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Outlaws ´til the End

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18
Arthur Morgan Colm O'Driscoll Dutch van der Linde John Marston Kieran Duffy
13.11.2018
17.01.2021
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36.216
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Dieses Kapitel
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13.11.2018 1.461
 
Hallo!
Schön das ihr euch hierher verirrt habt, bitte seit nicht enttäuscht, denn das erste Kapitel fällt bewusst kurz aus. Danach gibt es wieder wie gewohnt den langen Lesestoff. Viel Spaß :)


„Fuck, verdammt… Sie sind hinter uns her! Gib alles Chester!“, schrie Eliza ihrem Streitross Chester zu, welchem sie soeben die Sporen gab. Die beiden waren auf der Flucht vor einer Bande Banditen, die Eliza grade in diesem Moment um ihr Diebesgut erleichtert hatte. Ihr denkt vielleicht das Eliza ja in diesem Falle auch eine Diebin ist, doch sie ist wesentlich gerissener als diese Horde von Einfallspinseln. Außerdem stahl sie nur von Leuten, die es in ihren Augen verdient hatten. Wie eben ein Rudel von dummen und besoffenen Banditen oder reichen Bänkern, die mehr Dollar hatten als sie zählen konnten. Eliza war die Tochter einer Indianerin und eines weißen reichen Mannes, sie hatte ihren Vater nie kennen gelernt, denn dieser war wie ihre Mutter immer sagte ein versoffener Feigling. Scheinbar war sie das ungewollte Ergebnis einer Liebelei zwischen ihrer Mutter und einem verheirateten Mann aus Blackwater. Aber so war der Wilde Westen nun einmal, entweder du kommst mit dem zurecht was du hast, schlägst dich irgendwie durch oder du wirst getötet, ausgeraubt oder sonst irgendwas, die Möglichkeiten das einem etwas zustieß waren zu dieser Zeit enorm. Natürlich wurde ihre Mutter damals aus dem Stamm der Familie verbannt, als es sich ziemlich schnell herum sprach, dass sie von einem Ehebrecher schwanger und sitzen gelassen wurde. Nein, die Kleine Eliza musste wirklich rasch lernen, wie man im wilden Westen klar kam. Chester, ein treues und schnelles Pferd tat sein Bestes in der Zwischenzeit um den Abstand zwischen sich und den Banditen zu vergrößern. Eliza blickte nach hinten und sah einen von diesen Dreckskerlen näher kommen, schnell zog sie ihren Cattleman Revolver aus dem Halfter und schoss diesem gekonnt in den Kopf. Eines musste man der kleinen brünetten lassen, sie war eine verdammt gute Schützin. Das ein oder andere Duell hatte sie bereits gewonnen und sie hatte in einer Gegend sogar einen Spitznamen aufgrund dessen . Chester trat in die Hufen, denn die Wilde gab ihm ordentlich die Sporen. Mist, sie müssten diesen Banditen doch bald mal entkommen, eilig galoppierte sie in Richtung Süden, das war zwar die völlig falsche Richtung in die sie eigentlich musste, doch nur wenn sie durch die Sümpfe ritt, würde sie die Banditen endlich abschütteln können. In die Sümpfe wagte sich eigentlich kein Mensch weit und breit, naja außer die, die sowieso nicht mehr alle Tassen im Schrank haben. Hier im alten Amerika gab es einige Menschen die nicht mehr alle Schrauben locker haben, doch das stört niemanden, denn jeder kann nachvollziehen das es in dieser Zeit wirklich nicht einfach ist. Gewisse Krankheiten machten die Runde, die Medizin war lange nicht so entwickelt wie heute und so konnte es schon mal vorkommen das die lieben Kinder vor ihren eigenen Eltern starben oder deine Frau die du vor zwei Tagen geheiratet hast, plötzlich tot neben dir in euren Ehebett liegt. Oder das simpelste, du wirst von Banditen ausgeraubt oder getötet, doch nicht mit Eliza. Wie gesagt sie ist ein cleveres Mädel und eine verdammt gute Schützin. Endlich hatte sie mit Chester die Sümpfe durchquert, da traute sie sich mal wieder zurück zu blicken, mit Freude stellte sie fest dass ihr Plan aufgegangen war, die Horde war verschwunden. Eliza streichelte sanft den Hals ihres Texas Tenneese Walkers, „Super Chester, wir haben es wieder einmal geschafft! Wir sind und bleiben ein Spitzen Team, aber los, heim jetzt"
Chester mit Eliza und dem Diebesgut auf dem Rücken, galoppierte gemütlich in den Sonnenuntergang. Sie würden noch bevor die Nacht herein bricht in ihrem Versteck ankommen und der heutige Ausflug hatte sich verdammt nochmal gelohnt gehabt. Endlich etwas außerhalb von Blackwater, in den großen Feldern sind sie in ihrem Versteck angekommen, Eliza hatte dort, noch etwas im Halbschatten der Wälder versteckt, ein kleines Häuschen besetzt. Sie band Chester an einem Pfahl auf der Rückseite des Hauses fest und begann ihn abzusatteln, sie schulterte sich den Sack mit den geklauten Sachen und wollte grade um das Haus herumlaufen als sie plötzlich Licht durch das Fenster scheinen sah. Scheinbar hatte es wieder mal jemand durch ihre Fallen hindurch geschafft und scheinbar musste sie diesem Jemand eine Lektion erteilen.
Erneut zog sie ihren Cattleman Revolver aus dem Halfter, auch dieser hatte eine Reinigung mal wieder dringend nötig und das war wahrscheinlich auch der Grund warum Eliza im Moment nicht so gut traf. Sie spannte den Abzug und ließ den Finger auf diesem ruhen, bereit zu schießen wenn es notfalls sein musste. Vorsichtig und auf Zehenspitzen schlich sie sich wieder hinten ans Haus und versuchte durch den Keller unbemerkt in das Obergeschoss zu gelangen. Der dumme Eindringling hatte sicherlich nicht bemerkt das ihr Haus eine Falltür unter dem Teppich mit Keller besaß. Aber das war auch gut so, die Falltür sollte niemand so leicht finden, denn Eliza bewahrte hier ihr gesamtes Ergaunertes Material auf. Der Keller war noch dunkel, daraus schlussfolgerte sie das der Eindringling ihn noch nicht gefunden hat, sonst würde er sich bestimmt hier bei all dem wertvollen Kram aufhalten und nicht oben, wo es so gut wie nichts zu bestaunen gab. Elizas Häuschen war äußerst simpel eingerichtet, soweit scherte sie sich auch nicht um die Einrichtung, sie war nicht die typische Frau des Zeitalters. Außerdem musste sie immer darauf gefasst sein, das jemand nach ihr suchte und so war es nur umso praktischer für eine schnelle Flucht, alles was sie wirklich zum Überleben benötigt hatte sie um sich geschnallt. Im Keller tastete sie sich langsam nach vorne, in ihrem eigenen Haus kam sie auch wunderbar ohne Licht zurecht, einer der Grundvorrausetzungen wenn man ein Leben führt wie sie, finde dich immer und überall zurecht.
Plötzlich hörte sie über sich zwei aufgebrachte, männliche Stimmen reden. Die beiden Besucher hatten offenbar einen handfesten Streit im Gange. „John, wir wären dumm, wenn wir hier bleiben! Die Schnüffler der Regierung sind uns auf den Fersen, wir müssen Dutch warnen!“, schrie beinahe die eine der Stimmen. Die andere etwas tiefere Stimmen, der beiden antwortete erst nach einer kurzen Bedenkzeit, so nahm Eliza es zumindest an. „Bill, wir können nicht weg, wenn wir die Nacht da draußen verbringen sind wir so gut wie tot! Ich denke tot will uns der liebe Dutch auch nicht sehen. Lass uns über Nacht hier bleiben und gleich morgen früh weiterziehen.“ Das gefiel der anderen Stimme scheinbar überhaupt nicht, sie lief stampfend im Zimmer herum, Eliza musste sich vor lauter Staub der durch die Holzdielen quoll, die Hand vors Gesicht halten. „Das ist sowieso alles deine Schuld, Marston!“, schrie der eine Mann jetzt schon beinahe. Irgendwas musste dieser Marston gehörig verbockt haben. „Am besten ich erwürge dich sofort, wahrscheinlich würde ich Dutch noch einen Gefallen damit tun!“, sprach die Stimme nun bedrohlich weiter, dieser Mann musste es ernst meinen, denn Eliza hörte die schnellen Schritte über sich und man konnte hören das die beiden Männer nun miteinander rangen. Auf leisen Füßen schritt sie vorsichtig die Kellertreppe hinauf und schob die Tür einen winzigen Spalt auf, grade soweit das sie etwas sehen konnte, aber niemand konnte sie zu leicht entdecken. Die Mündung des Revolvers schaute natürlich voran aus dem Spalt. Sie hatte mit ihrer Vermutung nicht ganz Unrecht gehabt, die Männern rangen miteinander. Der eine von den beiden, mit der höheren Stimme, der Bill zu sein schien, lag auf der tieferen Stimme, Marston, drauf und würgte diesen, dieser lief bereits blau an im Gesicht und hatte Schwierigkeiten mit dem Atem.
Eliza überlegte einen kleinen Moment ob sie den Zweien einfach sich selbst überlassen soll, aber die Kleine hatte einfach ein zu gutes Herz und konnte nicht einfach zu sehen. Sie zielte kurz und schoss Bill der Marston wohl fast erwürgt hat, einfach von hinten eine Kugel in den Kopf. Schöne Schweinerei die sie gleich sauber machen durfte, Blut und Hirnspritzer so stellt man sich doch einen gelungenen Feierabend vor. Vorsichtig und den Revolver immer noch in der rechten Hand, wagte sich die Brünette aus dem Keller und beugte sich über den fremden Marston, dessen Gesichtsfarbe immer noch nicht ganz zurück gekehrt ist. Mit der linken Hand gab sie diesem eine saftige Ohrfeige, in der Hoffnung er würde aus seiner Ohnmacht aufwachen und wieder anfangen zu atmen.
Der Schlag bewirkte Wunder, Marston begann zu husten und eine gesunde Gesichtsfarbe breitete sich wieder bei ihm aus. Doch Eliza zielte auf seinen Schädel, man konnte ja nie wissen im Wilden Westen, selbst wenn sie diesen Kerl hier grade das Leben gerettet hatte so hieß das nicht, dass der sie nicht auch töten würde. Den Finger am Abzug und die Luft anhaltend, also bereit für den perfekten Schuss blieb sie vor diesem Marston stehen, bis der wieder einigermaßen bei Sinnen war.
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