Es war kein Traum

KurzgeschichteRomanze / P12
Dr. Temperance Brennan Special Agent Seeley Booth
14.11.2018
17.11.2018
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14.11.2018 1.811
 
Langsam öffnete er seine Augen und konnte im ersten Moment gar nicht realisieren was geschehen war. Er hat doch gerade noch in seinem Sessel gesessen, mit seiner Traumfrau auf dem Schoss und einem Lächeln im Gesicht da er nun Vater werden würde. Und jetzt, plötzlich lag er in einem Krankenhauszimmer und eine Frau stand neben ihm.
"Booth,ich bin es Bones." Sie war überglücklich, dass er endlich seine Augen öffnete.Keinen Moment hatte sie ihn aus den Augen gelassen und nun blickte er sie endlich an.
"Was machst du denn hier,wie geht es unsrem Baby?"
"Aber Booth was redest du denn da? Du wurdest angeschossen und lagst im Koma. Ich habe mir solche Sorgen gemacht,wehe du machst das nochmal."
Er wusste nicht was er davon halten sollte sie war immerhin seine Frau oder?
"Aber Brennan wir waren doch eben noch im Club wie bin ich hierher gekommen?"
Sie hielt kurz die Luft an, seit wann nannte Booth sie Brennan. Sie hatte zwar immer darauf bestanden doch eigentlich war sie es gewohnt gewesen und hätte es sich nicht anders vorstellen können.Booth musste irgendwie noch in seinem Traum sein dachte sie sich und begann ihm alles zu erklären.
Plötzlich schossen ihm Tränen in die Augen seine perfekte Welt stürzte ein als sie sprach.Bones erklärte ihm alle Einzelheiten doch er konnte immer wieder nur einen Satz hören"Es ist nicht real, es war nur ein Traum,du hast dir das alles nur eingebildet."
Wie konnte sich etwas erfundenes nur so real so echt anfühlen.Er war glücklich mit seiner Brennan an seiner Seite und der Wunsch Vater zu werden hatte nie nachgelassen oder war schwächer geworden. Und jetzt war das alles nur ein Traum gewesen.
Nachdem Bones mit ihrer Erläuterung der Geschehnisse fertig war sah sie ihn an, doch er konnte ihr nicht in die Augen sehen es war einfach zu viel. Er wünschte sich dieses Leben mehr als alles andere und er wünschte sich sie mehr als alles andere.
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Es waren ein paar Wochen vergangen doch Booth musste ständig an diesen Traum denken. Am Tag stellte er sich diesen vor und in der Nacht,in der Nacht konnte er es wieder fühlen,denn sobald er in seinem Bett lag und die Augen schloss war er wieder in diesem Club und hatte Bones an seiner Seite. Die Doktorin kahm ihn jeden Tag besuchen,was es für Booth nicht einfacher machte. Jeden Tag sah er was er nicht haben konnte. Schon lange vor dem Schuss hatte er so gefühlt, doch war die Angst sie zu verjagen grösser als der Wille es ihr zu sagen. Bis zu diesem Traum konnte er seine Gefühle einfach runterschlucken,sich einreden es wäre nur eine Phase doch seit diesem verdammten Koma konnte er einfach nicht mehr anders und eigentlich wollte er es auch nicht. Denn eine Sache die er aus der ganzen Geschichte gelernt hatte war, dass er Dr. Temperence Brennan,seine Bones, seit dem ersten Augenblick über alles in seinem Leben stellte. Seine Freunde,seine Arbeit,sogar sein Icehockey. Doch war er stets zu feige gewesen es sich einzugestehen.
Die Wochen vergingen wie im Flug und er konnte es jedesmal kaum abwarten sie endlich wiederzusehen. Als er sie vor seiner Tür stehen sah war er überglücklich und sobald sie ging vermisste er sie. Doch irgendwann konnte er nicht mehr, es war einfach zu schwer sie zu sehen und nicht berühren zu können. Jedes mal musste er gegen jede seiner Zellen kämpfen sie nicht einfach zu küssen. Er wusste zwar das er Bones auch am Herzen lag doch wusste Booth,dass sie nicht viel von Gefühlen und Emotionen hielt er wusste nicht wie sie reagieren würde und bevor er sie ganz verliert.
Dann war der Tag gekommen wie immer stand sie pünktlich Abends vor seiner Tür. Sie klopfte und erschrak als Booth die Tür aufriss. Sie wollte ihn aus einem Reflex heraus schlagen doch er hielt ihr Handgelenk im letzten Moment fest.
"Willst du mich zu Tode erschrecken oder was.", fuhr sie ihn leicht wütend an.
"Entschuldige bitte, ich stand grad neben der Tür und wollte dich nicht warten lassen.","Und außerdem bist du das einzige auf das ich mich in der Woche freue.", fügte er im Stillen hinzu.
"Könntest du dann jetzt mein Handgelenk wieder loslassen bitte."
Es war ihm gar nicht aufgefallen doch er hielt sie immer noch mit seiner Hand fest und zog sie unbewusst näher zu sich.
Augenblicklich ließ er Bones los.
"Entschuldige,erneut, ich bin heute etwas neben der Spur."
"Ist irgendetwas passiert?" Er konnte sorge in ihrer Frage hören was ihm sofort ein Lächeln auf die Lippen trieb.
"Nein nichts besonderes ich weiß auch nicht was heute los ist,aber mach dir keine Sorgen" Nach dieser Aussage musste er sich selbst ein Lachen verkneifen,"Nichts besonderes,großer Gott Seeley man soll doch nicht lügen." Doch noch bevor er seinen Gedanken zu Ende führen konnte unterbrach sie ihn.
"Also wie siehts aus was wollen wir heute essen?"
"Ich weiß nicht ich hab heute eigentlich nicht wirklich Hunger.",antwortete er mit einem leichten Ziehen in der Magengegend.
"Ok wer sind sie und was haben sie mit Booth gemacht."
"Ich bins doch wirklich.",sie hatte es so ernst gesagt das er meinte er müsse sie überzeugen.
"War doch nur ein Scherz.",sagte sie lachend und setzte sich auf die Couch.Er folgte ihr ohne ein Wort zu sagen und setzte sich mit einem gewissen "Sicherheits"-Abstand neben sie.
"Booth ich muss mit dir reden es geht um unsere Zusammenarbeit."
Er konnte förmlich spüren wie ihm die Farbe aus dem Gesicht viel mit einer Mischung aus Sorge und Erwartung sah er sie an.
"Also gut hör zu Booth,... ich weiß nicht wie ich das sagen soll... ich glaube wir können nicht mehr zusammenarbeiten."
Ohne zu zögern sprang er auf und fing an zu schreien,
"Das kannst du doch nicht machen,wir sind Partner wir haben die höchste Aufklärungsrate in der ganzen Abteilung der Boss wird das nicht zu lassen wie kannst du mir sowas denn ohne Vorwarnung erzählen.Das kannst du mir nicht antun wir haben so viel erlebt ich weiß wir streiten uns manchmal aber das gehört einfach dazu, wie kannst du das alles wegwerfen.",er war so in Rage er hätte am liebsten gegen die Wand gehauen.
Bones versuchte ein Paar mal ihn zu unterbrechen doch sie hatte keine Chance gegen seine "Ansprache". Dann stand sie auf und ging zu Booth,dieser musste sich immer noch zusammenreißen nicht völlig die Beherrschung zu verlieren. Doch als er endlich in ihre Augen blickte konnte er sich wieder etwas runterfahren,wenn er sie ansah konnte er nicht wütend sein.
"Wieso tust du mir so etwas an?",fragte er nun,während er versuchte die Tränen zu unterdrücken. Er sah sie nicht an, er konnte einfach nicht.Doch dann nahm sie sein Gesicht in ihre Hände und wischte vorsichtig die eine Träne weg die er sich nicht hatte verkneifen können.
Booth konnte nicht anders als ihren Händen zu folgen und Bones nun endlich anzusehen. Er sah ein glitzern in ihren Augen, was er noch nie zu Gesicht bekommen hatte.
"Wieso bist du so froh?",fragte er mit Bitterkeit,Trauer und Wut in seiner Stimme.
"Ich...",sie konnte nun einfach nicht mehr anders und legte ihre Stirn auf seine. Er wusste nicht wie ihm geschieht,plötzlich breitete sich eine Wärme in ihm aus die er so noch nicht kannte.
"Ich bin froh weil ich es jetzt weiß",flüsterte sie kaum hörbar in sein Ohr. Booth wich daraufhin einige Millimeter zurück, nur soviel um ihr in die Augen sehen zu können. Sie sahen sich eine Weile an,ihr Blick schien sie in eine andere Welt getragen zu haben keiner von beiden traute sich zu blinzeln.
"Was weißt du?",er unterbrach die Stille und kehrte in die Wirklichkeit zurück.
"Ich weiß jetzt das es nicht nur ein Traum war."
Mit diesen Worten überwand sie die letzten Millimeter und spürte endlich seine Lippen auf ihren. Es war ein Gefühl das weder Bones noch Booth hätten beschreiben können. Es war als würden tausend Raketen in ihnen explodieren und das gaben sie sich auch zu spüren.Es war ein scheuer zärtlicher Kuss und jeder der Beiden hätte für immer so stehen bleiben können,doch leider brauchten sie Sauerstoff um zu überleben also zogen sie sich schweren Herzens voneinander weg und sie legte erneut ihre Stirn an seine. Beide hielten ihre Augen immer noch geschlossen.
"Weißt du ich hatte auch einen Traum,es ist schon eine Weile her doch ich konnte ihn einfach nicht loswerden. Er verfolgt mich seit der einen Nacht die ich hatte schlafen können während du im Koma lagst. Ich habe getraümt du würdest mich erneut retten doch diesmal ,ist ja auch egal es war kein Traum.",er konnte Tränen in ihrer stimme hören,doch es war keine Trauer es war Freude.
"Ich würde alles tun um dich zu retten, das weißt du." Beide machten ihre Augen gleichzeitig auf und sahen sich einfach nur an bis Booth die Stille durchbrach,
"Und,vor wem habe ich dich gerettet?",fragte er in einem kaum hörbaren Flüsterton.
"Vor mir selber.",antwortete sie und sah ein kleines Bisschen Verwirrung in seinen Augen doch dann wusste sie er hatte es verstanden und in diesem Moment zog er sie wieder an sich und umarmte sie einfach nur. Er konnte es immer noch nicht komplett begreifen was gerade geschehen war, doch er wusste es war das Beste was ihm hätte passieren können.
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Sie standen noch eine ganze Zeit stumm im Wohnzimmer und genossen das schlichte Gefühl den Anderen endlich berühren zu können.
"Sag mal willst du wirklich einen neuen Partner.",Booth musste jetzt wieder daran denken und ihm wurde augenblicklich ein wenig übel.
"Nein eigentlich bin ich mit meinem jetzigen recht zufrieden ich wusste nicht ob du genauso empfindest wie ich und ich hatte einfach nicht den Mut es dir zu sagen. Doch hätte ich weiter mit dir gearbeitet oder mich in deiner Nähe aufgehalten wäre ich daran zerbrochen.",sie konnte sich die Tränen nicht verkneifen und kuschelte sich noch näher an Booth.
"Shhh, es ist alles gut ich bin bei dir und werde nie wieder weggehen,hörst du,"
"Das sei dir auch geraten.",sagte sie mit lachender Stimme und brachte ihn so zum lächeln.
Das war der letzte Satz an diesem Abend und nachdem sie sich ins Bett gelegt hatten schliefen sie eng umschlungen ein.
Und ihr Traum war endlich Realität geworden.
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