Herr, gib mir die Gelassenheit eines Stuhls - Er muss ja auch mit jedem Arsch zurecht kommen.

GeschichteDrama, Humor / P18
OC (Own Character) Tendou Satori Tsukishima Kei Ushijima Wakatoshi Yamaguchi Tadashi
18.11.2018
16.05.2019
32
80131
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„Mein Name ist Takeda Saya, ich spiele an der Shiratorizawa Volleyball und bin der Kapitän der Frauenvolleyballmannschaft.“, selbstbewusst hob ich mein Kinn. „Ich möchte bei Ihrem Training zu schauen.“ Gerade verbeugte ich mich vor dem Mann mit den Blond gefärbten Haaren. Ich konnte die neugierigen Blicke der Spieler der Karasuno High förmlich auf mir spüren.
„Äh, da sprichst du mit dem Falschen, ich bring dich rüber zu dem Frauenvolleyballspielfe-“
„Nein, ich bin mir sicher, dass ich mit dem Richtigen spreche“
„Ich weiß ja nicht.“
„Ihre Mannschaft wird da durch nicht schlechter!“, erneut verbeuge ich mich vor ihm. Kann er nicht einfach ja sagen?
Einige Sekunden vergingen während keiner ein Wort sagte. Hoffnungsvoll sehe ich auf und fixierte meinen Blick auf den blonden Mann.
„Oh, hallo, wen haben wir denn da?“, verwirrt drehte ich mich um. Hinter mir stand ein Mann mit einer Brille. Wer war das zum Teufel?
„Ah!“, rief der Blondhaarige aus. „Ich verstehe, ist das deine Schwester? Sensei?“
Huh? Davon wüsste ich.
„Äh, was? Nein, ich kenne die junge Dame nicht.“ Verteidigend nahm er die Hände vor die Brust.
„Wie sind sie nicht der Trainer?“, fragte ich den Blondhaarigen und legte den Kopf schief.
„Doch, wir sind beide die Trainer aber wieso will ein Mädchen von einer anderen Schule, Karasuno beim Training zu schauen?“
Ein weiteres Mal verbeugte ich mich, um meine leicht geröteten Wangen zu verstecken. „Ich bitte sie darum!“
Ich machte mich wirklich zum Affen. Ich meine, wegen einem Jungen sich so oft zu verbeugen. Ich hoffte, er war es auch Wert.
Weitere Sekunden vergingen und merklich schien er mit sich zu ringen.
Leises Gemurmel der Mitspieler erfüllten die Stille.
Ein junger Mann, wie ich es mitbekommen hatte, der Steller von Karasuno, kam uns entgegen. Seine schwarzen Haare wehten bei jedem Schritt, den er machte nach links und rechts. Ich musterte ihn misstrauisch. Seine dunklen Augen ruhten auf mir bis er zum Stehen kam und sich nun dem Trainer zu wandte.
„Trainer Ukai, das ist Takeda Saya“, seine Stimme war etwas tief. Ich glaubte, ich erinnerte mich an ihn. Ich hatte ihn und den kleinen Knirbs, der inzwischen hinter ihm stand, mal in einer Zeitschrift gesehen, die mein Bruder hatte.
„Ich weiß, sie hat sich doch eben vorgestellt.“, meinte der Trainer genervt und kratzte sich im Nacken während er den Kopf leicht neigte und die Augen schloss. „Ich weiß trotzdem nicht. Was bezwecks-“
„Aber Trainer Ukai, das ist die Kapitänin der Shiratorizawa, ihr Team hat es in die Top Drei der Nationalen geschafft. Sie spielt wie Ushijima für die Repräsentanten der U19 in Japan“, bewundert musterte mich der Schwarzhaarige. Und wenn ich ihn direkt von nahem ansah, waren seine Augen blau, ein blau welches von Dunkelheit umrundet wurde. Kurz gesagt: Er sah gut aus.
„Japan!?!“, ungläubig kam sein Freund hinter ihm hervor. Seine schrille Stimme ertönte durch die ganze Halle und hatten somit alle herumstehenden Leute dazu gebracht, sich zu uns zu drehen. Peinlich berührt lachte ich unbeholfen.
Mit verstohlenen Augen musterte mich der kleine Knirbs begeistert. Voller Aufregung kam er immer näher bis er vor mir stehen blieb.
„Kennst du Ushijima? Seid ihr Freunde? Geht ihr miteinander aus? Kennst du seine Schwächen? Trainiert ihr zusammen? Was kann er absolut gar nicht? Und was mag er am wenigsten? Was sind seine größten Schwachstellen?“
Überfordert hob ich leicht die Hände, um ihn ein wenig auf Abstand zu halten. Er sah sehr kindlich aus, er war ein Stück kleiner als ich aber seine roten Locken machten ihn niedlicher als mir lieb war. Plötzlich tauchten Hände unter seinen Achseln auf, die ihn zurückzogen.
„Hinata Blödmann! Ich wollte sie zuerst fragen!“
„Ich war zuerst da!“
„Was soll der Scheiß? Ich war zuerst da!“ Der Knirbs versuchte sich zu befreien mit Erfolg.
„Das ist eine Spielerin von Japan!“, beschwerte er sich und zeigte in meine Richtung.
„Ja und? Das weißt du doch nur, weil ich es eben gesagt habe“
„Okay, Okay, Kageyama, Hinata beruhigt euch.“ Ein attraktiver älterer junger Mann mischte sich in den Streit ein. Er wirkte deutlich Erwachsener als die Beiden. Kurze braune Haare umrahmten seine Stirn. Zudem wirkte er muskulöser als beide.
„Reißt euch zusammen“, meinte er erbost. Gleichzeitig fuhren beide auseinander. Ihre Gesichter wirkten beunruhigt. Okay? Er wirkte schon irgendwie beängstigend.
Der kräftige Typ kam auf mich zu und streckte mir die Hand entgegen. Von der Nähe betrachtet, war er viel kleiner. Schmunzelnd nahm ich seine Hand entgegen und schüttelte sie.
„Mein Name ist Suwamura Daichi, ich bin der Teamkapitän von Karasuno, wie kann ich dir helfen? Und entschuldige die beiden Idioten“, lächelte er.
„Mein Name ist Takeda Saya. Ich will euch beim Training zu sehen.“, selbstbewusst zog ich meine Hand zurück und lächelte ihn an.
„Was sagen sie dazu, Trainer Ukai?“, neugierig beobachten wir vier den Trainer.
„Ich weiß ja nicht.“ Überfordert rieb er sich den Nacken mit der Hand. „Mich würde eher interessieren was Takeda davon hat?“
„Sie können nur profitieren. Ich habe meine Connections ich kann Testspiele organisieren, ich könnte auch mit Ushijima reden und ein Trainingsspiel vereinbaren. Und auch-„, eine Hand stoppte mich bevor ich noch mehr dummen Stuss redete. Ich meinte, ja ich konnte das alles aber deswegen war ich nicht hier. Ich… ich wollte nur mehr über den Sommersprossentypen raus finden. Ach, keine Ahnung, was ich mir eigentlich dabei gedacht hatte. Wieso war ich nur hergekommen?
„Stopp, soweit musst du doch nicht gehen. Also das Team hat nichts dagegen, wenn sie zukuckt und selbst wenn sie uns zum Beispiel ausspionieren wollen würde, dann ist es nur gleich berechtigt. Immerhin tut Kageyama ja das Gleiche mit anderen Teams. Und sie ist ja nicht mal in unserer Aufstellung beteiligt.“
„Ein Testspiel und du kannst bis Ende des Jahres zukucken“, unterstützend hob er einen Finger.
Dankend sah ich Trainer Ukai, wie ihn alle nannten, an.
„Gut dann wollen wir mal!“, rief er darauf. Alle Spieler versammelten sich um ihn herum. Auch der Sommersprossentyp war dabei. Wie viele er wohl hatte? Ob er auch welche am ganzen Körper hatte?

Oh Gott.

Kopfschüttelnd versuchte ich die Gedanken aus meinem Kopf zu bekommen. Jetzt war nicht der Zeitpunkt um über die Sommersprossen des süßen Typens nach zu denken!
„Darf ich vorstellen, das ist Takeda Saya. Sie wird uns eine Weile beim Training zu schauen!“
„Häh, was will denn Eine von der Shiratorizawa hier?“, spöttisch sah mich ein blonder Riese an. „Solltest du nicht lieber bei Ushijima zu kucken? Oder ist dir Oikawa lieber?“
„Tsukki“ ermahnte Sommersprosse ihn.
„Keine Angst, ich bin gewiss nicht wegen dir hier, Tsuki“ lächelte ich ihn genauso verspottend an. Sein Lächeln verfolg. Tja, so du mir, so ich dir.
Neben ihm stand ein Punk, einer mit einer Glatze, der ein komisches Gesicht zog. Eins was mich fragen ließ, was wohl schief mit dem gegangen sei. Wahrscheinlich alles. Vom Spiel gegen die Seijoh wusste ich, dass er gut ihm Angriff war. Neben ihm stand Nishinoya ein Libero der feinsten Sorte. Er war wirklich gut, hatte in den letzten Jahren mehrere Auszeichnungen für seine Leistung gewonnen.
„Saya, wie alt bist du?“ fragte er mich musternd. Seine Blond gefärbte Strähne fiel ihm dabei ins Gesicht, welche er zuvor zurück gestrichen hatte.
„Takeda.“ antwortete ich ihm ermahnend.
„Und wie alt?“, mischte sich nun auch Glatzkopf ein.
„16.“, erwiderte ich
Lachend legte Nishinoya seine Hände an seine Hüfte. „Gut, dann kannst du mich ruhig Senpai nennen, Saya“, unterstützend zeigte er mit seinem Daumen auf sich selbst.
„Mich auch!“, erneut mischte sich Glatzkopf ein.
Verblüfft über diese Ungestühmtheit erwiderte ich nur erneut „Takeda!“, gleichzeitig aber auch etwas genervt, weil sie scheinbar ziemlich dreist waren und nichts von Höflichkeit verstanden.
„Entschuldige, Takeda die Zwei sind sehr- „
Verwundert über die neue Stimme, drehte ich mich zu ihr. Ein weiterer junger Mann mischte sich ein. Welche Haarfarbe hatte er? Aschblond vielleicht, war schwer zu sagen aber auf jeden Fall hatte er ein Muttermahl unter seinem Auge. Er wirkte nett und irgendwie auch süß. Man, waren hier alle irgendwie süß? Bis auf diesen Riesen?
Er suchte wohl nach den richtigen Worten „-speziell, sie mögen es Senpai von Jüngeren genannt zu werden.“
Etwas verlegen blickte ich zur Seite. Das was ich nun sagen würde, viel mir absolut schwer. Nervös biss ich mir auf die Lippe. Eine Angewohnheit von mir, die ich im Laufe der Zeit, angeeignet hatte. Eine Strähne meines dunklen Haars viel mir ins Gesicht. Zögernd strich ich sie mir hinters Ohr. „Sen.. Senpai“, murmelte ich.
„Ah!“, stießen beide gleichzeitig aus und fassten sich ans Herz. Okay?
Seufzend fuhr sich Trainer Ukai mit der Hand über die Haare. „Das wird ja was, ihr könnt euch später noch vertraut machen. Und jetzt ab mit euch. Jeder 20 Aufschläge!“
„Jawohl!“, riefen alle.
„Takeda du kannst dich auf die Tribüne setzen“- „Danke“

Wenn man sich das Training der Kasasuno High ansah, war klar, wieso sie keine Eliteschule mehr waren. Im Gegensatz zur Shiratorizwa, machten sie nicht mal die Hälfte der Aufschläge. Es war komisch ein anderes Team zu beobachten als unseres. Wenn Naomi hier wäre, hätte sie sich sicher in einen der Jungs verkuckt. Wahrscheinlich der Steller mit den blauen Augen aber er wäre ihr sicher zu jung und unerfahren gewesen. Ach ja, und kindisch. Er und der rote Knirbs waren wie Jing und Jang. Zwei gegengesetzte Dinge und doch eine Einheit. Ja, es war wirklich komisch sie zu betrachten. Sie schienen alle Spaß zu haben.
Wann hatte ich das letzte Mal Spaß am Spiel? Ich glaubte, das war in der Mittelschule als ich noch all meine Freunde in der Mannschaft hatte. Aber außer Naomi waren mir keine mehr geblieben. Die anderen Spielerinnen der Shiratorizawa waren alle ehrgeizig und ja wir waren ein gutes Team und wir verstanden uns auch alle aber es war nicht das Gleiche. Es war einfach anders. Wir waren alle nicht wirklich Freunde. Es waren eher Scheinfreunde. Nach der Schule würde mir keiner von ihnen mehr bleiben. Ich hoffte, Naomi blieb mir wenigstens.
Seufzend kam ich zur Realität zurück. Ich machte mir viel zu viele Gedanken.
Yamaguchi, wie ich raus fand, war der Sommersprossentyp. Er war schon niedlich. Er schien zurückhaltend zu sein aber auch ehrgeizig. Das gefiel mir, vielleicht konnte er auch mal dominant sein aber wer wusste das schon. Er war wirklich größer als ich aber der Riese Tsuki übertrumpfte alle. Aber ich glaubte Naomi war größer als er.
Es gab noch einen weiteren Stammspieler, der mir bis jetzt überhaupt nicht aufgefallen war. Er war auch relativ groß und sehr gut gebaut. Er hatte etwas längere Haare und erinnerte mich ein wenig an Jesus. Kichernd betrachtete ich die Spieler weiterhin. Es war schon ein komischer Haufen. Ich denke, mit ihnen könnte man Spaß haben.
Was mir allerdings miesfiel, waren die verlegenen Blicke, die Yamaguchi dieser kleinen Blonden zu warf. Eine der Managerin, sie wirkte klein und zerbrechlich und irgendwie duselig. Kurz gesagt: Sie war mir ein Dorn im Auge. Wenn er auf sowas stand, dann hatte ich doch überhaupt keine Chance. Ich war weder besonders klein noch zierlich. Ich war eher relativ normal gebaut. Das Einzige abnormale, waren meine etwas zu groß geratenen Brüste. Während mein Po flach wie ne Flunder war. Naja, nicht flach er war schon durchtrainiert aber im Gegensatz zu meiner Oberweite, war er so gut wie nicht vorhanden.
Erneut seufzte ich. Was machte ich mir jetzt plötzlich Gedanken, um meine Minderwertigkeitskomplexe?  So war ich nicht. Ich war eine selbstbewusste junge Frau. Ich bemitleidete mich selbst nicht. Nein, so war ich absolut nicht. Was machte die ganze Situation nur aus mir? Wieso war ich so unsicher? Wenn ich mir etwas nehmen wollte, nahm ich es mit Würde und dass würde ich auch bei Yamaguchi tun. Aber wollte er mich überhaupt? War ich ihm vielleicht zu naja zu selbstsicher?
Kopfschüttelnd vergrub ich mein Gesicht in meinen Händen.
„Bekommst du von deiner Dummheit schon Kopfschmerzen?“
Genervt sah ich hoch. Schon wieder dieser Tsuki mit seiner großen Klappe.
„Was willst du? Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir mehr als fünf Wörter miteinander geredet haben. Also, kannst du auch schlecht beurteilen, ob ich so hohl bin wie du.“, er nahm ein Schluck von seinem Wasser, welches er in der Hand hielt.
„Du widersprichst dir. Also kannst du auch nicht beurteilen, ob ich dumm bin. Verzeihung ich meinte hohl.“,  Er schloss die Flasche und stellte sie weg. Höhnisch sah er mich an.
„Also wegen welchem der Jungs bist du hier? Suga?“
„Wer?“
„Oh Gott, sag mir nicht ich bin es. Tut mir leid, aber ich date nicht aber wenn du Lust auf ein wenig Spaß hast, dann könnte ich dir eher aushelfen.“
Fassungslos sah ich ihn an. War das so offensichtlich? Ich meine, klar welches Mädchen würde bei einem Training der Jungs zu sehen, wenn sie nicht mindestens befreundet waren. Gott, was habe ich mir gedacht? Und jetzt dachte der blonde Lackaffe, ich würde auf ihn stehen. Der soll mal wieder runterkommen. War der notgeil oder wieso machte er mir so ein Angebot?
Genervt fasste ich mir ins Haar und sah zur Seite. Ich konnte wetten, dass bei seinem Anblick mir schon eine Ader an der Schläfe hervortrat.
„Komm mal von deinem hohen Ross wieder runter. Ich bin ganz sicher nicht wegen dir hier. Du bist mir nicht mal im Entferntesten aufgefallen. Auch wenn du riesig bist aber sorry auf Lackaffen, wie dich steh ich einfach nicht.“
„Dann ist es Kageyama?“
„Bouh, wer ist denn das schon wieder? Ihr habt euch alle noch nicht vorgestellt. Woher soll ich denn wissen, wer wer ist?"
Belustigend sah er mich an. „Wie wahr.“
„Also wer bist du?“
„Ich?“, er legte den Kopf schief.
„Nein, der Weihnachtsmann.“ Irgendwas an seiner Art brachte mich gewaltig auf die Palme. War er nur mir gegenüber so feindselig oder gegenüber allen?
„Ich bin nur ein stiller Beobachter, der sich amüsiert, wie du dich zum Affen machst.“
Ich verzog das Gesicht. Gott, wollte ich dem Typen eine reinhauen. Und er schien sich gut mit Yamaguchi zu verstehen? War er etwa auch so einer? Ich hoffte nicht, dass würde meine ganze Welt zerstören.
Ich seufzte abermals. Was ihm wieder zum Grinsen brachte. Wenn man ihm wohl die Brille aus dem Gesicht schlug, ob er dann noch was sehen konnte? Ich hoffte nicht.
Langsam erhob ich mich von meinem Platz. „Für jemanden der kaum blocken kann, hast du ja ein großes Mundwerk. So werdet ihr sicher nicht gewinnen“
„Ich hatte nicht vor zu gewinnen.“
„So einer bist du also. Mit gegangen mit gefangen. Ein Mitläufer wie schön. Und wer ist dein Boss? Yamaguchi? Daichi?“, ich blieb vor ihm stehen. In diesem Moment beugte er sich zu mir runter und musterte mich genaustens. Es machte mich unruhig. War er immer so aufdringlich?
„So hässlich, bist du ja gar nicht.“
Sprachlos.
Einfach nur sprachlos.
Was erlaubte er sich eigentlich? Ich war nicht hässlich! Ich bekam viele Liebeserklärungen. Nur hatte ich, noch nie eine angenommen. Weil ich es schwachsinnig fand jemanden seine Liebe zu gestehen, wenn man sich nicht einmal richtig kannte. Oder noch nicht einmal mit einander gesprochen hatte. Aber ich musste zu meinem Bedauern feststellen, dass er genauso wenig hässlich war. Ohne Brille wäre er wahrscheinlich ziemlich attraktiv. Ich verzog mein Gesicht.
„Du hast schöne Augen“, ja, damit hast du nicht gerechnet was?
„Häh, Danke“, amüsiert schmunzelte er.

Ich hasse ihn.

Nach dem Training luden mich die Spieler noch auf Nikuman ein. Naja, jeder bis auf Tsuki. Er und Yamaguchi gingen wohl vor und so war meine Chance verfolgen mit ihm zu reden. Aber heute war erst, der erste Tag also sollte ich nicht die Hoffnung verlieren. Nur Mut! Naja, wenn das so einfach wäre. Niedergeschlagen war ich trotzdem. Morgen hatte ich Training also konnte ich ihnen nicht zu sehen.
„Also.“, unterbrach jemand meine Gedankengänge. Ich sah auf und entdeckte Nishinoya.
„Wegen wem bist du hier?“
„W…Was? Das ist doch Quatsch!“, Gott, ich konnte spüren wie meine Ohren anfingen zu Glühen. Noch so ein Ding, dass ich an mir nicht mochte. Man merkte daran sofort, wenn ich verlegen war.
„Ist es Tsuki?“ sofort entglitten mir alle Gesichtszüge.
„Ich bitte dich. Ich leide nicht an Geschmacksverkalkung.“
Schälmisch lächelnd, fasste er sich ans Kinn „Oh, ich verstehe. So ein gut aussehender Kerl wie ich, hat viele Verehrerinnen. Aber mein Herz gehört leider nur Kiyoko.“
„Was du mit in einen vom und verliebt?“ Mit vollem Mund sprach Hinata. Wie appetitlich.  Mittlerweile hatten sich mir alle vorgestellt. Leider konnte ich mir nicht alle Namen merken. Es waren einfach zu viele. Was ich mir allerdings gemerkt hatte, war das die kleine blonde Yachi hieß.
„Hinata Blödmann! Du hast das letzte genommen! Spuck es aus!“
Sie waren wirklich schon ein komisches Paar. Aber in Volleyball waren sie wirklich gut. Naja, Kageyama zu mindestens.
Hinata ging nicht auf Kageyama ein und musterte mich neugierig. Verlegen sah ich weg.
„Argh, sag mir nicht es ist Hinata!“, fassungslos sah Tanaka, Hinata an. Der zeigte nur auf sich. „In mich?“
Ich wollte nicht sagen, wer es war, sollen sie doch denken es sei Hinata.
Kageyama ging auf Hinata zu und kniff ihm in die Wange. „Bist du dir sicher? Hast du ihn mal angesehen. Er spielt auch noch Kacke Volleyball und ist ein totaler Idiot“
„Das stimmt doch gar nicht!“, widersprach er ihm.
Nishinoya grinste und legte einen Arm um Hinata. “Du kleiner Mistkerl, wieso bekommst du sie!“, Hinata schluckte das letzte Stück von seinem Essen hinunter. „Tut mir leid aber Volleyball ist das Einzige, was mich momentan interessiert.“
„Au! Ein Korb, arme Saya! Lass mich dich Trösten!“, Tanaka öffnete die Arme für mich. „Schon gut, ich hatte nichts anderes erwartet.“, grinsend biss ich von meinem gefüllten Nikuman ab.
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