Outlast: Alternatives Ende

von Estarva
GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P16
17.11.2018
11.02.2019
14
19684
 
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Kapitel 5

Im Voraus:
Ich bitte um Entschuldigung, dass dieses Kapitel so kurz ist. Ich hoffe, dass es euch trotzdem gefällt.

**Waylons Sicht**

Bereits sind schon mehrere Wochen vergangen, seit Miles und Ich hier sind. Die Fixierung an meinem Bein wurde glücklicherweise entfernt, ich konnte aufstehen, wann immer ich die Kraft oder Lust dazu hatte. Auch Miles sah schon besser aus, die Platzwunde an seinem Kopf schien sehr gut verheilt zu sein, auch seine Fingerstumpen und seine Schusswunden sahen besser aus. Er wirkte nach der Sache mit dem Traum auch viel gelassener und offener. Zwar hatte er ab und zu immer noch Albträume, war aber nicht allein, da Ich auch oft schlecht von der Anstalt träumte. So konnten wir uns austauschen und so fühlten uns nicht mehr so allein mit dieser Situation.

Die Bäume vor dem Krankenhaus verloren langsam ihre Blätter, ganz Leadville war in einen wunderschönen rot-orange Ton gehüllt, die Sonne ging nach einem weiteren Herbsttag wieder unter.
Wir beide waren froh, dass die letzten Tage so friedlich verliefen...
Miles schaute wieder zum Fenster und wirkte sehr nachdenklich. Ich wusste nicht worüber er nachdachte aber es ging mich ja auch nichts an. Er schaute mich nun an.
„Way?“
Er sprach mich in letzter Zeit oft mit diesem niedlichen Spitznamen an, er gefiel mir nicht unbedingt, aber die Tatsache, dass er für mich einen Spitznamen verwendete, machte mich glücklich.
„Ja?“

„Wenn diese Typen von Murkoff wiederkommen... Was glaubst du, werden sie tun? Und was sollten wir am Besten machen?“

„Ich... weiß es nicht, Miles. Aber wir sollten ihnen besser gehorchen... Du weißt ja, wozu diese Mistkerle fähig sind.“
Miles schaute wieder aus dem Fenster und seufzte leise.
„Ich wüsste zu gerne, wann diese Murkoff Leute wieder zu uns zurückkehren.“, brach Ich die melancholische Stimmung.
„Höchstwahrscheinlich wenn wir entlassen werden.“

Ich bin froh, sein Vertrauen zu haben. Auch wenn nur ein wenig, aber das reichte mir.
Nach der Sache mit dem Traum erzählte er mir viel von sich selbst, wenn Ich ihn danach fragte. Natürlich hatte er nichts über seine Erlebnisse in Mount Massive und den Grund für die Albträume erzählt. Aber dafür erzählte er mir von seinem Beruf als Enthüllungsjournalist, wie sein „Alleinleben“ so war und über andere oberflächliche, für mich interessante Dinge. Andere hätte es bestimmt nicht interessiert, mich interessierte es jedoch sehr.
Meine Frau hat mich auch oft besucht, sie hielt Miles für einen „freundlichen Typ“. Ich fand es schön, dass Lisa mit meinem neuen Kumpel so gut zurechtkam, jedoch schien Miles sie nicht allzu sehr zu mögen.
Ich überlegte, warum diese Leute von Murkoff uns überhaupt „mitnehmen“ wollten. Ich hatte zwar schon meine eigenen Ideen, entschloss mich aber dazu, den Brünetten neben mir zu fragen. Wenn seine Haarfarbe überhaupt noch unter brünett galt, sie waren schon wirklich ziemlich dunkel...
„Warum wollen diese Leute uns überhaupt mit in ihr Büro nehmen?“

„Wieso sollte ein ehemaliger Mitarbeiter Murkoffs, der in den Unterirdischen Laboren gearbeitet hat, nichts über den Walrider wissen?“

„Hm... Das ergibt Sinn. Aber was ist mit dir? Was weißt du überhaupt über den Walrider?“
Miles seufzte. Sein vorheriges Lächeln verschwand, er zog die Augenbrauen etwas zusammen.
„Hattest du damals im Haupteingang von Mount Massive eine Person gesehen, die in dunklen Nebel gehüllt war?“

„Tatsächlich hatte Ich damals eine Person vor der Anstalt gesehen. Der oder Das hatte mich sogar ein bisschen verfolgt...“
Miles lachte. Ich hörte sein Lachen gerne, aber zu der Zeit war Ich einfach nur verwirrt. Warum lachte er?
„Tja, das war Ich, oder besser gesagt, er.“

„Du meinst, der Walrider...“

„Nachdem ich... Nun ja... erschossen wurde, hatte Ich die Stimme von Wernicke gehört wie er irgendwas auf deutsch und danach „Sie sind nun der Wirt.“ gesagt hatte. Ich kann mich noch 'nen bisschen daran erinnern, sie umgebracht zu haben... Nur nicht Wernicke.“
Miles lachte wieder, diesmal nur ziemlich rau und böse. Ich war noch mehr verwirrt als vorher, dachte aber nicht, dass er mich anlügen würde. Im Gegenteil. Nach allem, was Ich über den Walrider und Mount Massive gelernt hatte, auch wenn es nur wenig war, konnte Ich ihm glauben. Seine Aussage stimmte mit den Infos, die Ich hatte, überein.
Die Nähe zum Tod durch die Schüsse, eine Versuchsperson die genug Schlimmes erlebt hatte...
„Hm. Na dann weiß ich ja, was sie von dir wollen. Hoffentlich stellen sie bei dir keine „psychische Krankheit“ fest, wie bei mir.“
Ich grinste breit und wunderte mich darüber, dass Ich ihm das so plötzlich erzählen konnte. Ich hatte Miles nicht von meinen Erlebnissen in Mount Massive erzählt, weil er mich nie danach gefragt hatte. Aus diesem Grund hatte ich ihn auch nicht gefragt, was er denn so erlebt hatte, als er durch die Hölle auf Erden schreiten musste, es erschien mir einfach respektlos. Obwohl Ich wirklich mal darüber hätte reden sollen, da diese Monster aus Mount Massive mich immer noch heimsuchen...
„Es beunruhigt mich, dass das, was du gerade gesagt hast, tatsächlich passieren könnte.“
Mal wieder war Ich ein wenig verwirrt. Er hatte Recht mit dem was er sagte und das beunruhigte mich ebenfalls. Erneut drehte er sich wieder zum Fenster und schaute hinaus – ich tat es ihm gleich. Ich wünschte mir fest, dass Murkoff uns nie wieder belästigen würde, obwohl Ich genau wusste, dass dieser Wunsch nicht in Erfüllung gehen konnte und würde.
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