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Invincible

GeschichteThriller, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Alexander Mahone Fernando Sucre Lincoln Borrows Michael Scofield OC (Own Character) Paul Kellermann
10.11.2018
24.11.2019
19
44.434
5
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21 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
16.02.2019 2.677
 
Hallo zusammen!

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal für die Kommentare und die Favoriteneinträge bedanken! Es bedeutet mir wirklich viel!

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„Sag es.“ forderte sie ihn auf. „Was?“ „Sag, dass ich es versaut hab.“ „Hast du nicht.“ widersprach Lincoln. „Ich habe es ruiniert. Meinetwegen hat er uns erkannt.“ Lincoln zuckte mit den Schultern. „Das hätte mir genauso passieren können.“ „Aber ich wollte, dass wir unbedingt in dem Motel anhalten. Wir hätten auch im Auto schlafen können.“ überlegte sie. „Dann hätte uns ein vorbeifahrender Trucker oder sonst wer erkennen können.“

Sie sah ihn verwundert an. Die Reaktion hätte sie nicht erwartet. Sie hätte gedacht, dass er schreien, wüten oder sie verurteilen würde, doch nichts Derartiges geschah. Im Gegenteil. Er schien entspannter als zuvor.

„Das war nicht der erste Vorfall und wird nicht der Letzte bleiben.“ erklärte er. „Du darfst es nicht so an dich ranlassen, sonst macht es dich irgendwann kaputt.“ Ava glaubte zu verstehen. „Und so kann ich dich nicht gebrauchen.“ fügte er gespielt ernst dazu und sie schüttelte lächelnd den Kopf. Da, er hatte es geschafft sie etwas aufzumuntern.

„Außerdem habe ich mich geirrt, was dich angeht.“ „Wie das?“ „Ich habe nicht erwartet, dass du dich so für mich einsetzt. Ich meine, du hast meinetwegen einen Kerl angeschossen.“ gab er anerkennend zu. Deshalb war er also so ruhig. Sie hatte ihm bewiesen, dass er ihr vertrauen konnte, weil sie bereit war, soweit zu gehen.

„Ich nehme es mal als Kompliment.“ lächelte sie. „Aber als kein zu großes Kompliment, weil wir ja ohne dich nicht erst in der Situation wären.“ fügte er ironisch hinzu und sie legte sich die Hände aufs Gesicht. „Ah! Hör auf jetzt!“ sie musste lachen.

An der nächsten Raststätte stieg Ava aus, ging aufs Klo, wobei ihr etwas einfiel. Sie liefen so offen herum, verdeckten nicht einmal ihre Gesichter. Deshalb besorgte sie ein Sweatshirt mit einer Kapuze und sicherheitshalber eine Baseballkappe. Als sie rausging, entdeckte sie eine Telefonzelle. Sie gestikulierte Lincoln, dass sie schnell telefonieren würde. Ungläubig schaute er sie an, doch sie lief bereits auf die Telefonzelle zu.

Sie hatte es ihrer Mutter versprochen und so rief sie erneut bei ihr an. „Ja?“ „Mom?“ „Ava! Mein Spätzchen, wie geht’s dir?“ erkundigte sich ihre Mutter. „Mir geht es gut, es ist alles okay. Ist bei dir auch alles in Ordnung?“ wollte sie anschließend wissen. „Bei mir ist alles okay, es stehen nur immer wieder Reporter vor der Tür, fragen mich über dich aus.“

„Hast du ihnen etwas erzählt?“ „Natürlich nicht, was denkst du denn von mir?“ Ava schmunzelte. „Schön. Danke.“ sie sah zu Lincoln, der auf die Uhr zeigte. „Hör zu, ich muss weg, aber ich werde mich wieder melden. „Aber ich wollte dich noch so viel fragen …“ „Ich weiß, ich will ja auch noch mit dir sprechen, aber ich muss los.“ „Okay, bis zum nächsten Mal, mein Schatz.“ „Bye.“ Ava legte auf.

Kurz überlegte sie. Sie musste wissen, wie der momentane Sachstand war, also wählte sie Finns Nummer.

„Collins.“ meldete er sich und sie holte tief Luft. „Bitte verrate mich nicht, aber hier ist Ava.“ flüsterte sie und er hielt kurz inne. „Wendy?“ hackte er nach und sie atmete aus. „Wo zur Hölle bist du?“ presste er zwischen den Zähnen hervor. „Das kann ich dir nicht sagen, ich wollte nur fragen, wie es so aussieht.“

„Wie es so aussieht? Alle halten dich für eine Komplizin der Fox River 6 und suchen nach dir. Niemand glaubt mehr an deine Unschuld.“ flüsterte er so leise, dass sie es kaum hörte. „Und was denkst du?“ er schnaubte durch den Hörer. „Keine Ahnung, ehrlich gesagt. Ich kenne dich lange genug, um zu sagen, dass da mehr sein muss.“ Ava schloss kurz die Augen. Wenigstens jemand. „Halten sie dich fest? Bedrohen sie dich?“ „Nein.“ sie schüttelte den Kopf. „Sie helfen mir.“ „Und was wollen sie dafür?“ „Gar nichts.“ Ava verzog das Gesicht.

„Es reicht jetzt.“ sprach auf einmal Lincoln hinter hin. Sie hatte ihn gar nicht bemerkt. „Wer ist das?“ fragte Finn. „Niemand. Ich muss jetzt los.“ „Wendy, warte ich …“ doch sie hatte bereits aufgelegt.

„Was sollte das? Wir müssen mehr aufpassen.“ brüllte er, während sie zum Wagen zurückgingen. „Ich weiß, aber ich musste einfach rausfinden, was los war.“ „Wer war das?“ erkundigte er sich, wobei sie gleichzeitig einstiegen.

„Mein Kollege, Finn Collins.“ erklärte sie und er fuhr los. „Wie kommst du dazu einen Cop anzurufen?“ „Er ist okay. Er wird nichts sagen.“ „Woher weißt du das?“ „Er wollte mit mir vor dem Ganzen Chaos ausgehen. Ich dachte, er hat vielleicht noch was für mich übrig und verrät mich nicht.“ gestand sie.

„Ich dachte, du hast keinen Freund.“ „Hab ich auch nicht. Wir sind nicht zusammen.“ stritt sie sofort ab. „Wie gesagt, er wollte mit mir ausgehen und ich habe aus Mitleid zugesagt.“ „Aus Mitleid?“ „Ja, ich wollte nur höflich sein.“ „Keine gute Idee. Du hast ihm bloß falsche Hoffnungen gemacht.“ „Danke, Mr. Therapeut, das weiß ich auch.“ entgegnete sie zickig.

„Und die Telefonate sind ab sofort auf das Mindeste zu beschränken. Du weißt doch so gut wie ich, dass die zurückverfolgt werden können.“ „Ja, ich weiß, du hast Recht.“ er sah sie erschrocken an. „Was?“ „Du hast mir Recht gegeben? Das war unheimlich.“ gestand er und sie musste erneut lachen.

Einige Stunden später fanden sie sich tatsächlich in Kingman, Arizona wieder. Lincoln parkte das Auto, zog sich seine Sonnenbrille an, während Ava, die mittlerweile das neue Sweatshirt trug, sich die Kapuze über den Kopf streifte.

Sie beobachteten einen Van, aus dem LJ ausstieg. Lincoln wirkte nur noch angespannter. Ava legte ihm die Hand auf den Arm. „Ganz ruhig.“

Auf einmal fuhr ein weiteres Auto an ihnen vorbei. Lincoln zog sich zurück. Dabei packte er Ava an den Hüften, drängte sie nach hinten. Er presste sie mit seinem Körper näher an die Wand, sein Gesicht näher an ihres. Erst Sekunden später begriff sie, dass er es so aussehen lassen wollte, als wären sie dabei sich zu küssen.

Diese Nähe war ihr nicht unangenehm, im Gegenteil. Ava genoss sie sogar … irgendwie. Ihre Nasenspitzen berührten sich beinahe und sie spürte seinen heißen Atem auf ihrer Haut. Ihre Augen hefteten sich an seine halb geöffneten Lippen.

Der Wagen rollte langsam und fuhr dann weiter. Lincoln sah dem nach und drehte sich dann zu Ava, die ihn mit klopfenden Herzen ansah. „Sorry, ich wollte nur …“ „Ich weiß.“ unterbrach sie, bevor es komisch wurde. „Alles okay.“

Er nickte und sie beobachteten LJ, wie er mit einem Mann aus dem Van sprach, dieser ihm einen Dollarschein in die Hand drückte und LJ schließlich ging.

„Sie beobachten ihn. Es ist also wirklich eine Falle.“ stellte Lincoln genervt fest. „Wir müssen ihn aus der Sichtweite holen, sonst kommen wir nicht an ihn ran.“ erklärte sie. „Ja, aber wie?“ Ava überlegte, sah LJ sich auf eine Bank setzten. Dabei beobachtete er den Dollarschein in seinen Händen. „Ich habe da eine Idee.“ kam es dabei von ihr.

LJ starrte nachdenklich auf den Schein und gerade als er ihn einstecken wollte, lief plötzlich eine Gestalt mit einer Kapuze und Baseballkappe an ihm vorbei und entriss den Dollarschein aus seinen Händen. „Hey!“ er rannte ihr hinterher. „Bleib stehen!“  rief er und folgte dieser in eine Gasse.

Als LJ dort einbog, stand auf einmal Lincoln vor ihm. Ava nahm die Kapuze runter und betrachtete die beiden atemlos.

„Dad?“ LJ schien es kaum zu glauben. Fröhlich nahm Lincoln seinen Sohn in den Arm und drückte ihn an sich. Dabei wirkte sogar irgendwie verletzlich.

Als sie sich voneinander lösten, erblickte LJ Ava. „Hi.“ sie hob ihre Hand zur Begrüßung. „Dad, wer ist das?“ erkundigte er sich. „Ihr Name ist Ava, sie ist jetzt eine von uns.“ Lincoln nickte ihr dankbar zu. „Und jetzt müssen wir los, weil wir nicht viel Zeit haben.“ „Gut.“ stimmte LJ zu und folgte den Beiden zum Wagen.

Auf der Rückfahrt lernten sich LJ und Ava besser kennen. Sie erzählte ihm, wie sie zu der Truppe gestoßen war, dass sie seinem Vater ihr Leben zu verdanken hatte, von ihrer Verhaftung und der Flucht. Also eigentlich fast alles. Er wiederum berichtete ihr vom Tod seiner Mutter und seiner Flucht bis hin zur Festnahme. Es freute sie, dass er ihr vertraute.

„Es tut mir leid, was dir passiert ist. Aber ich bin mir sicher, dass alles noch gut wird.“ sagte Ava. „Jetzt, wo wir zusammen sind, werden wir alles schaffen.“ „Ich hoffe, dass du Recht hast.“ meinte LJ und lächelte sie an. Toll, dass er so gut durchhielt.  

„LJ ist so ein süßer Kerl.“ sie wandte sich an Lincoln. „Kaum zu glauben, dass er dein Sohn ist.“ „Was soll das schon wieder heißen?“ fragte Lincoln und LJ musste lachen.

„Wie geht’s dir überhaupt?“ fragte er anschließend seinen Sohn. „Besser, jetzt wo ich endlich draußen bin.“ „Ich befürchte nur, dass es nicht so bleiben wird.“ Lincolns Ton änderte sich. „Jetzt wo du bei mir bist, bist du auch zum Ziel geworden. Genauso wie Ava. Ihr seid beide nun in ständiger Gefahr.“ LJ nickte.

„Du bist jetzt frei.“ sprach Lincoln weiter. „Du kannst ein neues, ruhiges Leben anfangen und ich würde verstehen, wenn du alleine weiterziehen willst.“ „Soll das heißen, dass wir uns wieder trennen müssen?“ unterbrach ihn sein Sohn.

Kaum merklich drückte Ava Lincolns Schulter. Er sollte ihm ja nicht dasselbe sagen, wie er ihr gesagt hatte. Das tat ihr, als einer Außenstehenden weh und bei seinem Sohn würde es sicherlich noch mehr Schaden anrichten.

„Nein. Ich wollte dir nur die andere Option aufzeigen.“ er räusperte sich. „Ich werde dich auf keinen Fall wieder gehen lassen.“ Ava lächelte und auch LJ freute sich so etwas zu hören.

Der Junge wechselte die Radiosender, als auf einmal etwas von einem Schusswechsel in einem Motel gesprochen wurde. „Halt!“ rief Ava. „Schalte bitte zurück.“ „Brandon Wheeler erklärte der Polizei, dass Ava Pierce auf ihn geschossen hat.“ „Scheiße.“ fluchend senkte sie den Kopf.

„Hier ein Mitschnitt seines Interviews: Das Miststück hat mich reingelegt.“ LJ machte lauter. „Sie hat gesagt, sie will sich mit ihrem Liebhaber ein Zimmer teilen und hat mich gezwungen sie unter falschem Namen einzutragen. Ich habe sie aber trotzdem erkannt. Danach habe ich die Polizei gerufen und wollte sie und Burrows dort festhalten, da hat sie auf mich geschossen!“

„Zum Glück wurde Brandon Wheeler nur leicht verletzt und wurde sogar für seinen Mut von der Polizei gelobt. Und zum Wetter.“ Lincoln schaltete das Radio aus. „Liebhaber, hm?“ hackte er amüsiert nach. „Mir ist nichts Anderes eingefallen!“ rechtfertigte sie sich.  

Nach einer Zeit schlug LJ vor, etwas zu essen. Er hatte Hunger. Dagegen konnten weder Ava noch Lincoln etwas vorbringen.

Irgendwann hielten sie an einem Café und warteten ab, bis LJ ihnen etwas zu Essen brachte. „Danke.“ kam es auf einmal von Lincoln. „Bitte was?“ sie tat so, als hätte sie es nicht gehört. „Danke, dass du mir mit LJ geholfen hast. Es war vielleicht doch keine so schlechte Idee, dich mitzunehmen.“ „Das höre ich gern.“ sie klopfte ihm auf die Schulter. „Wirst du jetzt ab sofort immer auf mich hören?“ „Das muss ich mir noch überlegen.“ erwiderte er und sie kniff die Augen zusammen.

Da kam auch schon LJ und setzte sich hin. Ava nahm ihm das Essen ab, als plötzlich eine Frau an die Scheibe klopfte. Alle zuckten zusammen.

„Entschuldige, aber du hast dein Wechselgeld vergessen.“ trällerte sie fröhlich und reichte LJ das Kleingeld. Dabei sah sie Lincoln an und ihr Gesichtsausdruck veränderte sich. Mist, dachte sich Ava, als die Frau sich entfernte. „Fuck, sie hat mich erkannt.“ Lincoln gab Gas und fuhr mit quietschenden Reifen vom Parkplatz.

„Jetzt müssen wir den Wagen loswerden.“ verkündete Lincoln unterwegs. „Sie werden nach ihm fahnden.“ „Aber es ist doch noch so weit.“ widersprach LJ. „Ich gebe deinem Vater wirklich ungern Recht, aber es wäre richtig so.“ „Tut mir leid, ich hätte vorsichtiger sein müssen.“ er klang wirklich enttäuscht und nachdem Lincoln nichts sagte, mischte sich Ava mit ein. „Schon gut, es ist nicht deine Schuld. Wir kriegen das wieder hin.“

„Wir sollten uns einfach einen anderen Wagen holen.“ schlug er vor. „Nein, das wäre zu riskant, jetzt wo die wissen, dass wir in der Nähe sind.“ entgegnete Lincoln. „Dann gehen wir zu Fuß weiter. Ich glaube, ich habe dort einen Bahnhof gesehen.“ „Das hört sich doch sehr gut an.“ pflichtete Ava ihm bei. Sie konnte sehen, dass Lincoln sauer war. Es war wohl zu viel für ihn, dass sie beide Mist gebaut hatten.

Lincoln hielt den Wagen an. „Dad, es tut mir leid.“ wiederholte der Kleine. „Schon gut.“ er schenkte ihm ein derart sanftes Lächeln, dass sogar Ava schlucken musste. Seine weiche Seite … hatte etwas.

Dann waren sie schließlich zu Fuß auf einem Waldweg unterwegs.

Ava ließ etwas Abstand zwischen Lincoln und LJ, damit diese sich in Ruhe unterhalten konnten. Sie bekam mit, dass es Lincoln interessierte, ob LJ schon was mit Mädchen hatte und wie es in der Schule vor dem Ganzen bei ihm aussah.

„Für dich ist es bestimmt auch nicht leicht, jetzt auf der Flucht zu sein. Ich meine, du bist oder warst eine Polizistin.“ stellte LJ irgendwann fest. „Schon okay.“ antwortete Ava. „Dein Vater hält mich bei Laune.“ „Komisch, ich kenne ihn eigentlich ganz anders.“ zog nun auch LJ ihn auf. „Ja, er ist manchmal eine Spaßbremse, aber es ist besser als nichts.“ pflichtete Ava grinsend bei. „Ihr könnt ja auch alleine weiterziehen.“ schnaubte er.

Irgendwann kamen sie an einem Bahnhof an. Dort brauchten sie Tickets, doch, weil es vor dem Schalter noch voll war, wollte Lincoln warten, bis der Zug kam. Sie stellten sich hinter eine Steinarche und warteten ab. Ava beobachtete die Leute, doch keiner schien auf sie zu achten.

Erst als sie zu einem Mann auf einer Bank sah, wurde ihr mulmig im Magen. Er hatte eine Zeitung in der Hand und schaute immer wieder zu Lincoln auf. Dann stand er auf und ging weg. Ava griff nach Lincolns Arm und machte eine Kopfbewegung nach hinten. Da kam ein Polizist dazu. „Los, weg hier.“ flüsterte er und die drei sprinteten los. „Halt! Stehen bleiben!“ hörte sie den Polizisten schreien, legte aber dadurch nur noch einen Zahn zu.

Es dauerte nicht lange, bis auch schon Polizeisirenen zu hören waren. Avas Herz rutschte ihr in die Hose und sie überlegte, was sie tun sollten. Die Situation schien aussichtslos und das einzige was sie tun konnten, war rennen.

Allerdings kamen sie nicht weit, denn schon wenige Sekunden später versperrten ihnen mehrere Polizeiautos den Weg. Die drei hielten an und hoben ihre Arme. „Halt, wartet!“ bat Lincoln. „Die beiden haben nichts damit zu tun, nimmt mich!“ „Das hast du nicht zu entscheiden!“ sagte einer der Polizisten, während er ihm Handschellen anlegte.

Wenig später saßen die drei auf dem Rücksitz des Polizeiwagens und starrten wütend nach vorne. Ava saß zwischen den Jungs. Während die Polizisten über eine Verstärkung sprachen, sah einer von ihnen in den Rückspiegel. „Lloyd?“ sprach er. „Da ist jemand, aber es ist keiner von uns.“

Ava und Lincoln drehten sich um und erblickten einen schwarzen Van hinter ihnen. „Scheiße.“ flüsterte er. „Das sind sie.“ Ava musste schlucken. Wenn es tatsächlich die waren, von den Lincoln ihr erzählt hatte, waren sie erledigt.

Plötzlich begann der Van sie von der Straße zu drängen. Fluchend presste Lincoln Ava mit seinem Körper in den Sitz, sodass sie nicht umkippte. Doch das brachte nicht viel, denn der Wagen kam von der Straße ab und sie kippten nach vorne, wobei sie mit dem Kopf am Sitz aufschlug. Alles begann sich zu drehen.

Die Jungs traten die Türen ein, schafften es raus. „Ava?“ sprach Lincoln, doch ihr war so schwindlig, dass sie kaum aufrecht sitzen konnte. „Komm mit, du musst da raus.“ sie schüttelte den Kopf. „Nein, geh ohne mich.“ sie lehnte sich nach hinten. „Ich kann nicht, mir ist … Ich schaffe es nicht.“ „Ich gehe nicht ohne dich.“

„Doch, bitte.“ sie sah ihn eindringlich an. „Entschuldige, dass ich dir doch im Weg war.“ sie fand, dass er es wissen sollte. „Ich lasse dich nicht hier.“ brüllte er. Im nächsten Moment liefen einige Männer und eine blonde Frau zu ihm. Ava wollte ihnen helfen, doch ihr wurde schwarz vor Augen.
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