er. „Das tut gut.“
Schmunzelnd machte ich weiter mit seinen Armen. Sie waren lang, genauso wie seine Beine. Eine leichte Schicht von Härchen waren zu sehen.
„Schaffst du den Rest allein?“, ich legte den Schwamm neben ihn.
„Ja, schaff ich. Danke“
Streckend stand ich auf und gab ihm einen Kuss, ehe ich wieder ins heiße Wasser ging.

Wir saßen zusammen im Wasser, seine Arme waren um mich, während ich zwischen seinen Beinen saß. Ich liebte ihn. Ich wollte es ihm am liebsten sagen aber ich ließ es bleiben. Ich wollte ihn nicht vergraulen, auch wenn ich dachte, dass es ihm nicht anders ging.
„Du hattest also eine 12-jährige Exfreundin?“, genießerisch hatte ich die Augen geschlossen und lehnte mich an ihn.
„Ich weiß, es klingt abwegig aber wie gesagt ich war 14.“, er legte erneut sein Kinn auf meine Schulter. Hauchte mir einen Kuss auf die Wange.
„Hatte sie denn schon Brüste? Ihre Periode?“, neugierig sah ich zur Seite.  
Eindringlich musterte er mich. „Eifersüchtig?“, schmunzelnd sah er mir in die Augen.
„Was?“, eingeschnappt sah ich zur Seite. Ich und eifersüchtig als ob! Nagut ich war eifersüchtig. Das war doch lächerlich, ich war auf eine 12-jährige eifersüchtig, mittlerweile müsste sie 15 sein.
Er zog mich näher an sich, sein Atem ließ mich erschauern. „Du hast keinen Grund eifersüchtig zu sein.“ Er hauchte mir einen Kuss auf die Schulter. „Ich bin verrückt nach dir, das müsstest du doch mittlerweile wissen.“
Das altbekannte Kribbeln im Bauch setzte ein. Ich war so verknallt in ihn. Ich drehte mich zu ihm, setzte mich auf seinen Schoß, legte die Arme um seine Schulter. Zärtlich krauelte ich seinen Nacken, der feucht von den Dämpfen, des heißen Wassers war. Seine braunen Karamell Augen musterten mich liebevoll.
„Ich bin auch verrückt nach dir.“, gab ich zu. Ich näherte mich seinem Gesicht und küsste seine Lippen. Er legte seine Arme wieder um mich, stütze mich, zogen mich näher an sich. Der Kuss wurde wieder intensiver aber ehe wir das von gestern wiederholen würden, wollte ich noch mit ihm reden, deshalb zog ich mich zurück. Er sah so gut aus, mit den verlangendem Blick. Ich biss mir auf die Lippe.
„Rrrr“, schnurrte er, küsste mich wieder. Scheinbar wollte er sich nicht unterhalten. Ich drückte ihn ein wenig weg.
„Willst du nicht?“, fragend sah er mich an, ein wenig Enttäuschung war in seinen Augen zu sehen.
„Doch“, gestand ich. „Aber ich will auch noch mit dir reden.“
„Irgendwas Schlimmes? Willst du Schluss machen?“, er zog mich aus seinen Armen.
„Nein“, eindringlich sprach ich auf ihn ein, streichelte sanft seine Wange. „Ich will einfach nur mich mit dir ein wenig unterhalten, mehr nicht.“, beruhend küsste ich ihn wieder.
„Okay“, er legte wieder die Arme um mich. „über was willst du reden?“
„Über nichts bestimmtes.“, murmelte ich.
„Wie hat dir letzte Nacht gefallen?“, ein dreckiges Grinsen legte sich auf seine Lippen. Ich erwiderte es.
„Gut, sehr gut sogar. Das war aber nicht das erste Mal, dass du das gemacht hast, oder?“
„Nein, war es nicht. Aber mit dir ist es was anderes als mit Mina.“ Mina also, auf welche Schule sie wohl ging? Ob ich sie mir mal ansehen könnte?
„Wieso anders?“ jetzt wollte ich es wissen. Neugierig sah ich ihn an.
„Mit ihr war ich nur zusammen, weil sie mich mochte. Mit dir bin ich zusammen, weil ich dich mag.“
„Nur mögen?“, fragend sah ich ihn an.
Er legte den Kopf beschuldigen schief. „Du willst es unbedingt wissen.“, stellte er fest. Natürlich wollte ich es unbedingt wissen, wer hörte nicht gerne von seinem Partner, dass er einen mochte. Mein Herz schlug aufgeregt schneller.
„Vielleicht, aber nur vielleicht, bin ich dir komplett verfallen.“ Oh Gott, ich liebte ihn wirklich.
Verlegen legte ich meinen Kopf auf seine Schulter.
„Ich will rein.“, ich wollte wieder da weiter machen, wo wir gestern stehen geblieben sind. Ich wollte ihn so sehr. Aber mit dem Sex war ich mir immer noch unsicher. Wahrscheinlich würde ich es heute noch nicht zulassen aber sicherlich bald.

„Von dem Ausflug hatten wir jetzt nicht wirklich viel.“, murmelte ich an seiner Brust.
Wir lagen zusammen im Futon und  kuschelten nackt. Naja, nackt waren wir nicht ganz. Er trug seine Boxer Shorts und ich sein T-Shirt.
„Nicht wirklich“, gab er zu.
„Aber das hier ist auch schön.“, eine Strähne seines Haars stand hab. Ich spielte mit ihr.
Er richtete sich auf, um seine Brille wieder aufzusetzen. Er hatte sie das ganze Wochenende abgenommen, da sie bei dem was wir taten nur störte.
„In drei Wochen verreist meine Mutter“, nachdenklich sah er mich an. „Willst du da bei mir schlafen?“
Mein Herzschlag setzt kurz aus. Ich wusste, worauf das hinauslaufen würde. Indirekt fragte er mich gerade, ob wir in drei Wochen miteinander schlafen wollten, ob ich bis dahin bereit war und die Zeit mir reichte.
„Ich“, setzte ich zur Antwort an, unschlüssig was ich sagen sollte. „Ja“ Ich betrachtete ihn, seine Schultern waren voll von Knutschflecken, die ich ihm hinterlassen hatte. Lippen kauend, fuhr ich über sie.
Ich merkte wie seine Härchen dabei abstanden, er schien eine Gänsehaut zu bekommen.
Es war wirklich schön hier mit ihm. Keiner, der uns nervte, keiner, der uns störte. Wir genossen einfach die Zweisamkeit. Es war eine gute Entscheidung Tsuki und nicht Naomi mitzunehmen.
„Ich müsste mir bis dahin die Pille besorgen.“, überlegte ich laut.
„Du brauchst die Pille nicht“, er zog sich ein frisches T-Shirt an. „Wir können mit Kondom verhüten.“
Das stimmte schon aber die Angst blieb, das was passieren könnte, zum Beispiel eine ungewollte Schwangerschaft.
„Heißt das, das du bereit dafür bist?“, forschend musterte er mich über seiner Schulter.
„Ja, ich will es.“ Ich liebte ihn, wollte ihn komplett für mich haben und was war da näher, um uns verbindlich miteinander zu vereinen? Nichts.

Es war die letzte Nacht in der wir hier im Onsen sein würden. Wir waren immer noch ziemlich fertig von dem Abend davor und dem Nachmittag. Wir hatten nichts Besonderes mehr geplant, deshalb lagen wir in unseren Futons und redeten über belanglose Dinge und planten unser nächstes treffen. In drei Wochen würde Weihnachten sein. Das Fest der Liebe. Ich fragte mich, was ich ihm schenken sollte.
Nächste Woche Donnerstag würden wir uns bei ihm treffen. In letzter Zeit war seine Mutter so gut wie nie zuhause. Er vermutete, dass sie eine Affäre hatte, obwohl ich das eher weniger glaubte. Vielleicht traf sie sich ja mit seinem Vater und sie würden sich wieder vertragen, aber das war nur Wunschdenken. Es wäre zu mindestens ein Weihnachtswunder. Zu Weihnachten würden wir zusammen Schlittschuh fahren gehen. In der größeren Stadt nahe unserer, würde eine Eishalle aufgebaut werden. Es war schön mit ihm diese Dinge zu planen. Es zeigte mir das ich ihm viel bedeutete und er auch Zeit mit mir verbringen wollte.

„Tja, da sind wir wieder.“, stellte er fest. Das Wochenende war wie ein Traum, aus dem wir jetzt aufgewacht waren. Die Züge um uns, machten viel Lärm, so dass es schwer war, ihn zu verstehen.
Ich seufzte. Ich wollte nicht, dass es zu Ende war und ich wollte mich nach diesem schönen Wochenende auch nicht von ihm verabschieden. Aber wir mussten es tun. Morgen würde wieder unser Alltag beginnen, ein Alltag, ohne des Anderen.
„Hey“, vorsichtig hob er mein Kinn. „Wir sehen uns doch am Donnerstag, du weißt, dass du jeder Zeit zum Training kommen kannst.“
„Ja, ich weiß aber langsam muss ich mich auch auf mein Training konzentrieren. Die Inter High fängt im Frühling wieder an, zu mindestens die Vorrunden und da möchte ich alles geben“
Er beugte sich vor und küsste mich sanft.
„Du solltest dir auch mal Mühe geben, verlier nur nicht gegen Oikawa und Toshi.“ Auf Zehenspitzen stehend legte ich meine Arme um seinen Hals.
„Ich Versuchs, wenn ich Lust habe“
Neckisch biss ich ihm auf die Lippe. „Ich vermisse dich jetzt schon“, ohne Grund kamen mir langsam die Tränen. Ich wollte nicht von ihm getrennt sein. Es war zwar keine richtige Fernbeziehung aber ich wünschte mir, dass er in der selben Stadt wohnte und wir zur selben Schule gingen.
„Ich steh doch noch vor dir, wein also nicht“, erneut ein Kuss. Es waren Küsse der Sehnsucht. Ihm schien es wie mir zu gehen.
Sanft wischte er mir die Tränen von der Wange. „Wir sehen uns, okay?“
Ich nickte, wollte ihn am liebsten bei mir haben für immer.
Er gab mir einen letzten Kuss, ehe er in seinen Zug einstieg und der Zug davonfuhr. Ich stand noch eine Weile da und sah dem wegfahrenden Zug hinterher. Trauer umhüllte mich. Es würde wieder dauern bis ich ihn sehen würde und das gefiel mir gar nicht.

Die Kälte machte es schwer auf dem Dach zu essen, die Hände froren und zitterten. Ich trug eine Jacke und einen Schal, ich wollte nicht wieder krank sein. Naomi dagegen saß auf der Bank mit ihrer Schuluniform. Fror sie nicht?
Naomi biss großzügig in ihr Melonenbrot.
„Also“, meinte sie mit vollem Mund. Ihr musste man echt Manieren beibringen. „Wie wars mit Tsuki? Habt ihr es getan? Oder bist du immer noch eine kleine Jungfrau.“
„Wir hatten keinen Sex, naja nicht wirklich.“, verlegen sah ich zu Boden.
„Was dann? Du kannst mir nicht erzählen, dass ihr ein ganzes Wochenende zusammen wart und nichts zwischen euch passiert ist.“, sie betrachtete ihr Melonenbrot. Irgendwie hatte ich auch gerade Lust auf eins.
„Wir hatten Petting“, nuschelte ich errötet „Ein paar mal.“
„Hat er nen großen Schwanz?“, empört sah ich sie an. Was sie nicht alles wissen wollte.
„Ich habe bis jetzt nicht so viele Penisse gesehen, dass ich das beurteilen könnte aber es gefiel mir durchaus, was ich gesehen habe.“
„Ähe“, sie schien irgendwie ziemlich abwesend. „Hast du dir das mit Tendou überlegt?“
Nicht schon wieder dieses Thema, das nervte mich. Augen verdrehend nahm ich einen Schluck von meinem warmen Kaffee, der meine Hände wärmte.
„Tendou ist einfach nur ein Freund, wie oft noch.“
„Aber es wäre so süß, wenn ihr zusammenkommen würdet.“,
„Ist das dein Ernst? Ich erzähle dir, dass ich glücklich mit meinem Freund bin und du versuchst mir Tendou anzudrehen?“, gereizt sah ich sie an. Sie schien sich nicht dafür zu interessieren und aß einfach weiter ihr Melonenbrot. Irgendwas stimmte heute nicht mit ihr. War sie vielleicht traurig über irgendetwas?
„Naomi alles ok mit dir? Du wirkst heute ziemlich abwesend.“, besorgt sah ich sie an. In letzter Zeit hatten wir nur über mich und Tsuki oder Tendou gesprochen. Sie hatte nie etwas von ihren Problemen erzählt. Ich schien keine gute Freundin zu sein, wenn sich alles nur um mich drehte.
„Ich bin ein wenig enttäuscht, dass du nicht mich mitgenommen hast, sondern ihn.“, gestand sie. „Seitdem du einen Freund hast, machen wir kaum etwas zusammen. Du hast auch keine Zeit und du redest nur noch von ihm. Ich habe das Gefühl, du lässt mich hängen.“
Mitfühlend sah ich sie an. „Es tut mir leid“, entschuldigte ich mich einfühlsam. „Ich wollte nicht, dass du dich außenvor fühlst. Ich verspreche dir, dass ich mir mehr Zeit für dich nehme und dass ich nicht mehr so viel über ihn rede“
„Versteh das nicht falsch, Saya, es ist nicht so, dass ich dir das nicht göhne aber er nimmt dich mir weg und das macht mich eifersüchtig.“
Liebevoll sah ich sie an. Ich verstand, wie sie sich fühlte, wenn sie einen Freund haben würde, dann würde ich mich wahrscheinlich genauso fühlen. Ich nahm ihren Arm und verschränkte unsere Finger ineinander. Meinen Kopf legte ich auf ihrer Schulter ab.
„Naomi, nichts wird zwischen uns kommen, auch kein blöder dummer Typ, dafür ist mir unsere Freundschaft einfach zu wichtig.“
„Du bist mir auch wichtig, deshalb will ich dich nicht verlieren.“
Lächelnd sah ich zu ihr hoch. Es war ein seltsamer Augenblick ich denke, wenn wir beide lesbisch wären, wie Tendou dachte, würden wir uns jetzt küssen. Es hatte etwas Romantisches an sich.

Da es zu kalt auf dem Dach wurde, entschieden wir uns in die Cafeteria zu gehen. Als wir Tendou und Toshi mit ein paar anderen Volleyball Spielern sahen, setzten wir uns zu ihnen. Auf dem Weg zur Cafeteria, hatte ich mir wie Naomi ein Melonenbrot gekauft, das ich gerade auspackte als wir uns zwischen die Jungs quetschten.
„Wolltet ihr nicht aufs Dach?“, fragend sah uns Tendou an. Wir hatten schon eine Weile nicht mehr miteinander geredet. Vielleicht eine Woche. Es war irgendwie komisch zwischen uns. Ich konnte nur nicht verstehen wieso? Er wusste doch gar nichts von dem Kuss zwischen uns und noch weniger, das ich wusste, dass er auf mich steht.
„Schon. Nur sind uns die Nippel abgefrorren“, Naomi hauchte ihre kalten Finger an. Sie zitterte ein wenig.
Schmunzelnd über ihren Satz, biss ich in mein Brot. Gott, ich liebte Melonenbrötchen. Sie waren so weich und schmeckten im Winter am besten, wenn man sich nach der warmen Sonne sehnte.
Tendou sah uns skeptisch an „Dann habt ihr also keine mehr?“, sah dann auf meine Oberweite.
„Man, du Spinner.“, richtete ich an ihn und verschränkte die Arme vor der Brust, um sie zu verdecken. Was wirklich schwer war, wenn die Brust zu riesig war. Manchmal musste ich mir sogar meine Hemden in Übergröße kaufen, weil sie einfach nicht um die Brust zu gingen. Nervig.
Toshi ignorierte uns  wie immer, wenn er aß. Er meinte, es würde sich nicht gehören beim Essen zu sprechen. Was seine Mutter ihm nicht alles beigebracht hatte. Ich wusste, dass sie bevor sie meinen Vater kennengelernt hatte, wirklich streng gewesen sein soll.
„Ach ja!“, sties ich aus. Mir war die Idee gekommen. „Wollen wir morgen Abend nicht einen Filmabend bei uns machen?“, so würde ich zwei Fliegen mit einer Klappe fangen. Naomi beschwerte sich, dass ich keine Zeit für sie hatte und Tendou distanzierte sich von mir. Wenn ich alle dazu brachte aufzutauchen und Zeit mit mir im engsten Raum zu verbringen, würde das schon irgendwie werden.
„Kommt dein Lover Boy etwa auch?“, besonders gegeistert sah Tendou darüber nicht aus.
„Nein, er kommt nicht. Nur wir drei, die engsten Freunde.“, lächelte ich sie belustigend an.
„Was ist mit Wakatoshi?“
„Ach Naomi, der wohnt da doch, den muss ich nicht extra einladen.“- „Da hat sie recht“, nickte er nur.
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Tut mir Leid, dass solange kein Kapitel kam. Ehrlich gesagt, hatte ich keine Lust eins hochzuladen. Ich war auch ziemlich gestresst. Ich hoffe ihr seid mir nicht böse.

LG MissLittleSwagItOut
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