Daeva in Eldarya

GeschichteAllgemein / P12
??? Miiko OC (Own Character)
18.11.2018
20.06.2019
4
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Daeva in Eldarya

-Die Ankunft-



In der Welt von Eldarya war ein ganz normaler Tag. Die Sonne schien aus dem hellblau gefärbten Himmel, welcher von ein paar weißen Wolken überzogen war. Dice, ein junger, muskulöser Mann mit braunen Haaren und grünen Augen zog sich gerade für seine morgendliche Routine an, welche daraus bestand, die anderen Mitglieder der Garde zu wecken, Frühstück vorzubereiten und danach ein bisschen im riesigen Wald neben dem HQ herumzuirren. Er wusste selbst nicht, warum er diese Aufgaben übernommen hate, aber er mochte diese. Als er gerade Nevra wecken wollte, kam Miiko aus ihrem Zimmer, welches direkt neben seinem lag und begrüßte ihn freundlich. Dice grüßte zurück, wie sie es von ihm erwartete. Er stellte sich gerade hin, legte die Arme an den Körper und verbeugte sich leicht vor ihr. Es wurde schon zur Gewohnheit, obwohl er es nicht einmal mochte. Nach dem Miiko in den Garten des HQ verschwunden war, weckte er schließlich die anderen, damit sie auch das Training nicht vernachlässigten und rechtzeitig aus dem Bett kamen. Bei Ykhar würde es sich als schwieriger herausstellen, weil diese eine Schlafmütze war und nie aus dem Bett kam. Er seufzte leise und ging auf die Tür mit dem kindisch abgebildeten Hasen zu. Dabei kam er an einem Spiegel vorbei, welcher mit Silber verziert worden war. Er sah sich selbst für einen Moment lang an. Es mag schon sein, dass er gut aussah mit seiner Rüstung, welche seine Arme und Beine zierten. Sie war mit vielen verschiedenen Mustern und Kratzern übersäht. Seine Muskeln waren prachtvoll, aber noch im Rahmen des Schönen und seine Haare waren nach hinten Gekämmt und ein bisschen verwuschelt. Nachdem es sich einige Momente betrachtete fuhr er mit seiner Routine fort. Dice machte für alle im HQ ein leckeres Frühstück bestehend aus Rührei und gebratenem Speck. Miiko stellte ihn für den Rest des Tages frei, was im in die Karten spielte, d er ja eh in den Wald gehen wollte. Nun konnte er sich mehr Zeit dort lassen um seine Orientierung zu stärken und zu trainieren. Als alle gemeinsam den Abwasch gemacht haben, ging Leiftan mit ihm zum Tor um ihm viel Glück zu wünschen, da er in der Sorge war, er könnte sich verlaufen und nicht mehr zurückfinden. Er kannte Dice inzwischen gut, obwohl dieser erst sechs Monate bei der Garde war, haben sich die beiden auf Anhieb gut verstanden. Dice ging langsam gen Wald und blickte noch einmal zu ihm zurück, um sich zu verabschieden. Der sandige Weg zum Wald erschwerte das Gehen, doch es war auch gleichzeitig ein gutes Training für seine Beinmuskeln. Die durften ja auch nicht vernachlässigt werden. Als er schlussendlich im Wald war, ging er zu einer großen Buche, welche er mit Pfeilen beschriftete, um immer seinen Weg zurück oder in eine andere Richtung zu finden. Auf der Buche waren bereits Pfeile nach links und rechts eingezeichnet. Dieses Mal entschied er sich dazu hinter dem Baum weiter zu gehen, um eine neue Richtung kennen zu lernen. Er stapfte durch tiefes und niedriges Laub, beim Gehen knarrten manche Äste und manchmal versuchte er so leise wie möglich zu sein. Auf einmal hörte er etwas genau vor ihm. Es ließ ihn erschrecken, da es sich laut und wie etwas, das aus großer höhe in die Baumkronen und durch morsche Äste auf den Boden viel. Vorsichtig schlich er sich an das Geräusch heran, welches so schmerzhaft klang, dass es ihm durch Mark und Bein ging. Er hielt kurz inne und wollte lauschen, ob dort noch mehr Geräusche kommen, aber er wurde von seinem eigenen Fußtritt, der einen Ast streifte zu Boden geworfen und landete kurz vor einem Busch, welche knapp zwischen ihm und dem Geräusch lag. Er wagte einen kurzen Blick und erschrak vor dem, was er sah. Dort war eine junge Frau, welche den Anschein machte, als ob sie aus einer enormen Höhe gefallen sei. In den Bäumen über ihr erblickte er ein Loch und viele Federn, welche Weiß, aber dennoch mit Blut getränkt. Er sah sofort, dass die Frau viele ernste Wunden hatte. Schnell riss er ein Stück seines umhanges ab, welches er in mehrere Stränge riss und gerade über ihre Wunden legen wollte, als er SIE erblickte. Zwei prachtvolle, weiße Flügel, welche mit Blut überdeckt waren. Die Federn so zart wie Seide, obwohl sie durch das halbtrockene Blut rauer wurden. Er wollte gerade mit der Wundversorgung fortfahren, als sie die Augen halb aufmachte und nur kurz Hilfe flüstern konnte, bevor sie diese wieder schloss. Aber er hatte den Hilfeschrei gehört und in diese hilfeersuchenden eisblauen Augen guckte. Er stoppte die Wundversorgung, nahm sie auf die Arme und rannte so schnell wie möglich, aber dennoch vorsichtig, mit ihr zum HQ, dabei spürte er diese mächtigen und dennoch zarten Flügel an deinen Armen und seinem Oberkörper entlanggleiten. Er wusste nicht warum, aber er fühlte sich sofort zu der geflügelten Frau hingezogen. Ihre Wunden taten ihm im Herzen weh und er musste ihr einfach helfen. Die Zeit wollte einfach nicht vorbeigehen und als sie endlich am HQ ankamen, kam ihnen schon Leiftan und Miiko entgegen, welche ihn zufällig auf das HQ zu rennen gesehen haben. Sie waren schockiert von dem, was er in den Armen trug und brachten sie sofort zu Ewelein, welche erstaunt, aber dennoch fokussiert war. Sie schickte alle sofort aus dem Krankenzimmer um ihre spezielle Patientin zu behandeln. Nach geschlagenen drei Stunden, aber gefühlten 20 Jahren kam Ewelein schließlich aus dem Krankenzimmer, welches nun noch mehr als vorher nach Desinfektionsmittel roch. Aber dennoch lag ein starker Geruch von Blut in der Luft, welcher den Gardenmitgliedern die Kehle zuschnürte. Dice, welcher vor Sorge fast geplatzt wäre, stürmte ins Zimmer um zu sehen, wie es ihr geht und ob sie es überstehen würde. Ewelein konnte ihn aber beruhigen und erzählte ihm, wie erstaunlich doch die Heilkräfte der Daevas sei. Aber bei ihr schienen diese Kräfte wohl nicht so schnell zu wirken, wie bei den anderen. Sie wies Dice an, die junge Frau in ein Zimmer zu bringen, welches Miiko schon im Voraus vorbereitet hatte. Allerdings war dieses nicht bei den anderen Zimmern, sondern in einem kleinen Turm könnte man sagen. Dieser war nicht allzu hoch, aber wenn man von dort runterspringen würde, täte man sich schon ordentlich weh. Nachdem er diese Hürde an Treppen gemeistert hatte, lege er sich vorsichtig auf das Bett, welches mit Seidenen Tüchern bezogen wurde. Er musterte sie noch einmal ganz genau. Sie hatte weiße bis blonde Haare, eisblaue Augen, trug ein leicht zerrissenes weißes Kleid mit zwei leichten Trägern. Dieses Kleid war aber dennoch wunderschön und zierte ihren Körper wie die Flügel, die sie auf dem Rücken trug. So weiß wie Schnee waren diese nun. Ewelein muss sie wohl gut gepflegt haben, um das Blut aus den seidenen Federn hinaus zu bekommen. Sie waren so zart aber dennoch mächtig. Er konnte nicht glauben, wie diese sie durch die Lüfte tagen sollten. Ihre Haut war so zart wie ihr Kleid und so weich wie eine Feder. Ein erleichtertes Schmunzeln konnte er sich nicht unterdrücken und strich ihr eine Strähne ihres langen, weißen Haares aus dem Gesicht. Dice fragte Miiko, warum sie kein Zimmer in dem Wohnflügel bekommen hatte. Miiko schüttelte den Kopf und sagte mit Sorge, dass man ja nicht wüsste, was sie verfolgt habe und ob sie ein Feind der Garde war oder nicht. Sie wollte nur auf Nummer Sicher gehen. Als die anderen den Raum verlassen hatten, blieb Dice zurück, um auf sie aufzupassen. Es wurde Nacht und so langsam erwachte die weiße Schönheit. Sie streckte sich und bemerkte Dice, welcher an der Seite ihres Bettes eingeschlafen ist. Sie schmunzelte über den Schlafenden und wollte aufstehen, als Dice erwachte. Besorgt fragte er, ob es ihr gut gehen würde und ob sie Schmerzen habe. Sie verneinte die Schmerzen und setzte sich auf. Er fragte nach, wie denn ihr Name sei und sie antwortete in leiser aber sehr schöner Stimme: ,,Mein Name ist Ellen.“
Er war gerührt von ihrer lieblichen Stimme und antwortete mit seinem Namen. Ellen lächelte leicht und wollte vom Bett aufstehen, wobei sie aber wegknickte. Kurz bevor sie auf dem Boden aufschlug fing Dice sie. Beide erröteten leicht und er half ihr auf. Als sie stand streckte sie ihr Flügel und diese weiteten sich leicht. Sie sah so schön aus und von so einer leichten Geste wurde Dice fasziniert. Er konnte nicht anders als zu erröten. ,,Wir haben dir ein paar Klamotten herausgelegt, aber ich glaube, dass du sie vielleicht ein bisschen abändern musst.“ Sie ging zum Fenster und schaute in den dunklen Sternenhimmel. ,,Danke, ich weiß das sehr zu schätzen.“ Sie bemühte sich kurz, um ihre Flügel zu verkleinern, indem sie ein paar Muskeln anspannte. Er war erstaunt, dass so große und prächtige Flügel auf diese Größe schrumpfen könnten. Sie drehte sich um und fing aus dem nichts heraus an kleine Tränen aus ihren Augen kullern zu lassen. Schnell wischte sie diese weg, aber Dice entging das nicht und er fragte nach, warum sie den weine. Ellen erklärte ihm also nun, warum sie weinen würde und warum sie überhaupt aus einer großen Höhe hinuntergefallen war. Was das für ein Ausmaß hatte, konnte Dice zu Anfang noch gar nicht glauben.

Vielen Dank fürs Lesen. für den nächsten Teil einfach ein Kommentar da lassen :) Danke
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