Das Traumduo vom NYPD

von Ahadi
OneshotRomanze, Freundschaft / P16
Kate Beckett Richard Castle
12.11.2018
24.01.2019
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Einen wunderschönen Abend wünsche ich euch allen miteinander.

Also zunächst einmal spreche ich euch, meine sehr verehrten Lesern, meine inständige Hoffnung aus, dass ihr den Zeitraum seit meiner letzten Geschichte gut und vor allem heil überbrückt habt und heiße euch alle gleichzeitig Herzlich Willkommen zu meiner brandneuen Oneshot-Reihe.

Ja, ich weiß, ihr alle denkt jetzt bestimmt: Oh, nein, nicht schon wieder. Aber für eine lange Story fehlt mir momentan leider einfach die nötige Zeit. Ich hoffe sehr, ihr habt Verständnis dafür und seid glücklich über jeden kleinen Oneshot, den ich euch zu lesen gebe.

Ich möchte mich an dieser Stelle natürlich auch noch einmal in aller Form bei euch entschuldigen, weil es so dermaßen lange gedauert hat, bis ich nach gefühlten 2 Jahren endlich dazu gekommen bin, endlich wieder etwas Neues zustande zu bringen.

Aber bei mir lief es in den letzten paar Wochen nicht gerade hervorragend und ich hatte, so doof es jetzt auch vielleicht für euch klingen mag, einfach nicht den Nerv, geschweige denn die Zeit dafür, etwas produktives zu Papier zu bringen.

Doch inzwischen haben sich die meisten Wogen bei mir wieder geglättet, worüber bestimmt nicht nur ich sehr froh bin, sondern ihr sicher auch.

Und jetzt, ohne weitere Umschweife und längeres Palaver, geht es auch schon los.

Euch allen wünsche ich selbstverständlich wie immer ganz viel Spaß beim Schmökern!

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Es war ein Tag wie jeder andere in der Millionenmetropole New York City.

In der weltberühmten Stadt herrschte überall reges Treiben, wie eh und je.

So auch im Morddezernat des 12. Reviers, wo jeder seiner jeweiligen Beschäftigung nach ging, ohne einem Kollegen dabei auch nur ansatzweise in die Quere zu kommen.

Det. Katherine Beckett saß zusammen mit ihrem Partner Castle im Pausenraum, auf der dort befindlichen Couch und war gerade munter dabei, die Wunden im Gesicht des Autors zu verarzten.

Kurz zuvor war die befreundete Gerichtsmedizinerin Dr. Lanie Parish da gewesen und hatte sich die Verletzungen angesehen, die Castle sich bei der körperlichen Auseinandersetzung mit einem Verdächtigen zu gezogen hatte, stellte aber glücklicherweise nichts Ernsthaftes bei ihm fest.

Er hatte sich bei der so eben erwähnten Prügelei zum Glück nichts gebrochen, sondern lediglich ein paar kleinere Wunden im Gesicht, eine blutige Lippe, eine ebenso blutige Nase und einige Prellungen im Brustbereich davon getragen.

Tja und jetzt galt es für Beckett, wie von ihrer besten Freundin angewiesen, die Verletzungen ihres Beraters zu versorgen, diese also zunächst einmal gründlich zu reinigen und anschließend mit einem Pflaster zu versehen.

„Sagen Sie, Castle, was haben Sie sich eigentlich dabei gedacht, sich mit einem Verdächtigen zu prügeln?“, fragte sie ihn, als sie gerade dabei war den kleinen Riss über seinem rechten Auge zu reinigen.

„Na hören Sie mal, Sie klingen ja gerade so, als hätte ich mich zum Spaß mit dem Kerl geprügelt“, entgegnete der Schriftsteller, dem der vorwurfsvolle Unterton in der Stimme seiner Muse natürlich keineswegs entgangen war.

„Dabei waren meine Motive keinesfalls selbstsüchtig, sondern ehrenvoll und zweifelsfrei über jeden Vorwurf erhaben“, fügte er hinzu, um ihr unmissverständlich klar zu machen, dass er sich nicht zum Vergnügen mit dem Verdächtigen herum geschlagen hatte…sprichwörtlich.

„So, so, ehrenvolle Motive, was Sie nicht sagen“, meinte sie daraufhin leicht ironisch zu ihm, während sie nach einem der parat liegenden Pflaster griff und dieses anschließend auf die kleine Wunde über seinem rechten Auge klebte, die sie so eben gerade gereinigt hatte.

„Ja, meine Motive waren ehrenvoll, da brauchen Sie gar nicht sarkastisch zu werden, Detektiv“, blieb er bei seiner Sicht auf die Dinge.

„Und inwiefern waren Ihre Motive ehrenvoll, wenn ich fragen darf?“

„Das brauche ich Ihnen doch nicht extra zu sagen, ich meine, sie waren ja schließlich live dabei, als der Verdächtige Sie unsittlich berührt hat“, fragte er sich in diesem Augenblick ernsthaft, ob sie unter Gedächtnisverlust litt.

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Ganz im Gegensatz zu ihm, denn er konnte sich noch ganz genau an den Auslöser für die Schlägerei mit dem Verdächtigen erinnern.

Sie waren gerade mit der Befragung desselbigen fertig, bei der der Verdächtige bereits die eine oder andere schmutzige Bemerkung über Beckett los gelassen hatte, als die Polizistin ihm zu verstehen gab, dass er sich für weitere Fragen zur Verfügung halten sollte und ihm anschließend den Rücken zu drehte.

Doch kaum tat sie das, da legte der eklige Typ auch schon dreist seine rechte Hand auf ihren Po und meinte mit einem dreckigen Grinsen zu ihr, dass er sich nichts Schöneres vorstellen könnte, als sich zu ihrer Verfügung zu halten.

Allerdings hatte der Verdächtige nicht mit Castle gerechnet, der, kaum hatte er gesehen, wo dieser schmierige Kerl seine Hand hatte, ihn, bevor er überhaupt wusste wie ihm geschah und noch bevor Kate reagieren konnte, wütend am Kragen packte und knurrend fragte, ob er denn nicht wüsste, wie man mit Frauen umging.

Eins führte zum anderen und ehe man sich versah, da waren die beiden Männer auch schon in einem regelrechten Boxkampf verwickelt, der erst ein Ende fand, als Beckett dem Verdächtigen von hinten einen kräftigen Tritt ins Allerheiligste verpasste und diesen damit zu Boden schickte oder besser gesagt, auf die Knie.

Der grabschende Verdächtige, der mindestens genau so demoliert aussah wie der Writer,  wurde noch vor Ort von einem Sanitäterteam untersucht, es wurden aber keine ernsthaften Verletzungen fest gestellt, sodass er von dort aus mit einem Streifenwagen ins Revier gebracht werden konnte.

Rick weigerte sich vor Ort jedoch vehement, sich von den Sanitätern untersuchen zu lassen, musste sich aber auf Drängen von Kate zumindest damit einverstanden geben, sich dann wenigstens auf dem Revier von Lanie durch checken zu lassen.

Ja und hier saß er nun, mit einem demolierten und frisch verarzteten Gesicht.

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„Ich weiß selber, dass ich dabei war, Castle. Und ja, ich habe live miterlebt, was der Verdächtige gemacht hat. Aber das gibt Ihnen noch lange nicht das Recht, sich wie Rambo auf zu führen und gleich eine Schlägerei an zu zetteln“, gab sie ihm zu verstehen, dass sein Verhalten völlig unnötig und übertrieben war.

„Also ich finde, dass, wenn in meiner Gegenwart die Ehre einer Frau angegriffen wird, ich dann jedes Recht dazu habe, ein zu greifen und diese Dreistigkeit zu unterbinden. Ich habe lediglich das getan, was jeder Gentleman, in dieser Situation getan hätte“, verteidigte er seinen Standpunkt, dass er das einzig Richtige getan hatte, nach wie vor felsenfest.

„Gentleman? Sie meinen doch wohl eher Macho. Denn genau das war es, was Sie getan haben, angeberisches Machogehabe und nichts anderes. Denn wenn Sie tatsächlich ein Gentleman wären, dann hätten Sie den Verdächtigen gewaltfrei zurecht gewiesen und wären nicht wie so ein wild gewordener Affe auf ihn los gegangen. Ganz egal, ob er mir nun an den Hintern gepackt hat oder nicht.

Und wenn Sie auch nur einen Funken Verstand in Ihrer Birne hätten, dann wäre Ihnen klar gewesen, dass ich sowohl die Situation sehr gut auch alleine bewältigen, als auch selbst mit dem Typen hätte fertig werden können. Ihr Eingreifen war weder vonnöten, noch angemessen.

Ihr Benehmen hatte nicht im geringsten etwas gentlemanhaftes an sich, sondern ähnelte bestenfalls dem eines primitiven Neandertalers, der sein Territorium markiert und sein Weibchen verteidigt“, machte sie ihm unmissverständlich klar, dass sein Verhalten nicht dem eines modernen Menschen entsprach, sondern viel mehr dem eines hirnlosen Affen.

Sie wusste zwar, dass sie mit ihrer Wortwahl zu weit ging und sogar etwas beleidigend ihm gegenüber wurde, aber irgendwie musste sie ihm ja klar machen, dass er, in dem er eine Schlägerei mit dem Verdächtigen an zettelte, weit über sein Ziel, ihre weibliche Ehre zu verteidigen, hinaus geschossen war.

Und sie sollte tatsächlich Erfolg haben mit ihrer Standpauke, denn er wandte in der nächsten Sekunde seinen Blick von ihr ab, senkte den Kopf und schaute ganz bedröppelt zu Boden.

„Ja, ich weiß, ich bin zu weit gegangen. Ich weiß, ich hätte mich da nicht einmischen dürfen oder zumindest nicht so. Und ich weiß auch, dass ich es Ihnen hätte überlassen sollen, den Kerl in seine Schranken zu weisen und ich Ihnen besser hätte helfen sollen, diesem Typen jeden Finger einzeln zu brechen, anstatt mich mit ihm zu prügeln.

Wissen Sie, als er während der Befragung die ganze Zeit über diese schmutzigen Bemerkungen über Sie abließ, da hatte ich mich schon sehr zusammen nehmen müssen, um ihm nicht auf der Stelle an die Gurgel zu springen. Und als ich dann sah, wo dieser Schmierlappen seine Hand hatte, da ist mir einfach die Hutschnur geplatzt.

Ich weiß, dass das keineswegs eine Entschuldigung für das ist, was ich getan habe. Aber ich habe einfach eine so tiefe Abneigung gegen Männer, die meinen nur weil sie zum „starken Geschlecht“ gehören, sich alles erlauben und mit Frauen so umgehen zu können, wie sie wollen. Ich habe mir selbst geschworen, dass ich es niemals zulassen würde, dass eine Frau in meiner Gegenwart so derart behandelt wird.“

Er hob seinen Kopf wieder, wandte seinen Blick vom Boden ab und ihr zu, er sah ihr direkt in ihre wunderschönen, braun-grünen Augen und fügte dann noch folgende Worte hinzu:

„Und erst recht nicht eine Frau, an der mir etwas liegt.“

Auf diesen Satz hin, stahl sich ein sanftes Lächeln auf ihr bildhübsches Antlitz und nur einen Wimpernschlag später, wurde auch sein Gesicht von einem solchen geziert.

Sie wusste von vorne rein, dass er es nur gut gemeint hatte und bei seinem Vorhaben, sie vor dem schmierigen Grabscher zu retten, lediglich zu weit übers Ziel hinaus geschossen war.

Das könnte ihm zwar jetzt zum Verhängnis werden und seine Verbannung aus dem Revier und das Ende ihrer Partnerschaft zur Folge haben, aber das änderte dennoch nichts daran, dass seine Motive, genau so wie er es bereits selbst zu ihr sagte, ehrenvoll und zweifellos über jeden Vorwurf erhaben waren.

Im nächsten Moment beugte sie sich vor und gab ihm einen zärtlichen Kuss auf die rechte Wange, um ihm zum einen dafür zu danken, dass er sie vor dem grabschenden Verdächtigen gerettet hatte und zum anderen, um sich bei ihm für ihre Standpauke zu entschuldigen.

Dies hatte unweigerlich zur Folge, dass seinem Herz sogleich Flügel wuchsen, welches dieses geradewegs empor in den siebten Himmel trugen, während in seinem Kopf lauthals ein Engelschor sang.

„Heißt das, Sie verzeihen mir meine Dummheit?“, fragte er sie, sobald der Engelsgesang in seinem Kopf schließlich verstummt war und auch sein Herz wieder seinen angestammten Platz in seiner Brust eingenommen hatte.

„Ja, ich verzeihe Ihnen“, bejahte sie und legte zur Unterstützung ihrer Aussage, ihre linke Hand auf sein rechtes Knie.

„Die Frage ist nur, ob Captain Montgomery das auch so locker sehen wird“, ergänzte sie, wobei ihr deutlich an zu merken war, dass sie sich ernsthafte Sorgen darüber machte, was für Konsequenzen Castle für die Schlägerei mit dem Verdächtigen erwarten würde.

Sie befürchtete, dass er deswegen aus dem Revier geworfen werden würde, was automatisch das Ende ihrer Partnerschaft bedeuten würde, keine gemeinsamen Ermittlungen in Mordfällen mehr, kein theoretisieren zu zweit mehr, das dynamische Duo des 12. Reviers würde von heute auf morgen auf hören zu existieren.

„Machen Sie sich keine Sorgen, Kate, was für Konsequenzen auch immer auf mich zu kommen sollten, ich werde sie akzeptieren wie ein Mann“, schien er ihre Besorgnis intuitiv zu spüren und versuchte sie zu beruhigen.

„Und selbst wenn die Konsequenz darin besteht, dass wir in Zukunft keine Mordfälle mehr als Team lösen können, dann bleibt uns immerhin noch unsere Freundschaft. Wir können selbst dann immer noch abends was miteinander essen oder trinken gehen, gemeinsam Poker spielen, zusammen ins Kino gehen, alles was Freunde so machen.“

Sie sagte dazu nichts, sondern nickte lediglich zustimmend, auch wenn die Aussicht, dass sie im schlimmsten Fall nur noch privat etwas miteinander unternehmen konnten, in ihren Augen nur ein schwacher Trost für ihre Partnerschaft war.

Aber noch war ja nicht entschieden, was Castle für seine Prügelei mit dem Verdächtigen blühte, momentan verhandelte Captain Montgomery noch mit dem Anwalt des Grabschers und dem zuständigen Staatsanwalt, in dem Versuch, die Strafe des Krimiautors so gut wie möglich zu mildern.

Laut Roy dürfte das Urteil zum Fall Castle in spätestens zwei, drei Tagen fallen und bis dahin galt es aus zu harren und das Beste zu hoffen.

Aber eines, das stand für das Duo jetzt schon zweifelsfrei fest.

Und zwar, dass sie, selbst wenn Rick aus dem Revier verbannt werden würde, sie auch dann noch Freunde bleiben und stets fest zusammen halten würden.

Immer.




Fortsetzung folgt…

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An dieser Stelle noch einmal eine formelle Entschuldigung an alle meine Leser, dass es gefühlte halbe Ewigkeit gedauert hat, bis ich euch endlich mal wieder frischen Stoff zum Lesen gab.

Und vorab auch schon mal Sorry dafür, dass es sich bei der neuen Materie um einen Two-Shot handelt und ihr somit jetzt wieder auf den zweiten Teil der Handlung warten müsst, aber ich versichere euch allen hoch und heilig, das ihr dieses Mal nicht zig Wochen lang auf die Fortsetzung warten müsst.

Falls der erste Teil euch nicht so gut gefallen haben und sich zudem von dem unterscheiden sollte, was ihr ansonsten von mir gewohnt seid, dann liegt das wahrscheinlich daran, dass ich mich nach meiner ellenlangen Auszeit erst wieder ins Schreiben von Fanfiktions rein finden muss.

Jedenfalls freue ich mich schon sehr auf eure Rückmeldungen, völlig egal, wie auch immer diese aussehen sollten, Hauptsache sie sind zahlenreich.

Ich wünsche euch allen wie immer alles Gute und ein paar schöne Spätherbsttage.

Tschüss, bis zum nächsten Mal, euer Ahadi.
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