Herr, gib mir die Gelassenheit eines Stuhls - Er muss ja auch mit jedem Arsch zurecht kommen.

GeschichteDrama, Humor / P18
OC (Own Character) Tendou Satori Tsukishima Kei Ushijima Wakatoshi Yamaguchi Tadashi
18.11.2018
16.05.2019
32
80131
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Schnaubend kam ich an der Turnhalle der Karasuno an. Die Tür war offen also ging ich hinein. Ich konnte schon beobachten, wie alle tatkräftig trainierten. Genervt warf ich meine Tasche auf die Tribüne. Sensei Fukaku ging mir ja so auf die Nerven. Wegen ihm musste ich jetzt 2 Wochen nachsitzen und kam auch noch zu spät zum Training meines Freundes. Freundes- Irgendwie hörte sich das komisch an. Immer noch so ungewohnt. Tsuki und ich. Ich und Tsuki. Hm. Nachdenklich legte ich den Kopf in den Nacken. Ob er sich auch Gedanken darüber machte?
„Du bist spät.“, ich drehte mich zu der bekannten Stimme. Tsuki hatte eben einen Ball geholt, der in meine Richtung gerollt war und hob ihn auf.
„Tut mir leid, ich musste nachsitzen“, verlegen kratze ich mich am Kopf.
„Nachsitzen? Du schlimmes Biest, was hast du getan, damit du Nachsitzen musst?“, belustigend sah er mich an.
„Eigentlich gar nichts, ich denke, er war noch gereizt von deiner dummen Anmache.“, ich stützte meinen Kopf mit meinen Händen.
„Ja, ich erinnere mich an den Lehrer mit der komischen Brille und den schmierigen Haaren.“, nachdenklich sah er zu den Anderen, die gerade Annahmen übten.
„Wenn du trainieren willst, dann geh nur. Ich warte hier auf dich“, lächelnd beobachtete ich ihn. Er schien unentschlossen.
„Okay.“
„Bis später und streng dich an.“, rief ich ihm noch zu als er wieder zur Gruppe ging.

Ich beobachtete sie. Die Annahmen waren schon besser als beim letzten Mal. Sie mussten wirklich viel trainieren. Gerade war Yamaguchi mit den Annahmen dran. Er schien das Training mittlerweile ernster zu nehmen als am Anfang. Warum stand ich eigentlich so auf ihn? Was war so großartig an ihm? Im nach hinein, wusste man es  immer besser. Aber ich fragte mich wirklich, was mich so an ihm angezogen hatte. War es seine Tollpatschigkeit? Seine ängstliche zurückhaltende Haltung? Ich wusste es nicht mehr. Eigentlich war ich froh, das Tsuki mich gefragt hatte, ob wir ausgingen. Ich hätte nie gedacht, dass das mit ihm was werden würde. Aber irgendwie hatte er es geschafft, mich rumzukriegen und zu guter Letzt, hatte ich mich nach all den Zweifeln in ihn verliebt. Ich hatte immer noch Zweifel, was uns betraf aber ich versuchte sie so gut es ging zu ignorieren. Er gefiel mir so wie er war. Selbst seine arschige Seite mochte ich, wenn sie nicht mir gegenüberstand.
Hinata kam auf mich zu gerannt und sprang, die Stufen der Tribüne hinauf. Es war witzig, wie er in der Luft schwebte und seine Haare hoch flogen.
„Takeda-san“, rief er als er vor mir zum Stehen kam und sich hinhockte.
„Na, Hinata, was gibt’s?“, neugierig sah ich ihn an.
„Du bist doch jetzt mit Tsukishima zusammen?“
„Ja?“, gab ich zurück.
Einen Moment sah er mich nachdenklich an. Irgendwie war das unangenehm.
„Was findest du denn an ihm? Er ist gemein und eingebildet.“
„Hm“, summte ich. Ja was fand ich eigentlich an Tsuki? Tsuki war ein Idiot, der jede Gelegenheit nutzt, um Andere fertig zu machen. Aber mir gegenüber, war er nicht immer so. Er war sanft zu mir, beinahe schon zärtlich. Und er war auch nett, wenn er wollte, zielstrebig. Er ließ nicht so schnell locker, wenn er etwas wollte. Außerdem sah er auch gut aus. Besonders ohne Brille, konnte er sich sehen lassen.
„Er ist witzig“, gestand ich. „Und wenn er will ist er nett. Außerdem“, ich pausierte kurz und grinste dann „Kann er gut küssen.“
Hinata lief rot an. Ach, er war noch so schön naiv. Das war süß.
„Und wenn er mit seiner Zunge über-„, er unterbrach mich. „Das will ich gar nicht hören. Lalalalalal“, er hielt sich die Ohren zu und verschwand. Lachend sah ich ihm nach.

Nachdem Training half ich den Jungs noch beim Aufräumen. Gerade als ich die Volleybälle in den Raum fuhr, zog Tsuki mich zur Seite und küsste mich. Lächelnd betrachtete ich ihn. Ich musste zugeben, ich war momentan wirklich glücklich mit ihm.
„Was habt ihr besprochen? Du und Hinata?“, seine Hände umfassen meine Hüfte.
„Er hat mich nur gefragt, was ich an dir finde.“, belustigend sah ich ihn an.
„Häh, und was findest du an mir?“, forschend sah er mich an.
„Nichts Besonderes, außer dass du ein Idiot bist.“, log ich.
„Aber dein Idiot“
„Tuschee“
„Willst du noch mit zu mir? Oder ist dir das zu spät?“, fragend sah er mich an.
„Ist deine Familie denn nicht da?“, würde ich heute seine Familie kennen lernen?
„Nein“, er lächelte schief. „Zweisamkeit wäre doch auch schön.“
„Hm“, summte ich wieder. „Okay.“
„Ihr zwei seid jetzt also wirklich zusammen?“, Suga sah uns belustigend an. „Hasst ihr zwei euch nicht?“
„Nein.“, meinte ich, legte meine arme um Tsuki, sodass wir uns innig umarmten. „Sieht es denn so aus?“
„Naja, das letzte Mal schon“, gestand er. Das letzte Mal hatte ich ihn nach Tsuki gefragt, also hätte er sich das denken können.

Händchen halten liefen wir den Weg zu Tsuki entlang. Aber ich freute mich nicht wirklich. Ich hatte nur schlechte Erinnerungen daran. Immerhin hatte er vor ein paar Wochen noch zu Yamaguchi gesagt, dass wir nichts miteinander zu tun hatten, obwohl es eindeutig nicht so war. Auch wenn wir jetzt zusammen waren und es relativ gut lief, konnte ich, das immer noch nicht vergessen. Ein bisschen Angst hatte ich, dass es wieder schieflaufen würde. Ich wollte nicht, dass wir uns wieder stritten oder wir uns an die Kehle gingen.

Bei ihm angekommen, gingen wir in sein Zimmer. Das letzte Mal hatte ich mich gar nicht richtig umgesehen. Es war ein relativ kleines Zimmer. Außer einem Bett, gab es noch einen Schreibtisch und ein Regal. Sehr spartanisch eingerichtet, im Gegensatz zu meinem Zimmer. Auf dem Regal standen Dinosaurier. Mochte er die? Schmunzelnd ging ich auf sie zu, und nahm einen grünen in die Hand. Schon wieder grün. Hm, vielleicht mochte er die Farbe wirklich?
„Sammelst du Saurier?“, belustigend sah ich ihn an. Wenn ja, war das ein echt skurriles Hobby aber irgendwie auch süß.
„Nein, die sind noch aus meiner Kindheit.“
„Ach, wirklich?“, ich stellte ihn zurück. „Hast du Kinderfotos? Ich würde sie gerne sehen.“ Einen Moment sah ich mir nochmal seine Sammlung an bis ich mich zu ihm wandte.
„Nein.“, meinte er. „Sie wurden alle bei einem großen Feuer verbrannt“  So ein Lügner, natürlich hatte er welche, er wollte mir sicherlich nur keine zeigen.
„Angst, dass ich dich nackt sehe?“, ich hob eine Augenbraue und schmunzelte dabei.
„Wenn du willst, kann ich mich auch gleich ausziehen.“, er legte seine Hände auf seine Hose und machte den Knopf auf. Okay, damit hatte ich nicht gerechnet.
„Ich hätte lieber ein Foto von einer Miniatur von dir“, gestand ich ihm. Tsuki war sicher süß als Kind.
„Wieso ein Foto, wenn du das Original haben kannst?“, neugierig kam er auf mich zu. „Wenn du mich so dringend nackt sehen willst, lass uns zusammen duschen gehen.“
„Was?“ Jetzt hatte er mich aus dem Konzept gebracht. Zusammen duschen? Natürlich, wieso nicht? Aber soweit waren wir noch nicht mal.
„Häh, machst du dir gerade wirklich Gedanken darüber“, wieder sein spöttisches Grinsen. Das hatte ich lange nicht mehr gesehen. Irgendwie war das sexy.
„Vielleicht“
„Rrrrh, willst du nun oder nicht?“, er legte mir die Arme um mich und zog mich zu sich, gab mir einen Kuss. Ich mochte unsere unschuldigen Küsse. Diesen zärtlichen Gästen zeigten mir, dass er nicht nur das eine wollte, sondern sich wirklich für mich interessierte.
„Ich passe“, nachdenklich fuhr ich seine Seiten entlang. „Vielleicht beim nächsten Mal.“
Er gab mir noch einen Kuss, ehe er im Bad verschwand. Nachdenklich setzte ich mich auf sein Bett und zog mein Handy aus meiner Tasche. Oh, eine Nachricht von Toshi.

„Tendou hat geweint, wegen dir.“

„Oh“, stieß ich aus. Er machte mich echt fertig. Wieso war er so darauf versessen, dass ich mit Tendou ausging? Ich verstand es nicht, wieso gönnte er mir nicht mein Glück. Tsuki war kein schlechter Kerl. Er mochte mich. Na gut, Tendou mochte mich auch aber es war eben nicht das Gleiche. Er war eher wie ein zweiter Bruder für mich. Wieso verstand er das nicht? Und wieso wollte er mir unbedingt ein schlechtes Gewissen einreden? Tendou würde deswegen doch nicht weinen? Tendou war so nicht. Er nahm alles mit einem Lächeln hin. Außerdem wusste er gar nicht, dass ich wusste, das er mich mochte. Wieso ließ Toshi es dann nicht einfach bleiben?
Genervt warf ich mein Handy auf Tsukis Tisch. Dabei stieß ich eine Wasserflasche um. Ich stellte sie wieder hin.
Tsuki kam aus dem Bad. Von Dampf umhüllt, kam er nur mit einem Handtusch um die Hüften rein und rieb sich mit einem Anderen die Haare trocken.
Ich sah ihn von oben nach unten an. Gott, er sah so gut aus. Das Handtuch wirkte so sexy an ihm, dass man es gar nicht wegnehmen wollte, auch wenn auf dem Handtuch Dinosaurier waren. War das auch eins aus seiner Kindheit? Süß.
„Hey.“, ich ging auf ihn zu. „Das ging schnell.“,  ich hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen.
„Wenn du mitgekommen wärst, hätte ich länger gebraucht“, ein anzügliches Lächeln zeigte sich. Das war neu.
„Das bezweifle ich?“, lachend schmiegte ich mich an ihn. Ah, er war so schön warm.
„Takeda“, er legte seine Arme um mich. „Ich will mich anziehen. Es ist kalt.“
„Keine Angst, ich wärme dich.“, ich stellte mich auf die Zehnspitzen und legte meine Arme um seine Schulter, gab ihm seinen unschuldigen Kuss. Er presste sich enger an mich.
„Takeda“, knurrte er. Oh, was war denn jetzt los?
Er küsste mich stürmisch. Überrascht riss ich die Augen auf. Was war jetzt in ihn  gefahren?
Er hob mich hoch und Umgriff meinen Po, trug mich zu seinem Bett. Dort angekommen drückte er mich auf die Matratze und beugte sich über mich.
„Tsuki“, vorwurfsvoll sah ich ihn an. „Was soll das werden?“
„Ich kann nichts dafür, wenn du deine Uniform trägst, das törnt mich an.“, er fing an Küsse auf meinem Hals zu verteilen. Ein wohliger Schauer durch fuhr mich. Mein ganzer Körper war voller Knutschflecke von gestern. Wollte er noch mehr hinterlassen?
„Tsuki, wir haben darüber geredet. Ich bin noch nicht bereit für mehr.“
Genervt legte er sich auf mich. „Ich weiß doch“, er fuhr sich über das Gesicht. „aber wenn ich dich sehe, will ich dich.“
Mein Magen fing an zu Kribbeln. Die vertraute Wärme in meinem Gesicht setzte ein.
„Besonders in dem Outfit“. Seine Hand fuhr meinen Oberschenkel entlang.
„Tsuki, ernsthaft! Du hast gesagt, dass du warten kannst.“ Augen verdrehend legte er sich neben mich.
Skeptisch sah ich ihn an. Oder wollte er nur Sex? Ich meine, seit wir zusammen waren, hatte ich das Gefühl, das er ziemlich ranging und irgendwie war alles sexuell. Nicht, dass es mir nicht gefiel aber irgendwie pisste mich das gerade an. Aber streiten wollte ich mich nicht mit ihm. Man, das war doch bescheuert!
„Wenn es dir nicht passt zu warten, sollte ich jetzt lieber gehen.“, ich war gerade dabei aufzustehen als er meine Hand packte und mich zurückzog.
„Tut mir leid. Ich kann warten“, er zog mich in seine Arme.
„Sicher?“, forschend sah ich ihn an. „Scheint mir nämlich nicht so.“
Er zog mich enger an sich. „Ich kann“ Ich hob eine Augenbraue. Ich dachte, dass er weniger.
„Ich kann das wirklich. Ich beweise es dir! Keine Versuche mehr, Sex zu haben.“
„So meinte ich, dass auch nicht. Irgendwann will ich schon. Ich muss auch noch zu nem Gynäkologen und mir die Pille besorgen“, murmelte ich gegen seine Brust.
„Die Pille? Kondome reichen doch auch?“, er hauchte mir einen Kuss auf die Stirn.
„Männer, keine Ahnung von nichts“, diesmal verdrehte ich die Augen.
„Schon gut, lassen wir das Thema fürs Erste sein. Kein Sex vor der Ehe“
„WAS?“, soweit dachte er schon? Das ging mir eindeutig zu schnell. Was dachte er sich eigentlich? Hochzeit? Ich, wir kannten uns doch kaum.
Rau lachend vergrub er sein Gesicht in meinem Haar. Verarschte er mich gerade?
Ich schlug ihn auf die Brust. Dieses dumme Arschloch.
„Ich bin müde.“, gähnte er in mein Haar.
„Soll ich gehen?“, fragend sah ich ihn von unten herab an.
„Nein, bleib noch ein bisschen.“
Doch keine weiteren 10 Minuten war er eingeschlafen. Ich legte seinen Arm auf die Matratze, den er um mich gelegt hatte und stand dann auf. Sein schlafendes Gesicht beruhigte mich. Es war wirklich süß. Er wirkte so friedlich, wie ein anderer Mensch. Ich beugte mich hinunter und gab ihm einen Kuss auf die Wange, nahm meine Tasche und ging.

Im Zug rief mich Toshi an, aber ich hatte gerade keinen Nerv ranzugehen. Er würde mir nur wieder irgendwelche Vorwürfe machen und auf diese konnte ich getrost verzichten. Gerade als ich die Tür auf schloss, ging Toshi von der Küche, die Treppe hoch, drehte sich dann aber um, als er hörte, dass jemand reingekommen war.
„Du bist spät.“, misstrauisch sah er mich an. „Du antwortest nicht auf meine Nachricht und gehst nicht ans Handy“
„Und wenn schon“, gab ich genervt zurück.
„Wakatoshi kann ich das Bad benutzen?!“, verwirrt sah ich in die Richtung, woher die Stimme kam.
„Wieso ist Tendou noch hier?“, fragend sah ich Toshi an.
„Wenn du an dein Handy gegangen wärst, wüsstet du es.“, regte mich der schon wieder auf, dieser kleine Depp. Na gut, klein war er weiß Gott nicht.
„Er schläft also hier.“, ich verschränkte die Arme.
„Hast du noch Bettzeug?“
Schritte näherten sich. „Oh, Saya-chan, du bist ja schon da. Wo warst du so lange?“
Tendou wirkte blass. Seine Augen waren gerötet. Hatte er wirklich geweint? Trauer und Mitleid durchfuhr mich. Was sollte ich nur wegen ihm machen? Ich wollte nicht, dass er wegen mir litt. Aber nur wegen Tendou mit Tsuki Schluss zu machen, wäre schwachsinnig.
Ich seufzte.
„Olaolaola, sind das da Knutschflecke?“, Tendou kam auf mich zu und betrachtete sie von nahem. Er war der Letzte, der das sehen sollte.  Versteckend verdeckte ich sie mit meinen Händen.
„Nein, Mückenstiche“, schnell ging ich an ihm vorbei, hoffte er sah nicht, die am Oberschenkel und verschwand auf mein Zimmer. Ich fühlte mich so schlecht. Wieso war er hier?


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Ich persönlich mag das Kapitel nicht :O Irgendwie passiert da nichts spannendes aber ich denke das muss auch mal sein. Wie ihr sicher bemerkt habt, wird Tsuki immer -könnte man netter sagen?- naja, ihr merkt sicher die Veränderung, die Liebe so mit Menschen macht. Ab dem nächstem Kapitel gibts wieder etwas mehr DRAMA!
Bis zum nächsten Mal ;)

MissLittleSwagItOut :D
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