Hailey Jackson - Ein Tag im Leben einer Jägerin

von Tatu
GeschichteRomanze, Horror / P16
18.11.2018
01.12.2018
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Hallo liebe Leser,
Ich freue mich, dass Ihr hierher gefunden habt. Ich bin ganz aufgeregt, weil ich hier meine erste Geschichte mit meinem eigenen Charakter veröffentliche und ich natürlich gespannt bin, ob Euch Hailey gefallen wird. Lasst mir doch bitte Reviews da, damit ich es erfahre.
Zur Geschichte sei gesagt, dass sie fertiggestellt ist und ich werde zweimal die Woche ein Kapitel hochladen.
Ganz herzlich möchte ich mich bei meiner tollen Beta-Leserin Wildcat bedanken, die immer wieder die Schwachstellen in meinen Geschichten ausmerzt. Du bist Super!
So, und jetzt viel Spaß beim Lesen.
Eure Tatu

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Kapitel 1


Darf ich mich vorstellen?

Mein Name ist Hailey Jackson und ich jage Monster.
Ja, Sie haben richtig gehört, ich sagte Monster. Die wenigsten Menschen wissen, dass sie existieren und das soll auch so bleiben. Es gibt noch andere wie mich; verstreut auf der ganzen Welt. Wir nennen uns Jäger - Dämonenjäger. Ja, Dämonen gibt es auch.

Mal wieder bin ich mit meinem dunkelblauen 1970er Dodge Charger auf einer Interstate irgendwo im Nirgendwo unterwegs durch die USA. Ich bin mir im Augenblick nicht sicher, ob ich noch in Ohio bin oder schon in Indiana. Wenn man wie ich, ständig hunderte von Meilen zurücklegt, achtet man nicht mehr so sehr auf die Gegend. Außerdem sieht nachts sowieso alles gleich aus. Und es ist Nacht.

Ich bin auf dem Weg zu einem neuen Fall. So nenne ich die Vorkommnisse, die mit jeder Art von Monstern zu tun haben.
In Evansville, Indiana, wurden in den letzten Tagen immer öfter Kinder als vermisst gemeldet. Das klingt zwar nicht unbedingt nach einem Monster, aber mein Instinkt und meine Erfahrung sagen mir etwas anderes.

Da ich eh nichts Besseres vorhabe und die Stadt auf meinem Heimweg liegt, werde ich einfach mal hinfahren und sehen, ob ich etwas herausfinde.
Es ist schon spät, als ich in Evansville ankomme. Das erstbeste Motel ist meins. Meine Augen brennen und ich bin erschöpft, die 16 stündige Fahrt von Boston, wo mein letzter Fall war, bis hierher, setzt mir ganz schön zu. Als ich vor fünf Jahren angefangen habe zu jagen, steckte ich so weite Fahrten besser weg.
Ich könnte ja fliegen, aber ich hasse fliegen. Außerdem gäbe es dann Probleme mit meinem Waffenarsenal, das ich immer mitführe. Also bleibt mir nur das Auto.

Vor fünf Jahren ist für mich die Welt noch in Ordnung gewesen. Ich hatte einen Freund, mit dem ich gerade zusammengezogen bin. Wir haben eine schöne Dreizimmerwohnung in Oklahoma City bezogen. Eines Abends sind Joshua und ich in einem Park bei Mondschein spazieren gegangen, es war richtig romantisch, wie sich der Vollmond auf dem See im Park gespiegelt hat. Wir sind stehen geblieben und haben uns geküsst, als plötzlich, wie aus dem Nichts ein, wie ich gedacht habe, wildes Tier aus den Büschen geschossen kam und mir meinen Freund aus den Armen gerissen hat. Joshua hat aufgeschrien und ich konnte sehen, wie er gebissen wurde. Ich habe einen Schuss gehört, das Ungetüm hat aufgeheult und ist zu Boden gesackt. Mein Freund und ich sind panisch davon gelaufen.

Joshua hat sich in der nächsten Vollmondnacht zu einem ebensolchen Ungetüm verwandelt und ich habe mich im Badezimmer eingesperrt. Als er unsere Wohnung verlassen hat, ist er von einer Jägerin erschossen worden. Ihr Name war Lara Decker. Sie hat mir erklärt, dass ein Werwolf meinen Freund gebissen hat. Ja richtig, ein Werwolf. Ich wollte es auch erst nicht glauben. Aber aus diesem Grunde ist Joshua auch zu einem Werwolf geworden. So funktioniert das nämlich. Du wirst gebissen und verwandelst dich ebenfalls.
Ich habe mehr über Werwölfe erfahren wollen und war geschockt, als sie mir auch von anderen Monstern erzählt hat. Während der nächsten Monate hat sie mir alles beigebracht, was ich wissen musste, um eine gute Jägerin zu werden. Denn das wollte ich, eine verdammt gute Jägerin werden, um so viele Monster wie möglich zu vernichten.
Die ersten Fälle haben wir zusammen durchgeführt, so habe ich eine Menge gelernt. Später bin ich auch alleine auf die Jagd gegangen, aber ab und an ist es vorgekommen, dass wir uns zusammengeschlossen haben, um schwierigere Fälle zu erledigen. Bei unserer letzten gemeinsamen Jagd vor drei Jahren, ist sie von einem Vampir erwischt worden. Sie fehlt mir auch heute noch. Zwischen uns ist eine enge Freundschaft entstanden. Wir haben uns bedingungslos vertrauen können. Vielleicht jage ich deswegen heutzutage lieber alleine. Weil ich Angst habe wieder Jemanden, der mir nahesteht, zu verlieren.

Ich parke meinen Wagen auf dem Motel-Parkplatz und gehe in das Büro. Der Mann hinter dem Tresen am Empfang guckt mich missmutig an.
„Sie sind ja noch spät unterwegs. Möchten sie ein Zimmer?“
Was für eine blöde Frage. Was erwartet er denn sonst von mir?
Ich buche mich mit einer falschen Identität im Motel ein und nehme meinen Schlüssel entgegen. Meine Erwartungen sind nicht hoch. Ich brauche nur ein Bett und ein Badezimmer und es muss sauber sein.
Ich schließe mein Zimmer auf und schalte das Licht ein. Naja, könnte schlimmer sein. Die verblichene, beige Tapete mit den braunen und orangen geometrischen Figuren versuche ich zu ignorieren. Aber wenigstens passt sie zu der braun-beigen Küchenzeile.
Ich schmeiße meine Tasche aufs Bett und steuere das Badezimmer an. Ich vermute mal... Jupp: grün mit braunen Fliesen. Wie hässlich! Aber sauber!
Ich dusche und falle anschließend erschöpft ins Bett. In ein paar Stunden werde ich mich um den Fall kümmern.
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