The Tourists - An Unexpected Journey

von Sinthoria
GeschichteHumor, Parodie / P16 Slash
Bilbo Beutlin Elrond Gandalf Kili Thorin Eichenschild Thranduil
14.11.2018
11.09.2019
9
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06.09.19


Kapitel 8 - Das tue ich mir nicht an!


“Um etwas Besonderes zu erschaffen,
musst du pausenlos auf jedes kleine Detail achten.”

(Georgio Armani)


~*~



“Schade, dass wir so plötzlich gehen mussten! Ich hätte mich gern verabschiedet.”, sagte Caro, während sie sich ihren Rucksack auf den Rücken schnallte und sie gemeinsam mit den anderen den Berg hinauf lief.

“Gebt alle gut acht. Bald überqueren wir die Grenze zur Wildnis.”, rief Thorin der Gruppe zugewandt von der Spitze des Zuges. Es war eindeutig, wer hier das Alphatier war. “Balin, du kennst diese Pfade. Geh voran.” Balin bejahte dies und seine Brust schwoll an vor Stolz, als Thorin ihn vor ließ.

Julius schüttelte kaum merklich den Kopf und grummelte etwas, das so klang wie: “Welche Pfade?! Es geht hier nur geradeaus … da ist nur ein Weg!” Caro musste ein Lachen unterdrücken … ja, sie lachte, sie kicherte nicht. Immerhin war sie ja keine 13 mehr.

Bilbo fiel derweil etwas zurück und schaute sehnsüchtig nach Bruchtal. Thorin, der sich herumgedreht hatte, sah Bilbos Blick. “Meister Beutlin, es ist Zeit, sich zu sputen.”

Und er sputete sich. Und so begann für die Gemeinschaft und die Touristen ein langer, langer, laaaanger Tag des Laufens durch die Berge. Natürlich kamen sie auch an schönen Gegenden vorbei, aber die drei Touristen waren schon nach ein paar Kilometern so kaputt, dass sie dafür keinen Blick mehr hatten. Keiner von ihnen war das Laufen gewöhnt, sie hatten es wohl unterschätzt … hoffentlich hatten sie bald mehr Kondition. Julius fing an, seinen Kommentar vom Morgen zu bereuen, da es jetzt tatsächlich mehr Pfade gab und sie ohne Balin wohl ziemlich verloren gewesen wären … Zu allem Überfluss begann es am Abend auch noch zu gewittern. Und Caro hatte keinen Schirm in ihrem Hermione Rucksack. So ein Mist aber auch. Es wäre so praktisch gewesen! Und wie die Zwerge und Bilbo gestaunt hätten! Aber wir spiegeln ja hier die Realität wieder und wer denkt schon an einen Regenschirm auf einer Reise! Wo kämen wir denn da hin?!

“Vorsichtig!”, schrie Thorin, als der Pfad auf dem sie liefen sich verengte “Langsam weiter!” Sie hangelten sich an glitschigen Steinwänden entlang.

Fast wäre Bilbo herunter gefallen, doch die Zwerge hielten ihn. “Wir müssen einen Unterschlupf suchen!”, schrie Thorin erneut.

Plötzlich zuckten sie alle zusammen, als ein Steinbrocken auf das Gestein über den Reisenden geschleudert wurde und viele Steine herunter steinten. “Oh ha, da wurden wir ja fast gesteinigt…”, merkte Mareen an, die bisher an diesem Tag sehr ruhig gewesen war.

“Wie du jetzt in so einer Situation Witze reißen kannst, ist mir schleierhaft!” sagte Caro genervt. Sie hatte absolut keine Lust mehr zu laufen! Julius lachte leise von hinten “Hihi … Schleier … Nebelgebirge ...  nebulös...witzig.”

Doch bald hatten sie nichts mehr zu lachen, denn das Gewitter wurde immer schlimmer. “Das ist kein Donnergrollen! Das ist eine Donnerschlacht!”, rief Balin und sie konnten die Steinriesen sehen, die sich aus dem Nebelgebirge erhoben. Natürlich war den Touristen diese Szene bekannt, das Ganze allerdings in real zu sehen, war absolut beängstigend!  

“Gütiger Himmel! Die Legenden sind wahr!”, rief Bofur aus. “Riesen! Steinriesen!” Ein weiterer Brocken kam geflogen.

“Geh in Deckung, du Narr!”, rief Thorin Bofur zu, weil dieser absolut fasziniert da stand und das Geschehen beobachtete. Alle wichen zurück.

“Festhalten!” Und alle hielten sich fest.

Plötzlich teilte sich der Stein zwischen Kili und Fili … der Weg teilte sich also erneut. Ein klarer Fall für Balin … Man nannte ihn auch: den Wegteiler (call me Moses).

Aber Spaß beiseite, Mareen, Caro, Fili und Bilbo waren durch die Teilung des Weges von den anderen abgeschnitten worden und konnten sich kaum noch halten. Zu allem Überfluss schlug der Steinriese von vorn, dem Steinriesen auf welchem sie sich befanden den Kopf ein. Julius, der auf dem vorderen Steinriesen dicht bei Thorin stand, strauchelte und fiel fast herunter, konnte sich dann jedoch Gott sei Dank gerade noch so an Thorin festhalten. An seinem Gürtel.

Der Zwergenkönig strauchelte, weil die Bewegung so plötzlich kam und wäre fast mit dem Jungen in die Tiefe gestürzt … aber er war natürlich Thorin und somit absolut in der Lage, das Gleichgewicht wieder zu finden und Julius Halt zu geben. Dennoch schaute er ihm fassungslos ins Gesicht. Julius lief knallrot an, was man dank des Regens nicht sehen konnte und stammelte peinlich berührt: “Wieso muss eigentlich der Riese, auf dem wir stehen, verlieren?“ Thorin verstand den Wink und nickte grimmig, aber verständnisvoll.

„In Ordnung, für den Moment darfst du dich an meinem Gürtel festhalten.“ Julius dachte über diesen Kommentar nach: “… alles klar. Solange ich ihm dabei nicht die Hose runterziehe … wäre etwas ungünstig. Wäre etwas kalt.”

Der Kampf der Riesen ging weiter und alle versuchten, das Gleichgewicht zu halten und nicht zu sterben.

“Nein!”, schrie Thorin, als er dachte, die Gruppe hinter ihm sei von einem Steinriesen erschlagen worden. Die Lücke des Weges schloss sich und er konnte zum hinteren Teil der Gruppe aufschließen. Er musste sich unbedingt vergewissern, dass es allen gut ging. Julius folgte ihm, denn er sorgte sich um Caro und Mareen… und er hatte sich in Thorins Gürtel verheddert und konnte sich so schnell nicht losreißen.

Sie sahen voller Entsetzen, dass Bilbo an der Klippe hing und Julius, der sich mittlerweile befreit hatte, hastete vor, um Bilbo zu halten. Dabei rutschte er allerdings so ungeschickt aus, dass er kurz darauf ebenfalls über der Klippe hing.

Mareen verdrehte die Augen. “Na toll. Typisch.” … Kein Wunder, dass er nicht aus Besorgnis hinter Thorin hergerannt war.

Die Zwerge taten ihr Bestes, um beide wieder nach oben zu ziehen, doch leider erfolglos. Schließlich kletterte Thorin über den Klippenvorsprung, um von unten nachzuschieben und stürzte dabei fast selbst hinab. Es gelang ihm jedoch schließlich, alle wieder nach oben zu hieven. Bilbo und Julius waren sehr erleichtert.

“Jetzt hätten wir euch beide fast verloren!”, sagte Bofur bestürzt.

Doch Thorin war absolut außer sich. Er drehte sich abschätzig um und antwortete: “Sie waren verloren, seitdem wir aufgebrochen sind…Sie hätten niemals mitkommen sollen. Sie gehören nicht zu uns!” Er machte eine ausladende Bewegung mit der Hand, welche neben Bilbo und Julius auch Caro und Mareen einschloss. Die beiden schauten betreten zu Boden und schämten sich, dass sie Julius nicht zur Hilfe geeilt waren, als dieser über der Klippe hing. Sie hatten selbst zu viel Angst gehabt.

Einen kurzen Moment lang lag eine bedrückende Stille auf der Gruppe. Julius und Bilbo waren noch immer völlig außer Atem, versuchten aber wieder mit der Gruppe Schritt zu halten. Julius sagte es zwar nicht laut, aber Thorins Kommentar hatte ihn zutiefst verletzt.

Das Gewitter legte sich nach und nach. Und so liefen sie weiter und weiter und weiter, bis sie schließlich an eine Höhle kamen. Nachdem sie sich vergewissert hatten, dass diese unbewohnt war, beschlossen sie, dort ihr Nachtlager aufzuschlagen.

“Schlaft ein bisschen. Bei Tagesanbruch gehen wir weiter.”, sagte Thorin an die Gruppe gewandt. Der Ärger hatte sich wieder ein wenig aus seiner Stimme verflüchtigt.

“Wir sollten doch in den Bergen warten, bis Gandalf zu uns stößt.”, merkte Balin an. “Das war der Plan.”

“Pläne ändern sich.”, antwortete Thorin knapp. Er hatte keine Lust mehr zu diskutieren. “Bofur, du hast die erste Wache.”

Und damit legten sie sich schlafen.

Doch Bilbo konnte nicht einschlafen. Ihm ging zu viel durch den Kopf. Irgendwann sprang er auf und fasste einen Entschluss. Julius war ebenfalls noch wach und hatte sich noch gewundert, wie Caro und Mareen einfach so hatten einschlafen können, angesichts dessen was gleich passieren würde. Er beobachtete Bilbo und wusste, dass dieser versuchen würde, abzuhauen. Gleich musste Bofur kommen, um ihn aufzuhalten … doch es kam niemand. Julius wurde ungeduldig. Im Film war Bofur längst bei Bilbo… was sollte er tun? Die Geschichte verändern? Aber er konnte Bilbo auch nicht einfach laufen lassen … er sprang auf und wäre fast wieder gestolpert. “Wo willst du denn hin? Es gibt kein zurück nach Bruchtal mehr, der Pfad ist zerstört.”, sagte er zu Bilbo.

“Ja aber du hast Thorin doch gehört. Ich gehöre nicht hierher … genauso wenig wie ihr.” Der Hobbit deutete auf Julius’ schlafende Freunde. “Und damit hat er vermutlich sogar recht...” Julius runzelte für einen Moment die Stirn. Caro und Mareen sahen so elbisch aus in diesem Moment, wie sie da so lagen. Aber dann wandte er sich wieder Bilbo zu.

“Vielleicht ja… aber ich glaube nicht, dass er seine Worte so meint, wie er es gesagt hat. Er hat sein Leben riskiert, um dich zu retten … um uns zu retten.”, nahm er Thorin in Schutz. Da kam endlich Bofur dazu, der das Gespräch mit angehört hatte. Und wie Julius wusste, hörte ja auch Thorin zu.

“Du gehörst jetzt aber zu uns...ich verstehe, dass du dein zuhause vermisst, aber …”, begann Bofur an Bilbo gewandt. Doch dieser unterbrach ihn zügig. “Nein, das verstehst du eben nicht! Du bist ein Zwerg! Ihr seid das hier gewohnt. Ein Leben auf der Straße. Nirgendwo sesshaft zu sein, nirgendwo hinzugehören…”, sagte er erbost. Doch dann wurde ihm klar, was er da gerade gesagt hatte und er schluckte schwer. “Verzeih, ich wollte nicht.”

“Du hast ja recht.”, erwiderte Bofur. Julius legte dem Zwerg eine Hand auf die Schulter, als dieser noch hinzufügte: “Wir gehören nirgendwo hin.”

AN:
“Du immer mit deinem Hand auf die Schulter legen.”
“Ja oder? Das ist nichtmal etwas das ich mache…”
“Ja … igitt, Körperkontakt.”
“Ihh, Leute anfassen.”
“Na ja, das hier sind ja keine Leute, sondern Zwerge.”
“Ja stimmt. Zwerge fasse ich gern an … zumindest einen von ihnen.”
...
“Weißt du noch, die Unterhaltung mit den Ponys letzten Winter?”
“Ja… unglaublich, dass du das nicht wusstest … wie wohl Pony Fohlen im Vergleich zu normalen Fohlen aussehen?” *googelt und sendet Foto*
“Ohhh schau mal, die kleinen Beinchen!” *klatscht freudig in die Hände*
“Pony Fohlen: Die Dackel unter den Pferden.”


“Ich wünsche dir alles Glück auf der Welt. Ganz ehrlich.”, sagte Bofur aufrichtig zu Bilbo. Dieser seufzte und drehte sich noch ein letztes Mal zu den beiden um. Da sah Bofur das blaue Glühen…

“Was ist das?!”, fragte er. Sofort rissen alle drei schockiert die Augen auf. Thorin sprang wie aus dem nichts auf und schrie: “Wacht auf!” Doch der Boden öffnete sich bereits unter ihnen und alle stürzten hinab … mitten im Schlaf.

So als würde man im Schlaf aufschrecken, weil man das Gefühl hat zu fallen … nur, dass man tatsächlich fällt.

Caro und Mareen wachten im freien Fall auf und fingen an zu schreien. Glücklicherweise hatten sie ihre Rucksäcke aufbehalten. Sie hatten wach bleiben wollen, waren aber zu kaputt gewesen und hatten beschlossen, sich ‘nur mal kurz’ hinzulegen.

Sie alle fielen auf den harten Boden … der Tatsachen. Und der Goblinhöhle. Caro dachte flüchtig “Na Gott sei Dank habe ich mittlerweile Sachen an, die mir richtig passen. Das wäre sonst wohl ein sehr frei(zügig)er Fall gewesen.” … er wäre wohl tatsächlich sowohl frei als auch zügig als auch freizügig gewesen.

Aber sie kam nicht dazu den Gedanken laut auszusprechen, denn sofort wurden sie von einer Herde Goblins belagert. Bilbo und Caro waren davon sichtlich angewidert und mochten es absolut nicht, angefasst zu werden. (Nicht, dass die anderen es mochten.) Bilbo kniete sich hin, um den Händen zu entkommen und Caro machte es ihm nach. “Das tu ich mir nicht an!” Das Problem dabei war nur, dass der Hobbit weitaus kleiner war und es kaum auffiel, als er sich duckte. Caro, die ja zur Elbin wurde, war zu groß, um unauffällig in der Menge zu verschwinden … Gott sei Dank waren Goblins strohdoof und so konnten die beiden sich unbemerkt aus dem Staub machen … hinein in die Dunkelheit. Es dauerte nicht lange, bis sie stolperten und noch tiefer fielen … in noch dunklere Dunkelheit (Rock Bottom … die fortgeschrittene Dunkelheit). Die beiden schrien und weil sie beide keine Kämpfer waren, hielten sie sich vor Angst fest.

Als ihr Fall schließlich endete, waren die beiden komplett von der Gruppe abgeschnitten und hatten keine Ahnung mehr, wo sie sich befanden. Bilbo zog seine Klinge, die noch immer leuchtete und Caro und er verwendeten sie als Taschenlampe, um sich voran zu schleichen und irgendwie nach einem Ausweg zu suchen. Die beiden zitterten vor Angst und noch schlimmer wurde es, als plötzlich ein Goblin mit seiner hässlichen Visage vor sie sprang. Geistesgegenwärtig hielt Bilbo die Klinge vor sich und Caro und erschlugen den Feind mit weit aufgerissen Augen und zittrigen Händen. Caro spürte den kalten Schweiß im Nacken und atmete erleichtert aus. “Sehr gut … guter Reflex.” und ihr fiel wieder ein, dass sie ja in ihrem Rucksack ebenfalls ein Schwert hatte … sie kramte und kramte und kramte und zwischen all den Büchern aus Bruchtal und anderen Sachen fand sie schließlich ihr Schwert. So gingen sie nun doppelt gesichert weiter.

Derweil wurden die anderen von den Goblins zu deren fetten König getragen. Im Gewimmel bemerkten sie nicht, dass zwischen Ihnen auch eine vermummte Gestalt aufgetaucht war, die nun ebenfalls geknebelt und zusammen mit den anderen vor den König geführt wurde.

Von den Goblins ertönte so etwas wie Musik. “Eh man sich versieht, sing ich ein Lied!”, trällerte der König während die Reisenden die Genicke und Knochen knacken hörten, auf denen er rumstampfte. “Hack, hack, zwick und zwack…”

“Oh wie poetisch.”, sagte Julius. “Vielleicht ist die Fettschwarte ein Tumor.”, überlegte er weiter an Mareen gewandt. Diese war zu angewidert, um etwas dazu zu sagen.

Als der König mit seinem bodenerschütternden Tanzen fertig war, sagte er noch: “Geht ins Ohr, nicht wahr?”

“Bleibt im Kopf.”, sagte Julius darauf reflexartig. Mareen drehte sich um und merkte an: “Diese Brücke ist so wacklig… wie ist er auf die Idee gekommen, seinen Thron genau hierher zu bauen?! Obwohl… er sieht ja nicht gerade so aus, als würde er viel rumkommen. Man ej.. und deshalb muss mein Thrandi jetzt auf mich warten!” Sie verschränkte die Arme und schüttelte den Kopf. Kili schielte eifersüchtig um die Ecke.

“Das ist kein Lied, sondern eine Abscheulichkeit.”, sprach Balin aus, was sich alle dachten.

“Wer hat es gewagt, bewaffnet in mein Reich einzudringen?! Diebe, Spione, Mordgesindel?!” Sie wehrten sich heftig gegen die Goblins, doch schließlich wurden ihnen die Waffen abgenommen und alle wurden durchsucht.

“Zwerge, euer Hoheit.”

Mareen machte sich unauffällig kleiner. Sie stach dennoch mit ihrem elbischen Glanz total aus der Menge heraus, was auch den Goblins auffiel, weshalb sie annahmen, dass Mareen sehr reich war und sie besonders gründlich durchsuchten. Kili versuchte das zu verhindern … er war ja schließlich ihr Retter!

“Was hat euch in diese Gegend geführt?!”, sprach der Goblinkönig schließlich. “Und keine Lügen! Ich will die Wahrheit und nichts als die Wahrheit.”, verlangte er weiter. Gloin und Bofur traten hervor. Die beiden erklärten, dass sie über einen Weg oder Pfad oder eher eine Straße gelaufen waren, woraufhin der König genervt die Augen verdrehte.

“Entfernte Verwandte besuchen.”, schloss Gloin die Erklärung.

“Ein paar Inzuchtgeschwister meiner Mutter.”, fügte Bofur hinzu.

“Klappe!”, schrie der König. Es herrschte Stille. “Für die Lügen müsst ihr zahlen, mit unendlichen Qualen! Bringt den Zerfleischer! Bringt den Knochenbrecher!” (AN: Den hackfleischhassenden Zerhacker! :D)

Julius lachte genervt. “Schlechte Reime sind ja so ein abgedroschenes Fantasyklischee!”

Als die Goblins begannen, die Befehle des Königs auszuführen und sich Ori schnappten, um mit dem Jüngsten zu beginnen, schritt Thorin ein. “Wartet!”

“Wen haben wir denn da?” Ein Blick von König zu König wurde getauscht. “Seht euch das an! Thorin, Sohn des Thrain, Sohn des Thror. König unter dem Berge!” Der König machte eine verspottende Verbeugung. “Nur habt Ihr keinen Berg mehr! Und du bist auch kein König...was dich im Grunde, zu einem Niemand macht.”

Julius zischte aus dem Hintergrund. “Er ist ein König … ok ihm fehlt das Königsjuwel … seine Kronjuwelen.” Und es grenzte wohl an ein Wunder, wie sie es immer wieder schafften, jede noch so ernsthafte Unterhaltung unter die Gürtellinie zu ziehen. Aber weiter im Text:

“Ich kenne jemanden, der einen hübschen Preis für deinen Kopf zahlen würde. Nur für den, ohne etwas dran. Vielleicht weißt du ja, von wem ich spreche? Ein guter alter Feind von dir. Ein bleicher Ork auf einem weißen Warg.” Mareen, die die Gruppe als einzige durch ihre Körpergröße überblicken konnte, runzelte unterdessen kurzzeitig die Stirn, als sie die vermummte Person unter den Zwergen bemerkte. Doch dann wandte sich wieder dem Geschehen zu.

“Azog der Schänder wurde vor langer Zeit im Krieg getötet.” Der König lachte darüber und schickte sogleich einen Goblin zu Azog aus, um ihm davon zu berichten, dass er die Zwerge gefangen hielt.

Bilbo und Caro schrien unterdessen erneut auf, weil der Goblin, den sie plötzlich in einiger Entfernung sahen, einfach so abscheulich aussah und keiner der beiden wusste, wie man sich als guter Kämpfer adäquat verhielt. Bilbo fasste sich schließlich als erster wieder und hielt Caro den Mund zu, um nicht noch entdeckt zu werden und dann beobachteten beide, wie Gollum hervortrat und den Goblin wegzog. Gott sei Dank blieben beide unbemerkt!

Sie folgten Gollum in einiger Entfernung, versteckten sich hinter einem Stein und sahen dabei zu, wie der Ring aus Gollums Tasche fiel. Caro dachte den Bruchteil einer Sekunde darüber nach, wie es wohl wäre, den Ring anzustecken … aber das ließ sie wohl besser sein. Sie wollte die Geschichte schließlich nicht verändern… abgesehen davon, dass es grundsätzlich eine absolut dumme Idee wäre. Sie sah dabei zu, wie Bilbo den Ring hoch hob und sie beide hörten angewidert zu, wie Gollum dem Goblin die Haut abzog und mit sich selbst debattierte: “Schweig still, den Kopf zuerst.”

Bilbos Klinge leuchtete immernoch und er und Caro gingen leise immer weiter auf Gollum zu. Caro dachte noch bei sich: “Scheiße verdammt, wieso gehen wir eigentlich noch näher ran?!” Aber sie folgte Bilbo, den wohl die Neugier trieb. Soviel zum Thema, er wäre kein Abenteurer...

Fasziniert sahen beide zu, wie die Klinge augenblicklich aufhörte zu leuchten, als der Goblin tot war. Dann schreckten beide zurück und versteckten sich erneut hinter einem Stein, weil es so aussah, als hätte Gollum sie entdeckt. Der Puls der beiden schoss in die Höhe und sie umklammerten ihre Klingen aus Angst. Gollum war derweil auf den Stein geklettert und sprang daraufhin mit einem Satz vor die beiden.

“Spritz und Spucke, mein Schatz, dass sind zwei saftige Bissen!” Bilbo hielt ihm ängstlich die Klinge auf die Brust, damit er nicht näher kommen konnte.

“Gollum! Gollum!”, gollumte Gollum.

“Zurück! Komm kein Stück näher!” Bilbo versuchte autoritär und vielleicht auch ein bisschen maskuliner als sonst zu klingen, weil der Beschützerinstinkt in ihm durch kam … außerdem fand er Thorins Ansprachen immer so bewegend und mitreißend, dass er versuchte, diesen nun nachzuahmen und wie er zu klingen.

Doch Gollum ließ das unbeeindruckt und er redete nur weiter mit sich selbst. “Es hat eine Elbenklinge, doch das da ist kein Elb. Was ist es, mein Schatz?” Er zeigte auf Bilbo und schaute zwischen beiden hin und her.

“Es ist ein Meisterhobbit!”, sagte Caro in einem Anflug von Mut oder eher Überheblichkeit. Bilbo drängte Gollum mit dem Schwert zurück und schaute bei Caros Worten kurz genervt über die Schulter. “Das ist nicht hilfreich!”

“Und ein Elb, der nicht wirklich aussieht wie ein Elb, mein Schatz…”

“Mein Name ist Bilbo Beutlin.”

“Beutlinse...Was sind Beutlinse, mein Schatz?”

“Schrizophränieeee!”, sagte Caro. Gollum fasste sich an den Kopf.

Bilbo war genervt. “Hör zu, ich weiß nicht, was das für ein Spiel ist … ” doch Gollum unterbrach ihn.

“Oh, will es spielen?” Bilbo schaute Caro an, die mit den Schultern zuckte.

“Was hat Wurzeln, man kann sie kaum sehen, ist höher als alle Baumwipfel stehen, ist höher als Licht, und trotzdem wächst es nicht.” “Scheiße, ich hab keine Ahnung… ich hab das hier zwar schonmal gesehen aber weiß nichts mehr davon. Das war 2012. Ok, denk mal logisch nach… was könnte das sein?”, dachte Caro. Bilbo schaute sie ungläubig an, als Caro nichts sagte und nur verzweifelt zu ihm guckte und antwortete vollkommen selbstverständlich: “Ein Berg.”

Gollum war begeistert. “Haha, ja! Versuchen wir es! Frag uns!” Doch Gollum war davon nicht begeistert. “Nein, keine Rätsel mehr! Schlag ihn tot, Gollum!”

“Nein, nein ich will spielen! Ich merke, du kannst das gut. Wieso machen wir nicht ein kleines Rätselspiel, nur wir beide?”, sagte Bilbo mit Absicht, weil er bemerkte, dass Caro offenbar keine Ahnung hatte.

Und so begann eine lange Partie Rätselraten, bei der Caro tatsächlich keinerlei Filmwissen mehr hatte und Bilbo es irgendwie schaffte, die Rätsel zu lösen und Gollum auszutricksen. Die beiden versuchten schließlich zu fliehen, aber Gollum jagte ihnen nach. Caro war durch ihre Elbenfüße viel schneller als Bilbo, sodass dieser irgendwann keinen anderen Ausweg mehr sah und - scheinbar intuitiv - den Ring aufsteckte.

Caro bahnte sich den Weg durch die Felsen und erreichte - oh Wunder - binnen weniger Minuten das Tageslicht, bzw. die Dämmerung, denn es dämmerte bereits. Keuchend stemmte sie die Hände auf die Oberschenkel und ging ein wenig in die Hocke. Sie war völlig außer Atem und absolut erleichtert, als sie Julius, Mareen und die anderen vor sich stehen sah. Sie wusste ja noch aus dem Film, dass Bilbo es auch heil raus schaffen würde, weshalb sie da weniger besorgt war. Soviel hatte sie sich noch aus den Filmen gemerkt. Sie wusste auch, dass sie hier wieder auf die anderen treffen würde.

“Oh Gott sei Dank habe ich euch wiedergefunden!”, sagte sie atemlos.

“Oh, du glaubst gar nicht, was UNS passiert ist!”, gab Mareen zur Antwort. Die Gruppe blickte zustimmend zu Mareen und sah dann fragend zu Caro. Thorin schien auszusprechen, was sich alle dachten:

“Wo ist der Hobbit?” Doch bevor ihm jemand eine Antwort geben konnte, verdüsterte sich seine Miene und er beantwortete sich die Frage selbst. “Sicher ist er heimgekehrt … so wie er es schon die ganze Zeit über vorhatte!”, sagte er abschätzig. Im Hintergrund, man merkte es kaum, legte Gandalf - der jetzt auch wieder bei der Gruppe war - die Stirn in Falten. Er wunderte sich, denn er hatte doch zuvor einmal durchgezählt und festgestellt, dass bis auf einen der Touristen die Gruppe vollständig war. Zumindest zahlenmäßig.

Julius meldete sich empört zu Wort. Er hatte eindeutig genug von Thorins abschätziger Art und Weise. “Jetzt seid nicht so gemein! Er wird schon noch auftauchen!”

Und Bilbo tauchte auf.

“Ich will euren kleinen Disput ja nicht beenden, aber….” Bilbo war hervorgetreten und deutete mit dem Finger in die Menge: “Wer ist das da?” Und alle drehten sich herum.

Aus Gründen die unergründet bleiben, schien niemandem zuvor aufgefallen zu sein, nichtmal Gandalf, dass sie einer zu viel waren. Im Hintergrund machte Gandalf ein lautloses “Ah! Daran hatte es gelegen!” und nickte stumm lächelnd in seinen Bart hinein.

Die vermummte Person sog scharf die Luft ein, als sie bemerkte, wie alle Augen auf sie gerichtet wurden. Fliehen konnte sie nicht mehr, da sie von Zwergen umringt war. Als Thorin eine Hand hob richteten sich sogleich alle Waffen der Zwerge auf die fremde Person. Thorin kam bedrohlich näher auf die vermummte Gestalt zu, doch bevor er sie erreichen konnte, hob diese selbst die Hand und streifte ihre Kapuze ab.

Was zum Vorschein kam, ließ alle Zwerge, einschließlich Julius den Atem anhalten. Wallendes, blondes Haar ergoss sich auf brauner Kutte und moosgrüne Augen blickten den Zwergen entgegen. Insbesondere Thorin, der jetzt vor ihr stand und von ihrer Schönheit scheinbar so gefangen war, dass er kein Wort heraus brachte. Julius wollte eifersüchtig sein, war aber selbst so gefesselt von der Schönheit.

Mareen hingegen runzelte die Stirn. Sie war offenbar die Einzige, die die Schönheit kalt ließ. Vielleicht weil sie sich selbst als noch schöner empfand … vielleicht aber auch nur, weil sie selbst eine Frau war. Caro stand zu weit weg, um die Schönheit beurteilen zu können, weshalb nur Mareen die Narben auf der Frau auffielen, sowie ihr zwar sehr schönes, aber zerzaustes Haar und der Dreck an ihrem Körper. Sie sah aus, als wäre sie sehr lange in der Goblinhöhle gewesen … und roch auch so. Mareen verzog angewidert die feine Elbennase.

Thorin schluckte schwer und fand schließlich doch zu Wort: “Wer bist du?”

“Ich bin Helena…”, antworte die Fremde. “Helena von…” Sie zögerte.

Julius Augen weiteten sich und er musste grinsen, als er sie sogleich unterbrach: “Lass mich raten! Helena von Troja?”

Doch sie schaute den Jungen nur unverständlich an. “Nein… nein, das war es ganz sicher nicht.”

“Schade”, murmelte Julius. Fili drängte sich nach vorn. Auch er schien vollkommen verzaubert. “Warum seid Ihr hier? Wie lange folgt Ihr uns schon?” Helena wandte sich an den Zwerg, der sie soeben angesprochen hatte und atmete schwer ein und aus.

“Die Goblins haben mich schon viel zu lange gefangen gehalten. Warum weiß ich selbst nicht mehr … es ist schon so lange her, dass ich das Tageslicht gesehen habe.” Die Zwerge schienen mit ihr zu fühlen. Merkwürdigerweise hatten auch alle binnen weniger Sekunden ihre Waffen gesenkt, als sie das wunderschöne Antlitz in Augenschein genommen hatten. “Ich war unterwegs … irgendwohin. Aber ich weiß leider nicht mehr wohin ich wollte.” Sie wirkte bestürzt.

Da meldete sich Gandalf zu Wort. “Nun, wir sind bereits ein recht beschauliches Grüppchen. Ich denke, eine Zwergin mehr fällt da nicht ins Gewicht.” Er zwinkerte ihr zu.

AN:
“Es kommt halt einfach mal so rüber als würde Gandalf jeden Blödmann der ihm über den Weg läuft anbieten, sich der Gemeinschaft anzuschließen…Ein Wunder, dass er Gollum noch nicht gefragt hat.”
“Er hat Gollum nicht gesehen. Sonst hätte er ihn sicher auch gefragt.”
“Mh… stimmt wohl.”


“Moment mal…”, sagte jetzt Caro. “Wie? Sie ist eine Zwergin? Ich dachte immer, Zwergenfrauen haben auch Bärte.” Sie wartete einen Moment ab, ob man ihr eine Antwort geben würde. Doch als Helena sie nur traurig ansah, fiel es Caro scheinbar wie Schuppen von den Augen und sie hielt erschrocken die Hand vor den Mund. “Oh nein! Jetzt sagt mir nicht, man hat ihn euch … abrasiert!?” Eine dramatische Pause folgte. Caro hatte das eigentlich mehr im Scherz gesagt, da sie sich nicht vorstellen konnte, wie eine Frau über den Verlust ihres Bartes traurig sein konnte, doch Helena blieb ernst und gefasst und antwortete ohne jedwede Emotion in der Stimme. “Ja, das haben sie. Und es war grausam. Die Goblins sind grausame Wesen!”

Doch weiter kamen sie nicht, denn ihre friedvolle Idylle wurde abrupt gestört, als sie Warggetrappel vernahmen. Eine dramatische Musik setzte ein. “Oh nein!”, schrie Mareen. “Das sind Wargs!”

“Ähm nein. Also eigentlich sind es Gundabad-Warge.”, berichtete Julius. Mareen verdrehte die Augen. Schon wieder.

“Ist das dein Ernst?!”

Sie hörten, wie Thorin sie anschrie, sie sollen sich k(r)ampfbereit machen. Doch Julius musste das erst noch richtig stellen. Er räusperte sich und hob den Zeigefinger.

“Oh na toll. Jetzt geht’s los.”, sagte Mareen, doch da war es schon zu spät.

“Also eigentlich gibt es zwei Rassen an Warge. Die aus dem Osten, die mehr Hyänen ähneln und die in Gundabad gezüchteten, die viel mehr Wölfen ähneln.”

“Junge!”, schrie Thorin. Er hatte wohl die Geduld verloren. “Zieh dein Schwert!” Während Julius mit erhobenem Zeigefinger philosophiert hatte, waren um ihn herum alle umher gerannt, um sich für den Kampf zu rüsten.

“Ich hab aber immer noch keins!”, schrie Julius zurück. Und so begann die letzte Schlacht des 1. Filmes für unsere wackeren Helden. Sie rannten weg und flüchteten sich auf Bäume. Zwischendurch hatte Gandalf noch einen brillanten Einfall und schmiss mit brennenden Tannenzapfen um sich, woraufhin alles in Flammen aufging.

Als sie schließlich alle am letzten, bereits über der Klippe hängenden Baum hingen, weil durch ein Wunder alles andere brannte, und dabei zusahen, wie Thorin und Azog sich ein Augengefecht lieferten, merkte Mareen noch in Gandalfs Richtung an: “Das mit den brennenden Tannenzapfen war absolut nicht dein bester Einfall!”

Julius, Bilbo und Caro waren derweil damit beschäftigt, Thorin zu beobachten, wie dieser auf Azog zuschritt als wäre es das Mutigste der Welt und nur halb so dumm wie Gandalfs Tannenzapfeneinfall. Julius wurde unruhig. Er hatte Angst, weil er wusste, was gleich passieren würde. Caro musste ihn regelrecht zurückhalten, um nicht zwischen das Geschehen zu springen.  

Thorin begann zu rennen und zu schreien, die Musik wurde immer dramatischer, bis der Warg ihn schließlich umsprang und ihm Azog beim zweiten Anlauf eins über die Rübe zog. Ein sehr vulgärer Ausdruck… vielleicht drücken wir es auch mit “bis Azog ihn schlimm verletzte” aus. Aber das klingt wohl zu zart besaitet. Also bleiben wir beim vorherigen.

Schließlich wäre Thorin fast enthauptet worden. Julius wollte aufspringen, um dazwischen zu rennen, doch Caro hielt ihn zurück. Sie erinnerte ihn daran, dass sie das Geschehen unter keinen Umständen verändern durften … auch wenn Helena aufgetaucht war und sie das sehr verwunderte … aber Bilbo musste Thorin retten! Nicht Julius. Sein Tag würde auch noch kommen … aber nicht heute. Heute rettete Bilbo den Tag. Und Thorin.

Gandalf winkte derweil mit seinem Zauberstab und rief die Adler herbei … nur sah das niemand. Die Zwerge hangelten immer noch am absteigenden Ast und versuchten, sich wieder hinauf zu ziehen … und nicht zu sterben. Das war wohl der wichtigere Part.

Schließlich war es Helena, die die entscheidende Rolle darin spielte, die Zwerge vor dem Abgrund zu retten. Als sie wieder Boden unter den Füßen erlangte, wies sie Mareen an, ihr zu helfen und die Zwerge wieder nach oben zu ziehen. Zu zweit und mit vereinten Kräften schafften sie es schließlich. Und als alle Zwerge wieder standen, setzen sie sogleich zum Kampf an, um ihren König zu retten und zu verteidigen. Kurz darauf kämpften alle mit vereinten Kräften gegen die Warge und Orks. Mareen und Caro waren erstaunt darüber, wie stark und groß sie geworden waren … sie hatten die Wandlung ganz vergessen. Und Julius … Julius hatte immer noch kein Schwert. Aber Gandalf reichte ihm mehr von den Tannenzapfen und so konnte auch er mit kämpfen… wenn er denn hätte zielen können. Mehr als einmal traf er versehentlich Caro oder Mareen. Und weil alle so sehr mit Kämpfen beschäftigt waren, war Julius der einzige, der bemerkte, wie Thorin seinen Eichenschild verlor, also rannte Julius auf den verlorenen Schild zu und nahm ihn an sich. Und das, werte Leser, ist die Geschichte von der Rettung Thorins Eichenschildes.

Schließlich kam die rettende Hilfe in Form von Adlern vom Himmel. Die Adler krallten sich die Warge und schmissen sie von der Klippe, ehe sie die Gemeinschaft aufluden und sich wieder in die Lüfte erhoben.

… Wie es der Zufall wollte saßen Mareen und Kili auf einem Adler. “Also du kannst dich ruhig an mir festhalten, wenn du Angst hast.”, sagte Kili heldenhaft. Er hatte sich die gesamte Zeit über wirklich große Sorgen um sie gemacht. Man hörte die Stimmen nur noch aus der Ferne, was der Zuschauer vor Augen hatten war lediglich der Sonnenuntergang und die Adler die am Himmel flogen.

“Nein danke, ich sitze ganz gut so…”, hörte man Mareens Stimme aus dem Off. Und mit diesen Worten flogen sie alle dem Horizont entgegen.

Die Adler flogen eine Weile und hielten schließlich auf einer weiteren Klippe an. Sie legten den verletzten Thorin behutsam auf die Steine und nachdem sie auch alle anderen abgesetzt hatten, flogen sie wieder zurück, wo sie hergekommen waren … wo auch immer das war.

Gandalf eilte sofort zu Thorin und heilte seine Wunden, während sich alle anderen um den Zwergenkönig versammelten. Bilbo stand etwas abseits, als sich Thorin schließlich aufrichtete. “Du hättest sterben können! Wieso hast du das getan?!” Er war tief beeindruckt und berührt. Die beiden tauschten einen bedeutsamen Moment und die drei Touristen wunderte es nicht, wieso Leute Thorin und Bilbo shippten… absolut nicht.

Als Biblo einwandte, dass er auch kein Meisterdieb sei, dachten sich alle drei dasselbe: “Nein, du bist nur ein Meisterhobbit.” Und sie beobachteten glücklich diese wundervolle Endszene, froh darüber, den ersten Teil nun endlich hinter sich gebracht zu haben. Gerade Mareen und Caro freuten sich sehr auf das, was bald kommen würde … wer bald kommen würde. Hoffnungsvoll schauten sie zum Horizont und in den Düsterwald und waren in dieser Sekunde froh darüber, dass die Adler sie nicht bis zum Erebor geflogen hatten, sondern nur bis zu dieser Klippe … von der sie irgendwie auch wieder runter kommen mussten … aber alles zu (s)einer Zeit.

Oin rief aus: “Ein Rabe! Die Vögel kehren zum Berg zurück.“ Er zeigte erfreut auf einen vorbeifliegenden Vogel, woraufhin Gandalf korrigierte: „Das, mein lieber Oin, ist eine Drossel.“ Und Julius lachte leise im

Hintergrund vor sich hin “Haha … Oin, du Dussel, das ist eine Drossel.”

Und als Bilbo den berühmt berüchtigten Schlussatz “Ich glaube, das Schlimmste ist jetzt vorbei.” aussprach, glaubten sogar die drei Touristen für einen Moment daran, dass seine Worte wahr sein könnten ...


~ Ende Teil 1 ~
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